g26.ch

31.5.09

OGG

Kartoffeln, Klee und kluge Köpfe.

Ausstellung zum 250. Jubiläum der Ökonomischen und Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Bern (OGG)

In Bern wurde 1759 die Ökonomische Gesellschaft gegründet. Diese Gründung erfolgte im gesamteuropäischen Vergleich früh. Die Landwirtschaft war eines der hauptsächlichsten Standbeine der Stadt und Republik Bern. Aufgeklärte Köpfe aus Ratsfamilien, aus der Geistlichkeit und ländliche Honoratioren erklärten mit der Gründung der Ökonomischen Gesellschaft das Ziel, die Bevölkerung durch gezielte landesökonomische Projekte zu stärken. Die ‚Abhandlungen‘ als Zeitschrift bildeten das Medium, mit dem sich die Gesellschaft untereinander aber auch international vernetzte und verständigte. In den Abhandlungen publizierten Züchter ihre Ergebnisse beispielsweise zum Kartoffelanbau, zum Anbau von Esparsette (Klee), zur Düngung oder zur Bienenzucht. Mit Preisfragen versuchte die Gesellschaft, Ideen besonders zu fördern und zu prämieren.

Die Stiftung Schloss Jegenstorf präsentiert in ihrer Ausstellung zum 250. Jubiläum der Gründung verschiedene Hauptakteure der bernischen Ökonomiebewegung mit ihren Themen aus Landwirtschaft, Gesetzgebung, Literatur, Kunst etc. Es finden sich darunter Namen wie die beiden Begründer Johann Rudolf Tschiffeli und Samuel Engel, Niklaus Emanuel und Vinzenz Bernhard Tscharner, Johann Rudolf Sinner de Ballaigues, Daniel Fellenberg u.a.

www.schloss-jegenstorf.ch

Sonderausstellung 2009 - 4. Juni bis 11. Oktober
Kartoffeln, Klee und kluge Köpfe
Ausstellung zum 250. Jubiläum der Ökonomischen und Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Bern OGG

HINC FELICITAS - von hier das Glück
1759-1859 die ersten hundert Jahre der Ökonomischen Gesellschaft in Bern. Dauerausstellung der Ökonomischen und gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Bern (OGG).

30.5.09

Hooligans

Mutmassliche Straftäter im Internet.

Vor, während und nach dem Cup-Final zwischen dem BSC Young-Boys und dem FC Sion vom Mittwoch, 20. Mai 2009 wurden nebst Sachbeschädigungen mutmasslich auch schwere Straftaten begangen. Bilder mutmasslicher Straftäter sind im Internet unter www.police.be.ch aufgeschaltet.

Die Kantonspolizei Bern und das zuständige Untersuchungsrichteramt III Bern-Mittelland haben sich zum Ziel gemacht, Personen, welche im Rahmen des Cup-Endspiels in Bern mutmasslich schwere Straftaten begangen haben, zu identifizieren und ins Recht zu fassen.

Die Kantonspolizei Bern ist im Besitz von umfangreichem Bildmaterial, welches jetzt laufend ausgewertet wird. Mit der Veröffentlichung im Internet machen die Untersuchungsbehörden von einer gesetzlichen Möglichkeit Gebrauch, wonach die Öffentlichkeit bei der Aufklärung von schweren Straftaten zur Mithilfe aufgefordert werden kann (Art. 71, Gesetz über das Strafverfahren). Mit dieser Massnahme erhoffen sie sich, unbekannte Personen identifizieren zu können.

www.police.be.ch
Hooligan (Wikipedia)

29.5.09

Atomstrom

Die Stadt Bern will spätestens im Jahr 2039 ohne Atomstrom auskommen. Das hat der Berner Gemeinderat in der neuen Eignerstrategie von Energie Wasser Bern (ewb) festgelegt.

Um den Atomausstieg zu schaffen, will ewb nun pro Jahr neue Produktionskapazitäten von durchschnittlich 11 Gigawattstunden Strom schaffen. Das entspricht etwa einem Prozent des Stroms, den das Unternehmen im Besitz der Stadt Bern pro Jahr verkauft, wie ein Sprecher erläuterte.

Dafür werden Investitionen von mehreren hundert Millionen Franken nötig sein. ewb-Verwaltungsratspräsident Daniel Kramer sagte, das Unternehmen stehe mit Investoren in Verhandlungen, die im In- und Ausland grosse Wind- und Solaranlagen planten.

ewb baut selber

Derzeit entsteht am Stadtrand für mehr als 400 Mio. Franken eine Kehrichtverbrennungsanlage mit Fernwärmeversorgung und zwei Kraftwerken. Zurzeit beträgt der Anteil Atomstrom, den ewb verkauft, 50 bis 60 Prozent.

Dank den neuen Anlagen am Stadtrand kann das Unternehmen 2013 aus Atomstrom aus dem Werk Fessenheim im Elsass verzichten. 2039 wurde als Ausstiegstermin gewählt, weil dann die Regellaufzeit des Kernkraftwerks Gösgen auslaufe, so ewb.

www.ewb.ch

28.5.09

Aareraum

Die «grüne Lunge» von Bern, der Aareraum, soll aufgewertet, attraktiver und besser erlebbar werden.

Deshalb hat der Gemeinderat die Aareraum Planung in Auftrag gegeben und an seiner letzten Sitzung genehmigt. Die Planung soll die vielfältigen Nutzungsansprüche, die durch die verstärkte Urbanisierung und den Anstieg der Freizeitaktivitäten entstehen, auffangen und die bestehenden Qualitäten langfristig sichern.

Für eine Stadt mit hoher Wohn- und Lebensqualität sind die öffentlichen Freiräume von zentraler Bedeutung. Verfügt die Stadt über ausreichende Grünflächen, so steigert dies das Wohlbefinden der Bevölkerung. In einer grünen Stadt lebt man gerne. Der Aareraum mit 26 Kilometern Gesamtlänge auf Stadtgebiet ist der grösste öffentliche grüne Freizeitraum der Stadt Bern. Dieser wird mit zunehmender Bautätigkeit in Stadt und Agglomeration und mit dem Anstieg der Freizeitaktivitäten weiter an Bedeutung gewinnen. Weil eine weitere bauliche Verdichtung jedoch zu Lasten der Gesamtqualität des Aareraums ginge, hat der Gemeinderat die Aareraum Planung in Auftrag gegeben und an seiner letzten Sitzung genehmigt.

Planungsgrundsätze

Als Grundlage für alle zukünftigen Projekte im Aareraum kommt der Planung eine wichtige Funktion zu. Folgende Grundsätze müssen bei Planungen in diesem Gebiet berücksichtigt werden:
  • Der Aareraum ist eine durchgehende Parklandschaft vom Flusslauf bis zur Hangkante.
  • Wichtige Sichtbeziehungen und Ausblicke auf die Stadtsilhouette und den Landschaftsraum sind gewährleistet.
  • Ein durchgehendes attraktives Wegenetz verbindet die verschiedenen Ebenen und Freizeitanlagen.
  • Bauliche Eingriffe in den Stadt- und Landschaftsraum erfolgen auf der Basis einer integralen Betrachtungsweise.
  • Das Aaretal ist ein wichtiger Lebensraum und ökologischer Vernetzungskorridor für Flora und Fauna.

    Der Gemeinderat ist überzeugt, mit der vorliegenden Planung die Grundlage zu liefern, dass eine ausgeglichene Balance zwischen Aarelandschaft und Siedlung auch in Zukunft gewährleistet werden kann.

    Auftrag des Stadtrats

    Ausgangspunkt für die Aareraum Planung war die Motion «Grüne Lungen in Bern», die im Juni 2005 für erheblich erklärt wurde. Sie fordert ein Gesamtkonzept zum langfristigen Schutz von Grünflächen und Grünzügen unter Einbezug der Agglomerationsgemeinden. Dieser Auftrag ist mit dem Freiraumkonzept in Bearbeitung. Im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz wurde die vorliegende Aareraum Planung als wichtiger Teilbereich des Freiraumkonzepts vorgezogen und erarbeitet. Die Zwischenergebnisse sind in die Hochwasserschutzprojekte eingeflossen und wurden mit diesen koordiniert.

    Ausstellung im Kornhausforum vom 2. Juni bis 20. Juni 2009
    www.kornhausforum.ch

    Freizeit, Erholung und Natur als Berner Attraktion
    Bäder
    Die Aarehänge in der Stadt Bern

  • 27.5.09

    Felsenau

    Erfrischendes Original aus Bern.

    Niemand küsst so gut wie die Brauerei Felsenau: Ihr «Bärner Müntschi» ist ein stadtbekanntes Bier und gerade im Sommer sehr gefragt. Gebraut wird seit 1881 direkt an der Aare. Doch das Wasser für das Bier stammt nicht von dort, sondern aus einem unterirdischen See.

    Es ist eine riesige Baustelle: Wer die Brauerei FeLsenau besucht, sieht zuerst nur Bagger, Schutt und Stahlelemente. Seit Wochen wird hier in der Felsenau – direkt an der Aare – eine unterirdische Dicht- und Uferwand gebaut. Mit diesem Millionenprojekt soll das Quartier und somit auch die Brauerei künftig vor Hochwasser geschützt werden.

    Die Quelle des Gründers

    Gerade im Sommer gönnt man sich gerne ein Felsenau-Bier, sei es ein Lagerbier, Junkerbier, Bärni, Bügel-Spez, Schümli oder das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte und beliebte «Bärner Müntschi». Es ist aber nicht Aarewasser, das durch die durstigen Kehlen der Bierliebhaber fliesst. Martin Thierstein sitzt am grossen Sitzungstisch in einem der markanten Backsteingebäude und sagt: «Für unsere Produkte verwenden wir Quellwasser aus einem unterirdischen See.»

    Verblüffend, aber wahr: Es handelt sich um unterirdisch fliessendes Wasser im Rossfeldquartier. Geschichtlich bewanderte Bernerinnen und Berner kennen dieses Gewässer auch als Hemmann'sche Quelle, benannt nach Johann Gustav Hemmann. Er hatte 1881 damit begonnen, in der Felsenau Bier zu brauen, und sich dafür die Rechte an der Quelle gesichert. Heute steht die Brauerei unter der Leitung von Martin Thierstein und Stefan Simon. Als Nachkommen von Johann Gustav Hemmann führen sie das Unternehmen in der 5. Generation.

    Bier brauen aus Leidenschaft

    Als «delikat, vortrefflich und fein» sei es beschrieben worden, das Bier von 1881. So steht es in den Geschichtsbüchern der Brauerei Felsenau. Damals wurde auch noch an anderen Orten in der Stadt Bier produziert. Heute ist die Felsenau die älteste selbstständige Brauerei auf Stadtberner Boden. Sie beschäftigt 10 Mitarbeitende und produziert jährlich rund 10'000 Hektoliter Bier. Nur im Vertrieb kooperiert das KMU mittlerweile mit einem Giganten: Heineken. «Wir können uns somit darauf konzentrieren, was uns am meisten Spass macht, nämlich Bier brauen», sagt Thierstein.

    Seit er und Stefan Simon 1993 die Leitung übernommen haben, ging ein Innovationsschub durch das Unternehmen. Nicht nur neue Biersorten wurden produziert, sondern auch Spezialitäten wie SWAF, ein Bierschnaps. Seit letztem Sommer gehört das «Bärner Weizenbier» zum Sortiment: ein obergäriges Getränk, gebraut mit feiner Hefe und sonnengereiftem Weizen, würzig, kräftig, süffig. «Es ist eine richtige Sommerfreude», sagt Martin Thierstein, und wenn er beschreibt, wie gut eine Bretzel oder ein Paar Weisswürste dazu passen, ist seine wahre Leidenschaft für das Bier(-brauen) deutlich spürbar.

    Partnerschaft mit Energie Wasser Bern

    Im Brauprozess spielt auch Energie Wasser Bern eine wichtige Rolle. Denn die Brauerei Felsenau verwendet zwar ihr eigenes Quellwasser für die Getränke. Bei der Reinigung von Fässern und Flaschen, bei der Kühlung der Würze und des Lagerkellers oder für die sanitären Anlagen ist aber Wasser von Energie Wasser Bern gefragt. Die Partnerschaft gilt genauso für die Stromlieferung: «Die Brauerei Felsen-au ist wie Energie Wasser Bern ein eigenständiges Berner Unternehmen. Deshalb ist dies unser Partner für die Stromlieferung, auch wenn wir durch die Marktliberalisierung einen anderen Lieferanten hätten auswählen können», so Thierstein.

    Im Lagerkeller der Brauerei sorgen grosse Umluftkühler für eine Temperatur von konstant +1 Grad Celsius. Versorgt werden die Kühler mit Kaltwasser aus einem erst kürzlich neu gebauten Eisspeicher. Früher war die Kühlung ein richtiger «Chrampf»: Mit einem Karren wurde damals Natureis vom Moos- und vom Egelsee in die Felsenau geschafft. Und wenn der Winter zu mild war, pickelte man das kostbare Gut eben von den Gletschern im Berner Oberland.

    Solch ein mühseliges Unterfangen ist heute nicht mehr notwendig. Doch handwerkliches Geschick ist nach wie vor gefragt. Nur so bleibt garantiert, dass es auch in Zukunft würzig und gut schmeckt, wenn man ein «Bärner Müntschi» erhält.

    www.ewb.ch Direkt 2/2009 Reto Wüthrich
    www.felsenau.ch
    Berner Brauereien

    26.5.09

    Buskers

    6. Buskers Bern Strassenmusik-Festival
    Do. 6. – Sa. 8. August 2009, 18 – 24 Uhr


    30 Gruppen auf 30 Plätzen in rund 300 Shows in der Altstadt Bern.
    Musik, Artistik, Theater, Comedy, Streetperformer, Roboter, Spektakel, Kunst, Essen & Trinken.

    shnit@buskers: Kurzfilm Piraten-Screening
    2 Jugendbühnen in der Postgasse
    Kinderprogramm auf der Münsterplattform
    Bizaar – Aktionsmarkt auf der Münsterplattform
    Talentbühne »anyone can be a busker« auf dem Kornhausplatz

    Party mit Buskers-Bands im »Buskershaus«, Kornhausforum
    Essen & Trinken bis 00.30 Uhr, Samstags schon ab 16 Uhr

    www.buskersbern.ch
    Events in Bern

    25.5.09

    Kokain

    Red Bull mischt Getränk Kokain bei. Verkauf in Deutschland teilweise gestoppt - In der Schweiz erhältlich.

    Nach dem Fund von Kokainspuren in einer Cola des Kultherstellers Red Bull wird das Getränk in immer mehr deutschen Bundesländern vom Markt genommen.

    Red Bull verwendet nach eigener Mitteilung für sein Getränk einen Extrakt aus Kokablättern, aus dem Kokain entzogen wurde. Die Cola gelte wie andere Lebensmittel mit Kokablattextrakt in der Europäischen Union und in den USA als unbedenklich und verkehrsfähig. Man sei mit den Behörden in Kontakt.

    Ob die Kantone in der Schweiz ähnliche Massnahmen wie einige deutsche Bundesländer gegen das von Red Bull entwickelte Cola-Mischgetränk erlassen, konnte bis Redaktionsschluss nicht in Erfahrung gebracht werden.

    Vollstänidger Artikel (NZZ)
    Kokain (Wikipedia)
    Red Bull (Wikipedia)

    24.5.09

    Suchtbehandlung

    Im Burgerspital eröffnet die schweizweit grösste Tagesklinik für Süchtige. Sie gibt Betroffenen intensiven Rückhalt.

    Die Tagesklinik für Süchtige wird vom Kompetenzzentrum «Südhang» betrieben, eine Institution, die 1880 als «Verein für eine bernische Trinkerheilstätte Nüchtern» gegründet und vor elf Jahren umbenannt wurde. Die Klinik im Burgerspital verfügt über 12 Behandlungsplätze mit geschlechtlich gemischten Therapiegruppen. Durchgeführt werden ganztägige Entwöhnungsbehandlungen an fünf Tagen.

    Die Therapie dauert drei bis neun Wochen. Die Suchtbehandlung wird kombiniert mit einer Psychotherapie, Alltagsbewältigung sowie der Freizeitgestaltung. Angeboten werden – je nach Nachfrage – auch Sportaktivitäten und Arbeitsintegrationsmassnahmen.

    Die teilstationären Behandlungen werden nicht nur Alkoholkranken, sondern auch medikamentenabhängigen Personen angeboten. Voraussetzung ist, dass sich die Patienten nicht mehr in der akuten Krankheitsphase befinden, über eine intakte Wohnsituation verfügen und wegen ihrer Verfassung im ambulanten Rahmen überfordert wären.

    Die Kosten für die Therapie werden von der Krankenkasse im Rahmen der Grundversicherung übernommen.

    www.bernerzeitung.ch

    23.5.09

    Europride

    Mister Schweiz: Zu hetero für den Europride.

    Ursprünglich hatte Mister Schweiz angekündigt, er wolle am Europride in Zürich teilnehmen – jetzt kneift die heterosexuelle Eidgenossenschönheit André Reithebuch.

    Sein Vorgänger Stephan Weiler hatte sich für Homo-Rechte eingesetzt – und musste deswegen selbst Spekulationen über seine sexuelle Orientierung über sich ergehen lassen. «Ich möchte André nicht etwas Ähnlichem aussetzen», erklärte der besorgte Mister-Schweiz-Sprecher Urs Brülisauer gegenüber der Boulevardzeitung «Blick», versichert jedoch im nächsten Satz: «Das ist aber kein Entscheid, der sich gegen Schwule richten soll.»

    Im Chat der Zeitung hatte Reithebuch seinen schwulen Fans kurz nach seiner Wahl noch versprochen: «Wenn ich an die Europride eingeladen werde, würde ich bestimmt hingehen». Davon ist jetzt allerdings nicht mehr die Rede. Europride-Sprecher Michael Rüegg: «Es ist wirklich ärgerlich, wenn Heteros gleich als schwul abgestempelt werden, wenn sie sich auch nur ansatzweise pro-gay geben.» Bei Reithebuch gebe es ohnehin deutlich weniger Interpretations-Spielraum als bei seinem Vorgänger.

    Er appellierte an Reithebuch, die Sache zu überdenken. Immerhin seien die Schwulen doch sehr tolerant: «Die Freundin dürfte er auch mitnehmen», versichert Rüegg.

    Das Stadtfest und die Europride-Parade steigen am 6. Juni in der Zürcher Innenstadt.

    www.europride09.eu
    Mister Schweiz (Wikipdia)

    Mister Schweiz 2009 André Reithebuch

    22.5.09

    Sport

    Regierungsrat ehrt erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler.

    Über 50 bernische Sportlerinnen und Sportler sind 2008 an internationalen Titelkämpfen auf dem Podest gestanden. Der Regierungsrat hat die Medaillengewinnerinnen und -gewinner anlässlich der BEA 09 an einer offiziellen Feier geehrt.

    Ehrung der erfolgreichsten bernischen Sportlerinnen und Sportler an internationalen Meisterschaften: Der Regierungsrat des Kantons Bern lud die rund über 50 Medaillengewinnerinnen und -gewinner des letzten Jahres zu einer speziellen Feier anlässlich der BEA 09 ein. 36 Sportlerinnen und Sportler folgten der Einladung und konnten von Regierungspräsidentin Barbara Egger-Jenzer und Regierungsräten Hans-Jürg Käser, Polizei- und Militärdirektor und Andreas Rickenbacher, Volkswirtschaftsdirektor einen Kristall aus dem Grimselgebiet und eine Urkunde entgegennehmen. Unter ihnen befand sich auch die erfolgreiche Schwimmerin Patrizia Humplik, Bronzemedaillegewinnerin an den Europameisterschaften in Rijeka. Dabei waren auch viele erfolgreiche Juniorinnen und Junioren.

    Die nachfolgenden Sportlerinnen und Sportler sind anlässlich der Feier im Rahmen der Ausstellung BEA 09 geehrt worden: Jürg Egger (Bob), Emanuel Antener, René Berliat, Simon Bichsel, Daniel Bill, Markus und Philipp Gerber, Christoph und Matthias Hofbauer, Yvan Jungo, Simon Stucki, Sandra Frank, Rahel Kaltenrieder, Jasmin Käser, Bernhard Nussbaum und Simone Wyss (Unihockey), Beat Bähler, Katja Niklaus, Stefano Ferro, Anne Sulzer (Jodo/laido), Toni Müller (Curling), Stefan Hafka, Renato Marazzi (Segeln), Melanie Blaser, Cedric Mathys und Reto Sommer (Minigolf), Patrizia Humplik (Schwimmen), Corinne Hess, Christine und Beat Schaffner (Orientierungs-Bike-O), Urs Krebs (Wushu), Michael Kurt (Kanu), Werner Marti (Skibergsteigen), Andrea Salvisberg (Triathlon), Karin Stingelin (Ringen) und Judith Wyder ( Orientierungs-Ski-O).

    www.beaexpo.ch
    Berner Sport
    XXX. Olympiade London 2012

    21.5.09

    Zhang Enli

    Zhang Enli in der Kunsthalle Bern (30.5.-19.7.09)

    Der chinesische Künstler Zhang Enli (geb. 1965, arbeitet in Shanghai) wird in der Kunsthalle mit einer grossen Einzelausstellung gewürdigt. Seine Werke haben innerhalb der chinesischen Kunstwelt eine Sonderstellung inne, da sie sich unabhängig vom Stil der grossen Malschulen wie zum Beispiel Political Pop, Kitsch Art oder Cynical Realism entwickelt haben.

    Zhang Enli lenkt seinen Blick dabei vor allem auf Beiläufiges, Alltägliches oder oft Übersehenes: «Ich wähle Sujets aus der Alltagsrealität, um etwas auszudrücken, das über diese hinausgeht», so der Künstler in einer Beschreibung seiner Themenwahl.
    In der Tradition von Stilleben richtet er seinen Fokus auf Details. Alltagsgegenstände wie Eimer, Glühbirnen, Betten, Stühle und Schuhe bilden dabei seine Sujets.

    Seine Arbeiten versuchen jedoch nicht, eine armselige Alltagsrealität zu überhöhen, vielmehr bündelt er seinen Blick auf Einzelheiten und malt somit eine präzise Realität wie sie nur einem aufmerksamen Beobachter erscheint.

    Als Ergänzung zu Zhang Enlis Einzelausstellung werden unter dem Titel ShanghART Videothèque in den unteren Räumen der Kunsthalle Bern Filme und Videos von Künstlern aus Shanghai gezeigt, sowie Filmabende veranstaltet.
    Mit Filmen von: Chen Xiaoyun, Liang Yue, Lu Chunsheng, Shi Yong, Shi Qing, Song Tao, Sun Xun, XU Zhen, Yang Fudong, Yang Zhenzhong, Zhang Ding, Zhao Bandi und Zhou Tiehai.

    kunsthalle-bern.ch
    Zhang Enli (Wikipedia)
    Museen in Bern

    20.5.09

    Grossleinwand

    Cupfinal 2009: Public Viewing auf dem Bundesplatz.

    Der Cupfinal von Mittwoch, 20. Mai 2009, zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Sion wird ab 20 Uhr live auf einer Grossleinwand auf dem Bundesplatz übertragen. Der Eintritt ist frei. Ermöglicht wird das Public Viewing durch den Verein Eishockey WM 2009, bestehend aus 13 Berner Firmen sowie Stadt und Kanton Bern.

    Im Zusammenhang mit dem Public Viewing auf dem Bundesplatz ist folgender Ablauf vorgesehen: Öffnung: ab 16 Uhr eingeschränkter, ab 18 Uhr voller Betrieb; Beginn Übertragung: 20 Uhr (SF 2); Schliessung: 24 Uhr (Beginn Abbau).

    Nebst der Übertragung finden im Public Viewing keine weiteren Aktivitäten statt. Die Mannschaft des BSC Young Boys wird nach dem Finalspiel nicht auf dem Bundesplatz erscheinen. An verschiedenen Ständen werden während der Veranstaltung Essen und Getränke angeboten. Es wird ein spezieller Mehrweg-Cupfinal-Trinkbecher verkauft, der zwei Franken kostet. Für das Public Viewing finden Eingangskontrollen statt.

    Mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen

    Während der Veranstaltung muss mit kleineren Verkehrsbehinderungen rund um den Bundesplatz gerechnet werden. Der Platz selber wird durchgehend gesperrt. Die Durchfahrt vor dem Bundeshaus ist nur für den Veloverkehr sowie für Fussgängerinnen und Fussgänger und die Notfallfahrzeuge gestattet.

    Ab 15 Uhr werden für den Verkehr folgende Gassen gesperrt: Bundesgasse, Kochergasse, Amthausgasse und Schauplatzgasse. Umleitungen für den Individualverkehr sind signalisiert.

    Der öffentliche Verkehr ist ebenfalls betroffen: die Linie 19 wird ab 16.30 Uhr und die Linie 10 ab 20.30 Uhr bis Betriebsschluss über die Spital-/Marktgasse geführt. Aufgrund der Fan-Märsche wird die Linie 10 von 11.45 bis 20.30 Uhr geteilt und der Ast Bahnhof-Ostermundigen über Lorrainebrücke/Viktoriarain geführt.

    Cupfinal
    Cup Final in Bern

    19.5.09

    Luftfahrt

    Schweizer Luftfahrt in Bildern.

    Die ETH-Bibliothek übernimmt von der Stiftung Luftbild Schweiz die Sammlung historisch bedeutender Luftaufnahmen sowie das Fotoarchiv der Swissair. Die Bestände werden bis zum Jahr 2013 sukzessive in das Bildarchiv der ETH-Bibliothek integriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

    Die Stiftung Luftbild Schweiz verfügt über einen aussergewöhnlichen Fundus an Fotografien, die ein Stück Schweizer Luftfahrtgeschichte dokumentieren. Eine Kooperation mit der ETH Zürich ermöglicht nun, diese Bestände und den Fotonachlass der Swissair langfristig zu sichern und besser öffentlich zugänglich zu machen. Die ETH-Bibliothek übernimmt dazu das Archiv der Stiftung. Mit rund 250'000 Luftaufnahmen und anderen Fotografien aus der Aviatik erweitert die ETH-Bibliothek ihre technisch-wissenschaftshistorischen Bildbestände.

    Fast 100 Jahre Luftbilder aus der Schweiz

    Walter Mittelholzer, Flugpionier und Mitgründer der Swissair, war einer der ersten Fotografen, der die Schweiz aus der Vogelperspektive dokumentierte. Er legte den Grundstein zum Bildarchiv der Luftbild Schweiz, das seit 1917 laufend ergänzt und aktualisiert wird. Im Lauf der Jahrzehnte ist so eine umfassende Dokumentation der schweizerischen Siedlungs- und Landschaftsentwicklung entstanden. Das Archiv umfasst aber nicht nur Luftaufnahmen, sondern auch Fotos zur Schweizerischen Luftfahrtgeschichte: die Entwicklung der Zivilaviatik von ihren Anfängen bis ins Jet-Zeitalter lässt sich visuell nachvollziehen. Sämtliche Flugzeugtypen der ehemaligen Swissair wie auch unzählige Arbeitsbereiche rund um den Flugbetrieb vor und hinter den Kulissen sind fotografisch festgehalten.

    Um dieses einmalige Archiv zu erhalten, gründete die SAirGroup im Jahr 1997 die Stiftung Luftbild Schweiz. Die Stiftung pflegt, sichert und aktualisiert die fotografischen Zeitdokumente. «Mit der ETH Zürich haben wir den idealen Partner für die professionelle Betreuung unseres Luftbildarchivs gefunden», sagt Dr. Hans Jörg Hunziker, Präsident der Stiftung, «damit können wir die historisch wertvollen Dokumente nachhaltig sichern und auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.»

    Ideale Ergänzung des Bildarchivs

    Die Bibliothek der ETH Zürich besitzt mit über 1,5 Millionen Dokumenten eines der grössten historischen Bildarchive der Schweiz. Mit der Übernahme der Fotografien der Luftbild Schweiz ergänzt sie ihre eigenen fast 100'000 Luftaufnahmen aus dem Archivbestand der Comet Photo AG. Damit wertet sie ihre Bestände zu den Themen Technik und Luftfahrtgeschichte nochmals auf. «Die ETH-Bibliothek erhält mit dem Fotoarchiv der Luftbild Schweiz einen einmaligen Quellenbestand für die Forschung, beispielsweise in Technikgeschichte oder Raumplanung», meint Dr. Wolfram Neubauer, Direktor der ETH-Bibliothek.

    Das Bildarchiv der ETH-Bibliothek wird ausgewählte Teile des neuen Bestands digitalisieren und über seine Datenbank 'Bildarchiv Online' allen Interessierten zugänglich machen. Um die historischen Bilder aus dem Fotobestand der Swissair optimal indexieren zu können, wurden bereits Kontakte zu ehemaligen Swissair-Angestellten geknüpft. Die ETH-Bibliothek übernimmt die Bestände sukzessive ab dem Jahr 2009. Bis Ende 2013 wird der gesamte Archivbestand in das Bildarchiv der ETH-Bibliothek integriert sein. Bis zu diesem Zeitpunkt können die Fotografien nach wie vor auch durch die Luftbild Schweiz in Dübendorf bezogen werden.

    Bildarchiv ETH-Bibliothek
    Bildarchiv Online
    Luftbild Schweiz

    18.5.09

    Elfenau-Sommer

    Elfenau-Sommer 2009
    6. Juni bis 20. September 2009


    Samstag / 6. Juni / 17.00 Uhr
    Jugend Sinfonie Orchester
    Leichte Klassik

    Sonntag / 7. Juni / 17.00 Uhr
    Orchester Divertimento Bern
    Klassik

    Samstag / 13. Juni / 17.00 Uhr
    AbsolutTAP
    Steptanz

    Sonntag / 14. Juni / 17.00 Uhr
    Barfly’s
    Lyriks & Sound

    Samstag / 20. Juni / 17.00 Uhr
    Kammerorchester Elfenau
    Kammermusik (barock – klassisch)

    Sonntag / 21. Juni / 10.30 Uhr
    Frauenchor Bümpliz
    Unterhaltungsmusik

    Sonntag / 21. Juni / 17.00 Uhr
    Doublenik
    Gypsy-Swing (Akustischer Jazz)

    Samstag / 27. Juni / 17.00 Uhr
    Orchester des Stadtturnvereins Bern
    Klassik

    Sonntag / 28. Juni / 10.30 Uhr
    Musique Simili
    Folk / Chansons

    Samstag / 4. Juli / 17.00 Uhr
    Klezmer Pauwau
    osteuropäische Musik

    Sonntag / 5. Juli / 17.00 Uhr
    ferrum helveticum steel orchestra
    Latin / Jazz

    Samstag / 15. August / 17.00 Uhr
    Thomas Gerber
    Klassik

    Sonntag / 16. August / 17.00 Uhr
    Luna Llena Duo
    Crossover Klassisch – World

    Samstag / 22. August / 17.00 Uhr
    Rock’n’Roll Club Elite Bern
    Rock’n’Roll Show

    Sonntag / 23. August / 9.30 Uhr
    Jodlerklub BERNA Bern
    volkstümlich

    Samstag / 29. August / 17.00 Uhr
    le Monelle
    Kindertheater / Musiktheater

    Sonntag / 30. August / 17.00 Uhr
    Theater Kanton Bern Theater

    Samstag / 5. September / 17.00 Uhr
    ANANAMUYA
    Weltmusik

    Sonntag / 6. September / 17.00 Uhr
    ?extrem normal – normal extrem!
    Karibische Unterhaltungsmusik (Steelband)

    Samstag / 12. September / 17.00 Uhr
    Knabenmusik Bern Jugendblasorchester

    Sonntag / 13. September / 17.00 Uhr
    Orchestre de chambre romande
    Klassik

    Samstag / 19. September / 17.00 Uhr
    CAMERATA BERN
    Klassik

    Sonntag / 20. September / 10.30 Uhr
    Stadtmusik Bern
    Klassische Blasmusik

    Grosse Orangerie / Elfenauweg 91 / Bus Nr. 19 / Station «Luternauweg»
    Eintritt frei / Kollekte willkommen
    Zutritt 30 Minuten vor Beginn / Keine Platzreservation möglich
    Programmänderungen bleiben vorbehalten /

    www.orangerie-elfenau.ch
    www.ideebern.ch
    www.orangerie-elfenau.ch
    Anna Feodorowna

    14. / 20. / 21. / 22. / 27. / 28. August
    3. /4. September / 20.00 Uhr
    Enigma Theaterstück
    Unter freiem Himmel / Kleine Orangerie
    Jubiläumsveranstaltung IG Elfenau
    www.ig-elfenau.ch

    17.5.09

    Pfahlbau

    Aussergewöhnliche Pfahlbausiedlungen bei Sutz-Lattrigen.

    Bei Rettungsgrabungen am Bielerseeufer in Sutz-Lattrigen stiess der Archäologische Dienst auf aussergewöhnliche Pfahlbausiedlungen. Auffallend ist eine Verteidigungsanlage in Form einer mächtig angelegten Palisade. Vergleichbares ist bislang aus der Seeuferarchäologie Mitteleuropas nicht bekannt.

    Bereits im Jahr 2004 löste die Umgestaltung des Badeplatzes beim Campingplatz in Sutz 2004 eine erste archäologische Rettungsgrabung aus. Die aktuelle Rettungsgrabung, die Ende Mai 2009 nach insgesamt 24 Monaten Taucharbeiten abgeschlossen wird, startete im Januar 2007 in der sogenannten «Neuen Station». Sie wurde notwendig, weil im Rahmen der kantonalen Uferschutzplanung der Abbruch der Ufermauer und eine Renaturierung des Ufers vorgesehen sind. Zudem soll an diesem Uferabschnitt ein Stichzugang für den Seeuferweg errichtet werden. Im Verlauf der Arbeiten stellte sich heraus, dass ein grosser Teil der Fundstelle bereits weitgehend erodiert ist. Aufgrund seiner besonders gefährdeten Lage vor einer Ufermauer drängte sich eine umfassende Rettungsgrabung auf.

    Bei den Ausgrabungen stellte sich heraus, dass die ältesten baulichen Spuren der «Neuen Station» von zwei Gebäuden der Jahre 3391 und 3389 v.Chr. stammen. Besonders interessante Baubefunde wurden bei einem Dorf entdeckt, das sich ab 3205 v.Chr. entwickelte und in mehreren Phasen bis mindestens 3122 v.Chr. bestand. Auffallend ist eine Verteidigungsanlage in Form einer überraschend gross und mächtig angelegten Palisade. Vergleichbares ist bislang aus der Seeuferarchäologie Mitteleuropas nicht bekannt. Ähnliche Anlagen treten ansonsten erst in der Frühen Bronzezeit, d.h. mehr als 1500 Jahre später auf. Befestigte Dörfer aus der Zeit um 3200 v.Chr. sind für die Forschung völlig neu und werfen ein neues Licht auf das soziale Verhalten der frühen Seeländer. Verteidigungsanlagen lassen darauf schliessen, dass es auch in diesen Zeiten nicht immer friedlich zu und herging. Weitere Dorfanlagen bei der «Neuen Station» in Sutz-Lattrigen reichen in die Zeit zwischen 2852-2843 v.Chr. und um 2725 v.Chr. zurück. Auf engstem Raum sind damit an einem 200 Meter langen Uferabschnitt über 500 Jahre frühe Geschichte der Region und der ersten bäuerlichen Bevölkerungen konzentriert.

    Am Uferabschnitt der Gemeinde Sutz-Lattrigen am Bielersee befinden sich insgesamt sieben prähistorische Pfahlbau-Siedlungsareale aus der Zeit zwischen 4300 und 1600 v. Chr. Der Archäologische Dienst des Kantons Bern untersucht diese Fundstellen seit 1988. In den 1990er Jahren konzentrierten sich die Arbeiten auf die Fundstellen in der Bucht von Lattrigen. Sie wurden im westlichen Teil der Gemeinde 2005 abgeschlossen. Die Rettungsgrabungen der letzten Jahre wurden unumgänglich, weil die massive Erosion des Seebodens in der Flachwasserzone mittelfristig zu einem Totalverlust der Fundstellen führen wird. Hauptverantwortlich dafür sind die Eingriffe in den Bielersee im Rahmen der beiden Juragewässerkorrektionen.

    Archäologischer Dienst des Kantons Bern
    Sutz-Lattrigen (Wikipedia)
    Pfahlbau (Wikipedia)


    Größere Kartenansicht

    16.5.09

    Kino Worb

    Worb - Wieder Open Air Kino Worb.

    Worb hat in diesem Sommer wieder ein Open Air Kino. Beim Schulzentrum Worbboden werden vom 1. Juli bis 6. August an 26 Abenden zum Teil sehr bekannte Filme gezeigt. Organisatorin von Open Air Kino Worb ist die Ostermundiger Event-Firma Musicservice CPM AG in Zusammenarbeit mit dem Kino Worb.

    Musicservice ist seit 1999 Veranstalterin des erfolgreichen sommerlichen Open Air Kino Murten. Musicservice-Geschäftsführer Roland Röthlisberger: «Die Verhandlungen mit Gemeindebehörden und Worbboden-Schulleitung zeigen uns, dass wir mit dem Freiluft-Kino in Worb mit offenen Armen empfangen werden.»

    Das Open Air Kino Worb präsentiert vom 1. Juli bis 6. August jeweils von Dienstag bis Samstag Abend 26 Filme. Viele der gezeigten Streifen sind sehr bekannt, zum Beispiel «Bienvenue chez les Ch’tis», «Mamma Mia!», «Birdwatchers», «Nordwand», «Australia», «Ice Age 3», «Die Standesbeamtin» und «Harry Potter 6».

    Bereits von 2001 bis 2005 hatte es in Worb ein Open-Air-Kino gegeben. Damals hatte die Worber Brauerei Egger die Filmnächte organisiert. Unbefriedigende Besucherzahlen und Wetterpech führten zur Einstellung der damaligen Filmnächte.

    Im kommenden Sommer ist das Open Air Kino nicht der einzige Worber Freiluft-Kulturevent. Auf dem Bärenplatz gelangt vom 12. August bis 26. September in 27 Vorstellungen der Filmklassiker «Klassezämekunft» als Freilichttheater zur Uraufführung.

    www.musicservice.ch
    www.open-air-kino.ch
    www.worb.ch

    15.5.09

    Bundeskunstsammlung

    Three leap seconds later: Ankäufe aus der Bundeskunstsammlung 1998 - 2008 im Kunsthaus Grenchen.

    Mit der Ausstellung Three leap seconds later (drei Schaltsekunden später) öffnet die Bundeskunstsammlung einen Teil ihrer Bestände für das Publikum. In Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Grenchen wurde eine Auswahl von Werken aus der Periode 1998 - 2008 zusammengestellt, die eine Rückschau auf die letzten zehn Jahre Schweizer Kunst gewährt. Die Vernissage findet am 16. Mai 2009 im Kunsthaus Grenchen statt.

    Three leap seconds later erfasst den Zeitraum mit Augenmerk auf die Relativität der vermeintlich präzisen Grösse «Zeit». Schaltsekunden machen darauf aufmerksam, dass unsere Zeitskala, die sich am Sonnenstand und der Erdrotation orientiert, nicht gleichförmig verläuft und letztlich nicht vollständig berechenbar ist. Um die Differenz zwischen universalem Zeitmass und jenem der Atomuhren auszugleichen, wurden zwischen 1998 und 2008 unserer Universalzeit drei Sekunden hinzu gefügt. Drei Sekunden einer nicht erlebten Zeit. Drei Sekunden theoretischer Stillstand. Drei Atempausen im Lauf der Dinge. Ein idealer Standpunkt, sich das variable und subjektive Erleben dieses Zeitraums anhand seiner Kunstproduktion vor Augen zu führen.

    Seit 1888 erwirbt der Bund regelmässig Arbeiten von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern nach Vorschlägen der Eidgenössischen Kunstkommission. Die Ankäufe verfolgen zwei Ziele: Die direkte Förderung Schweizer Kunstschaffender und den Aufbau einer repräsentativen Sammlung von Werken der jüngeren und aktuellen Schweizer Kunst. Mit ihrem breiten Spektrum, ihren Schwerpunkten, aber auch ihren Lücken dokumentiert die Bundeskunstsammlung auf einzigartige Weise die Schweizer Kunstgeschichte der letzten 150 Jahre und ihre Rezeption während dieser Zeitspanne.

    Zwar ist die Bundeskunstsammlung nicht öffentlich zugänglich, bedeutende Einzelwerke gelangen jedoch als Dauerleihgaben des Bundes in die Schweizer Kunst- bzw. Designmuseen oder werden im Rahmen von temporären Ausstellungen an Institutionen in der Schweiz und im Ausland ausgeliehen. Im Weiteren dienen die Bestände der Bundeskunstsammlung auch der künstlerischen Ausstattung repräsentativer Räume in Gebäuden der Bundesverwaltung im Inland sowie in Bauten der diplomatischen und konsularischen Vertretungen der Schweiz im Ausland.

    Das Kunsthaus Grenchen hat mit der Wiedereröffnung des neuen Annexbaus sowie den renovierten Räumlichkeiten des Altbaus im Mai 2008 in seinen langjährigen Bemühungen um das Sichtbarmachen von Kunst einen wichtigen Schritt getan. Neu stehen Wechselausstellungen zur zeitgenössischen Kunst und regelmässige Präsentationen der bedeutenden grafischen Sammlung der Stiftung Kunsthaus Grenchen auf dem Programm. Die Ausstellung der Bundeskunstsammlung vereint beide Anliegen des Hauses: eine Plattform für zeitgenössische Kunst und für verborgene Bestände zu sein. Das Kunsthaus Grenchen freut sich, dass die Bundeskunstsammlung der Einladung zu dieser Ausstellung gefolgt ist.

    Mit Werken von: Katia Bassanini, Marc Bauer, Sabina Baumann, Christoph Büchel, collectif_fact, Philippe Decrauzat, Sonja Feldmeier, Nicolas Fernandez, Franziska Furter, Vidya Gastaldon, Bob Gramsma, Michel Grillet, Fabrice Gygi, Eric Hattan, Hubbard / Birchler, Daniela Keiser, L / B, Lutz / Guggisberg, Claudio Moser, Gianni Motti, Claudia & Julia Müller, Markus Müller, Shahryar Nashat, Edit Oderbolz, Marco Poloni, Didier Rittener, Markus Schwander, Shirana Shahbazi, Gerda Steiner, Peter Stoffel, Studer / van den Berg, Ingrid Wildi.

    Kunsthaus Grenchen
    17. Mai bis 26. Juli 2009

    14.5.09

    Zweitagemarsch

    50. Schweizerischer Zweitagemarsch 2009 Bern-Belp
    Samstag, 16. Mai 09 - Sonntag, 17. Mai 09


    Die Marschstrecke führt am Samstag über den Belpberg Richtung Gerzensee im Gürbetal zurück nach Belp und am Sonntag Richtung Kehrsatz, durch das Gurtentäli nach Köniz zurück zum Start.

    Der Schweizerische Zweitagemarsch geht auf eine Initiative des früheren Militärdepartements zurück. Dieses hat die Durchführung des Anlasses Ende der 1950er-Jahre ausgeschrieben. Gemeldet hat sich der Unteroffiziersverein der Stadt Bern, der in den letzten fünfzig Jahren meist als Trägerverein fungierte. Zu Spitzenzeiten marschierten 12'000 Soldaten und Zivile mit – dieses jahr werden es voraussichtlich nur gerade 1500 sein.

    www.2tm.ch
    Events in Bern
    Bern Sport

    13.5.09

    Welterbeliste

    La Chaux-de-Fonds und Le Locle für die Aufnahme in die Welterbeliste empfohlen.

    Die beratende Fachkommission ICOMOS empfiehlt die Aufnahme der Stadtlandschaft Uhrenindustrie La Chaux-de-Fonds und Le Locle in die Liste des Welterbes. Die definitive Entscheidung wird durch das Welterbekomitee an der 33. Sitzung vom 22. bis 29. Juni 2009 in Sevilla getroffen.

    Der Internationale Rat für Denkmalpflege ICOMOS ist die beratende Fachkommission der UNESCO für das Kultur- und Naturerbe der Welt. In seinem Evaluationsbericht zur Kandidatur der beiden Uhrmacherstädte bestätigt der ICOMOS den besonderen universellen Wert der beiden Uhrmacherstädte im Neuenburger Jura und empfiehlt deren Aufnahme in die Welterbeliste.

    Das Welterbekomitee trifft die definitive Entscheidung an seiner 33. Sitzung, die vom 22. bis 29. Juni 2009 in Sevilla, Spanien stattfindet. Das Welterbekomitee ist das Entscheidungsgremium für die Aufnahme in die Welterbeliste. Es besteht aus 21 der 186 Mitgliedstaaten der Welterbekonvention. Die Schweizer Delegation wird zusammen mit Vertretern der beiden Städte in beobachtender Funktion an der Sitzung teilnehmen.

    Der ICOMOS empfiehlt weiter, die Kandidatur «Architektonisches und urbanistisches Werk von Le Corbusier», das von Argentinien, Deutschland, Belgien, Japan und der Schweiz unter der Federführung Frankreichs eingereicht wird, zu «verschieben»: Das Dossier muss möglicherweise überarbeitet werden.

    Bisherige Schweizer Stätten in der UNESCO-Welterbeliste:
    1983 - Altstadt von Bern (Weltkulturerbe)
    1983 - Kloster St. Johann Müstair (Weltkulturerbe)
    1983 - Stiftsbibliothek und Stiftsbezirk St. Gallen
    2000 - Burgen von Bellinzona (Weltkulturerbe)
    2001 - Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn (Naturwelterbe)
    2003 - Monte San Giorgio (Naturwelterbe)
    2007 - Weinbaugebiet Lavaux (Weltkulturerbe)
    1979 - Schweizer Nationalpark (Biosphärenreservat)
    2001 - Entlebuch (Biosphärenreservat)
    Unesco Weltkulturerbe in der Schweiz
    www.icomos.ch
    Weltkulturerbe (Wikipedia)

    Bern Luftaufnahme

    12.5.09

    Maurice E. Mueller

    Maurice E. Müller, Gründer des Zentrum Paul Klee, ist im 92. Lebensjahr verstorben.

    Wir haben die schmerzliche Pflicht, Ihnen die Nachricht vom Hinschied von Herrn Professor Dr. med. Dr. h.c. mult. Maurice E. Müller, Gründer des Zentrum Paul Klee, Chirurg des Jahrhunderts und Ehrenbürger der Stadt Bern, zu übermitteln. Er ist am vergangenen Sonntag, 10. Mai 2009, in seinem 92. Lebensjahr im Kreise seiner Familie verstorben.

    Professor Maurice E. Müller und seiner im Jahr 2007 verstorbenen Gattin, Martha Müller-Lüthi, ist es zu verdanken, dass in Bern ein Paul Klee gewidmetes Kulturzentrum von internationaler Ausstrahlung realisiert werden konnte. Professor Maurice E. Müller war eine visionäre Jahrhundertpersönlichkeit. Er hat seine vielfältigen Begabungen in allererster Linie in den Dienst der Gesellschaft gestellt. Das Zentrum Paul Klee ist seinem grossartigen Vordenker und Gründer zu tiefem Dank verpflichtet und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

    Nicht nur als Kunstmäzen hat er für Bern und die Welt Einmaliges geschaffen, sondern auch als Arzt und orthopädischer Chirurg. Für seine Leistungen im Bereich der Medizin wurde ihm der Titel des «Chirurgen des Jahrhunderts» verliehen. Es ist unmöglich, alle Verdienste von Professor Maurice E. Müller an dieser Stelle zu erwähnen, geschweige denn zu würdigen. Der wichtigste Antrieb für sein unermüdliches Engagement in allen Disziplinen war aber immer derselbe: der Dienst am Menschen. Dafür gebühren ihm – gerade in unserer Zeit – herzlicher Dank und grösste Hochachtung.

    Mit dem Tod von Professor Maurice E. Müller geht eine Aera zu Ende.

    www.paulkleezentrum.ch
    Maurice Edmond Müller (Wikipedia)

    11.5.09

    Essen & Trinken

    Essen & Trinken in der Schweiz

    Den Röstigraben überqueren

    Die Schweizer Küche ist von regionalen Unterschieden und Einflüssen der französischen, italienischen und deutschen Küche geprägt. In dem rauen Alpenklima schätzt man ein eher deftiges Essen und dafür gibt’s dann auch gleich einen schönen Ausdruck: währschaft. Ein enorm währschaftes Gericht ist etwa die Berner Platte, bei der verschiedene, zum Teil geräucherte Fleisch- und Wurtsorten mit Sauerkraut, Kartoffeln, Rüben oder Dörrbohnen gekocht und aufgeschnitten auf einer Platte serviert werden. Ein typisches Winter- oder Frühjahrsessen, weil ohne Frischgemüse oder -fleisch, das der Legende nach im März 1798 entstand. Als die Franzosen Bern erobert hatten, bereiteten die Frauen eines Dorfes in der Nähe gemeinsam die Berner Platte zu, um die aus dem Feld zurückkehrenden Männer willkommen zu heissen.

    Wenn man über die Schweizer Küche spricht, darf man natürlich die (ja, es heisst die) Rösti nicht vergessen. Die Rösti wird «Rööhschti» ausgesprochen und ist eine Art Kartoffelpuffer aus geriebenen oder geraspelten Kartoffeln, der aber ohne Ei oder Mehl zubereitet und nach Geschmack mit diversen Zutaten von Speck, Zwiebeln und Gemüse bis zu Kräutern oder Äpfeln angereichert wird. Mit Käse überbacken wird daraus die Berner Rösti. Was heute im Ausland als Schweizer Nationalgericht gilt, stammt ursprünglich aus der Deutschschweiz. Wenn es um Konflikte nicht nur kulinarischer Art zwischen der deutschsprachigen und der französischsprachigen Schweiz geht, spricht man daher vom «Röstigraben» als Trennlinie zwischen den Landesteilen.

    Was in anderen Ländern als Quiche oder Pie bekannt ist, heisst in der Schweiz Wähe, Kuchen, Dünne, Fladen oder Gâteau (es ist eben ein vielsprachiges Land …): ein ausgerollter Mürbeteig auf dem Blech oder in einer Backform, der mit Gemüse, Speck und ähnlichem belegt und mit einer Mischung aus Eier und Sahne oder Milch begossen wird. Auch süsse, also mit Obst belegte Wähen usw. gibt es. Aber aufpassen, wenn ihr Käsekuchen bestellt – wenn es sich um eine Käsewähe handelt, passt das vielleicht schlecht zum Nachmittagskaffee. Daher solltet ihr für die Süssspeise Käsekuchen lieber das Wort Quarktorte verwenden.

    Gschwellti mit Käse

    Apropos Käse, der spielt in der Schweiz natürlich eine grosse Rolle, und zwar in allen möglichen Formen und Geschmacksrichtungen. Produziert wird er überwiegend aus der Milch der mindestens ebenso bekannten Schweizer Kühe (deren Kuhglocken nicht umsonst auch in der Fankurve Verwendung finden). Vom Gruyère über den löchrigen Emmentaler zum würzigen Appenzellerkäse tragen viele Sorten ihren Herstellungsort im Namen. Historische Erwähnung findet der «Caseus Helveticus», also der Schweizer Käse, erstmals im 1. Jahrhundert in den Aufzeichnungen des römischen Historikers Plinius des Älteren. Ganz so lang ist selbst der bestgelagerte Käse nicht haltbar. Warum auch, schliesslich kann man ihn für so leckere Dinge wie Käsefondue und Raclette verwenden – zwei weitere Exportschlager der Schweiz, die sich auch bei uns grosser Beliebtheit erfreuen.

    Das Käsefondue – genau genommen wird nicht von Käsefondue gesprochen, denn ein Fondue ist immer ein Käsefondue – stammt aus der französischen Schweiz und besteht aus geschmolzenem Käse mit Weisswein und gegebenenfalls weiteren Zutaten wie Knoblauch, Pfeffer oder Kirschwasser. Zur Frage der richtigen Käsemischung gibt es fast ebenso viele Meinungen wie Käsesorten, einig ist man sich immerhin, dass Weissbrotstücke oder gekochte Kartoffelstücke hineingetunkt werden. Dazu gibt es den Alkohol, den man auch schon ins Fondue gekippt hat, oder auch schwarzen Tee. Zum Raclette – ursprünglich eine Walliser Spezialität – gibt es neben bzw. unter dem speziellen Raclettekäse traditionell Gschwellti (Pellkartoffeln) und saure Gurken, Essigzwiebeln oder Senffrüchte, in Senfsirup eingelegtes Obst. Allerdings: Fondue und Raclette essen die SchweizerInnen vor allem in den kalten Jahreszeiten. Wer im Sommer ein Fondue oder ein Raclette bestellt, muss ein Tourist sein …

    Wattwürmer zum Dessert!?

    Nähern wir uns langsam dem Thema Nachtisch und Süssspeisen, zum Beispiel mit der Aargauer Rüeblitorte, die aus einem saftigem Biskuitteig mit geriebenen Möhren und Mandeln und einer Puderzuckerglasur besteht. Eine weitere Tortenspezialität ist die Zuger Kirschtorte aus Schichten von Nussbaiser, Biskuitböden und Buttercremefüllung, die Kirsche kommt nicht als Frucht, sondern in alkoholischer Form zur Aromatisierung dazu.

    Bei Schweizer Leckereien kommen wir an der Schokolade natürlich nicht vorbei. Obwohl die Schweiz nie eigene Kolonien besass, aus denen sie Kakao günstig hätte importieren können, stieg sie zu einer der erfolgreichsten Schokoladennationen auf. 1697 gelangte die Schokolade aus Brüssel in die Schweiz und wurde lange Zeit misstrauisch beäugt, 1772 vom Zürcher Stadtrat sogar verboten und als «tugendhafte Menschen unpassend» gebrandmarkt, weil sie als Aphrodisiakum galt. Die Kunst der Schokoladeherstellung eignete man sich dann im Laufe der Zeit vor allem im Kontakt mit den italienischen «Cioccolatieri» an – und verfeinerte sie.

    Die Schweizer, in Person von Rodolphe Lindt, entwickelten das Conchieren, wodurch die Schokolade noch geschmacksintensiver wird und den zarten Schmelz bekommt. Diese Neuerung machte die Schweizer Schokolade so richtig berühmt. Heute wird die Schweizer Schokolade vorwiegend in Tafelform produziert, aber auch in der berühmten Toblerone-Dreiecksform. Sympathischerweise essen die Schweizerinnen und Schweizer den grössten Teil ihrer im Land produzierten Schokolade gleich selbst auf und liegen damit beim Schoki-pro-Kopf-Verbrauch mit rund 11 Kilo im Jahr ganz weit vorne.

    Aus dem Tessin, also der italienischen Schweiz, stammt eine Nachtischspezialität, die für Norddeutsche seltsame Assoziationen auslösen kann. Vermicelles werden aus Esskastanien oder wie es in der Schweiz heisst: Maroni zubereitet, die gekocht, gezuckert und durch eine Passiermühle gedrückt werden, sodass sie aussehen wie Spaghetti – oder wegen der bräunlich-schlammigen Farbe – Wattwürmer. Dazu gibt es Schlagsahne und Baiser. Die Maroni in nicht zerdrückter, sondern gerösteter Form gibt es im Winter übrigens auf der Strasse an Ständen zu kaufen – als Heissi Marroni.

    Trinken

    Auch Bier und Wein werden in der Schweiz getrunken und produziert, Weinreben wachsen aufgrund der schwierigen Anbaubedingungen in den Bergen allerdings nicht in rauen Mengen. Gerade nach währschaften Mahlzeiten erfreuen sich Obstbrände grosser Beliebtheit. Neben dem Kirschwasser, das, wie schon erwähnt, auch in Fondue und Torten Verwendung findet, ist da der Pflümli zu nennen.

    Die einfallsreichen Schweizer machen aus Milch nicht nur Käse und Schokolade, sondern auch eine Art Limonade: Das Nationalgetränk mit (Marken-)Namen Rivella besteht aus 35 % Milchserum mit Zusatz von Zucker, Kohlensäure, Kräutern und Fruchtextrakten, je nach Sorte. Ausserhalb der Schweiz ist Rivella eher wenig bekannt und auch selten erhältlich, innerhalb der Landesgrenzen steht es bei den nichtalkoholischen Getränken auf Platz zwei hinter dem amerikanischen Import Cola und ist auch nur geringfügig weniger süss. Was den Kaffeegeschmack angeht, hat sich der französische Einfluss stärker durchgesetzt als der deutsche: Statt Filterkaffee wurde in der Schweiz auch schon vor dem globalen Siegeszug der Coffeeshops Milchkaffee serviert. Dazu ein Stück feine Schweizer Schokolade und die Welt ist in bester Ordnung.

    Text: www.fanguide-em2008.de

    Von Ruedi gesalzen und gepfeffert
    kochen

    10.5.09

    Engehalbinsel

    Das älteste Bern: Kelten und Römer auf der Engehalbinsel.

    Auf der Engehalbinsel. In der heutigen Tiefenau wurde im Jahre 1849 ein spektakulärer Fund gemacht: Schwerter, Schmuck, Werkzeuge, Bestandteile von Wagen und Pferdegeschirr. Das alles gehörte keltischen Siedlern, die den Raum innerhalb der nördlichen Aareschleife schon vor mehr als 2'000 Jahren bewohnten. In römischer Zeit stand dort eine Kleinstadt, ein Vicus namens Brenodurum. Bis heute sichtbar sind ein kleines Amphitheater und ein städtisches Bad.

    Wo sich heute im lichten Wald der Engehalbinsel Spaziergänger und Jogger erholen, stand einst eine keltische und später eine römische Stadt. In der markanten Aareschlaufe entwickelte sich seit etwa 250 v. Chr. eines der frühen städtischen Zentren im Gebiet der heutigen Schweiz: Reste von Häusern, eine mächtige Befestigung sowie zahlreiche Gräber aus keltischer und römischer Zeit zeugen vom ältesten Bern. Ein 1984 gefundenes Zinktäfelchen nennt wohl den Namen: Brenodurum.

    Das keltische Oppidum war mit über 130 Herktaren Innenfläche eine der grossen Städte im keltischen Europa. Annähernd im Zentrum des von den Helvetiern bewohnten Gebietes zwischen Genfer- und Bodensee gelegen, muss es in ihrem politischen Gefüge zeitweise eine wichtige Rolle gespielt haben. Waffenopfer im Gebiet der Tiefenau zeugen von innerkeltischen Kämpfen im 2. Jahrhundert v. Chr. Eine mächtige Mauer riegelte im frühen 1. Jahrhundert v. Chr. die Engehalbinsel gegen Süden ab. Brenodurum verlor nach der Eroberung Galliens um 50 v. Chr. an überregionaler Bedeutung. Ein Heiligtum an der engsten und zugleich höchsten Stelle der Engehalbinsel mit Tempeln und Resten von Opfern am gleichen Platz wie das zentrale Heiligtum des keltischen Oppidums zeigt aber, dass die als Vicus zu bezeichnende Stadt in römischer Zeit noch immer Mittelpunkt einer helvetischen Region war. Handwerk und Handel boten die Lebensgrundlagen, und die Aare wurde als wichtiger Wasserweg genutzt.

    Gegen Ende des 3. Jahrhunderts verlieren sich die Siedlungsspuren auf der Engehalbinsel.

    Wie einige andere regionale Städte wurde Brenodurum nach den Unruhen und Kriegen jener Zeit offenbar verlassen. Der Übergang vom römischen Vicus zur mittelalterlichen Stadt Bern liegt im Dunkeln, aber Brenodurum war deren Vorgängerin.

    Die Berner Öffentlichkeit hat an einem Wochenende des «offenen Denkmals» auf der Engehalbinsel im September 2009 die Gelegenheit, bei Führungen das Siedlungsareal und die noch sichtbaren Denkmäler kennen zu lernen. Eine Posterschau auf der Engehalbinsel wird die Geschichte der Ausgrabungen und Resultate der bisherigen Forschungen zeigen. An den beiden Aktionstagen werden ausgewählte archäologische Funde und Skelette aus keltischen Gräbern von der Engehalbinsel gezeigt und geophysikalische Bodenuntersuchungen erläutert. Dafür arbeitet das Institut für Ur- und Frühgeschichte mit dem Institut für Medizingeschichte (Anthropologie) und mit dem Institut für Archäologie (geophysikalische Messungen) der Universität Bern zusammen. Experimentelle Archäologie wird das damalige Leben mit Hilfe archäologischer Quellen näher beleuchten.

    Der Archäologische Dienst des Kantons Bern eröffnet zur gleichen Zeit auf der Engehalbinsel einen neuen Rundgang, das Bernische Historische Museum zeigt im Jahr 2009 eine grosse Ausstellung über Keltische Kunst, und der Berner Zirkel für Ur- und Frühgeschichte bietet in Vorträgen Hintergrundinformationen zu dieser Sonderausstellung
    an.

    Wenn Sie die Ausgrabungen vor Ort bestaunen möchten, dann besuchen Sie die Ausstellung auf der Engehalbinsel. Sie erfahren dort, mit welchen Arbeitsmethoden die Archäologinnen und Archäologen der Universität Bern heute die Geschichte aus dem Boden erforschen.

    19. September 2009, von 10.00 bis 17.00 Uhr
    20. September 2009, von 13.30 bis 16.30 Uhr

    Stefanie Martin-Kilcher
    Institut für Ur- und Frühgeschichte & Archäologie der Römischen Provinzen, Projektleiterin «Berns frühe Zeit»
    www.sfu.unibe.ch

    www.be.ch/archaeologie
    Bern, Engehalbinsel, Römerbad
    Engehalbinsel (Wikipedia)

    9.5.09

    100 Jahre Casino

    Hundert Jahre Schicksalsgemeinschaft.

    Die Burgergemeinde Bern, Besitzerin des Kultur-Casinos, feiert mit einem Konzert des Symphonieorchesters und einem historischen Festtagsmenü den 100. Geburtstag ihres Gesellschaftshauses.

    Kein anderes Gebäude in der Stadt Bern hat wohl eine so bewegte Geschichte, und kein anderes Gebäude wird so vielfältig genutzt wie das Berner Kultur-Casino. Es ist Ort öffentlicher und privater Anlässe, von Ausstellungen, Banketten und Konzerten, Gastronomiebetrieb und Tagungsgebäude der Burgergemeinde. Im Burgerratssaal findet sechsmal jährlich die Sitzung des Grossen Burgerrats sowie zweimal jährlich die Burgergemeinde-Abstimmung statt. Das Kultur-Casino ist Arbeits- und Aufführungsort des Berner Symphonieorchesters – mit seinen hundert Musikerinnen und Musikern eines der grössten Ensembles der Schweiz. In den Solistenzimmern, die mit Videoanlage zum Konzertsaal verbunden sind, bereiten sich die Profimusiker auf ihre Einsätze vor. Die Bläser- und Streicherzimmer werden auch für den Musikunterricht genutzt.

    698 Anlässe waren es im letzten Jahr, darunter 195 Konzert- und Stadttheater-Proben, 127 Kongresse, Tagungen, Jubiläumsfeiern und Modeschauen, 112 Konzerte.

    Burger und Verwalter Berthoud

    Daniel Berthoud verwaltet seit 20 Jahren Räume, Termine und Betrieb des Casinos. Wiederkehrende Anlässe, etwa 70 an der Zahl, und sämtliche Orchester- und Probentermine werden bis zu drei Jahre im Voraus gebucht. Berthoud und seine Mitarbeitenden sorgen für reibungslose Abläufe. Als Verantwortlicher geht er erst nach Hause, wenn der Durchführung nichts mehr im Wege steht: «Ich verlasse das Haus in der Regel erst nach Beginn eines Anlasses», sagt er. Seiner Arbeitgeberin, der Burgergemeinde, Eigentümerin des Casinos, ist er auch als Präsident der Gesellschaft zu Mittellöwen verbunden.

    Weder Ansprachen noch Gala-Diner und Feuerwerk sollten das Jubiläum prägen, sondern ein Konzert für die Bevölkerung, schreibt der Präsident der Burgergemeinde, Franz von Graffenried, in der Festbroschüre. Nebst dem Restaurant lebt das Casino vom Konzertbetrieb. Konzertsaal und Symphonieorchester bilden laut von Graffenried eine Schicksalsgemeinschaft. Chefdirigent Andrey Boreyko, die Solisten Alexis Vincent an der Violine und Philippe Laubscher an der Orgel werden morgen Samstag mit den Mitgliedern des Symphonieorchesters ab 19.30 Uhr wohl eines ihrer besten Heimspiele geben. Der grosse Saal mit 1350 Plätzen ist ausgebucht. Das Orchester der Bundesstadt selbst kann auf eine 130-jährige Tätigkeit zurückblicken.

    Die Folgen des Burgersturms

    Autorin Charlotte König-von Dach fasste die Geschichte im Buch «Das Casino der Stadt Bern – vom Barfüsserkloster zum Gesellschafts- und Konzerthaus» zusammen. Es erschien zum 75-Jahre-Jubiläum. Die Institution Casino ist das Ergebnis einer für die Burgergemeinde schmerzhaften Zangengeburt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stellten radikale Freisinnige den Bestand der Burgergemeinde als Körperschaft infrage. Die Reformer, unter ihnen auch zahlreiche Leute aus burgerlichen Reihen, forderten im Zuge des Burgersturms die Verschmelzung von Burger- und Einwohnergemeinde unter Liquidierung des burgerlichen Vermögens. Die Burgergemeinde überlebte den Angriff durch Abschaffung des sogenannten Burgernutzens, der Gemeindedualismus aber blieb bestehen. Die Burger stellten in der Folge einen Teil ihres Vermögens und ihrer Ländereien für öffentliche Projekte zur Verfügung, zum Beispiel zur Förderung des Eisenbahnbaus sowie zum Bau diverser Museen. Ermöglicht wurden dadurch auch die Kornhausbrückenköpfe und der wegen Geldmangels und Standortstreitigkeiten über lange Zeit blockierte Bau des Kultur-Casinos. Nach komplizierten Verhandlungen wurde das Grundstück von Eigentumsrechten und Dienstbarkeiten befreit. Treibende Kraft war der damalige Burgergemeinde- und Burgerratspräsident Amédée von Muralt (1829–1909). Die Eröffnung seines Lebenswerks blieb ihm vergönnt.

    Das erste Casino hatte sich beim Bundesplatz befunden und wurde um 1890 abgebrochen, um dem Parlamentsgebäude Platz zu machen. Für das Nachfolgeprojekt am heutigen Standort hatte die Stadtbehörde 1900 einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. 35 Entwürfe wurden eingereicht, darunter jener des Berner Architekten Paul Lindt. Erst 1905 erhielt Lindt, der sich in der Bürogemeinschaft mit Max Hofmann verbunden hatte, den Zuschlag. Nach den Plänen Lindts und Hofmanns entstand in nur zweijähriger Bauzeit das 1,7 Millionen Franken teure Sandsteingebäude im spätbarocken Klassizismus. 1909 wurde es eröffnet. Es folgten zahlreiche Umbauten. Die Burgergemeinde investierte in den letzten 20 Jahren 34 Millionen Franken in die Erneuerung.

    www.derbund.ch Daniel Vonlanthen 09.05.2009
    www.kultur-casino.ch
    www.burgergemeindebern.ch

    8.5.09

    Wald 2050

    Klimawissen vor Ort

    Palmen im Mittelland? Das könnte Tatsache werden, falls es der Hanfpalme durch den klimabedingten Temperaturanstieg möglich wird, sich in unseren Breitengraden niederzulassen. Sie ist bereits heute vereinzelt im Tessin zu finden. Auch andere wärmeliebende exotische Pflanzen könnten bald in unseren Wäldern wachsen, wenn die Sommer heisser werden und die Niederschläge im Winter zunehmen. Dagegen gilt es für viele heimische Baumarten, sich an die neuen Verhältnisse anzupassen. Doch ist dies Fichten und Tannen, die vor allem in kühleren Regionen zu Hause sind, überhaupt möglich?

    Klima-Rundgänge im Kanton Bern

    Antworten auf diese und andere Fragen liefern die Exkursionen zum Thema «Wald und Klimawandel», welche die Universität Bern zusammen mit dem Amt für Wald im Mai und Juni 2009 organisiert. Botanikerinnen und Botaniker sowie lokale Forstspezialisten zeigen dabei, wie sich der Klimawandel schon heute bemerkbar macht, und wie sich der Wald bis 2050 entwickeln könnte. Die Rundgänge sind als leichte Wanderungen konzipiert und finden an acht verschiedenen Standorten im ganzen Kanton statt. Sie sind gratis und eine Anmeldung ist nicht nötig.

    Daten der Wald-Exkursionen:

    9. Mai und 5. Juni: Bern, Gurten
    18. (deutsch) und 25. Juni (französisch): Biel, Magglingen
    30. Mai und 7. Juni: Frutigen, Schlafegg
    31. Mai und 12. Juni: Gantrisch, Gäggersteg
    16. und 20. Mai: Heimberg, Hartlisberg
    14. Mai und 7. Juni: Interlaken, Kleiner Rugen
    15. und 16. Mai (französisch): La Neuveville
    18. und 20. Juni: Lyssach, Kernenried

    Wald-Exkursion auf dem Gurten

    Unterhalb des Gurtens befindet sich seit 2002 ein Kantonales Natur-Reservat. Seit dieser Zeit findet in diesem Waldstück keine Bewirtschaftung mehr statt, ausser den Sicherheitsmassnahmen entlang der Fusswege. Die natürliche Entwicklung des Waldes ist sichtbar. Auf der schattigen nordexponierten Seite dominierte früher ein Fichten-Tannenwald. Nun sterben die Fichten ab, Laubhölzer wie Rot-Buche, Gemeine Esche, Berg-Ahorn und Sommer-Linde nehmen ihren Platz ein. Unsere Rundwanderung führt uns auch auf die südexponierten Seite des Gurtens. Hier herrschen warme, trockene Verhältnisse vor und nebst der Buche dominiert die Wald-Föhre.

    Samstag, 9. Mai 2009, 10.00 bis 12.30 Uhr
    Freitag, 5. Juni 2009, 18.00 bis 20.30 Uhr

    www.175.unibe.ch

    7.5.09

    «Bern rollt»

    Gratis-Veloverleih: Zehn Jahre «Bern rollt»

    Der Gratis-Veloverleih «Bern rollt» startet heute in seine zehnte Saison. Die Problematik der Ausleihstandorte ist noch nicht definitiv gelöst.

    Im Mai 1999 nahm der Gratis-Veloverleih «Bern rollt» seinen Betrieb auf. Seither wurden fast 100 000 Fahrzeuge ausgeliehen – eine Erfolgsgeschichte. Das Angebot wird sowohl von Bernerinnen und Bernern als auch von Touristinnen und Touristen rege benutzt. Neben Velos verleiht «Bern rollt» auch Elektro-Bikes, Trottinettes und Skate-Boards.

    Die Hauptsaison dauert von Mai und Oktober. In dieser Periode ist «Bern rollt» jeweils in der Berner Innenstadt mit zwei Aussenstationen präsent, während in der Velostation Milchgässli ein attraktiver Ganzjahresbetrieb geführt wird. Die Präsenz auf Berns Gassen und Plätzen ist für den Erfolg des Projekts zentral, denn viele Passantinnen und Passanten entscheiden sich spontan, ein Fahrzeug auszuleihen.

    Standortprobleme

    Trotz grosser Beliebtheit ist die Standortproblematik von «Bern rollt» noch nicht definitiv gelöst. 1999 standen die ersten Stationen am Loeb-Egge und am Casinoplatz. Seither mussten sie wegen grossen Bauprojekten und Anlässen (Bahnhofplatz, Euro 2008) mehrmals verschoben werden. Am kommenden Donnerstag (7. Mai) kann vorerst nur die Station Zeughausgasse den Betrieb aufnehmen. Ab Juni wird auch der provisorische Standort Hirschengraben wieder in Betrieb genommen.

    Projekt zur sozialen Integration

    «Bern rollt» wurde ursprünglich als Beschäftigungsprogramm für erwerbslose Asylsuchende lanciert. Seit vier Jahren wird das Projekt vom Kompetenzzentrum Arbeit KA der Stadt Bern getragen und bietet zwanzig Einsatzplätze zur sozialen Integration von langzeitarbeitslosen Menschen.

    Gratis-Veloverleihe kennen auch die Städte Thun, Zürich, Neuenburg, Lausanne, Vevey, Genf und Sion. Die verschiedenen Projekte vermarkten sich gemeinsam unter der Dachmarke «Schweiz rollt».

    Ausleihmodalitäten Die Stationen von «Bern rollt» sind täglich von 7.30 bis 21.30 Uhr geöffnet. Wer ein Fahrzeug ausleiht, muss einen Ausweis und 20 Franken Depot hinterlegen. Die ersten vier Stunden sind gratis, jede weitere Stunde kostet 1 Franken. An schönen Tagen und für Gruppen empfiehlt sich eine Reservation.

    www.bernrollt.ch
    Reservationen: 079 277 28 57

    6.5.09

    Fotopreis

    Die zwei Fotopreise 2009 des Kantons Bern von je 15'000 Franken gehen an die Fotografin Nicole Hametner und den Fotografen Tobias Hitsch.

    Drei Anerkennungspreise von je 7'000 Franken erhalten zudem Bianca Dugaro, Alexander Jaquemet und Christoph Schütz. Die prämierten fünf Fotoserien sowie herausragende Fotografien von weiteren 18 Berner Fotografieschaffenden werden an der Ausstellung Fotopreis 2009 des Kantons Bern im Kornhausforum Bern präsentiert. Die Vernissage findet am 28. Mai 2009 statt.

    Der Fotopreis des Kantons Bern wird von der kantonalen Kunstkommission alle zwei Jahre öffentlich ausgeschrieben und die eingereichten Fotoserien werden anonymisiert juriert. Am Fotowettbewerb 2009 haben insgesamt 82 Berner Fotografie- und Kunstschaffende aus allen Arbeitsfeldern der Fotografie teilgenommen. Die Kunstkommission zeichnet fünf herausragende aktuelle Fotoserien mit den zwei Berner Fotopreisen 2009 und drei Anerkennungspreisen aus.

    Die Fotografin Nicole Hametner aus Bern (Jg. 1981) erhält den mit 15'000 Franken dotierten Fotopreis 2009 des Kantons Bern für ihre Fotoserie «Aster». Die Fotoserie wurde im November 2008 im Rahmen von Paris Photo präsentiert. Sie besteht aus Porträts, Stillleben und Raumblicken in die Dunkelheit und oszilliert dabei stetig zwischen Aussensicht und Innenperspektive sowie zwischen realer Welt und Imagination. Die Motive der Fotografien wirken eindringlich und zugleich phantomhaft. Die Fotoserie besticht durch ihre grosse Kohärenz und ihre starke Aussagekraft.

    Den zweiten Berner Fotopreis 2009 von 15'000 Franken erhält der Fotograf Tobias Hitsch aus Bern (Jg. 1975) für seine Fotoserie «Gaza». Tobias Hitsch wirft einen hastigen, getriebenen und dennoch präzisen Blick auf den Alltag im Gazastreifen im Herbst 2008, wenige Tage vor dem Kriegsausbruch. In den spannungsvollen Bildern wird überall Gefahr und Gewalt spürbar. Die schnellen, teilweise groben Bildausschnitte zeigen ein schönes und trauriges Gaza in einer bis zum Zerreissen gespannten Lage und der angstvollen Erwartung einer ungewissen Zukunft.

    Drei weitere überzeugende Fotoserien werden von der kantonalen Kunstkommission zudem mit Anerkennungspreisen 2009 des Kantons Bern von je 7'000 Franken ausgezeichnet. Diese drei Anerkennungspreise gehen an die drei Fotografieschaffenden Bianca Dugaro aus Biel (Jg. 1979) für ihre Fotoserie «Abbilder», Alexander Jaquemet aus Erlach (Jg. 1978) für seine Fotoserie «Rabenland» sowie Christoph Schütz aus Fribourg (Jg. 1964) für seine Fotoserie «Nika».

    Die Fotoserien aller fünf Preisträgerinnen und Preisträger werden vom 29. Mai bis 21. Juni an der Ausstellung Fotopreis 2009 des Kantons Bern im Kornhausforum Bern gezeigt. Ebenfalls präsentiert werden ausgewählte Fotografien von weiteren 18 Berner Fotografieschaffenden, die auch am Fotowettbewerb 2009 teilgenommen und besonders überzeugt haben. Die Vernissage der Ausstellung mit der Preisübergabe findet am Donnerstag, 28. Mai 2009 um 18.30 Uhr statt.

    www.be.ch
    www.kornhausforum.ch
    Berner Museen
    Berner Galerien

    5.5.09

    Freilichtspiele Grenchen

    «Frömdi Herre – frömdi Dienschte»

    Die Freilichtspiele Grenchen, die seit 2003 im Zweijahreszyklus stattfinden, sind längst zum Sommergeheimtipp avanciert. Aussergewöhnlich ist nicht nur die einmalige Ambiance in einer grünen Oase der Stadt. Es werden stets Uraufführungen von Stücken der Autorin und Regisseurin Iris Minder gezeigt.

    So wurden 2003 «Die Eule», 2005 «Giigerain» und 2007 «Chräjeruef» im Park des Parktheaters erfolgreich aufgeführt. Ausgangspunkt für die Stücke sind jeweils historische Begebenheiten Grenchens. Dabei geht es der Autorin und Regisseurin nicht um historisierende Vergangenheitsverherrlichung. Sie weist auf wunde Punkte von damals hin, auf eine Problematik, die derzeit noch aktuell ist.

    So sind uns auch heute, wenn wir an Politik und Finanzmarkt denken, Begriffe wie Machtmissbrauch, Verantwortungslosigkeit, Ausnutzung, persönliche Bereicherung und arrogante Überheblichkeit nur allzu bekannt. Die Liebesgeschichte von Dursli und Babeli spielt in einer Zeit, in der Grenchen Landbesitz der Stadt Solothurn war. Einige Familien konnten sich in dieser Zeit des Söldnerwesens mit dem Verkauf von jungen Männern als Söldner an Frankreich einen grossen Reichtum anhäufen und sich barocke Häuser und Paläste bauen.

    Mit einem blinzelnden Auge und Humor wird in «Frömdi Herre – frömdi Dienschte» diese damalige Städtebeziehung beleuchtet… und man wird ab und zu an Gegenwärtiges erinnert. Aber – damals wie heute – die Liebe siegt, dort, wo man ihr eine Chance gibt.

    «Frömdi Herre – frömdi Dienschte» ist ein Singspiel. In den Rollen von Dursli und Babeli werden zwei Profis auftreten: Damian Meier (Solothurn) und Marie-Christine Banga (Hamburg).

    Der Musiker Silvan Bolle komponiert die Songs und die Musik und die Band besteht aus Silvan Bolle, Thomas Christ und Daniel Brand, alles professionelle Musiker. Profis werden auch beim Bühnenbild am Werk sein: der Schnottwiler Künstler Marc Reist und der Architekt Adrian Cslovjecsek. Sie alle werden das neue Stück der Regisseurin und Autorin Iris Minder umsetzen helfen.

    Das Freilichtspiel wird als Co-Produktion mit dem Kindertheater BLITZ durchgeführt werden.

    Es spielen in den Sprechrollen: Roland Favre, Maria Dobler, Stefanie Daumüller, Karl Amsler, Felisa del Rio, Köbi Schnurrenberger, Edi Fiechter, Christine Cslovjecsek, Rosmarie Schwab, Heidi Huggenberger, Jana Cslovjecsek, Yves Daumüller, Dominik Guenin, Aline Guenin, Esther Haudenschild, Lilian Jeannerat, Beat Jeannerat, Bea Corti. Als Statisten amtieren (Liste wird laufend ergänzt): Alice Pfister, Susanne Mc Dermott, Beat Peteut, Sandra Huggenberger.

    Die Spielerinnen und Spieler stammen aus dem ganzen Kanton Solothurn und teilweise aus dem Kanton Bern.

    Vorstellungen

    Freilichtspielplatz Eichholz Grenchen
    Beginn der Vorstellung: 20.30 Uhr
    Ende der Vorstellung: ca. 22.30 Uhr
    Uraufführung: Donnerstag 11. Juni 2009 um 20.30 Uhr

    Weitere Vorstellungen:
    Samstag 13. Juni 09
    Sonntag 14. Juni 09
    Freitag 19. Juni 09
    Samstag 20. Juni 09
    Sonntag 21. Juni 09
    Freitag 26. Juni 09
    Samstag 27. Juni 09
    Sonntag 28. Juni 09
    Mittwoch 1. Juli 09
    Freitag 3. Juli 09
    Sonntag 5. Juli 09
    Donnerstag 9. Juli 09
    Samstag 11. Juli 09

    www.freilichtspiele-grenchen.ch

    Freilichtspiele Grenchen

    4.5.09

    Hans Reinhart-Ring

    Hans Reinhart-Ring 2009 an Jean-Marc Stehlé.

    Der Szenograph und Schauspieler Jean-Marc Stehlé erhält den Hans Reinhart-Ring 2009. Diese höchste Auszeichnung im Theaterleben der Schweiz wird von der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur mit Unterstützung des Bundesamtes für Kultur (BAK) seit 1957 für hervorragende Verdienste um das Theater vergeben. Der 1941 in Genf geborene neue Ringträger ist in ganz Europa als ideenreicher und vielseitiger Bühnen- und Kostümbildner, aber auch als Ausstatter von Filmen und als Schauspieler anerkannt und geschätzt.

    Jean-Marc Stehlé hat seine Ausbildung an der Ecole des arts décoratifs in Genf gemacht. Seine erste Bühnenausstattung realisierte er 1963 für Armen Godels Inszenierung von Tschechows ,Sur la grand-route" an der Maison des jeunes et de la culture de Saint-Gervais im Rahmen des Atelier Don Sapristi. Seither ist Stehlé als Bühnen- und Kostümbildner, seit 1969 auch als Theater- und Filmschauspieler an unzähligen Bühnen in der Schweiz (u.a. Théâtre de Carouge, Comédie de Genève, Théâtre Municipal Lausanne, Grand Théâtre de Genève, Théâtre Vidy-Lausanne, Kléber-Méleau, Schauspielhaus Zürich), Frankreichs (u.a.Théâtre de la Ville Paris, TnB Rennes, Opéra Paris, Opéra Garnier, Vieux Colombier, Théâtre du Rond-Point), Deutschlands, Österreichs, Italiens und Finnlands tätig.

    Stehlés Wirken gilt sowohl dem Sprech- wie dem Musiktheater; insbesondere hat er mit Benno Besson, Zabou Breitmann und Matthias Langhoff sowie mit Charles Apothéloz, Roger Blin, Patrice Chéreau, Bruno Ganz, Philippe Mentha, Francis Reusser, Jean Michel Ribes, François Roussillon, Marco Sciacaluga, Coline Serreau, François Simon und Claude Stratz zusammengearbeitet. Nicht weniger als sechs Mal ist Stehlé für seine Bühnenbilder und Kostüme mit einem Molière geehrt worden - der höchsten Auszeichnung des französischen Theaters. Zwischen 1973 und 1977 verbrachte er einige Jahre als Schafzüchter in Chile.

    Die Auszeichnung wird Jean-Marc Stehlé am 16. Mai 2009 im Théâtre Vidy-Lausanne übergeben. Die öffentliche Ringfeier beginnt um 12 Uhr.

    Hans Reinhart-Ring (Wikipedia)

    3.5.09

    schweiz.bewegt

    Vom 5.-12. Mai 2009 findet in der ganzen Schweiz Sportwoche «schweiz.bewegt» statt.

    Ziel des Programms ist es, nachhaltig für mehr Bewegung der gesamten Bevölkerung zu sorgen. An diesem Breitensportanlass beteiligen sich auch 21 Gemeinden aus dem Kanton Bern. Der Start zur Sportwoche erfolgt am 5. Mai 2009 um 17 Uhr beim Stade de Suisse Wankdorf in Bern.

    Die Sportwoche «schweiz.bewegt» läuft unter dem Markenzeichen Coop Gemeinde-Duell. Während einer ganzen Woche stehen Gemeinden im Duell um Bewegungsstunden und -minuten. Bei den sportlichen Aktivitäten, die von den 21 Gemeinden (schweiz.bewegt) und ihren Vereinen organisiert werden, kann jung und alt auf den lokalen Parcours Bewegungszeit für ihre Gemeinde sammeln. Beim Gemeinde-Duell geht es auch darum, mehr Bewegungsminuten als die Duell-Gemeinde zu sammeln. Wer mehr Bewegungsminuten auf dem «schweiz.bewegt-Parcours» sammelt, gewinnt und darf den zuvor bestimmten Wetteinsatz einlösen. Für die Zeiterfassung und -übermittlung wird eine einfach zu handhabende, speziell entwickelte Software eingesetzt.

    2008 machten 25'000 mit

    2008 hat Swiss Athletics an 15 Orten ein Pilotprojekt «go for 5» lanciert. Am 5.5. nachmittags um 5 Uhr legten rund 25'000 Personen gemeinsam 5 Kilometer zu Fuss zurück. Im Jahr 2009 wird «go for 5» als Auftaktevent in das Coop Gemeinde Duell integriert. Gemeinden, die mitmachen, können ihre Bewegungswoche mit einem «go for 5»-Event lancieren. Ziel von «go for 5» ist es, bereits am ersten Tag des alljährlichen Bewegungsfestes möglichst viele Personen auf die Parcours zu bringen. Im Gegensatz zu 2008 wird beim «go for 5» Event die Bewegungszeit gemessen und nicht mehr die Anzahl Schritte.

    Gemeinde-Duell Bern – Langenthal

    Das «go for 5»-Event in Bern findet dieses Jahr am Dienstag 5. Mai 2009 beim Stade de Suisse in Bern statt. Der Start ist wie letztes Jahr um 17.00 Uhr. Im und um das Wankdorf-Center sind insgesamt fünf Kilometer zu absolvieren. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Der Kurs wird zu Fuss (keine Velos, Rollerblades, Kickboards oder Ähnliches) im Sporttenue oder in Strassenkleidern absolviert. Sämtliche TeilnehmerInnen erhalten vor dem Start (Startnummerausgabe ab 16.00) eine Startnummer. (Barcode auf Startnummer) Auf diese Weise kann ermittelt werden, welche Gemeinde beim Duell zwischen Bern und Langenthal mehr Bewegungsminuten gesammelt hat. Der Sieger wird mit Hilfe eines Quotienten (im Verhältnis zur Einwohnerzahl beider Gemeinden) ermittelt.

    www.schweizbewegt.ch
    Events
    Sport in Bern

    2.5.09

    WWF-Migros

    Migros und WWF gehen eine strategische Partnerschaft ein.

    Die Migros und der WWF erweitern ihre Zusammenarbeit und setzen sich gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung ein. Kooperationen bestehen bereits seit mehreren Jahren, unter anderem bei den WWF Groups zu den Themen «Wood», «Climate» und «Seafood». Neu sponsert die Migros exklusiv das Jugendprogramm des WWF.
    Mit der langfristig angelegten Zusammenarbeit leisten der WWF und die Migros einen gemeinsamen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung. Besonders wichtige Themen sind der Schutz von Klima, Wald und Meer sowie die Erhaltung der Artenvielfalt. «Die Migros setzt sich seit langem für die Umwelt ein. Wir freuen uns, dass sie jetzt vor allem in der Jugendarbeit ein Zeichen setzt und den WWF in seinem Bestreben für mehr Umweltbildung unterstützt», sagt Hans-Peter Fricker, CEO WWF Schweiz.

    Neu sponsort die Migros das Jugendprogramm des WWF. Dieses richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 17 Jahren. Der WWF publiziert altersspezifische Magazine und vermittelt damit spielerisch Wissen zu Tier und Natur. Für die ganz Kleinen gibt es eine Publikation mit Bildergeschichten und Bastelanleitungen. Schulkinder können an Ferienlagern teilnehmen und die Natur im Freien erleben. Ausserdem erhalten sie Informationen zu aktuellen WWF-Kampagnen und lernen, wie sie selber aktiv werden können – zum Beispiel mit einer Standaktion. «Wir sind stolz, dass wir einen Beitrag leisten, um die Jungen für den Umweltschutz zu begeistern. Denn von ihrer Einstellung hängt die Zukunft ab», erklärt Herbert Bolliger, CEO der Migros.

    Die Migros knüpft an ein bestehendes Engagement an: Seit 2001 ist sie Sponsorin des WWF-Pandamobils. Dabei handelt es sich um einen umgebauten Migros-Verkaufswagen, der mit Ausstellungen von Schulhaus zu Schulhaus unterwegs ist und den Kindern verschiedene Umweltthemen – in diesem Jahr sind es die Alpen – näherbringt.

    Im Rahmen der Partnerschaft wird die Migros das Angebot an Produkten mit einem ökologischen Mehrwert weiter ausbauen – wie zum Beispiel MSC-Fisch (aus nachhaltiger Fischerei) oder FSC-Möbel (Holz aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft). Der WWF und die Migros wollen die Konsumenten gemeinsam über nachhaltige Labels und das umweltbewusste Einkaufen und Verhalten informieren. Denn nur wenn die Konsumentinnen und Konsumenten wissen, welche Geräte zum Beispiel am wenigsten Strom verbrauchen, können sie einen bewussten Kaufentscheid treffen. Mit der fachlichen Unterstützung des WWF plant die Migros auch weitere ökologische Verbesserungen entlang der ganzen Wertschöpfungskette (Produktion, Einkauf, Verkauf, Logistik, Mobilität und Entsorgung).

    www.wwf.ch
    www.migros.ch

    1.5.09

    Owen Land

    Während der vergangenen Jahre hat sich die Kunsthalle Bern immer wieder der Präsentation von Film innerhalb des Ausstellungsraums gewidmet, wie zum Beispiel in den Ausstellungen von Knut Åsdam (2005), Pavel Büchler (2006) und Marine Hugonnier (2007), sowie der noch anstehenden Retrospektive von Deimantas Narkevičius (Herbst 2009).

    In dieser Tradition zeigt die Kunsthalle Bern nun die erste institutionelle Einzelausstellung des amerikanischen Künstlers und Filmemachers Owen Land (der früher unter dem Namen George Landow bekannt war). Als Assistent von Gregory Markopoulos und mit dem Beistand seines Mentors Stan Brakhage erlangte Land in den 60er und 70er Jahren schnell Bekanntheit innerhalb der Filmgemeinde. Seine Arbeiten zählen zu den ersten des strukturellen Films, und Lands Name ist neben dem von Filmemachern wie Michael Snow, Hollis Frampton und Paul Sharits mit diesem verbunden. Nach Filmhistoriker P. Adams Sitney hat Land «einige der radikalsten, superrealistischsten und eindringlichsten Bilder des Kinos geschaffen.» Land betont seine Ausbildung als Maler und seine Verbindung zum Abstrakten Expressionismus, wie sie zum Beispiel im Werk Film in Which There Appear Edge Lettering, Sprocket Holes, Dirt Particles, Etc., 1965-1966, augenscheinlich werden, das die physikalischen Bedingungen des Zelluloid-Films ausstellt. In seinen folgenden Arbeiten verband sich sein Lands visuelles Genie mit Wortspielen und narrativen Elementen. Der vom Schulungsfilm inspirierte Remedial Reading Comprehension (1970) verwendet und persifliert zugleich die Ästhetik von Werbung und Fernsehen. Daneben parodiert Land auch den Avantgarde- Film an sich, wie zum Beispiel in Wide Angel Saxon (1975).

    Mit Duchampesken Doppeldeutigkeiten, Wortspiel und Witz sind seine Filme urkomisch und räumen Land eine Sonderstellung im amerikanischen Avantgardefilm ein. No Sir, Orison! (1975) - der Titel ist ein Palindrom - zeigt einen Supermarktkunden, der eine Hymmne auf den freien Markt singt, um sich danach zwischen den Büchsen zum Gebet niederzuknien. Die Arbeit On the Marriage Broker Joke as Cited by Sigmund Freud in Wit and Its Relation to the Unconscious or Can the Avant-Garde Artist Be Wholed? von 1979, in welchem zwei Schauspieler im Pandakostüm einen strukturellen Film über die Marketingstrategien für japanische Salzpflaumen drehen, ist der bekannteste Film von Owen Land.

    Dreissig Jahre nach On the Marriage Broker Joke, seinem letzten fertiggestellten Film (wenn man von den kurzen Videos der 80er Jahre Noli Me Tangere and The Box Theory und dem unvollendeten Undesirables, 1999 absieht) zeigt die Kunsthalle Bern nun seinen neusten Film Dialogues (2007-2009), sowie einen lose Zusammenstellung von Lands früheren Filme. Dialogues besteht aus kurzen Episoden, in welchen Land mit einer gesunden Dosis Ironie und einer furchtlosen Haltung allen Schicklichkeiten gegenüber (seien sie politisch, sexuell, politisch oder filmisch) Themen wie Tantra, Theologie, Philosophie und Kunstkritik in der Form des Platonischen Dialogs behandelt.

    Nach eigener Aussage konzentriert sich Dialogues auf Ereignisse aus Lands Leben im Jahre 1985, als er nach einem Japanaufenthalt nach Los Angeles zurückkehrte. Es sei eine Zeit der Einkehr hinsichtlich seiner Beziehungen zu Frauen (und Stripperinnen) gewesen. Rückblenden führen in die für Land prägenden 60er Jahren, «als wir die Sexuelle Revolution gewannen.» Der Film enthält ausserdem Parodien auf andere Filme, darunter The Graduate (Die Reifeprüfung), Re Eye (genannt Craven Death Maven), sowie komplexe Anspielungen auf die Filme von Maya Deren, Kenneth Anger und Stan Brakhage.

    Die Ausstellung in der Kunsthalle Bern zeigt die Filme in weitgehend chronologischer Reihenfolge, erprobt jedoch auch Gegenüberstellungen, die auf affektive Weise funktionieren. Eine Gewichtung erfährt dabei die Installation selbst, welche die Möglichkeiten des Films erkundet, den Kunstraum einzunehmen und ausserhalb des Kinosaals die Beziehungen zwischen Körper und Bild, Raum und Zeit neu zu bestimmen.

    Biographie

    George Landow, der seinen Namen in den späten 70er Jahren in Owen Land änderte, wuchs in Connecticut, USA auf und studierte Zeichnung, Malerei, Skulptur und Industriedesign am Pratt Institute und der Art Student’s League of New York. Er beendete sein Studium mit dem Master of Fine Arts in Malerei an der New York Academy of Art. Danach studierte er Schauspiel und Improvisationstheater an der Goodman Drama School und bei Second City, Chicago. Er lernte Flamenco-Gitarre, Klavier und Komposition, Indianischen Gesang und Instrumentalmusik am Ali Akbar Kahn College of Music in San Rafael. Land hatte Lehraufträge am Art Institute of Chicago, der Northwestern University, dem San Francisco Art Institute und dem Art Center College of Design, Pasadena. Er gründete den experimentellen Theaterworkshop am Art Institute of Chicago, schrieb und führte Regie bei vielen Theaterstücken, wie zum Beispiel Mechanical Sensuality und Schwimmen mit Wimmen. Retrospektiven seiner Filme wurden am Edinburgh Film Festival, im American Museum of the Moving Image, dem Rotterdam International Film Festival, in der Tate Gallery und dem Whitney Museum of American Art gezeigt. 2004 war er in der Ausstellung Behind the facts. Interfunktionen 1968-1975 vertreten, die in der Fundació Joan Miró, Barcelona, der Fundação Serralves, Porto und im Fridericianum, Kassel zu sehen war.

    www.kunsthalle-bern.ch Owen Land 04.04. - 17.05.2009
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