Berner Tramway-Gesellschaft 1887
Bereits im Jahre 1887 wurde die aus privaten Aktionären bestehende Berner Tramway-Gesellschaft ein erstes Mal gegründet. Diese Betrieb ab 1890 Berns erste Tramlinie vom Bären-graben via Bahnhof zum Bremgartenfriedhof mit zehn exotisch anmutenden Drucklufttrams.1894 folgte die Linie II, die von Wabern via Eigerplatz und Bahnhof in die Länggasse führte. Der Betrieb auf der Linie II wurde mit 8 Dampftramlokomotiven und 12 vierachsigen Personenwagen sichergestellt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts projektierte die BTG noch die Linie III, die die erste elektrische Tramlinie in Bern werden sollte. Da 1900 die Meinung vorherrschte Strassenbahn-betriebe müssten der öffentlichen Hand gehören, wurde die BTG liquidiert und ihr Rollmaterial und ihre Anlagen gingen an die Stadt Bern über. Der Betrieb wurde in der Folge unter dem Namen Städtische Strassenbahn Bern (SSB) und später Städtische Verkehrsbetriebe Bern (SVB) weitergeführt. Berner Tramway-Gesellschaft heuteDie Berner Tramway-Gesellschaft wurde am 25. Oktober 2001 von BERNMOBIL, des Tramvereins Bern, einer Vielzahl von Kleinaktionären und von drei privaten Dampftramliebhabern in Form einer Aktien-gesellschaft neu gegründet. Die Gesellschaft betreibt seit Herbst 2002 erfolgreich das Dampftram in Bern. www.dampftram.ch
10 Jahre Foul-Fest
FOUL ist Fussball. Fussball in Bern. Nicht abhängig vom Schweizerischen Fussball Verband SFV sondern selber organisiert. Und das schon von Anfang an.Seit zehn Jahren organisiert der Verein FOUL – Alternative Fussball Liga Bern regelmässig eine Meisterschaft auf der Allmend. Zuerst waren es acht Mannschaften, welche bei FOUL mitmachten und im Jahre 2006 sind es nun bereits 16 Mannschaften, die bei FOUL mitspielen. Diese stammen alle aus der Stadt und Region Bern. Und mit dem Team TRAKTOR Biel haben wir sogar eine Mannschaft aus Biel in der Runde. Neben dem regulären Spielbetrieb findet FOUL aber auch neben dem Platz statt. Regelmässig wird FOUL-Fest organisiert. Diese stellen FUSSBALL ALLGEMEIN und FOUL in das Zentrum. Neben Mitarbeit der Team (Beispiel Plakate, Transparente, Bar…etc.) bekommen Bands und DJ’s aus dem Umkreis von FOUL (Spieler und Teams) eine Plattform für einen Auftritt. Mit grossem Erfolg fand im Jahre 2000 die letzte FOUL-Party in der Dampfzentrale in Bern statt. Neben Bands wie Supersexfly und Wurzel 5 gab es eine Modeshow aller Teamtrikots, eine Fotoausstellung und Fussball-Filme. Jedes Team stellte ein grosses Plakat mit ihrem Motto zur Verfügung, welches dem Abend einen würdigen Rahmen gab. Es ist eben seit dem letzten Fest schon eine Weile her und die Alternative- Ligisten wollen es endlich wieder heiss durchgeben! Es sind Konzerte mit verschiedenen Bands aus dem Umfeld von FOUL (Teamspieler, Teamfreunde, Zugewandte etc) geplant. Auch die DJ`s sind aus dem Umfeld der Alternative-Liga. www.foul.chEvents in Bern
Stadt Bern: Testament
In die Kompetenz des Erbschaftsamtes fallen die Aufnahme des Siegelungsprotokolls, die Eröffnung von Testamenten und die Sicherung von Nachlässen.Die Hauptaufgabe des Testamentsdienstes besteht aus der Eröffnung von Testamenten an die Erben und Legatnehmer. Im Weiteren stellt der Testamentsdienst erbrechtliche Bescheinigung (Erbenschein, Willensvollstreckerzeugnisse) aus. Testament deponierenJede Einwohnerin und jeder Einwohner der Stadt Bern kann zur sicheren Aufbewahrung ihr / sein Testament beim Testamentsdienst hinterlegen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Testamentsdienstes quittieren den Empfang des Testamentes und deponieren dieses im Tresor. Gegen Vorweisung des Empfangsscheines und eines amtlichen Ausweises kann der Verfasser oder die Verfasserin das Testament wieder abholen. Diese Dienstleistung der Stadt Bern ist kostenlos. Testament eröffnenSämtliche Testamente oder Schriftstücke, die als Testament angesehen werden können, sind im Todesfalle einer Person unverzüglich dem Testamentsdienst einzuliefern. Wer dies unterlässt, macht sich strafbar. Zur Eröffnung von Erbverträgen und Eheverträgen sind im Kanton Bern ausschliesslich Notarinnen und Notare zuständig. Der Testamentsdienst stellt die gesetzlichen Erben aufgrund von eingeholten Familienregisterauszügen der Zivilstandsämter fest und eröffnet den gesetzlichen und eingesetzten Erben und den Legatnehmerinnen und Legatnehmern das Testament der verstorbenen Person. Gesetzliche und eingesetzte Erben erhalten eine Kopie des ganzen Testamentes, Legatnehmerinnen und Legatnehmer erhalten nur den sie betreffenden Teil des Testamentes. Erbrechtliche BescheinigungenWeiter stellt der Testamentsdienst Erbenscheine aus, welche die Berechtigten legitimieren, über den Nachlass zu verfügen. Der Testamentsdienst ist jedoch zur Ausstellung von Erbenscheinen nur dann nach Gesetz berechtigt, wenn ein Testament zur Eröffnung gelangte, dagegen keine Einsprache erhoben worden ist, das Testament klar ist und dieses nicht der richterlichen Auslegung bedarf. Ebenso erhalten Berechtigte beim Testamentsdienst die Bescheinigung über die Nichteröffnung eines Testamentes. Das Willensvollstreckerzeugnis wird dem Willensvollstrecker oder der Willensvollstreckerin auf ausdrückliche Bestellung hin ausgestellt, sofern das Mandat nicht innert 14 Tagen seit Testamentseröffnung abgelehnt worden ist und keine Einsprache gegen die Willensvollstreckung hängig ist. Sämtliche erbrechtlichen Bescheinigungen können erst nach Ablauf der 30-tägigen Einsprachefrist ausgestellt werden. Kommt kein Testament zur Eröffnung, ist ausschliesslich eine bernische Notarin oder ein bernischer Notar zur Ausstellung einer Erbgangsbescheinigung berechtigt. www.bern.ch
Ausstellung russisch-schweizerischer diplomatischer Dokumente in Bern
In der Schweizerischen Landesbibliothek in Bern ist die Ausstellung «Russland - Schweiz: Diplomatische Dokumente» eröffnet worden.Sie wurde in Zusammenarbeit mit der SLB organisiert und zeigt Archivdokumente, welche die Geschichte der Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen Russland und der Schweiz seit dem 18. Jahrhundert bis in unsere Tage widerspiegeln. Zu sehen ist zum Beispiel der bis heute gültige russisch-schweizerische Vertrag über Sesshaftigkeit und Handel, der am 14. (26.) Dezember 1872 unterzeichnet worden war. «Diese Ausstellung ist ein Bestandteil der Feierlichkeiten im Jahr der Jubiläen. Wir haben bereits über 100 Veranstaltungen - Ausstellungen, Wirtschaftsseminare, Konzerte - in der Schweiz durchgeführt. Diese Ausstellung hier gibt uns die Möglichkeit einer Versenkung in unsere Geschichte - damit die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden», sagte Dmitri Tscherkaschin, russischer Botschafter in der Schweiz, bei der Eröffnung. 2006 begehen Russland und die Schweiz viele gemeinsame runde Daten: den 60. Jahrestag der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen, den 100. Jahrestag der diplomatischen Präsenz der Schweiz in Russland (Eröffnung eines Konsulates in Petersburg) sowie den 350. Geburtstag von Franz Lefort, einem der engsten Mitstreiter von Zar Peter dem Grossen. Zur Eröffnung der Ausstellung in Bern stellten sich bekannte Vertreter der kommerziellen und politischen Kreise der Schweiz ein, darunter der Ex-Abgeordnete des Nationalrates Ernst Mühlemann und der Ehrenkonsul Russlands in Liechtenstein Markus Büchel. Der russische Botschafter in der Schweiz in den Jahren 1992 - 1999 Andrej Stepanow präsentierte sein neues Buch: «Die Russen und die Schweizer. Aufzeichnungen eines Diplomaten». de.rian.ru 27.10.2006www.snl.admin.ch
PROGR im November 06
FR 03.11. ERÖFFNUNG «HABILLER LE PRÉSENT/DRESSING THE CONTEMPORARY» | SA 11.11. VERNISSAGE: ANNETTE SCHRÖTER «WILDWUCHS» | 13.–18.11. FILMPLAKAT LIVE GEMALT | DI 14.11. FILM: «THE IMPORTANCE OF BEING ELEGANT» | MI 15.11. dorkbot.swiss bern | SO 19.11. LITERARISCHER SALON | DI 21.11. TACHELES XXI Neue VolkskunstDer rote Faden im Novemberprogramm verläuft zwischen Volkskunst und Kunst aus aller Welt. In der Turnhalle ist ein vietnamesischer Plakatmaler zu Gast, der eine Filmszene des neuen Films «Mon frère se marie» von Jean-Stéphane Bron während einer Woche live auf eine riesige Plakatwand überträgt. So wird das zentrale Filmmotiv der Begegnung zwischen Schweizern und Vietnamesen auch in der Filmpromotion umgesetzt. Der Dresscode als Botschaft ist das Thema der Ausstellung «Habiller le Présent / Dressing the Contemporary» die im Rahmen des Afrique Noire Festivals des Schlachthauses entstanden ist. Modeschöpfer und KünstlerInnen aus Kongo, Madagaskar und Südafrika stellen sich vor. Performances und Gespräche ermöglichen auch hier eine direkte Tuchfühlung mit ihrer Alltagsrealität. Die Leipziger Künstlerin Annette Schröter beschäftigt sich seit langem mit Stoffmustern und Papierschnitttechniken, die an die tradierte Volkskunst erinnern, aber motivisch neu genutzt werden. Während ihrer Zeit als Gastkünstlerin im PROGR ist sie u.a. beim Unspunnenfest oder auf dem graffitiverzierten Reithalleareal auf Motivsuche gegangen. www.progr.ch 27.10.2006
Moonliner dreht eine Runde mehr
Am Sonntag um 3 Uhr werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt. Die Moonliner-Linien M1 bis M9 fahren diese Nacht, dank der gewonnenen Stunde, viermal statt dreimal.In der Nacht zum Sonntag ist es wieder soweit: Um 3 Uhr stellt die Schweiz auf 2 Uhr um. Für die meisten Leute ein (Schlaf-)geschenk von einer vollen Stunde. Wer sich zu dieser Zeit jedoch mitten im Nachtleben befindet, den dürften diese Zeilen interessieren: Die Moonliner-Linien M1 bis M9 fahren während dieser Nacht einmal mehr als gewohnt und offerieren vier Fahrten bis vor die Haustür. Ein «Wir holen dich da raus»-Kurs wird also zweimal gefahren: 1 Mal zur Sommerzeit (Bsp.: 2.30 Uhr), 1 Mal nach Umstellung zur Winterzeit (Bsp.: 2.30 Uhr). Dadurch wird eine Runde Moonliner mehr fällig. Uhrenumstellung als RoutineAuch die SBB sind von der Zeitumstellung betroffen. So werden in allen Bahnhöfen der Schweiz die Bahnhofsuhren zentral zurückgestellt. Für die SBB «ein Routineprozess». Regionalzüge sind während der Zeitumstellung ohne Zwischenstopp unterwegs. Sie verkehren bis zum Zielbahnhof nach Sommerfahrplan. Internationale Züge allerdings, werden in einem geeigneten Bahnhof für eine Stunde angehalten, bevor sie ihre Fahrt fahrplangemäss nach Winterzeit fortsetzen. In der Region Zürich sind zehn Nacht-S-Bahnen doppelt im Einsatz: einmal nach Sommerzeit und einmal nach Winterzeit, genau wie beim Moonliner. Moonliner-Abfahrten ab Bahnhof Bern (Loeb-Egge):Sommerzeit Winterzeit 1.15 Uhr 2.30 Uhr 3.45 Uhr = 2.45 Uhr 4.45 Uhr = 3.45 Uhr www.espace.ch 26.10.2006www.moonliner.ch
«Sentimentaler Aktienkauf»
Jetzt ist die Bevölkerung gefragt: Mit einerSpendenkampagne wollen Gemeinderätin Barbara Hayoz und Bern Tourismus eine Million Franken für den Bärenpark sammeln. Daneben läuft auch die Sponsorensuche weiter.Es geht wieder vorwärts in Sachen Bärenpark - nachdem man in der letzten Zeit das Gefühl gewinnen konnte, dass die Geldsuche für das 9,7-Millionen-Franken-Projekt ins Stocken geraten ist. Und so freute sich denn die zuständige Gemeinderätin Barbara Hayoz gestern vor den Medien auch, «nach langer Zeit wieder Neues berichten zu können». Letztmals konnte sie dies im Mai tun: Sie stellte die Mobiliar als 2,5 Millionen Franken beisteuernder «Presenting Partner» vor und gab bekannt, dass sich die Burgergemeinde mit 500000 Franken engagiert. «Wir starten durch»«Jetzt sind wir kurz davor, auf die Ziellinie einzubiegen», sagte Hayoz, «aber es braucht noch einen Effort.» Und zwar einen des Publikums: Weil in der Finanzierung momentan ein Loch von über 2 Millionen Franken klafft, wird das im Mai angekündigte «professionelle Fundraising» nun auf der Stufe «Klein- und Kleinstspenden» gestartet. Der Spendenwille sei gross, sagte Hayoz: «Schon jetzt gehen jede Woche ein, zwei Kleinspenden ein.» Der Bärenpark gehöre schliesslich der Bevölkerung: «Eine Spende ist wie ein sentimentaler Aktienkauf.» Darum ist Hayoz überzeugt, dass «wir durchstarten werden». Weil laut Hayoz in ihrer Direktion das Know-how dafür fehlt, führt Bern Tourismus die öffentliche Spendenkampagne durch. In einer Leistungsvereinbarung verpflichtet sich die Organisation, eine Million Franken zu sammeln. «Eine grosse Zahl»Markus Lergier, Direktor von Bern Tourismus, zeigte sich hocherfreut über diese Aufgabe: «Der Bärenpark ist eine einzigartige Sache: Eine Bärenfamilie, die mitten in der Stadt lebt, ihr Futter sucht, in der Aare badet - das gibt es nirgends sonst.» Lergier glaubt, dass der Park helfen kann, die Verweildauer der Touristen in Bern zu steigern. Etwas vorsichtiger als Hayoz und Lergier äusserte sich Sandra Schär, bei Bern Tourismus verantwortlich für die Kampagne: «Eine Million ist eine grosse Zahl.» Doch verschiedene Aktivitäten sollen helfen, den Batzen zusammenzukriegen. Eine erste Aktion hat bereits stattgefunden: Im Rahmen der Ausstellung Suisse Toy auf der BEA expo wurden Spielzeugbären verkauft, von deren Erlös je 10 Franken an den Bärenpark gehen. So kamen 4200 Franken zusammen. Als weitere mögliche Sammelevents nannte Schär etwa einen Ball, ein Golfturnier oder einen Sponsorenlauf. Noch zwei Partner gesuchtParallel zur Sammelaktion im Publikum bleibt Hayoz aktiv. Neben der Mobiliar als «Presenting Partner» sieht ihr Finanzierungskonzept vier «Partner», die sich mit mindestens 500 000 Franken engagieren, und beliebig viele Donatoren in zwei Kategorien (ab 100000 respektive 20000 Franken) vor. Bereits hätten sich zwei «Partner» verpflichtet, die noch nicht genannt sein wollen, sagte Hayoz. Des Weiteren konnte sie mit der Bäckerei Glatz und Feldschlössli die ersten Donatoren vermelden. Mit weiteren «Partnern» verhandle sie. Sollten diese sich für ein Engagement entscheiden und solte im Publikum eine Million zusammenkommen, wäre die letzte fehlende Million im Trockenen. Vorbehalten bleibt noch die Zustimmung des Grossen Rats zu den 2 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds. Laut Hayoz werde das Kantonsparlament im Frühjahr darüber befinden. www.bielertagblatt.ch Adrian Zurbriggen 25.10.2006Berner BärengrabenBern Tourismus
Saitenfestival der Hochschule der Künste Bern
Meisterkurse, Konzerte, Symposien, Vorträge, Ausstellungen, Wettbewerbe, Diskussionsrunden, Instrumentenwerkstätten, Filme, Diskothek im 2 und vieles mehr...Nein, so was hätte sich der ebenso findige wie musikalische Jäger vor 10'000 Jahren wirklich nicht träumen lassen, als er wegen dem Gezupfe am straff gespannten Pfeilbogen von seinen Zeitgenossen erst ausgelacht und dann beneidet wurde, weil er bei den Zeitgenossinnen mehr Chancen hatte. Aus diesem Gezupfe entstand ein paar Tausend Jahre später die wichtigste Instrumentengruppe. Der namentlich nicht bekannte Jäger des ausgehenden Paläolithikums war übrigens einer der ersten grossen Pazifisten der Menschheit, denn er verwandelte quasi Schwerter zu Pflugscharen bzw. den Pfeilbogen zum Zupfinstrument und später zum Streichbogen. Auf eine solch friedliche Vergangenheit kann keine andere Instrumentengruppe zurückblicken. Vom 18. bis am 25.11.2006 stellt der Fachbereich Musik der Hochschule der Künste Bern, ein Departement der Berner Fachhochschule, seine gesamten Lehr-, Konzert- und Forschungsaktivitäten unter das Thema dieser Instrumentengruppe: Saiten und Virtuosität stehen im Zentrum. Dozierende, Gastdozierende, Studierende und Gäste bilden ein enges Netzwerk, stellen ihre Arbeit zur Diskussion und die HKB öffnet ihre Tore nach aussen. Musik verschiedener Zeiten, Traditionen, Stile stehen selbstverständlich nebeneinander, ergänzen und befruchten sich – ganz so wie es die HKB in ihrer Hauptstrategie verfolgt: Grenzüberschreitung nicht als Spiel oder Mode, sondern als Prinzip! Die HKB kann im Bereich der Saiteninstrumente auf eine lange Tradition zurückblicken, haben doch hier während Jahren herausragende Solisten und Pädagogen wie Max Rostal, Igor Ozim, Siegfried Palm und viele andere gelehrt. An diese fruchtbare Tradition möchte der Fachbereich Musik der HKB anknüpfen, die heutigen Dozierenden im Bereich der Saiteninstrumente der HKB bekannter machen und einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen. Hier treten nicht nur die Dozierenden der Klassik auf, sondern auch die Dozierenden des Jazz. Darüber hinaus gibt es einen Blick über die Fächer der HKB in die arabische Musik, die Schweizer und osteuropäische Volksmusik, sowie in die fast vergessenen Saiteninstrumente des 16. und 17. Jahrhunderts. www.hkb.bfh.ch
Kino im Kunstmuseum
Anlässlich des 65. Geburtstages von Peter von Gunten widmet das Kino Kunstmuseum dem Berner Filmemacher eine Retrospektive.Peter von Gunten hat eine breite Palette an Kurz-, Dokumentar- und Spielfilmen gedreht und dabei den Film nicht bloss als ästhetisch-formales Ausdrucksmittel, sondern als Spiegel einer engagierten Denkweise verstanden und dabei immer auch nach dessen gesellschaftlicher Relevanz gefragt. Im Mittelpunkt von Von Guntens Werk steht immer der Mensch mit seinen Überzeugungen und seiner Würde. Im Spielfilmdebut Die Auslieferung (1974) dreht sich alles um die Figur des russischen Anarchisten Sergej Njetschajew, eines Weggenossen Bakunins, der wegen Beteiligung an einem politischen Mord in die Schweiz flüchtet und auf die in der Eidgenossenschaft grosszügig gehandhabte Asylpolitik setzt. Doch Njetschajew wird Opfer eines zwielichtigen Spiels zwischen dem zaristischen Russland und der Schweiz. Seine Auslieferung wird mit einem staatlichen Handelsvertrag aufgewogen. Kleine frieren auch im Sommer (1978) erzählt anhand einer vordergründigen Kriminalgeschichte, wie vier Jugendliche mit sich und der Umwelt im Clinch stehen und sich in einen selbstzerstörerischen Konflikt mit der Gesellschaft und deren Gesetzen verstricken. Um das Alleinsein nach einer zerbrochenen Ehe und die Suche nach einer neuen Identität drehen sich die beiden aufeinander folgenden Fernsehspiele: Bis ds Läbe üs scheidet (1981) erzählt von einer Ehefrau, die, bisher in vermeintlich glücklicher Ehe lebend, plötzlich allein mit sich und ihrer zwölfjährigen Tochter dasteht. Bis ds Läbe üs scheidet – Em Roger si Gschicht (1982/83) ist dagegen die Dokumentation der Leidensgeschichte eines Mannes nach der Trennung. Pestalozzis Berg (1988) ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Lukas Hartmann, wo ein zutiefst enttäuschter Pädagoge in Rückblenden sein Leben und Wirken reflektiert und sich im Glauben an seine Bestimmung und an die schöpferische Kraft seiner Tätigkeit von den Schuldgefühlen gegenüber seiner Frau und seinem Kind befreien kann. Im Dokumentarfilm They Teach Us How To Be Happy (1996) nimmt sich Peter von Gunten erneut der Asylpolitik an und zeigt am Beispiel von sudanesischen Flüchtlingsfamilien, wie komplex und beschwerlich der Weg für Menschen ist, die sich in der Schweiz einem Asylverfahren stellen. In seinem bisher letzten Dokumentarfilm Im Leben und über das Leben hinaus (2005) schliesslich thematisiert von Gunten die Geschichte der Täufer, die im eigenen Land zu Flüchtlingen geworden sind, und porträtiert heutige mennonitische Glaubensgemeinden in der Schweiz und in den USA. Hans Hodelwww.kinokunstmuseum.chVeranstaltungen in Bern
Zwiebelmarkt (Zibelemaerit)
Der «Zibelemärit» (Zwiebelmarkt) ist ein traditionelles Volksfest, das jeweils am vierten Montag im November stattfindet. Bauern aus der Umgebung von Bern bringen über 50 Tonnen Zwiebeln - in kunstvoll geflochtenen Zöpfen - und Knoblauch in die Bundesstadt. Bunte Marktstände mit Keramikgeschirr, Magenbrot, Gemüse und Andenken werden dem Besucher präsentiert. Nicht fehlen darf der Ausschank von Glühwein, um den winterlichen Temperaturen zu trotzen. Bereits frühmorgens herrscht Grossandrang in den Gassen und hunderte von Besuchern aus dem In- und Ausland strömen in die Stadt. An diesem Tag werden in den Gaststätten, Käse-, Zwiebelkuchen oder Zwiebelsuppe angeboten und verbreiten einen würzigen Duft. In den Strassen liefern sich jüngere Besucher Konfettischlachten und vergnügen sich auf dem Rummelplatz. Wie entstand die Tradition des Zibelemärits (Zwiebelmarkt)?Im 18. Jahrhundert verkauften Bäuerinnen ihr Gemüse unter anderem in Fribourg, Murten und Neuenburg. Um 1850 verkauften die Bäuerinnen an der vierzehntägigen Berner Martinimesse erstmals Zwiebeln, Endivien, Lauch und anderes Gemüse in Bern. Der Gemüsemarkt blühte rasch auf und stiess auf grosse Begeisterung. 1860 rühmten die Zeitungen, die Messe beginne nun mit einem «Zwiebelmarkt». Seither beginnt der Zwiebelmarkt bereits ab 5.00 Uhr morgens und ist es Volksfest für Jung und Alt. Der nächste Zibelemärit findet am 27. November 2006 statt.www.berninfo.comBern – ZibelemäritEvents - Veranstaltungen in Bern
Berner Liebhaberbuehne
Jedes Jahr in der letzten Oktoberwoche tritt die Berner Liebhaber Bühne vor Publikum und zeigt im Sternensaal in Bümpliz ihr neu einstudiertes Theaterstück. An vier Abenden und einem Sonntagnachmittag wird den Zuschauern, abseits von Alltagstress lockere, unbeschwerte Unterhaltung und ein bisschen heile Welt geboten. Je nach Anzahl Mitwirkender wird versucht ein zweites, kürzeres «Tournee»-Stück auf die Beine zu stellen. Dabei handelt es sich um ein 2 oder 3 Akter von ungefähr einer Stunde Spielzeit. Auftritte an Vereinsabenden von Jodlerklubs, Musikgesellschaften sowie an Geburtstagsfeiern, Firmenanlässen oder Alternachmittagen sind möglich. Gastspielorte sind Stadt und Kanton Bern, aber auch die Kantone Aargau, Solothurn und Baselland wurden 'heimgesucht'. www.blb-bern.ch
Schweizer Architektur, Grafik und Design
Mehr als nur schöner Schein: Das Berner Kornhausforum zeigt mit «Spielwitz und Klarheit» qualitativ hochwertige Arbeiten aus den letzten 50 Jahren.In Sachen Architektur, Grafik und Design ist die Schweiz ein erfreulicher Sonderfall. «Es ist noch keine Kunst, einfach einen schönen Gegenstand herzustellen», sagt Kurator Claude Lichtenstein. In der Idee des Artefaktes müsse etwas sein, das über den schönen Schein hinausweise, um auch noch Jahre nach seiner Entstehungszeit bestehen zu können. Um bei einem breiten Publikum ein Bewusstsein für diese schwer erklärbare Qualität zu schaffen, haben Lichtenstein und sein Team die 500 Quadratmeter Ausstellungsfläche mit vier Linien durchzogen und in Quadrate eingeteilt. Entlang der Linien werden die ausgewählten Objekte entweder als Original, Plan, Modell, Fotografie oder als Film inszeniert und zugleich in einen fliessenden Entwicklungszusammenhang gestellt. Die Quadrate enthalten die Epochen 50er-, 60er-Jahre und die Postmoderne ab den 70er-Jahren sowie die Gegenwart. Roter Faden dabei sei immer das Spannungsfeld des begrifflichen Gegensatzpaares «Spielwitz und Klarheit». «Spielwitz» brauche es, um eine einfache, aber gleichwohl originelle Lösung für ein Gestaltungsproblem zu finden - die Klarheit sei nötig, diese auch tatsächlich umsetzen zu können, sagte Lichtenstein weiter. Eindrücklich illustriert wird dies etwa mit der Textilfabrik von Danzeisen und Voser im sankt-gallischen Gossau Mitte der 50er-Jahre. Statt eine Halle mit den für den Lichteinlass üblichen dreieckigen Sheddächern zu bauen, schnitt Heinrich Danzeisen einen grossen Zylinder wie einen Cake in einzelne Stücke. Diese kippte er aneinander, um in den überlappenden Bögen das Licht in die Industriehalle hinabzuführen - und nahm damit einiges von Renzo Pianos Paul-Klee-Zentrum vorweg. Die komplexe Tragkonstruktion der Betonbänder verdankt sich wiederum gut schweizerischer Ingenieurkunst. Als weitere Beispiele für spielerischen Erfindungsgeist, präzise Umsetzung und hohe Funktionalität gelten die Brücken von Christian Menn, Grafiken von Max Bill, Stühle von Willy Guhl oder ein futuristisches, begehbares Büchergestell von Yves Netzhammer. Zu den drei Themen der Ausstellung veranstaltet das Berner Architekturforum ein Rahmenprogramm. Die Reihe wird von Martin Heller mit dem Vortrag «Stilfragen der Heimat» abgeschlossen. Bis 7. Januar 2007 http://www.zol.ch 19.10.2006 (sfd)www.kornhausforum.chMuseen in BernGalerien in Bern
QUEERSICHT Festival Bern
Das lesbisch-schwule Filmfestival QUEERSICHT feiert dieses Jahr sein 10jähriges Jubiläum und findet vom 9. bis 15. November in Bern statt. Ungefähr 30 nationale und internationale Produktionen aller Genres und aus vielen Ländern werden während der 7 Tage in verschiedenen Kinosälen in Bern gezeigt. Das QUEERSICHT Festival wurde 1997 gegründet. Die Wurzel reichen aber weit zurück. Die ersten schwul-lesbischen Filme wurden 1979 gezeigt. Schritt für Schritt haben InitiatorInnen es erreicht, ein Festival zu gründen, deren Ziele waren, die Gay Community in Bern zu stärken, Filme zu zeigen, die man sonst in der Schweiz nicht zu sehen bekam und das wahre Leben der Schwulen und Lesben fernab von allen Klischees zu zeigen. Dank den InitiatorInnen interessieren sich heute immer mehr Leuten für QUEERSICHT, auch Menschen, die nicht schwul oder lesbisch sind. www.queersicht.chgayCH
Tier–Mensch–Kommunikation
Sonderausstellung «haarsträubend» 20. Oktober 2006 bis 1. Juli 2007Kommunikation ist für Mensch und Tier eine unverzichtbare Grundlage des Lebens und bei beiden ein vielfältiges Phänomen mit überraschenden Formen. Für die Sonderausstellung «haarsträubend. Tier–Mensch–Kommunikation» haben sich das Museum für Kommunikation und das Naturhistorische Museum der Burgergemeinde Bern zusammengeschlossen. Gezeigt werden in den für diese Ausstellung miteinander verbundenen Häusern auf 1'200 m2 verschiedene Facetten der Kommunikation zwischen Mensch und Tier und unter Tieren. Die Sonderausstellung «haarsträubend. Tier–Mensch–Kommunikation» gibt auf 1'200 m² einen Einblick in das faszinierende Universum tierischer und menschlicher Kommunikation. Denn ohne Kommunikation funktioniert das Zusammenleben weder bei den Menschen noch den Tieren. Im Tierreich stehen viele Formen der Kommunikation zur Verfügung. Wenn Hyänen ihre Nackenhaare sträuben, Wölfe ihre Ohren anlegen, Wale singen und Glühwürmchen leuchten, dann sind diese Warn- und Lockzeichen für ihre Artgenossen eindeutige und lebenswichtige Botschaften. Kommunikation findet aber auch zwischen Angehörigen verschiedener Arten statt: zwischen Räuber und Beute oder Parasit und Wirt. Über diese Artengrenze hinweg verständigt sich auch der Mensch mit seinen Haustieren. «haarsträubend» geht dem Verhältnis von Mensch und Tier auf den Grund und zeigt auf, wie die beiden zusammen kommunizieren, aber auch wie Tiere sich untereinander verständigen. Für alle Sinne etwasDie neue Sonderausstellung, die vom 20. Oktober 2006 bis 1. Juli 2007 gezeigt wird, bietet dabei für alle Sinne etwas: Gezeigt werden Tierpräparate, aber auch lebende Tiere sowie Filme und Videos. Es gibt Duftstationen, einen akustischen Bereich mit Tierlauten, Taststationen und interaktive Präsentationen. Bewegungen, Formen, Farben, Düfte und Laute von Mensch und Tier stehen dabei im Zentrum. In insgesamt 26 Themenbereichen werden verschiedene Aspekte menschlicher und tierischer Kommunikation beleuchtet. Durch die Ausstellung führt ein Parcours mit 13 Stationen, an denen knifflige Fragen zur Tier–Mensch–Kommunikation zu beantworten sind. Die Grundlage von «haarsträubend» bilden drei Ausstellungen aus Deutschland, die im Museum für Kommunikation in Berlin, im Überseemuseum in Bremen und im Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg gezeigt worden sind. Für die Ausstellung in Bern wurden diese erstmals zusammengezogen und zusätzlich um neue Bereiche ergänzt. Zwei Museen – eine Ausstellung – ein EintrittsticketFür die Sonderausstellung «haarsträubend. Tier–Mensch–Kommunikation» haben sich das Museum für Kommunikation und das Naturhistorische Museum der Burgergemeinde Bern zusammengeschlossen und ihre jeweiligen Kernkompetenzen – Kommunikation und Tiere – eingebracht. Für die Dauer der Ausstellung, die nur in Bern zu sehen ist, sind die beiden Häuser durch einen «Tunnel» in Form einer Riesenraupe mit seitlichen Gucklöchern miteinander verbunden. So findet die gemeinsame Präsentation nahtlos im jeweils anderen Museum ihre Fortsetzung. Der Zugang zur Ausstellung ist von beiden Museen her möglich, ein gemeinsames Eintrittsticket vereinfacht den Zutritt. Die 26 Themenbereiche der Sonderausstellung «haarsträubend»
- Historische Entwicklung: vom Wolf zum Hund
- Tiere in den Medien: das Tier in Film und Fernsehen
- Kommunikation im Ameisenstaat: ein Ameisenvolk als kommunikatives «Staatsgebilde»
- Tiertherapien: Therapie mit Tieren und Therapie für Tiere
- Die Rechte der Tiere: vom Mittelalter bis in die Neuzeit
- Das Tier & wir: Alltägliches wie Familien- und Ortsnamen, Schilder, Produktbezeichnungen etc.
- Günter Grass und die Tiere: seine Bücher «Der Butt» und «Die Rättin» sowie seine Radierungen und Plastiken
- Depot der Tiere: 12 Tierstimmen zum Bestimmen am Präparat
- Walfisch-Jurte: filmische Dokumentation von Walgesängen
- Forschung am Wildtier: Löffelhund, Wildschwein, Affe und Gans
- Das Wildtier in der modernen Zivilisation: der Bär Bruno
- Dressierte Tiere: Eisbären im ehemaligen DDR-Staatszirkus
- Augen-Blicke: verschiedene Augenmasken veranschaulichen die Sehweisen einzelner Tiere
- Tarnen-Warnen: Kommunikation über Farben und Muster
- Formen und Farben: optische/visuelle Kommunikation
- Duftstationen: Bibergeil, Skunk, Wildschwein, Moschus und Reh
- Schweizer Kühe in Film und Werbung: Umgang mit Nutztieren und die Kuh als Label
- Begabte Tiere: sprechen, rechnen, malen, musizieren
- Mimese und Mimikri: Giftschlangen und Kuckuckseier
- Geheimcode im Dschungel: das Sumatra-Nashorn markiert seinen Wechsel im Wald mit Knoten
- Actio-Reactio-Jurte: Besucher lösen durch Aktionen bei den Tieren Reaktionen aus
- Stotting: Kommunikation zwischen Beutetier und Räuber
- Kommunikation zwischen den Arten: der Honiganzeiger weist dem Honigdachs den Weg zum Honig
- Kommunikation mittels Farbe: was Vögel mit ihren Farben mitteilen
- Tierische Farbbezeichnungen: krebsrot, mausgrau, lachsfarben etc.
- Tarnkünstler: Chamäleon und Plattfisch
www.mfk.chMuseen in Bern
Albrecht von Haller Jahr 2008
Albrecht von Haller (1708-1777) gilt als eine der wichtigen Gestalten der Aufklärung und einer der bedeutendsten Wissenschaftler der Schweiz. Zu seinem 300. Geburtstag wird er 2008 in seiner Geburtstadt Bern mit einem Jubliäumsjahr gewürdigt.Die Albrecht von Haller-Stiftung der Burgergemeinde Bern präsentierte ihre Pläne für das Jubiläumsjahr "Haller300", zusammen mit dem Historischen Museum, der Universität Bern sowie weiteren Partnern. Zum 300. Geburtstag des Universalgelehrten sollen von Haller und seine Zeit einem breiten Publikum mit einer Reihe von Veranstaltungen präsentiert werden. Die Aktivitäten sollen dabei "weit über die Bundesstadt hinausstrahlen", wie Stiftungsratspräsident Harald Wäber sagte. Im Historischen Museum Bern ist auf 1200 Quadratmetern eine Sonderausstellung geplant, die das Leben und Schaffen von Hallers im kulturhistorischen Kontext des 18. Jahrhunderts darstellt. Aufgezeigt werden soll unter anderem, welche Errungenschaften die moderne Medizin dem Berner Universalgelehrten verdankt. Hallers Leistungen auf dem Gebiet der Botanik werden mit einer Ausstellung im Botanischen Garten Bern gewürdigt. Der literarische Aspekt seines Schaffens soll mit einer Produktion im Stadttheater Bern gewürdigt werden. Dafür verantwortlich zeichnen die Schweizer Dramatiker Lukas Bärfuss und Christian Probst. Die Première ist für den 16. Oktober 2008 geplant, dem 300. Geburtstag von Hallers. Die Universität Bern veranstaltet 2008 zwei wissenschaftliche Kongresse, die ein besonderes Augenmerk auf die Figur des Gelehrten im 18. Jahrhundert werfen sollen. Eröffnet wird das Haller-Jahr im Rahmen der Berner Museumsnacht im März 2008. Die Eröffnung der Ausstellung im Historischen Museum ist für den 18. Oktober 2008 geplant. Hallers Stellung als Universalgelehrter gründet unter anderem auf seinen Leistungen als Begründer der experimentellen Physiologie und Erforscher der Pflanzenwelt. www.sda.ch 16.10.2006
Eindringliche Appelle zum Welternährungstag
Bundespräsident Moritz Leuenberger fordert entschlossenes Vorgehen gegen Hunger und Armut. Neben dem Engagement jedes Einzelnen brauche es ein internationales Netzwerk, um das Elend zu bekämpfen. In Bern wurde eine Allianz gegen den Hunger gegründet.«Tag für Tag sterben zehn Mal mehr Menschen an Unterernährung als beim Terroranschlag auf das World Trade Center», schreibt Leuenberger. Während reiche Nationen über Fettleibigkeit diskutierten, hungerten Millionen von Menschen. Dieses tägliche Elend finde in den Schlagzeilen kaum statt. Der Bundespräsident zeigte sich erfreut, dass viele Schweizerinnen und Schweizer regelmässig spendeten und Produkte aus fairem Handel bevorzugten: «Solch individuelles Engagement ist nötig und unverzichtbar.» Es brauche aber mehr. Denn gegen die Ursachen von Hunger und Armut könnten Einzelne nicht angehen. Damit der Hunger weltweit bekämpft werden könne, brauche es eine starke internationale Politik. Gemeinsam mit anderen Ländern setze sich die Schweiz in der UN gegen die Hauptursachen des Hungers in der Welt ein. Unter anderem mache sie sich für eine wirksame Klimapolitik und ökonomische Gerechtigkeit stark. Zudem vertrete die Schweiz mit anderen die Rechte auf Meinungsfreiheit und politische Mitsprache, was das friedliche Zusammenleben der Völker fördere. Ebenso wertvoll sei die Stimme der Schweiz wenn es um den Aufbau demokratischer Strukturen gehe. «Es braucht unsere Mitarbeit in einem internationalen Netzwerk, wo die Voraussetzungen für menschenwürdige Lebensbedingungen überall auf der Erde geschaffen werden», schloss Leuenberger. Mehr als 30 Organisationen sowie Persönlichkeiten aus der nationalen Politik gründeten am Samstag in Bern eine Allianz gegen den Hunger. Diese will Hilfswerke, Verbände und Unternehmungen vernetzen und einen Beitrag gegen die ungleiche Verteilung von Nahrungsmitteln leisten, wie es an der Gründungsfeier hiess. Präsidiert wird die Allianz von der scheidenden Zürcher CVP-Nationalrätin Rosmarie Zapfl. Der Aufruf zur Gründung solcher Allianzen stammt vom Welternährungsgipfel von 1996 der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO), an dem 184 Staats- und Regierungschefs der Erklärung von Rom zustimmten und sich dem Kampf gegen den Hunger verpflichteten. Die damaligen Versprechungen seien aus heutiger Sicht leere Worte, kritisierte die Schweizer Allianz. Weder der UN-Millenniumsgipfel im Jahr 2000 noch der FAO-Folgegipfel von 2002 hätten Fortschritte gebracht. Der Welternährungstag erinnert jedes Jahr am 16. Oktober an das Gründungsdatum der FAO, einer Sonderorganisation der UN. www.20min.ch 15.10.2006
Kundgebung in Bern gegen neues Asylgesetz
«Mit der Annahme des neuen Asyl- und Ausländergesetzes am 24. September ist Widerstand zur Pflicht grworden.» Unter diesem Motto haben am Samstag ein paar hundert Personen in Bern demonstriert.Die neuen Gesetze würden die Probleme nicht lösen, sondern verschärfen. Flüchtlinge würden in die Illegalität, Schwarzarbeit und Kleinkriminalität getrieben, hiess es auf Transparenten und Flugblättern. Um die Umzugsroute hatte es im Vorfeld eine Kontroverse gegeben. Nach einem Protestschwenker in die nicht genehmigte Spitalgasse wechselten die Demonstrierenden - darunter auch Vermummte - wieder auf den erlaubten Weg abseits der Hauptgassen. Hinter der Demonstration steht das Kollektiv «Kein Mensch ist illegal». www.baz.ch 14.10.2006
36. Berner Weinmesse eröffnet
Die 36. Berner Weinmesse ist am Freitag. 13. Oktober in den Räumen der BEA eröffnet worden. 44 Aussteller präsentieren rund 2’000 Weine, wie die Organisatoren mitteilten. Die Messe dauert bis zum 22. Oktober. Als Gastland bietet Portugal einen Überblick über seine 33 DOC-Gebiete. Auch Weine aus Österreich, Griechenland, Sardinien, Ungarn, Australien, Spanien und Argentinien sind zu entdecken. Die Weinfreunde sollen kulinarisch nicht zu kurz kommen. Die im emmentalischen beheimatete Vereinigung «Das Beste der Region» sorgt mit Wurst, Käse und Brot oder Züpfe für die passende Zugabe. www.bernerweinmesse.ch
Offener Brief an Novartis: NGOs fordern Rückzug der Klagen in Indien
In einem heute veröffentlichten Schreiben an Daniel Vasella, Präsident und Geschäftsführer von Novartis, fordern 22 im Gesundheitsbereich engagierte Organisationen und Persönlichkeiten den Pharmakonzern auf, ihre eingereichten Klagen gegen die Rückweisung eines Patentantrags in Indien sowie gegen das indische Patentrecht zurückzuziehen.Unterstützt wird der Protestbrief der Erklärung von Bern (EvB) unter anderem von der Krebsliga Schweiz, der Aidshilfe Schweiz, Médecins Sans Frontières Schweiz, Ruth Dreifuss und der Europäischen Krebsliga.* Nachdem der Patentantrag auf ein lebenswichtiges Medikament für die Behandlung von Krebs (Imatinib Mesylate - Glivec®/Gleevec®)** durch das indische Patentamt abgelehnt wurde, hat Novartis Klagen eingereicht, die nicht nur diese Rückweisung anfechten, sondern auch den Absatz 3 (d) des indischen Patentrechtes, auf welchem die Entscheidung basiert. Dieser Absatz verhindert, dass Patente auf schon existierende Stoffe erteilt werden, zum Beispiel für geringfügige Änderungen oder den neuen Gebrauch eines alten Stoffs. Novartis behauptet, dies widerspreche dem TRIPS-Abkommen der WTO. Tatsächlich ist dieser Absatz jedoch als eine der Möglichkeiten anerkannt, die ein Staat hat, um das TRIPS-Abkommen den Bedürfnissen seines öffentlichen Gesundheitswesens anzupassen. Die erste Anhörung fand im September statt. Die unterstützenden NGOs und Persönlichkeiten sind über die weit reichenden Folgen der von Novartis angestrebten Änderungen im indischen Patentrecht sehr beunruhigt. Denn damit würde der Zugang zu lebenswichtigen Generika (vor allem Medikamente gegen HIV/Aids) nicht nur in Indien, sondern auch in anderen Entwicklungsländern gefährdet. Indien ist im Moment die Hauptversorgungsquelle für billige Generika gegen HIV/Aids für Entwicklungsländer. Die Unterstützenden sind schockiert darüber, dass Novartis – fünf Jahre nach dem Ende des Prozesses, den der Schweizer Multi zusammen mit anderen Pharmakonzernen gegen die südafrikanische Regierung geführt hat – schon wieder dabei ist, den rechtlichen Spielraum eines Entwicklungslands einzuschränken, wenn es versucht, das TRIPS-Abkommen der WTO besser an seine Bedürfnisse im Rahmen der öffentlichen Gesundheit anzupassen. Für weitere Auskünfte: Julien Reinhard, EvB-Gesundheitsexperte, Tel. 021 620 03 06, Email reinhard@ladb.ch Für den offenen Brief: www.evb.ch/p25011417.htmlFür Hintergrundinformationen: www.evb.ch/p25011392.html* Dieser Brief wird von den folgenden Organisationen und Persönlichkeiten unterstützt: - Aids-Hilfe Schweiz - Aids-Hilfe beider Basel - Aids-Hilfe Bern - Bethleem Mission Immensee - CO-OPERAID - Erklärung von Bern - Europäische Krebsliga - Groupe sida Genève - Krebsliga Schweiz - Médecins Sans Frontières / Aerzte ohne Grenzen - Schweiz - medicuba - MIVA Schweiz - Pharmaciens Sans Frontières - Suisse - SID'Action (Lausanne) - SolidarMed-schweiz - Swiss Aids Care International - terre des hommes schweiz - terre des hommes suisse - Frau Ruth Dreifuss, Präsidentin der Kommission über die Rechte an geistigem Eigentum, Innovation und Gesundheitswesen, von der Weltgesundheitsorganization beauftragt - Frau Dr. Claudia Kessler Bodiang, Mitglied von aidfocus.ch - Frau Helena Zweifel, Koordinatorin von aidsfocus.ch - Herr Thomas Schwarz, Co-Geschäftsführer von Medicus Mundi Schweiz ** Imatinib Mesylate - Glivec®/Gleevec® ist ein sehr wichtiges Medikament, das für die Lebensverlängerung eines an Myeloid Leukemia (Blutkrebs) leidenden Patienten unerlässlich ist. Die Patienten müssen das Medikament lebenslänglich einnehmen, solange es keine andere Behandlung oder Kur gibt. Novartis verkauft Glivec® zu 1,44 Millionen (US$ 26'000) pro Patient pro Jahr. Die Generika des Medikaments sind auf dem indischen Markt für etwa 96'000 Rs. (US$ 2100) pro Patient und Jahr erhältlich. Eine indische Krebspatientengruppe hat beim indischen Patentamt Einspruch gegen den Patentantrag von Novartis für Imatinib Mesylate erhoben. Das indische Patentamt hat ihr im Januar 2006 Recht gegeben. 12.10.2006
Berner Einstein-Ausstellung legt Schlussspurt hin
Die Einstein-Ausstellung im Historischen Museum Bern geht in die letzte Woche. Um den Besucheransturm kurz vor Schluss zu bewältigen, werden die Öffnungszeiten verlängert.Am 13. und 14. Oktober werden Ausstellung und Erlebnispark bis 22 Uhr geöffnet sein, wie das Historische Museum Bern mitteilte. An den übrigen Tagen ist die Ausstellung von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Park bis 17 Uhr. Bis heute hat das Museum gegen 330 000 "Einstein"-Eintritte verkauft. Am 15. Oktober um 18 Uhr schliesst die Ausstellung ihre Tore. Ab Februar 2007 wird sie in konzentrierter From auf halber Fläche als Dauerausstellung im Museum zu sehen sein. www.zisch.ch 11.10.2006
Landesbibliothek heisst neu Schweizerische Nationalbibliothek
Die Landesbibliothek bekommt einen neuen Namen. Dem internationalen Gebrauch folgend heisst sie ab Januar 2007 «Schweizerische Nationalbibliothek». Elektronischen Publikationen will sie in Zukunft mehr Aufmerksamkeit schenken.Anders als bei den gedruckten Medien soll aber nicht alles, was in der Schweiz oder über die Schweiz publiziert wird, gesammmelt werden. «Das wäre viel zu viel», sagte Elena Balzardi, Leiterin der Sektion Sammlung in der Schweizerischen Landesbibliothek (SLB). Doch wo wird die Grenze gesetzt? Publikationen, die statt als Bücher auf CD-ROM oder DVD erscheinen, finden sicher Eingang in die elektronische Sammlung, die sogenannte «e-Helvetica». Aber wie sieht es mit dem Internet aus? Soweit wie die australische Nationalbibliothek will die SLB auf jeden Fall nicht gehen. Diese sammelt auch Porno-Seiten mit der Begründung, diese seien Ausdruck unserer Zeit. In ihrer präsentierten «Strategie 2007-2011» legt die SLB weiter fest, ein Kompetenzzentrum für Papierkonservierung aufzubauen. Ihre Kenntnisse in diesem Gebiet sollen künftig auch anderen Institutionen zur Verfügung stehen. Die Landesbibliothek bewahrt alle gesammelten Publikationen im Original auf. Weiter will sie ihre Angebote besser auf die Bedürfnisse ihrer hauptsächlichen Benutzer und Benutzerinnen - Studierende und Forschende - ausrichten. So sollen etwa in erster Linie jene Dokumente digitalisiert werden, die für die Nutzerinnen und Nutzer von hohem Interesse sind. Internationaler Usanz folgend, wird die Landesbibliothek ab kommendem Januar «Schweizerische Nationalbibliothek» heissen. Auf Französisch, Italienisch und Rätoromanisch heisst die Landesbibliothek schon heute Bibliothèque nationale suisse, Biblioteca nazionale svizzera respektive Biblioteca naziunala svizra. Eine Nationalbibliothek sammelt Publikationen ihres Landes, stellt sie der Öffentlichkeit zur Verfügung und bewahrt sie so auf, dass sie keinen Schaden nehmen. Die Schweizerische Landesbibliothek nimmt alle Publikationen, die nach der Gründung des Bundestaates 1848 entstanden sind, in ihre Sammlung auf. www.sda.ch 10.10.2006
Spatenstich für Neubau beim Historischen Museum in Bern
Baubeginn für den Neubau Kubus/Titan des Historischen Museums Bern: Der 25,8 Millionen Franken teure Bau soll im Oktober 2008 eröffnet werden. Die Eröffnungsausstellung ist dem Universalgelehrten Albrecht von Haller gewidmet.Mit dem Spatenstich für den Erweiterungsbau Kubus/Titan ging eine lange Planungsphase zu Ende, wie es in einer Medienmitteilung vom Montag heisst. Der erste Nachweis für die Raumnot des Historischen Museums und die benötigte Erweiterung findet sich bereits in den Akten der 1920-er Jahre. Seither wurden verschiedene Projekte geplant und wieder verworfen. Ein Geschenk von 2 Mio. Franken der Abegg-Stiftung brachte den Stein für einen Erweiterungsbau vor sechs Jahren wieder ins Rollen. Ein internationaler Architektenwettbewerb wurde ausgeschrieben. Das Siegerprojekt Kubus/Titan des Bieler Architekturbüros:mlzd überzeugte sowohl in städtebaulicher als auch in funktioneller Hinsicht. Das Raumprogramm umfasst einen 1000 Quadratmeter grossen Ausstellungssaal mit begehbarer Dachterrasse, Depotgeschosse und Büroräume für das Historische Museum sowie Büros und eine Bibliothek mit Lesesaal für das Stadtarchiv. An den Gesamtkosten von 25,8 Mio Franken beteiligen sich der Kanton und die Stadt Bern sowie die Burgergemeinde mit je 7,9 Mio Franken. Der Neubau eröffnet dem Museum neue Perspektiven. Nicht nur werden die neuen Depot- und Büroräume die Raumnot lindern, sondern der neue Wechselausstellungssaal mit modernster Klimatisation wird es dem Museum erlauben, regelmässig hochkarätige Sonderschauen durchzuführen, wie es weiter heisst. www.sda.ch 09.10.2006Museen in Bern
Zieht der Kanton mit der Uefa vor Gericht?
Steuern auf Champions-League-Prämien: Die Verhandlungen mit der Uefa sind gescheitert. Geht der Kanton nun vor Gericht?Der europäische Fussballverband (Uefa) in Nyon hat kürzlich Post von der Berner Steuerverwaltung erhalten. Inhalt: eine Verfügung gegen den Verband. «Wir verhandelten mehrmals mit der Uefa, es kam zu keiner Einigung. Jetzt gehen wir den formellen Weg», sagte Steuerverwalter Bruno Knüsel gegenüber der «SonntagsZeitung». Der Ursprung der Steuerforderung liegt ziemlich genau ein Jahr zurück. Es geht um Prämien, welche die Uefa nach den Siegen von Ajax Amsterdam und Arsenal gegen den FC Thun im Berner Stade de Suisse Wankdorf an die Fussballteams ausgeschüttet hatte. Jeweils 500000 Franken haben die beiden Mannschaften für ihre Champions-League-Siege in Bern erhalten; insgesamt geht es um Prämien in Höhe von einer Million Franken. Bruno Knüsel hatte schon länger angekündigt, dass der Kanton Bern keinesfalls auf die Steuern – es handelt sich dabei um einen sechsstelligen Betrag – verzichten wolle. Rechtsexperten der Uefa stellten sich bis anhin stets auf den Standpunkt, dass der Verband nicht die Spieler entlöhne, sondern das Geld an die Klubs zahle. Deshalb sei die Uefa nicht steuerpflichtig. Dem Verband bleibt bis Ende Oktober Zeit, die Verfügung anzufechten. Für Knüsel ist längst klar, dass die Berner Steuerverwaltung nicht nachgeben wird. Notfalls will er den Fall bis vor Bundesgericht ziehen, um einen Präzedenzfall zu erreichen. Möglichst vor 2008 – denn dann droht bei der Austragung der Euro-08-Spiele in Bern, Zürich, Genf und Basel erneut Ungemach mit der Uefa. Diese hat angekündigt, auch bei der Euro 08 keine Quellensteuer entrichten zu wollen. Das steht im krassen Gegensatz zur Schweizer Gesetzgebung. Diese gälte auch für die Euro 08, betonen die Fachleute im Departement von Sportminister Samuel Schmid. Es gäbe keine anders lautenden Abmachungen mit der Uefa – und von einer allfälligen Steuerbefreiung könne erst recht nicht die Rede sein. www.espace.ch Peter Jost 09.10.2006www.uefa.comEM 08
Peter von Gunten - Berner Filmpreis 2006
Der Berner Filmpreis 2006 geht an Peter von Gunten für sein Gesamtwerk. Der Preis ist mit 20000 Franken dotiert.Der Filmschaffende Peter von Gunten aus Bern wird für sein Gesamtwerk ausgezeichnet. Die Berner Filmförderung ehrt damit einen der wichtigsten Berner Filmemacher, der seit bald vierzig Jahren mit seinen Filmen immer wieder herausfordert, bewegt und provoziert. Peter von Gunten habe sein filmisches Schaffen konsequent entwickelt und sei dabei seinen Überzeugungen immer treu geblieben, stellt die Kommission für Foto und Film des Kantons Bern in ihrer Laudatio fest.. Weltoffen, kritisch und politisch engagiert stelle er die Gesellschaft zur Diskussion. Ohne Dogmen zu verkünden, rücke er Menschen am Rande der Gesellschaft oder der Welt ins Zentrum und rege zur kritischen Beurteilung an. Seine Filme wurden international aufgeführt und ausgezeichnet. Anlässlich des 65. Geburtstags von Peter von Gunten im November 2006 zeigt das Kino Kunstmuseum in Bern eine Retrospektive seines Gesamtwerks. www.bielertagblatt.ch 05.10.2006 bzk/aid.
Botschafter für EURO 2008
Dem Beirat EURO 2008 des Schweizerischen Fussballverbandes gelang es, hochkarätige Ambassadoren zu gewinnen, die die Entfachung der Begeisterung vorantreiben sollen.Als nationale Botschafter werden mit Tennis-Dominator Roger Federer, dem ehemaligem Formel-1-Teamchef Peter Sauber, dem einstigen Skirennfahrer Bernhard Russi sowie dem früheren Schweizer Internationalen Stéphane Chapuisat (103 Länderspiele) Sympathieträger mit hohem Bekanntheitsgrad im Hinblick auf die EM an SFV-Events teilnehmen. EM 08
Fondation Nestlé pour l'Art
Öffentlicher Jubiläumsanlass der Fondation Nestlé pour l'Art in Bern; «15 Jahre Unterstützung der zeitgenössischen Schweizer Kunst: 1001 Projekte»Die in Lausanne ansässige Fondation Nestlé pour l'Art, die im April 1991 anlässlich des 125-Jahr-Jubiläums der Nestlé S.A. ins Leben gerufen wurde, feiert dieses Jahr im Beisein von Kunstschaffenden und Kunstinteressierten ihr 15-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung pflegt die Stiftung einen lebendigen Dialog mit der Kunstszene und bemüht sich aktiv um regelmässige Begegnungen mit Kunstschaffenden, Kunstvermittlern und Kunstinteressierten aller Sparten. Damit möchte die Stiftung den wechselnden Bedürfnissen in den Gebieten der bildenden Kunst, der Musik und der darstellenden Kunst Rechnung tragen und die selbst gesetzten Förderstrategien regelmässig in Frage stellen und neu ausrichten. Der Jubiläumsanlass soll nun die einzigartige Gelegenheit bieten, Kulturschaffende, Freunde und Partner der Stiftung aus der ganzen Schweiz etwas näher kennen zu lernen. Gleichzeitig möchte die Fondation einem weiteren Kreis von Interessierten Einblick in ihre Tätigkeit und aktuell geführte Diskussionen vermitteln. Der öffentliche Anlass findet am lauschigen Aareufer in den Kulturhallen Dampfzentrale in Bern statt. Die Festlichkeiten werden im Beisein von Künstlern und Verantwortlichen verschiedener Kunstinstitutionen eröffnet und finden ihren Höhepunkt mit einem Konzert des international bekannten Ensemble Contrechamps aus Genf mit Werken der zeitgenössischen Komponisten Stefano Gervasoni, Michael Jarrell und Gérard Grisey. Den kulinarischen Ausklang wird anschliessend der «Cocktail des 1001 saveurs» bilden. Die Teilnahme am Festprogramm, Freitag, den 13. Oktober, zwischen 14.00 und 24.00 Uhr sowie der Besuch des Konzertes, um 19 Uhr, in der Dampfzentrale Bern, Marzilistrasse 47, sind kostenlos. Die Freikarten für das Konzert können unter www.dampfzentrale.ch oder 031 312 12 06 reserviert werden (Reservation wegen beschränkter Platzzahl unerlässlich). Weitere Informationen zur Stiftung und zum Programm: www.art.fondation.nestle.ch
Stadttheater Bern November 2006
LE NOZZE DI FIGAROOper von Wolfgang Amadeus Mozart (in italienischer Sprache) Musikalische Leitung: Daniel Inbal Inszenierung: Stephan Müller Bühne: Hyun Chu Kostüme: Mechthild Feuerstein Chor: Lech-Rudolf Gorywoda Besetzung: Simone Nold, Anne-Florence Marbot, Chiara Chialli, Eliseda Dumitru, Ayako Tanaka; Tuomas Pursio, Rudolf Rosen, Pier Dalàs, James Elliott, Arkadius Burski, Peter Santucci Chor des Stadttheaters Bern, Berner Symphonie-Orchester 16. (PR), 19., 21., 25.ENDSPIELVon Samuel Beckett Inszenierung: Stefan Suske/ Uwe Schönbeck Bühne: Raphael Barbiër Kostüme: Heinz Allemann Besetzung: Stefan Suske, Uwe Schönbeck 24. (PR), 29.AM HANG (Wiederaufnahme) Nach dem Roman von Markus Werner Textfassung von Rainer Hofmann und Anina La Roche Inszenierung: Anina La Roche Bühne: Damian Hitz / Beni Küng Kostüme: Sarah Bachmann Musik: Michael Frei Besetzung: Michael Günther, Thomas Mathys Statisterie des Stadttheaters Bern 6., 7., 8., 9., 10.(z.l.M.)/ Schloss Schadau/ ThunLa Nouvelle Scène N’ECOUTEZ PAS, MESDAMESDe Sacha Guitry (in französischer Sprache) Regie : Patrice Kerbrat 22.GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTENTanzabend mit Orchester Uraufführung Musikalische Leitung: Srboljub Dinic Choreographie: Stijn Celis Bühne: Jann Messerli Kostüme: Catherine Voeffray Besetzung: Chantal Claret, Abigail Cowen, Yen-Ching Lin, Emma Murray, Ariadna Montfort, Patricia Vazquez, Yaël Zuckmann; Dominik Druch, Stephan Laks, Bruce McCormick, Joshua Monten, Erik Wagner Berner Symphonie-Orchester (am Klavier: Abdiel Montes de Oca) 5., 28.NACHTS IST ES ANDERSEin Reigen von Sabine Harbeke Schweizer Erstaufführung Inszenierung: Sabine Harbeke Bühne: Lilot Hegi Kostüme: Adelheid Walter Musik: Michael Frei Besetzung: Heidi Maria Glössner, Ragna Guderian, Laura Sundermann, Anja Tobler; André Benndorff, Michael Günther, Thomas Pösse, Stefano Wenk 1., 3., 11., 12., 14., 16., 17., 19. (z.l.M.) / KornhausbühneSIEH MICH AN UND SPRICHTheaterstück von Savyon Liebrecht Europäische Erstaufführung Inszenierung: Markus Heinzelmann Bühne: Jan Müller Kostüme: Catherine Voeffray Video: Heiko Kalmbach Besetzung: Silvia-Maria Jung, Sibylle Mumenthaler, Grazia Pergoletti, Heidi Züger; Thomas Mathys, Stefan Suske 1., 12., 17.BUDDENBROOKSEin Theaterstück von John von Düffel nach dem Roman von Thomas Mann Schweizer Erstaufführung Inszenierung: Barbara-David Brüesch Bühne: Damian Hitz Kostüme: Adelheid Walter Musik: Strøm Besetzung: Heidi Maria Glössner, Ragna Guderian, Silvia-Maria Jung, Ute Kreitmair; André Benndorff, Matthias Brambeer, Michael Günther, Clemens Lutz, Thomas Mathys, Thomas Pösse, Uwe Schönbeck, Stefano Wenk 2., 15., 18., 26.(15:00, z.l.M.) AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNYOper von Kurt Weill. Text von Bertolt Brecht Musikalische Leitung: Daniel Inbal Inszenierung: Harry Kupfer Bühne: Hans Schavernoch Kostüme: Yan Tax Chor: Lech Rudolf Gorywoda Besetzung: Karan Armstrong, Noëmi Nadelmann; Richard Ackermann, Arkadius Burski, Andries Cloete, Pier Dalas, James Elliott, Uwe Schönbeck, Hendrik Vonk Chor und Statisterie des Stadttheaters Bern, Berner Symphonie-Orchester Koproduktion mit der Sächsischen Staatsoper Dresden 4., 8., 11. (z.l.M.) Beginn der Vorstellungen (wenn nicht anders vermerkt): Mo. bis Fr. um 19.30 Uhr, Sa, So. und allg. Feiertage um 19 Uhr www.stadttheaterbern.ch
Swiss Open Poker Championships im Grand Casino Bern
Zum ersten Mal in der Schweiz wurden die Swiss Open Poker Championships im Grand Casino Bern durchgeführt.Mit einem Rekord von 113 Teilnehmern aus der Schweiz und den benachbarten Ländern Deutschland, Frankreich und Italien, fiel der Startschuss zu diesem grossen Pokerevent. Nach fünfeinhalb Stunden standen die jeweils 30 Besten aus der Vorrunde fest, welche sich auf einen Platz im grossen Finale freuen konnten. In den Pausen wurden die Gäste kulinarisch verwöhnt. Ein Spieler sorgte speziell für Furore, da er mitsamt einem Filmteam aus der französischen Schweiz eintraf. Neben der Fernsehstation TSR sorgten auch die Lokalzeitungen 20 Minuten und die Berner Zeitung für grossen Medienrummel, welcher auf die Qualität und die Einmaligkeit dieses Events rückschliessen liess. Um den Sieg kämpften Herr Saklaine und Herr Zordan im Heads Up und sorgten für mit Spannung geladene Partien. Das Blatt in diesem Duell wendete sich nicht nur einmal und liess den zuerst unterlegenen Herr Saklaine als Sieger dieses spannenden Duells hervor gehen. Das Grand Casino Bern gratuliert den zwei Finalisten herzlich zu diesem tollen Ergebnis – das Preisgeld beträgt für die ersten beiden Ränge gegen CHF 30'000.-! www.isa-casinos.de 02.09.2006www.grandcasino-bern.ch
Gault Millau 2007
Gestern Montag wurde in Saas Fee der Gault Millau 2007 präsentiert. Dies sind die besonders geehrten Chefs.Koch des Jahres 2007 ist Markus Neff vom Waldhotel Fletschhorn in Saas Fee. Er hat es verstanden, die 18 Punkte seiner einstigen legendären Chefin Irma Dütsch zu verteidigen und das «Fletschhorn» mit Blick auf die Walliser Viertausender als gute Gourmetadresse zu halten. Die Aufsteiger des Jahres 2007 heissen Andreas Caminada vom «Feinschmecker-Schloss» Schauenstein im bündnerischen Fürstenau (neu 17 Punkte) und Denis Martin vom Restaurant Le Château in Vevey mit seiner «Laborküche» im Stil des baskischen Tüftlers Ferran Adrià (17 Punkte). Die «Entdeckungen des Jahres» 2007 sind Monika Gysin vom Hotel Belvédère Spiez (15 Punkte, siehe Interview auf dieser Seite), Guillaume Trouillet vom Restaurant Esplanade in Aubonne VD (15 Punkte) und das Team Aurelio Della Torre und Fabrizio Michels vom Ristorante San Bernardo in Comano TI (14 Punkte). Sommelière des Jahres 2007 ist Nathalie Ravet von der «Ermitage Bernard Ravet» in Vufflens-le-Château (19 Punkte). Cigarman of the Year ist Jacky Donatz, Restaurant Sonnenberg in Zürich (15 Punkte). Der Guide Gault Millau 07 ist ab heute im Buchhandel erhältlich. Er nennt 796 Adressen und kostet 52 Franken. Kanton Bern: GaultMillau Wechsel sorgen für UnsicherheitenGuide Gault Millau - Die Auf-, Ab- und Aussteiger im Espace MittellandMarkus Neff ist «Koch des Jahres»
Sprint-OL in Bern
Simone Niggli-Luder (Münsingen) war auch bei der dritten Austragung des PostFinance OL-Sprint eine Klasse für sich. Bei den Männern setzte sich in der Berner Altstadt erstmals Daniel Hubmann (Eschlikon) durch.Niggli-Luder entschied das Duell gegen die WM-Dritte im Sprint, Kajsa Nilsson, in den schmalen Gassen der Bundeshauptstadt klar für sich; die zwölffache Weltmeisterin nahm der zweitklassierten Schwedin bei einer Laufzeit von rund 15:30 Minuten 26,7 Sekunden ab. Dritte wurde die in Bern wohnhafte Martina Fritschy. Bei den Männern feierte Weltcup-Gesamtleader Daniel Hubmann, der an den vergangenen beiden Weltmeisterschaften im Sprint jeweils Silber gewonnen hat, einen ebenso klaren Sieg. Der Thurgauer distanzierte seinen Klubkollegen David Schneider (Wil) um 29,2 Sekunden. Hinter Hubmann ging es äusserst knapp zu und her: Schneider und die ex-aequo auf Platz 3 rangierten Matthias Müller (Oberwil-Lieli) und Öystein Kvaal Österbö (No) trennten nur sieben Zehntel. Mitteldistanz-Weltmeister Holger Hott Johansen (No) wurde Achter, der finnische Langdistanz-Weltmeister Jani Lakanen musste sich gar mit Rang 14 begnügen. www1.sf.tv 30.09.2006
Konzertreihe Johannes
Zum fünften Mal finden im Winterhalbjahr die Orgelkonzerte der Johanneskirche Bern statt. Die Konzerte, die sich ausserhalb gewöhnlicher Orgelprogramme bewegen, haben in den vergangenen Jahren grosse Beliebtheit erreicht.Musikalische Qualität auf internationalem Niveau und interdisziplinäre Programme, die verschiedene Kunstgattungen miteinander verbinden, liessen das Publikum immer wieder in Scharen in die Johanneskirche strömen. Geboten wird stets Ungewöhnliches und Einzigartiges, seien es originale Orgelbegleitungen zu Stummfilmen, Orgel und Handglockenchor, schweizerische Grenzgänge für Alphorn, Kuhhorn und Orgel oder Wassily Kandinskys bewegte Bühnenbilder zu Mussorgskys «Bilder einer Ausstellung». Den Saisonstart am Sonntag 22. Oktober 2006 um 17.00 Uhr macht das renommierte Vokalensemble Cantapella unter der Leitung von Karl Scheuber zusammen mit dem Winterthurer Stadtorganisten Stefan Johannes Bleicher. Unter dem Titel «Zeit und Unzeit» werden im ersten Teil des Konzerts Bearbeitungen von Sandström, Stravinsky und Gottwald zu vier bis sechzehn Stimmen erklingen. Unzeit ist bearbeitete Zeit. Die Bearbeitung löst sich vom Original, indem sie dieses – im besten Falle – überhöht und es unter Umständen vor dem Vergessen rettet. Dem oft musealen Zugang zur älteren Musik setzt das Vokalensemble Cantapella mit seinem Programm «Zeit und Unzeit» einen klaren Kontrapunkt. Aus dem Musealen wird Aktualisierung, aus der älteren wird zeitgenössische Musik. Purcells grossartige achtstimmige Motette wurden von Sandström in andere, neuere Bahnen gelenkt. Stravinsky fügte zu gewissen Motetten Gesualdos eine Stimme hinzu, und erweiterte dadurch den Kosmos der sehr eigenwilligen «Musica riservata». Mit seinen Bearbeitungen gelang es dem verdienten Leiter der Schola Cantorum Stuttgart, Clytus Gottwald, in einem beinahe artistisch zu nennenden Unterfangen, gemischte vokal-instrumentale Werke in ein bis sechzehnstimmiges Chorgewand zu legen. Und schliesslich das Requiem von Duruflé, der sich mit diesem Werk - mit den Attributen der Spätromantik und des Impressionismus versehen – auf eine musikalische Reise begibt, die mit gregorianischer Polyphonie beginnt und an seinem Übervater Fauré vorbei in einen manierierten Impressionismus führt. Und dies zur absoluten Unzeit, nach Schönberg und Stravinsky, und gleichzeitig mit dem frühen Stockhausen. Ein einmaliges Werk zur Vorgeschichte der Postmoderne, der musikalischen Esoterik, und nur mit Messiaen vergleichbar. Das Vokalensemble entstand 1994 unter dem Namen «La Cantapella Helvetica» unter der Leitung von Christoph Cajöri. Seit 2002 leitet Karl Scheuber das Ensemble, welches aus circa 20 Sängerinnen und Sängern besteht. Jährlich wird ein Projekt erarbeitet und an verschiedenen Orten der Schweiz, auf Einladung von Konzertveranstaltern und Konzertreihen, aufgeführt. Das vielseitige Ensemble stellt sich ungewöhnliche Aufgaben und legt seinen Schwerpunkt auf neuere und neueste Musik. Johanneskirche Bern Sonntag, 22. Oktober 2006, 17.00 Uhr 1.Orgelkonzert: «Zeit und Unzeit» Vokalensemble CANTAPELLA Karl Scheuber, Leitung Stefan Johannes Bleicher, Orgel (Winterthur) Werke von H. Purcell, C. Gesualdo, M. Duruflé (Requiem) u.a. Eintritt frei, Kollekte am Ausgang www.cantappella.ch
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