Silvester in der Stadt Bern
Romantiker, Nostalgiker und Partylöwen: Sie alle kommen an Silvester in der Stadt Bern auf ihre Rechnung.Auf dem Gurten können frisch Verliebte ein mehrgängiges Menü geniessen. Der Blick auf Feuerwerk von oben ist beim oder jedenfalls nach dem innigen Mitternachts-kuss garantiert. Typisch bernerisch ist auch die Feier im Dählhölzli, wo morgens um zwei noch Mehlsuppe geschlürft werden kann, um den Spritzmost etwas «z’bödele». Ein Extra-Feuerwerk gibts für alle, die der Kälte im Restaurant Früschluft auf der Kleinen Schanze trotzen. Dabei dürfte auch der Früschluft-Kafi mit Pflümli helfen. Partygänger treffen sich später in den zahlreichen Clubs. Und wers gemütlich traditionell liebt, isst zu Hause und trifft um Mitternacht auf dem Münsterplatz halb Bern. www.20min.chEvents in Bern
Klees Instrumente im Zentrum Paul Klee Bern
Die Instrumente aus der Familie des Malers Paul Klee - ein Konzertflügel und Klees eigene Geige - sind neu als ständige Leihgaben im Berner Zentrum Paul Klee zu sehen. Paul Klee war wie Albert Einstein, der ebenfalls in Bern entscheidende Jahre seines Lebens verbrachte, ein passionierter Amateurgeiger. Bei Klees Instrument handelt es sich vermutlich um ein Erzeugnis des Atelier Testore aus dem Jahr 1760. Der Konzertflügel von Klees Gattin Lily Klee-Stumpf ist ein Instrument von Blüthner und wurde im Jahr 1899 hergestellt. Beide Instrumente sollen im Rahmen von Kurz-Konzerten immer wieder erklingen. Die beiden Instrumente werden der Öffentlichkeit anlässlich einer Einweihungsfeier präsentiert, und zwar am Dienstag, dem 2. Januar 2007, um 11 Uhr, im Foyer vor der Wechselausstellung. www.codexflores.ch 29.12.2006www.paulkleezentrum.chMuseen in Bern
Der Zivilstand für Homosexuelle wird der Ehe gleichwertig
Homosexuelle Paare können sich ab 1. Januar 2007 schweizweit offiziell als Partner oder Partnerinnen registrieren lassen. Dieser neue Zivilstand ist mit der Ehe praktisch gleichwertig. Die Partner erhalten neben Rechten auch Pflichten.Im Kanton Bern lassen am ersten Arbeitstag nach den Feiertagen mindestens fünf Paare ihre Partnerschaft registrieren. Walter Grossenbacher, Leiter Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst, rechnet mit «wenigen hundert Paaren», die ihre Partnerschaft im Kanton Bern registrieren lassen wollen. Bemerkenswert, aber unerklärbar sei, dass sich wesentlich mehr Männer als Frauen für das neue Modell interessierten. Das gleiche wurde im Kanton Zürich beobachtet, wo sich homosexuelle Paare seit Juli 2003 registrieren lassen können. Laut Ronny Wunderli, Chef der Aufsichtsbehörde Zivilstandswesen des Kantons Zürich, liessen sich seither ungefähr 600 Paare registrieren. 80 Prozent davon waren Männer. Da die eingetragenen Partnerschaften nur im Kanton Zürich gültig sind, müssen sich die Paare nun nochmals nach eidgenössischem Recht eintragen lassen. Die Registrierung hat nicht nur Symbolwert, sondern bringt auch rechtliche Vorteile. Gibt es kein Testament, geht mindestens die Hälfte des Erbes an den überlebenden Partner. Heute erhält er oder sie keinen Rappen. Vorteile bringt die registrierte Partnerschaft binationalen Paaren. Ausländerinnen und Ausländer erhalten mit der Eintragung eine Aufenthaltsbewilligung (B) und nach fünf Jahren in der Partnerschaft eine Niederlassungsbewilligung (C). Im Gegensatz zu Ehegatten gibt es aber kein Recht auf erleichterte Einbürgerung. Registrierte Partnerinnen und Partner haben gegenseitige Unterhalts- und Unterstützungspflichten. Gibt ein Partner die Erwerbsarbeit auf, um sich um den Haushalt zu kümmern, könnten ihm oder ihr nach einer Trennung Alimente zugesprochen werden. Im Gegensatz zu Ehepaaren dürfen eingetragene homosexuelle Paare weder Kinder adoptieren noch zu Methoden der künstlichen Fortpflanzung greifen. Für dieses Recht kämpfen Schwulen- und Lesbenorganisationen weiterhin. www.sda.ch 28.12.2006
27 Jahre Taktlos Bern
Ein taktloser Zeitpunkt für ein Jubiläum, gewiss: In einem gemeinsamen Auftritt des finnischen Elektro-Duos Pan Sonic und des italienischen Kammerensembles Alter Ego wurde die Geschichte der Vereine Jazz Now Bern, Tonart und Taktlos Bern hörbar, die letzte Woche in der Dampfzentrale Bern ihr 27-jähriges Bestehen feierten; zu diesem Anlass wurde auch ein Buch veröffentlicht. Die acht Männer auf der Bühne schufen nun mannigfaltige zeitliche, tonale und räumliche Strukturen. Zwischen Streichern, Bläsern und Elektronika entstanden raffinierte Texturen. Die Musiker setzten auf Verweise aus dem immer schwerer trennbaren Korpus der «E-» und «U-Musik», sei es im Beat, im Geräusch oder in den Saxophon- und Streicherpassagen. Wie typisch für Taktlos-Veranstaltungen, wurde im Publikum nach dem Konzert angeregt diskutiert. Den einen waren «diese typisierten Streicherpassagen der neuen Musik» zu «zickig», ein anderer bekundete Mühe damit, dass die Musiker Partituren lasen, für die meisten aber war's ein vielseitiges Hörerlebnis, ernst vorgetragen, verspielt aber in den Ideen. Seit 27 Jahren setzen sich die Veranstalter von Taktlos und Tonart mit den verschiedenen Hör- und Lesarten zeitgenössischer Musik auseinander. In ihrem Jubiläumsbuch reduzieren sie die «Theorien» um ihre 580 bisherigen Konzerte auf einen kurzen essayistischen Rückblick und drei Interviews: Der Philosoph und Audio-Theoretiker Christoph Cox spricht über die Entwicklungen «komplexer» und «einfacher» Musik in den letzten Jahrzehnten; der Komponist Heiner Goebbels beschreibt, warum er Hörspiele und Musiktheater der Oper vorzieht. Peter J. Betts schliesslich, langjähriger Kultursekretär der Stadt Bern, spricht von der Verantwortung der Kulturförderer, unsichere künstlerische Positionen zu fördern und den Künstlerinnen und Künstlern immer wieder Vertrauen zu schenken. Zu sehen gibt's im Buch viel Plakatkunst, und die Pressebilder, die den Veranstaltern in all den Jahren von den Künstlerinnen zugesandt worden sind. Der eine oder andere Besucher in Bern hätte lieber die Bilder von den Konzerten gesehen, die er selber vor Jahren miterlebte. Vor zu viel Nostalgie aber haben sich Taktlos und Tonart immer gehütet. Sie kämpfen lieber weiter für den musikalischen Aufbruch. www.nzz.ch 28.12.2006 Thomas BurkhalterPeter Kraut und Ruedi Wyss: Eine Materialsammlung zu 580 Konzerten von Taktlos Bern und Tonart Bern. Edition Taktlos, Bern 2006.
Riad Menasria bestand EM-Test
Riad Menasria erkämpfte sich in einem voraussichtlichen EM-Test einen einstimmigen Punktsieg gegen den zähen Rechtsausleger Wladimir Chodokowski (Ukr).1400 Zuschauer im vollbesetzten Berner Kursaal sahen am Stephanstagmeeting im Berner Kursaal einen abwechslungsreichen Profi- Hauptkampf im Weltergewicht über zehn Runden. Menasria erkämpfte sich den entscheidenden Punktevorteil zum Sieg in der zweiten Kampfhälte dank seiner höheren Schlagfrequenz. Für den 27. Sieg im 28. Profikampf und der Wahrung seiner Ungeschlagenheit musste Menasria aber mehr Arbeit verrichten, als ihm lieb sein konnte. Chodokowski erlitt bereits in der 3. Runde ein blutendes Cut unterhalb der rechten Augenbraue. Dennoch konnte er den Lokalmatodoren Menasria wiederholt überraschen. Menasria fand vorab gegen Chodokowskis linke Schlaghand zum Kopf bis zur Kampfmitte kein probates Gegenmittel. Chodokowski, der als Profi noch keinen Kampf vorzeitig verloren hatte, baute in der Folge aber ab. Und Menasria konnte den hohen Rhythmus bis zum Ende gehen. Für Menasria, der erst seinen dritten Fight in diesem Jahr bestritt, war es im günstigsten Fall der letzte Kampf vor einem EM-Anlauf. Der derzeit vakante EM-Titel im Weltergewicht soll voraussichtlich im Februar zwischen Nordine Mouchi (Fr) und dem favorisierten Puncher Jackson Osei Bonsu (Be) ausgeboxt werden. Resultate:Bern. (Kursaal/1400 Zuschauer). Hauptkampf im Weltergewicht (66,678 kg/10 Runden): Riad Menasria (Bern) s. Wladimir Chodokowski (Ukr) einstimmig nach Punkten (98:93, 98:93, 99:92). - Menasria hält damit bei 27 Siegen (9 vorzeitig) und 1 Remis. Weitere Profikämpfe. Halbmittel (8 Runden/69,853 kg) Yves Studer (Düdingen) s. Wladimir Borowski (Ukr) einstimmig nach Punkten (79:73, 77:75, 78:75). - Studer mit 11. Sieg im 11. Kampf als Profi. - Halbweltergewicht (63,503 kg/6 Runden): Araik Sachbazjan (Tsch) s. Martino Ciano (Bern) einstimmig nach Punkten (59:55, 59:55, 60:54). - Cruiser (8 Runden/86,183 kg): Mohamed Belcacem (Freiburg) - Pawel Sukmanski (Ukr) unentschieden(77:75, 76:77, 76:76). Amateure (3 x 2 Minuten). Halbmittelgewicht (71 kg): André Grossenbacher (Bern) s. Usman Tabajew (Winterthur) mit 3:0 Richterstimmen. - Federgewicht (57 kg): Tobias Dubacher (Root) s. Alain Chervet (Bern/16-jähriger Neffe von Fritz Chervet) mit 2:1 Richterstimmen. Frauen. Feder (54 kg): Anja Seki (Bern) s. Andrea Stauffer (Winterthur) 3:0. - Halbmittel (66 kg): Nicole Boss (Bern) s. Viola Stillhard (La Chaux-de-Fonds) 3:0. - Anmerkung: Daniel Gillièron (67/ Cortaillod) vom Schweizerischen Boxverband nach 42 Jahren als Ringrichter offiziell verabschiedet (Ringrichter-Alterslimite liegt bei 65 Jahren). www.nachrichten.ch 26.12.2006
Schweizer Teilnehmer der Kunstbiennale stehen fest
Die Schweizer Teilnehmer der 52. Internationalen Kunstbiennale in Venedig stehen fest: Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat Christine Streuli, Yves Netzhammer, Ugo Rondinone und Urs Fischer mit zwei Ausstellungen beauftragt.Im Schweizer Pavillon in den Giardini geben Streuli und Netzhammer einen Einblick in ihr Schaffen. In der barocken Kirche San Stae am Canale Grande stellen Rondinone und Fischer ihr Werk vor. Die Wahl der Künstler sei auf Vorschlag der Eidgenössischen Kunstkommission erfolgt, teilte das BAK am Mittwoch mit. Die Internationale Kunstbiennale in Venedig wird am 10. Juni 2007 eröffnet und dauert bis zum 21. November 2007. www.baz.ch 20.12.2006
Bern Bethlehem
Jedes Jahr in der (Vor-)Weihnachtszeit richtet die Post in Bern-Bethlehem eine Sonderpoststelle ein, bei der Briefe mit einem Sonderpoststempel abgestempelt werden können. Gestempelt werden auch eingesandte Briefsendungen.Bethlehem ist ein westlicher Vorort von Bern. Mit ca. 36% hat er den höchsten Ausländeranteil der ganzen Stadt Bern. Bethlehem besteht aus zahlreichen grossen Wohnblöcken (die ersten, die in der Schweiz gebaut wurden). Von dort ist man mit dem Bus oder der S-Bahn in 15 Minuten im Zentrum von Bern. Die bekanntesten Hochhaussiedlungen heissen Tscharnergut, Gäbelbach, Bethlehemacker und Holenacker. Bern-Bethlehem (Wikipedia)Bern Info
Aktion «2x Weihnachten»
Am 27. Dezember startet die 10. Ausgabe der Aktion «2x Weihnachten». Alle Poststellen nehmen bis zum 6. Januar kostenlos Spendenpakete entgegen. Diese sind für Bedürftige in der Schweiz und in Osteuropa bestimmt.Besonders gefragt sind haltbare Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Artikel für Kleinkinder, neuwertige Schuhe und Schulmaterial, wie die SRG SSR idée suisse, die Schweizerische Post und das Schweizerische Rote Kreuz als Organisatoren mitteilten. Die Geschenke werden je zur Hälfte in der Schweiz und in osteuropäischen Ländern verteilt. In der Schweiz kommen die Geschenke wohltätigen Institutionen und bedürftigen Familien und Einzelpersonen in sämtlichen Kantonen zugute. In Osteuropa werden die Geschenke in Moldawien, Rumänien und Bulgarien verteilt. Moldawien, gemessen am Einkommen das ärmste Land Europas, ist dieses Jahr Schwerpunktland der Aktion. Letztes Jahr wurden im Rahmen von «2x Weihnachten» gegen 74'000 Pakete mit einem Gesamtgewicht von rund 320 Tonnen gespendet. Bei den bisherigen neun Aktionen wurden seit 1997 insgesamt 560'000 Pakete weitergeschenkt. www.sda.ch 24.12.2006
Stadt Bern zahlt 5,6 Millionen an Euro 08
Mit dem Slogan «Bern wirkt Wunder» und einem Beitrag von 5,6 Mio. Franken will die Bundesstadt die EURO 08 zum «feinen, originellen Ereignis» machen. Der Kanton Bern übernimmt die Hälfte der Kosten der Gesamtprojektleitung und die Leitung der Promotion.Die Stadtregierung beantragt dem Stadtparlament einen Kredit von 5,56 Mio. Franken. Der Beitrag muss damit nicht vors Volk, sondern kann Anfang Januar vom Parlament bewilligt werden. Das Geld soll vor allem in die Bereiche Sicherheit, Verkehr, öffentlicher Raum und Promotion fliessen, wie an einer Medienkonferenz in Bern bekannt wurde. Der vergleichsweise kleine Stadtkredit kommt dank Beiträgen von Bund und Kanton, der UEFA sowie der Beschränkung auf das Notwendige zustande. Der Kanton zahlt neu 650'000 Franken an die externen Kosten für die Gesamtprojektleitung der Host-City Bern. Zudem übernimmt er 2,9 Mio. der Promotionskosten von 7 Mio. Franken. Insgesamt beteiligt sich der Kanton mit einem ähnlich hohen Beitrag wie die Stadt am Fussball-Grossanlass. Gesamtkosten von 16 Mio FrankenDie Gesamtkosten für die EURO 08 in Bern dürften brutto auf rund 16 Mio. Franken zu stehen kommen. Eine Defizitgarantie gibt es nicht. Falls in Bern sogenannte Hochrisikospiele über den Rasen gehen, sind beim Bund 10 Mio. Franken zur Deckung des Sicherheitsaufwandes zurückgestellt. Auf ein Alkoholverbot will die Stadt verzichten, allerdings soll nur Tiefprozentiges wie Bier erhältlich sein. Alles in allem hoffe er auf ein «kleines, feines, sehr bernisches dreiwöchiges Stadtfest», sagte Tschäppät. Bern wirkt WunderMit der Auswahl der Slogans «Bern wirkt Wunder» schlage die Stadt den sinnigen Bogen zum Wunder von Bern von 1954, erklärte der Stadtpräsident. Mehr als 3000 Vorschläge seien beim Ideenwettbewerb eingereicht worden, dies werte er als «erste wichtige Identifikation» mit der EURO 08. Viele Fragen seien aber noch offen, namentlich die Beherbergung der Gäste. Tschäppät wies darauf hin, dass während der EURO 08 auch die Tour de Suisse und andere Events in Bern gastieren. Ein kritischer Faktor bleibe auch die Bewältigung des Verkehrs. Vieles hänge auch davon ab, welche Mannschaften ihre Spiele in Bern austragen werden. www.sda.ch 22.12.2006
Berner Bärenpark: Volksabstimmung im kommenden Jahr
Im kommenden Jahr findet in der Stadt Bern eine Volksabstimmung über die Überbauungsordnung in der Umgebung des geplanten BärenParks statt. Der Baubeginn ist für Ende 2007 vorgesehen, die Eröffnung im Sommer 2009.Die Überbauungsordnung Uferschutzplan Klösterli-/altes Tramdepotareal muss im Zusammenhang mit dem Projekt BärenPark revidiert werden, wie die Stadt Bern mitteilte. Anstelle der Schutzzone soll eine Freifläche mit Vorschriften und Gestaltungsgrundsätzen treten. Da es sich um eine Änderung der bau- und planungsrechtlichen Grundordnung der Stadt Bern handelt, ist eine Volksabstimmung erforderlich. Die Stadt betrachtet den geplanten BärenPark als «weltweit einzigartige und vorbildliche Anlage für das Berner Wappentier», wie es in der Medienmitteilung heisst. Entstehen soll ein Biotop inmitten der Stadt mit Freigehege, in welches der denkmalgeschützte Bärengraben integriert wird. Zur Ausführung gelangt das im Wettbewerb siegreiche Projekt «bären und berner». Die Kosten für den Bärenpark liegen bei 9,7 Mio. Franken. www.sda.ch 22.12.2006
Stadt Bern: Barbara Hayoz übernimmt Finanzdirektion
In der Berner Stadtregierung kommt es nach dem Tod von Kurt Wasserfallen zu einem Ressortwechsel: Barbara Hayoz (FDP) übernimmt ab Januar die vakante Finanzdirektion. Zudem bleibt sie bis zum Amtsantritt des neuen Gemeinderats Polizeidirektorin.Diese Entscheide fällte der Gemeinderat am Mittwoch nach kurzer Diskussion, wie Stadtpräsident Alexander Tschäppät an einer Medienkonferenz sagte. Das Gremium habe damit dem Wunsch von Hayoz entsprochen, ins Finanzressort zu wechseln. Der Gemeinderat sei überzeugt, die Weichen damit richtig gestellt zu haben. Die Kontinuität in wichtigen Dossiers sei so gewährleistet. Tschäppät verwies unter anderem auf die Sanierung der Stadtfinanzen und das Projekt der kantonalen Einheitspolizei, das 2007 in die entscheidende Phase gerät. Die 44-jährige Betriebsökonomin Hayoz war im Herbst 2004 in den Gemeinderat gewählt worden und hatte die Nachfolge von Ursula Begert (SVP) als Polizeidirektorin angetreten. Bereits vor der Ersatzwahl für ihren verstorbenen Parteikollegen übernimmt sie nun dessen Ressort. Das zu wählende neue Mitglied des Gemeinderats dürfte gemäss dem Anciennitätsprinzip von Hayoz die Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie (SUE) übernehmen müssen. Sie bleibt damit wie die Finanzen in bürgerlicher Hand. Das Datum für die Ersatzwahl in den Gemeinderat ist der 11. März. Noch offen ist jedoch, ob es tatsächlich zur einem Urnengang kommt: Geht bis am 22. Januar nur ein Wahlvorschlag ein, gilt dieser Kandidat als still gewählt. Zwischen FDP, SVP und CVP war in den letzten Tagen ein Disput über die Nachfolgeregelung ausgebrochen, eine bürgerliche Kampfwahl scheint deshalb möglich. Am Freitag wollen die Parteien über ihr Vorgehen informieren. Von rot-grüner Seite ist der bürgerliche Anspruch unbestritten. www.tagesanzeiger.ch 21.12.2006
Victoria-Jungfrau führt Bellevue Palace Bern
Am Montag wurde es festlich besiegelt: Das Hotel Bellevue Palace in Bern gehört vom 1. Januar 2007 an zur Victoria Jungfrau Collection, die das geschichtsträchtige Hotel direkt neben dem Bundeshaus pachtet.Die neue Pächterin, vertreten durch Peter Bratschi, Verwaltungsratspräsident der Grand Hotel Victoria-Jungfrau AG, nahm von Peter Siegenthaler, Verwaltungsratspräsident der Hotel Bellevue-Palace Immobilien AG, einen imposanten Schlüssel auf einem Kissen entgegen. Beim näheren Hinsehen entpuppte er sich als luxuriöser Zapfenzieher. Bratschi seinerseits übergab Siegenthaler, der als Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung die Bellevue-Palace Immobilien AG präsidiert, eine neue Version Monopoly: Dort ist das Grand Hotel Victoria-Jungfrau für 2,8 Millionen Franken zu haben. Zum Trost: Das Bundeshaus ist nur wenig mehr Wert, nämlich 3 Millionen Franken. Die Zeremonie, vor den Medien mit einem Augenzwinkern präsentiert, zeigte die entspannte Atmosphäre der Beteiligten. Vorgestellt wurden auch Elisabeth und Hans-Rudolf Rütti, die Nachfolger von Bergers als Direktorenehepaar im Grand Hotel Victoria-Jungfrau. Ein Palmengarten«Wir sind stolz auf das Objekt, das wir Ihnen in Pacht geben», sagte Peter Siegenthaler. Das Hotel Bellevue Palace stehe wirtschaftlich gesund da, was vor allem den Mitarbeitenden zu verdanken sei. Zu den Pacht-Bedingungen sagte er nur, dass aus verschiedenen Positionen heraus verhandelt worden sei, bis ein Schlüssel gefunden wurde. Es sei eine Vereinbarung, bei der es auch für die Verpächterin, vor allem aber für die Pächterin interessant sei, wenn Mehrerträge erzielt würden. Der Eidgenossenschaft zahlt die Hotel Bellevue-Palace Immobilien AG einen Baurechtszins. Siegenthaler ist überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben, weil die Victoria Jungfrau Collection – Grand Hotel Victoria-Jungfrau Interlaken, Palace Luzern, Eden au Lac Zürich – eine internationale Ausstrahlung habe. Das Marketing für die ganze Gruppe sei sinnvoll, und Synergien könnten genutzt werden. Was Peter Bratschi und Rosmarie und Emanuel Berger, Delegierter des Verwaltungsrats, für eine Perle der exklusiven Hotel-Sammlung anfügen, zeigte das druckfrische Bändchen aus der Reihe Schweizerische Kunstführer. Bellevue heisst das Haus übrigens, weil von dort aus die Sicht auf die Alpen so schön ist. Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1913 und hat ein Betonskelett. Im ersten Weltkrieg war er das Hauptquartier von General Ulrich Wille. Schöne Säle gehören dazu. Ganz speziell ist der Palmengarten nach der Eingangspartie, der ein gläsernes Dach hat. www.jungfrau-zeitung.ch 20.12.2006
Kunstmuseum Bern erhält Erweiterungsbau
Das Basler Architekturbüro «Bachelard Wagner Architekten» hat den Zuschlag für den Erweiterungsbau des Kunstmuseums Bern erhalten. Im neuen Anbau soll die Abteilung Gegenwartskunst untergebracht werden.Der Neubau wird hinten am Aarehang an den bestehenden Altbau angebaut. «Grosszügiges Raumangebot», «polyvalente Nutzungsmöglichkeiten» und eine «radikale Einfachheit in der Gestaltung» sind Stichworte, die an einer Medienorientierung im Kunstmuseum Bern gefallen sind. 231 Architekturbüros, 70'000 FrankenAm Wettbewerb für den Neubau hatten sich 231 Architekturbüros beteiligt. An die fünf bestklassierten Büros aus Basel, Muralto, Stuttgart und Zürich gehen Preisgelder von insgesamt 70'000 Franken. Die Projekte sind bis 6. Januar im Kunstmuseum Bern ausgestellt. Zeitplan noch unklarÜber den vorgesehenen Zeitplan konnte das Kunstmuseum keine Angaben machen. Durch Auflagen des Denkmalschutzes könnte es aber zu Verzögerungen gegenüber dem früheren Zeitplan kommen. Dieser sieht die Eröffnung bis Ende 2008 vor. Mäzen Hansjörg Wyss Für den Bau und den Betrieb des neuen Museums hat der in Bern aufgewachsene und in den USA lebende Mäzen Hansjörg Wyss in der «Stiftung für Gegenwartskunst» insgesamt 20 Millionen Franken bereitgestellt. Dieser Betrag soll je zur Hälfte in den Erweiterungsbau und in die Finanzierung von Projekten fliessen. Grösserer Ausstellungsraum Mit rund 1500 m2 Ausstellungsfläche soll der Erweiterungsbau die räumlichen Verhältnisse des Kunstmuseums um mehr als die Hälfte vergrössern. Kurator der neuen Abteilung Gegenwartskunst ist Bernhard Fibicher, der sein Amt Anfang 2006 angetreten hat. tagesschau.sf.tv 18.12.2006
Weisse Weihnachten
Weihnachten wird fast durchwegs weiss dargestellt, nicht nur in der Märchenwelt, sondern vor allem auch in unserer Konsumwelt. Man denke nur an die vielen mit Schneeimitation ausgelegten weihnächtlichen Schaufenster.Im Gegensatz zu dieser Scheinwelt sind im Schweizerischen Mittelland grüne Weihnachten häufiger als weisse. So lag in Bern in den vergangenen 75 Jahren nur in 43 %, in Zürich nur in 44 % der Jahre an mindestens einem der Weihnachtstage mindestens 1 cm Schnee. Wirklich weisse Weihnachten mit Schnee an allen drei Weihnachtstagen gab es in Bern und in Zürich lediglich in 27 % der Jahre. Nicht erst heute sind weisse Weihnachten ein Thema. In einer Witterungsaufzeichnung der Jahre 1911 bis 1914 aus dem Kanton Luzern findet man die folgende Bemerkung: Echte Winterkälte und Schneeherrschaft sind dem Christmonat seit einigen Jahren fast unbekannte Dinge geworden. Kein Weihnachtsgedicht, das von Kälte, Schnee und Eis redet, wollte mehr passen. Hörte ich doch jemanden sagen: «Heute wird Weihnachten im Freien gefeiert; im Garten draussen muss das Bäumchen brennen, und dort singen wir unsere Lieder und deklamieren die Gedichte.» Aus: Arnet N., 1915(?): Uebersicht der Witterung in den vier Jahren 1911 bis 1914. Bearbeitet nach den Beobachtungen der Meteorologischen Station Luzern. Separatdruck aus den Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Luzern. VII Band.
Grosse Ehre für Ursula Andress
Ein Hauch von Hollywood in Ostermundigen bei Bern: Ursula Andress, «das beste Bond-Girl aller Zeiten», erhielt von ihrer früheren Wohngemeinde die Ehrenbürger-Urkunde. Am Nachmittag traf Andress auf dem Schulhausplatz Bernstrasse die Bevölkerung. Zur öffentlichen Feier kamen rund 500 Zuschauer, wie Gemeindepräsident Christian Zahler sagte. Die 70-jährige Andress sei sehr spontan und unkompliziert gewesen. Sie habe sich mit den Leuten, darunter auch ehemalige Schulkollegen, unterhalten und Autogramme gegeben. Schliesslich verewigte sich die weltberühmte «Ursi National» noch mit einem Handabdruck in einer Kupferplatte. Weit gehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit konnte Ursula Andress am Abend im Landgasthof Bären dann die Ehrenbürger-Urkunde in Empfang nehmen. Der Anlass mit rund 120 geladenen Gästen wurde von Kurt Aeschbacher moderiert. Filmgeschichte geschrieben1962 entstieg Ursula Andress in «Dr. No» als Muscheltaucherin Honey Ryder von Sean Connery bewundert den Meeresfluten und schrieb Filmgeschichte. Die selbstbewusste Verführerin im sportlichen Bikini legte mit ihrem Auftritt die Latte für alle nachfolgenden Bond-Girls hoch. Mit ihrem Auftritt schaffte sie nicht nur ihren beruflichen Durchbruch, sie wurde auch zur «weltweiten Botschafterin für die Gemeinde Ostermundigen», wie es in der Einladung der Gemeinde zum Empfang von Andress heisst. Am 18. Mai 2006, just am 70. Geburtstag von Ursula Andress, beschloss das Ostermundiger Gemeindeparlament, der Schauspielerin das Ehrenbürgerrecht zu verleihen. Am Abend wird Andress nun die Urkunde von Gemeindepräsident Christian Zahler (SP) überreicht. www.tagesanzeiger.ch 16.12.2003
Robert Walser zu Gast bei Paul Klee
Ausstellung zum 50. Todestag von Robert Walser (1878–1956) 28.1.2007 – 25.2.2007Am 25. Dezember 2006 jährt sich Robert Walsers Todestag zum 50. Mal. Das Robert Walser-Archiv realisiert eine grosse Ausstellung zu Leben und Werk des Autors. Als Robert Walser vor 50 Jahren – am Weihnachtstag des Jahres 1956 – auf einem einsamen Spaziergang im Schnee starb, war nichts unwahrscheinlicher, als dass sein Werk noch einmal grössere Verbreitung und Resonanz finden würde. Seine letzten 27 Lebensjahre hatte er in psychiatrischen Kliniken verbracht – als Autor verstummt und als Mensch nahezu vollständig vergessen. Ab Mitte der 60er Jahre begann man Walser neu zu entdecken. Heute zählt sein Werk zur Weltliteratur und liegt in mehr als zwei Dutzend Sprachen vor. Die Robert Walser-Ausstellung hält nach Frankfurt, Berlin und Prag im Zentrum Paul Klee in Bern Station. Die Ausstellung ermöglicht in speziell konzipierten Räumen – Das Büro (der Commis), Das Theater (der verhinderte Schauspieler), Die Mansarde (der Dichter), Der Spaziergang (der Flaneur) und Die Klinik (der Patient) – Einblicke in Walsers prägende Erfahrungen als Mensch und Dichter. Das Zentrum der Ausstellung bildet die Installation einer Schatzkammer, die Walsers Manuskriptwelt birgt. Die Robert Walser-Ausstellung im Zentrum Paul Klee wird in Zusammenarbeit mit Stadt und Kanton Bern realisiert. www.paulkleezentrum.chPaul Klee Biographie
Ein Nashornleguan oder eine Wildkatze zu Weihnachten?
Patenschaften für die Tiere im Tierpark Dählhölzli helfen seit Jahren bei der Finanzierung von Extras für unsere Tiere, aber auch beim Bau und der Einrichtung grösserer Tiergehege. Sie sind damit ein unentbehrliches Mittel zur Durchsetzung unseres Mottos «Mehr Platz für weniger Tiere».Mit Nashornleguan und Wildkatze zeigen wir Ihnen nachfolgend auf, was das Geld unserer über 700 Patinnen und Paten unseren Tieren gebracht hat. Tierpatenschaften kosten aber nicht nur, sie bringen auch einiges: Ein Jahresabonnement zum Eintritt ins Vivarium des Tierparks Dählhölzli, eine Einladung zum jährlichen Patentag und ein Abonnement der UHU-Zeitschrift des Tierparks Dählhölzli. Eine Tierpatenschaft ist also ein ideales und sinnvolles Weihnachtsgeschenk für Jung und Alt! Eine Tierpatenschaft im Tierpark Dählhölzli… • finanziert Extras für unsere Tiere • hilft beim Bau und der Einrichtung grösserer Tiergehege • bringt ein Jahresabonnement zum Eintritt ins Vivarium des Tierparks • bringt eine Einladung zum jährlichen Patentag • bringt ein Abonnement der UHU-Zeitschrift des Tierparks Dählhölzli • bringt eine Eintragung in die Patentafel beim Eingang zum Vivarium • ist ein ideales Weihnachtsgeschenk für Jung und Alt! Informationen unter www.tierpark-bern.ch oder Tel. 031 357 15 18. Ab dem 18. Dezember 2006 haben Sie Gelegenheit, eine Patenschaft für unsere Nashornleguane oder eine Wildkatze zu übernehmen. www.tierpark-bern.chTierpark Dählhölzli
Boxing Day 06
Es ist wieder soweit: Die Boxing Kings Promotion präsentiert zum dritten Mal den legendären Boxing Day im Kursaal Bern.Am Dienstag, den 26. Dezember 2006 stellen die Boxing Kings erneut ihr Können unter Beweis und treten gegen 4 Internationale Boxer an. Auch dieses Jahr sollen die Amateure nicht zu kurz kommen. Unter den 4 Amateurkämpfen wird auch das Frauenboxen gefördert. Unter anderem werden zwei attraktive BernerInnen ihre Fäuste fliegen lassen. Freuen sie sich auf spannende Kämpfe und den Liveact «Latenight Band feat. Gee-K». Die Paarungen der Profikämpfe sehen wie folgt aus:Martino Ciano (CH) vs. Araik Sachbazjan (CZE) (6x3) Yves Studer (CH) vs. Vladimir Borovski (UKR) (8x3) Mohamed Belkacem (DZ) vs. Pavel Sukmanskiy (UKR) (8x3) Riad Menasria (CH) vs. Vladimir Khodokovski (UKR) (10x3 www.berninfo.comBern Events
Kunsthalle Bern
Weihnachtsausstellung 2006/07 16.12. - 07.01.2007Aerschmann Peter, Bucher Kaspar, Gempeler Hanspeter, Haag Filip, Karda Patrizia, Keller Roger, Löffel Gabriela, Loux Andrea, Lüscher Marius, Lustenberger Brigitte, Marks Blond Project, Meyer Cesta Barbara.
www.kunsthalle-bern.ch
Kino-Tix
Die Berner Kino-Fans sind happy: Sie werden am Reservations-Telefon wieder persönlich bedient. Vorher verärgerten Buchungsautomaten viele Filmfreunde.«Die Leute sind froh, wieder mit echten Personen sprechen zu können», sagt Nicole Bachmann von der Kitag, die in Bern sieben Kinos betreibt. Bis im vergangenen Monat wurden Kinogänger, die telefonisch Tickets reservieren wollten, von einer Antwort-Maschine abgefertigt. Eine grosse Hürde für zahlreiche Filmfans: «Das automatische Reservationssystem war für gewisse Kunden schwierig zu bedienen», so Bachmann. Viele hätten sich darüber beschwert. Die Kitag hat deshalb reagiert: Seit Anfang November werden Reservationsanrufe wieder persönlich entgegengenommen. Die Berner Filmfreunde sind erleichtert: «Der Automat war recht umständlich», so Mike Höller. Da er weder Cinecard noch Kreditkarte besitzt, kann er die Tickets nicht übers Internet bestellen. Höller: «Dass nun wieder echte Menschen das Telefon abnehmen, finde ich super. Das ist viel persönlicher.» www.20min.ch Lorenz Hanselmann 11.12.2006Reservationenkitag-Line 0900 556 789 (CHF 1.10/Minute und Anruf) Unter der kitag-Line werden Sie von Sonntag bis Donnerstag von 08.00 Uhr bis 22.00 Uhr; am Freitag und Samstag bis 23.00 Uhr persönlich bedient. Reservierte Tickets mit einer Ciné-Card bleiben bis 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn bestehen, ohne Ciné-Card bis 45 Minuten. Rollstuhlplätze: Zürich: 044 448 20 35 (von Montag bis Sonntag von 12:00 bis 20:00 Uhr) Bern: 031 390 11 11 (von Montag bis Sonntag von 12:00 bis 20:00 Uhr) Basel: 061 206 64 11 (von Montag bis Sonntag von 14:00 bis 20:00 Uhr) www.kitag.com
Vorlesungen als Videos
Was die Universität Bern erst als ein Projekt testet, ist bei den Medizinern bereits seit letztem April fester Bestandteil der Lehre: Vorlesungsinhalte werden als Podcast zubereitet.Einmal pro Woche finden die Studenten einen Lehrfilm im Netz, den sie herunterladen und anschauen können. «Die Medizin war schon immer stark mit Technik konfrontiert», sagt Peter Frey von der Abteilung für Unterricht und Medien des Instituts für Medizinische Lehre. Daher komme wohl auch die Neugier, ständig etwas Neues auszuprobieren. Und die Podcasts scheinen beliebt zu sein: Bis heute wurden einige Filme 1600-mal heruntergeladen, obwohl sich das Angebot primär an die 150 Medizinstudenten pro Jahrgang richtet. «Podcasts sind eben für die ganze Welt offen», sagt Frey, der auch das Supportzentrum «Virtueller Campus» der Uni leitet. So stammen denn auch die meisten Rückmeldungen von Medizinstudenten aus Deutschland, die sich die Filme aus Bern herunterladen. Sie seien sehr froh ums Angebot, sagt Frey. Dass Studenten Probleme hätten, die Filme wegen ihrer relativen Datengrösse herunterzuladen, glaubt er indes nicht. «70 Prozent haben eine schnelle Internetverbindung.» Und zudem sei bei den Medizinern bereits seit sechs Jahren ein grosser Teil der Lerninhalte auf dem Netz verfügbar. Im nächsten Semester will Mediziner Frey noch einen Schritt weiter gehen. Es sollen auch Vorlesungen als Podcasts ins Netz gestellt werden. Allerdings müssen erst noch die Dozenten einwilligen. www.bielertagblatt.ch Dominik Balmer 11.12.2006
Kauter Schweizer Degen-Meister
 Fabian Kauter hat in Magglingen erstmals den Schweizer Degen-Meistertitel im Einzel gewonnen. Kauter setzte sich im Final gegen Valentin Marmillod mit 15:14 in der Zusatzminute durch. 2003 war Kauter an der SM in Bern im Final noch von Basil Hoffmann am ersten Meistertitel bei der Elite gehindert worden. Der Berner trat damit die Nachfolge des abwesenden Vorjahressiegers Marcel Fischer an. Kauter hatte Ende April in Bukarest bereits Gold bei der Militär-WM errungen.
«La Sindone»
Am Donnerstag ist Arvo Pärts Orchesterstück «La Sindone» vom Berner Symphonie-Orchester erstmals in der Schweiz gespielt worden.Das viertelstündige dreisätzige Werk «La Sindone» (Das Grabtuch) lebt, wie alle neueren Kompositionen des estnischen Komponisten Arvo Pärts, von einer mystisch-meditativen Grundstimmung, getragen vor allem von den Streichern und gelegentlich ruhigen, manchmal kaum hörbaren Bläsereinsätzen. Der Chefdirigent des Berner Symphonie-Orchesters, Andrey Boreyko, führte umsichtig durch die schwierige Partitur, die Pärt, wie alle Aufführungen seiner Werke der laufenden Konzertsaison 2006/07, dem Gedenken an die ermordete russische Journalistin Anna Politkowskaja gewidmet hat. «La Sindone», für das Pärt in Bern lang anhaltenden Applaus erhielt, wurde erst zum dritten Mal gespielt. Geschrieben hat er das Werk für die Eröffnung der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin. «La Sindone» bezeichnet das Turiner Grabtuch, die als Leichentuch von Jesus Christus verehrte Reliquie, die aus seiner Grabkammer stammen soll. Das mit einem gewaltigen Fortissimo einsetzende, 15-minütige Werk stellt die Geschichte des Grabtuchs dar, das seit 1578 in Turin aufbewahrt wird. Der aus Estland stammende und seit 1981 in Berlin lebende Komponist wurde 1935 geboren. Seine Ausbildung erhielt er an der Musikakademie in Tallinn. Der Durchbruch gelang Pärt 1984 mit ersten Plattenaufnahmen. Fünfmal war er für den Grammy nominiert; viele berühmte Regisseure verwenden seine Musik für ihre Filme. www.sda.ch 09.12.2006
Notfallstationen - Die Insel als Pionierin
Im Ringen um eine professionellere Notfallmedizin ist das Berner Inselspital gesamtschweizerisch vorausgegangen:Das 1998 eingerichtete eigenständige Notfallzentrum beschäftigt einen interdisziplinär arbeitenden Chefarzt, 13 Oberärzte, 56 Pflegende, 19 Assistenzärzte und 10 weitere Kräfte. Von den pro Jahr rund 30'000 behandelten Patienten sind gemäss Insel-Notfall je rund ein Viertel sehr komplexe beziehungsweise leichte Fälle. In den restlichen rund 50 Prozent ist die Diagnose relativ leicht, aber eine komplexe und interdisziplinäre Therapie nötig. Im Gegensatz zu anderen Spitälern steigt im Insel-Notfallzentrum die Zahl der Patienten inzwischen nicht mehr an. Die Verantwortlichen führen dies auf den – zusammen mit dem Sonnenhof aufgebauten – «City-Notfall» am Bubenbergplatz zurück, wo seit Herbst 2005 fest angestellte Ärzte und Praxisassistenten leichte und mittlere Notfälle behandeln. www.espace.ch Patrick Feuz 08.12.2006
Neues Wörterbuch überwindet Röstigraben
Das neu erschienene Wörterbuch Französisch-Schweizerdeutsch will helfen, den Röstigraben zu überwinden. Möglichst viele Menschen sollen mit der Sprache auf der andern Seite der Saane vertraut werden.Autorin ist die Luzerner Linguistin Mimi Steffen, die den Grossteil ihres Lebens im Kanton Waadt verbrachte. Sie will zu einem besseren Einvernehmen zwischen Deutschschweizern und Romands beitragen, wie sie bei der Präsentation des Werks in Greyerz FR sagte. Der Diktionär enthält gut 7000 Einträge, davon sind 1500 spezielle Ausdrücke. Er erscheint vorderhand in einer Auflage von 3000 Exemplaren und ist im Buchhandel erhältlich (Preis: 39 Franken). Mit einem bequemen Taschenformat soll erreicht werden, dass das 240 Seiten starke Büchlein im Alltag gebraucht wird. Als Grundlage des Schweizerdeutschen diente ein «angepasstes» Zürichdeutsch, wie die Initianten mitteilten. Ein Problem war die Schreibweise. Hier lautete die Devise, ein möglichst genaues phonetisches Lautbild zu erreichen. Das Werk will auch einen Beitrag zur Erhaltung von Ausdrücken leisten. www.nachrichten.ch 05.12.2006
«Fertig Bärndütsch»
Ab Sommer 2007 muss in den bernischen Schulen Hochdeutsch gesprochen werden. Auch im Werken und Turnen.«D Meitschi u d Buebe» an der bernischen Volksschule müssen «in allen Fächern» Hochdeutsch sprechen – Mundart reden sie und ihre Lehrer nur noch «ausnahmsweise»: Diese Änderungen im Lehrplan treten per August 2007 in Kraft. Damit verschärft der Kanton Bern die Hochdeutschregeln im Einklang mit den allermeisten Kantonen der Deutschschweiz. Der Grosse Rat hatte zu dieser Änderung nichts zu sagen, den Lehrplan legt der Regierungsrat fest. Die neuen Regeln gelten ab der 1. Klasse. Erziehungsdirektor Bernhard Pulver betont, ein Ziel sei, dass die Kinder und Jugendlichen auch in der «normalen» Kommunikation in der Schule Hochdeutsch sprächen. Nur so könnten sie die Sprache lernen. Deshalb soll die «Standardsprache» auch in Fächern wie Turnen und Werken Standard sein, wie Pulver bestätigt. Wissenschaftler betonen, es gebe heute zahlreiche Kinder, die sich das Hochdeutsche via Fernsehen selber beibrächten – die Sprache dann in der Schule aber wieder verlernten. Profitieren sollen auch ausländische Kinder: Sie haben laut Fachleuten oft Mühe, Dialekt und Hochdeutsch auseinanderzuhalten. Trotz allem: Die Lehrergewerkschaft Lebe zeigt sich noch skeptisch. www.espace.ch 06.12.2006
Im Chalet fédéral
«Allegra a Berna», steht in grossen Buchstaben auf dem überdimensionierten Plakat, das an der Gerüst-Fassade des weiss eingehüllten Bundeshauses prangt.Flims ist vorbei, es herrscht wieder parlamentarischer Alltag. Fast zumindest. Denn vieles im altehrwürdigen Palais fédéral ist nicht mehr so, wie es einmal war. Und noch nicht so, wie es einmal sein wird, wenn die Renovationsarbeiten 2008 abgeschlossen sind. Das Bundeshaus ist eine Grossbaustelle. Eine derzeit durchaus nette Baustelle freilich – mit einer herkömmlichen nicht zu vergleichen. Kein Lärm, keine fremdländisch parlierenden Arbeiter, keine schmutzigen Pfützen allerorten, keine herunterhängenden Kabel und auch keine halb leeren Bierflaschen, die verwahrlost herumstehen. Das Berner Wahrzeichen, das auch ein bisschen unser Wahrzeichen ist, ist eine Krawatten-taugliche Baustelle. Gummistiefel und Helm können zu Hause gelassen werden. Die 430 im Bundeshaus engagierten Arbeiter haben in den letzten Wochen fast rund um die Uhr gearbeitet. Das Resultat: Viele Spuren der Renovationsarbeiten sind verwischt, damit sich Parlamentarier, Journalisten und Lobbyisten auch in Bern den Umständen entsprechend fast wie an einer Wellness-Session fühlen. Skihütten-RomantikUngewohnt indes ist die Szenerie schon: Die teppichgepolsterten Steintreppen sind unter schmalen Holzstegen verschwunden. An Staatsempfänge ist unter solchen Bedingungen nicht zu denken. Vom sonst zu dieser Jahreszeit üblichen Weihnachtsbaum fehlt jede Spur. Die vier die Landessprachen symbolisierenden Landsknecht-Figuren an den Aufgängen zu National- und Ständeratssaal ruhen hinter Bretterverschlägen. In Anspielung an die unzähligen hölzernen Abdeckungen ist da und dort nur noch vom Chalet fédéral die Rede. Skihütten-Romantik im Zentrum der Schweizer Politik. Nur die drei Eidgenossen Werner Stauffacher, Walter Fürst und Arnold von Melchtal wachen, in Stein gemeisselt, nach wie vor unerschütterlich über die Eingangshalle. Das Bundeshaus soll wieder im alten Glanz erstrahlen. 83 Millionen Franken sind dafür budgetiert, ein Drittel davon ist bereits verbaut. Kuppeln, Dächer und Sandstein werden vom Schmutz befreit, Heizung, Strom und Lüftung auf den neusten Stand der Technik gebracht, Stühle und Bänke ersetzt und zahlreiche neue Arbeitsplätze für die Parlamentarier geschaffen. Glanz im «Valloton»Einen ersten Eindruck vom neuen Glanz des 104-jährigen Gebäudes erhält, wer einen Blick ins Café Valloton wirft. An den Wänden der 1939 vom damaligen Nationalratspräsidenten Henry Valloton angeregten Cafeteria hängt eine rote Tapete mit Blumenmustern. Die Tapete steckte unter dicken Farbschichten und wurde originalgetreu reproduziert. Und die Decke ist mit Stuck verziert. Sie kam über der tief gehängten alten Gipsdecke zum Vorschein. www.tagblatt.ch Stefan Schmid 05.12.2006
Weihnachtsmarkt in Bern
Aus den Wohnstuben dringt warmes Licht auf die Gassen und Strassen. Kleine Weihnachtsbäume entlang der Häuserfassaden untermalen die romantische Stimmung. Die aus dem 15. bis 17. Jahrhundert stammenden Altstadtbauten bilden die fantastische und einmalige Kulisse für den unverwechselbaren Berner Weihnachtsmarkt. Auf dem Münsterplatz dreht sich das Geschehen hauptsächlich um das Kunsthandwerk. Auf dem nur 10 Minuten entfernten Waisenhausplatz stehen gängige Marktartikel im Mittelpunkt. Beim Stöbern findet man spezielle Kerzen, besondere Geschenke und handgemachte Souvenirs. Der Glühwein wärmt die kalten Glieder wieder auf und viele Snacks und Nahrhaftes sind an Marktständen erhältlich. Ein Besuch in einem der legendären Altstadtlokale lässt einen zauberhaften Marktausflug speziell ausklingen. Waisenhausplatz: 2. bis 29. Dezember Münsterplatz: 2. bis 24. Dezember Bern InfoBern Events
Ehrendoktor für Unternehmer Willi Michel
Der Burgdorfer Medizinaltechnikunternehmer Willi Michel ist Ehrendoktor der Universität Bern. Der Titel wurde ihm am Dies academicus von der Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät verliehen.Michel habe als Unternehmer und Innovator die Lebensqualität von vielen Patienten verbessert und sein Unternehmertum zum Nutzen der Gesellschaft eingesetzt, heisst es in der Laudatio der Fakultät. Michel hatte 1984 zusammen mit seinem Bruder die Disetronic AG in Burgdorf gegründet, eine Pionierin bei der Entwicklung von Insulinpumpen für Diabeteskranke. Der Burgdorfer Medizinaltechnikunternehmer Willi Michel ist Ehrendoktor der Universität Bern. Der Titel wurde ihm am Dies academicus von der Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät verliehen. Nach dem Verkauf an Roche übernahm er den Bereich Injektionssysteme und führte diesen unter dem Namen Ypsomed weiter. Mit der Gründung der Stiftung Museum Franz Gertsch ermöglichte er 1999 den Bau des gleichnamigen Museums. Einen Ehrendoktor erhielten neben Michel unter anderem die New Yorker Historikerin, Politologin und Menschenrechtsexpertin Roberta Cohen, der Basler Verleger Urs Breitenstein sowie der Bieler Kirchenmusiker und Komponist Daniel Glaus. Der bernische Erziehungsdirektor Bernhard Pulver sprach sich für eine verstärkte Debatte über die Autonomie der Universiäten aus. Als Ziele der künftigen Hochschulpolitik nannte er auch eine Erhöhung der Anzahl Professorinnen und eine stärkere Forschung im Bereich Nachhaltigkeit und Ökologie. www.espace.ch 03.12.2006
BZ-Preis für «Bund»-Journalisten
Der diesjährige BZ-Preis für Lokaljournalismus geht an die beiden «Bund»-Journalisten Richard Aschinger und Nicole Jegerlehner. Das Autoren-Duo begleitete ein Jahr lang eine Berner Primarschulklasse.Die entsprechende Serie in der Tagszeitung «Der Bund» lobte Jury- Mitglied Silvia Egli von Matt bei der Preisverleihung als «bester Journalismus, der von Sachkompetenz, langem Atem und Leidenschaft zeugt. Drei Dinge, die wir heute oft vermissen.» Für die französischsprachige Schweiz wurde Thierry Mertenat, Journalist bei der «Tribune de Genève» ausgezeichnet, wie die Berner Espace Media Groupe mitteilte. Der zweite Preis ging an Florence Perret von «24heures». Swiss Press Foto verliehenDas Swiss Press Foto 2006 stammt vom Berner Fotografen Peter Gerber. - Sein Bild zeigt Muslime, die sich auf dem Bundesplatz in Bern zum Gebet versammelt haben, um gegen die Veröffentlichung der Mohammed- Karikaturen zu protestieren. Weitere Preise gingen an Yann Gross (Kategorie Alltag und Umwelt), Georgios Kefalas (Porträt), Eveline Bachmann (Sport), Thomas Kern (Kunst und Kultur) sowie Didier Ruef (Ausland). WanderausstellungDie Jury bewertete in diesem Jahr insgesamt 1658 Fotos von 128 Fotografinnen und Fotografen. Die besten Bilder erscheinen in einem Katalog und werden anlässlich einer Wanderausstellung in Zürich und Genf zu sehen sein. www.sda.ch 30.11.2006
Bern bald mit Baldachin
Erleichterung in Bern: Die Stadt darf den Glasbaldachin über dem Bahnhofplatz doch bauen. Der Kanton sieht keinen Widerspruch zum Denkmalschutz.Zwischen dem Berner Bahnhofsgebäude, dem altehrwürdigen Burgerspital und der denkmalgeschützten Heiliggeistkirche wird in zwei Jahren ein ausladender, sanft geschwungener Glasbaldachin die Passanten vor Regen und Schnee schützen. Wie die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion gestern mitgeteilt hat, darf das Dach über dem Bahnhofplatz gebaut werden. Sie hebt damit einen Entscheid von Regierungsstatthalter Alec von Graffenried auf, der letzten April die Baubewilligung verweigert hatte. UneinigkeitDer Statthalter hatte sich bei seinem abschlägigen Entscheid auf ein Gutachten des emeritierten ETH-Professors für Denkmalpflege, Georg Mösch, gestützt. Dieser kritisierte, dass der Baldachin die Sicht auf das historische Stadtbild beschneide und dadurch die beiden national bedeutsamen Baudenkmäler Heiliggeistkirche und Burgerspital zu stark beeinträchtige. Obwohl die Stadt Bern ein gegenteiliges Gutachten besass, sprach sich von Graffenried für einen «maximalen Schutz». Gegen diesen Entscheid reichte die Stadt beim Kanton umgehend Beschwerde ein. Denn zum einen hatte das Stimmvolk im Juni 2005 den neuen Baldachin samt Bahnhofssanierung und einer Entflechtung des Verkehrs klar gutgeheissen. Zum andern wollte Bern während der Euro08 mit einem modernen Bahnhofsplatz und «einer würdigen Visitenkarte» vor dem internationalen Publikum glänzen. AufatmenWie die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion gestern mitteilte, widerspricht der Baldachin nicht den massgebenden Denkmalschutz- und Ästhetikbestimmungen. «Die Fachmeinungen», so hält sie fest, «halten sich ungefähr die Waage.» Weiter wertete sie das Ja des Souveräns zum neuen Bahnhofplatz als «Indiz dafür, dass der Baldachin von einem grösseren Teil der Bevölkerung bejaht wird». Der Entscheid wurde in Bern mit Erleichterung aufgenommen: Ein definitiver Bauabschlag wäre für das Ansehen der Stadt «schlimm» gewesen und hätte aus dem sanierungsbedürftigen Bahnhof eine «Dauerbaustelle» gemacht, sagte Gemeinderätin Regula Rytz auf Anfrage. www.nachrichten.ch Barbara Lauber 30.11.2006Bern Info
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