Schurkenstaat Schweiz
Die Schweiz und ihr Bankgeheimnis.Die Schweizer Grossbank UBS hat einen Sturm entfacht, der das Bankgeheimnis am siebtgrössten Finanzplatz der Welt wegfegen könnte. Die Mitarbeiter sollen US-Bürgern beim Hinterziehen von Steuern geholfen haben. Die UBS zeigt diese nun an. Das ist eine Kapitulation vor dem Druck aus den USA. Zuvor waren die Proteste gegen das Bankgeheimnis jahrzehntelang an der Schweizer Regierung abgeperlt. Die Basis für das Bankgeheimnis war schmaler geworden, verschwunden war sie aber nicht. Die beiden Schweizer Wirtschaftsjournalisten Viktor Parma und Werner Vontobel schildern diese Entwicklung in ihrem Buch «Schurkenstaat Schweiz?». Es ist eine wortreiche und detaillierte Philippika gegen das Bankgeheimnis und niedrige Steuern für ausländische Reiche und Konzerne. Hier ist zu lesen, wie die Schweiz andere Länder durch Steuerdumping und Anleitung zur Steuerhinterziehung destabilisierte. Deutschland hat darunter besonders gelitten, schon während der Zeit der Weimarer Republik. Reiche schafften damals Milliardensummen auf Bankkonten im Nachbarstaat. Bern verweigerte Berlin dazu Verhandlungen. Als die erste deutsche Demokratie vor dem Abgrund stand, willigte die Schweiz endlich ein. Doch das Steuerabkommen war wertlos. Es bot dem deutschen Fiskus kaum Handhabe gegen seine Steuerflüchtlinge. In Weimar riss die Kapitalflucht ein Loch in den Staatshaushalt. Es fehlten Steuereinnahmen, «die sie zur Abwehr der braunen Flut dringend benötigt hätten», schreiben die Autoren. Als einige Nachbarländer sich wehrten, verschärfte die Schweiz das Bankgeheimnis sogar. Wer Daten von Kunden weitergab, machte sich nun strafbar. Die Schweiz war mit ihren Regeln gut gerüstet für den Wettbewerb der Finanzplätze in der globalisierten Welt. Bis heute leiden Länder, die vom Abfluss der Gelder betroffen sind. Sie stecken in einem Dilemma. Je mehr Menschen oder Konzerne sich der Besteuerung entziehen, desto höher werden die Steuersätze für den Rest der Bevölkerung - und der Anreiz zur Steuervermeidung. So können Länder immer weniger ihre Aufgaben erfüllen. Die Autoren schildern, wie reiche Nomaden profitieren und die Daheimgebliebenen leiden. Parma und Vontobel kennen sich bestens aus, seit Jahren arbeiten sie für renommierte Zeitungen und Magazine im Heimatland - nun schreiben sie schonungslos über die idyllische Alpenrepublik. Zwischen den Zeilen schimmert eine ungeheure Wut über die Geschehnisse durch, insbesondere über die unredlichen Schweizer Debatten um das Bankgeheimnis. Kenntnisreich spannen sie den Bogen bis zur aktuellen Krise. Wer wissen will, wie aus konservativen Banken die UBS entstand, die Milliarden in der Krise verzockte - hier liest er es. Man ahnt es: Nicht die Masse der Schweizer profitiert von den Sonderregeln, sondern die Konzerne. 13'000 Holdings sitzen in der Schweiz, davon 6000 in der Steueroase Zug. Seit die Regierung Steuern für Holdings senkte, haben sich Hunderte weiterer ausländischer Konzerne mit regionalen Hauptsitzen in der Schweiz niedergelassen. Die Journalisten rechnen mit einem Staat ab, der aus der Gier seinen Profit zieht und nur Eliten Privilegien einräumt. Sie beschreiben, wie sehr Wirtschaft und Bürger leiden. Eine Steueroase sind die Kantone schliesslich nur für Millionäre aus dem Ausland, die behaupten, in der Schweiz nicht zu arbeiten. Am Ende ist man gewillt, den Autoren beizupflichten, dass die Schweiz durch die Vorteile, die der Wettbewerb um Steuern und Standort bringt, «intellektuell korrumpiert» wird. www.sueddeutsche.de Caspar Dohmen 28.02.2009Schurkenstaat Schweiz? Titelzusatz: Steuerflucht: wie sich der grösste Bankenstaat der Welt korrumpiert und andere Länder destabilisiert Verfasserangaben: Viktor Parma, Werner Vontobel 1. Verfasser: Parma, Viktor 2. Verfasser: Vontobel, Werner Impressum: München : Bertelsmann, 2009 Umfang: 223 S. ; 22 cm ISBN: 978-3-570-01083-9 Sprache: deutsch
Eishockey WM 2009
Eishockey WM 2009: Gratiskonzerte für Bevölkerung auf dem Bundesplatz.In zwei Monaten fällt der Startschuss zur Eishockey WM 2009 in Bern und Kloten. Heute haben Stadt und Kanton Bern zum Stand der Vorbereitungen informiert. Wie an der EURO 2008 kommt die Bevölkerung in den Genuss eines Rahmenprogramms, das vom Verein Eishockey WM 2009 finanziert wird. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Stadt, Kanton und Wirtschaft bei der EURO 2008 soll fortgesetzt werden – dies im Interesse des Standortes. Wie anlässlich der EURO 2008 haben der Kanton und die Stadt Bern für die Durchführung der Eishockey WM 2009 eine gemeinsame Projektorganisation eingesetzt. Damit soll die erfolgreiche Zusammenarbeit im Interesse des Standortes fortgesetzt werden. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, der IIHF als Veranstalterin des Events optimale Rahmenbedingungen zu bieten und sie in organisatorischer Hinsicht zu unterstützen. «Damit soll das Image von Bern als attraktiver Ausrichterstandort von sportlichen Grossveranstaltungen gefestigt werden», sagte Stadtpräsident Alexander Tschäppät. Rahmenprogramm für Eishockey-Fans Nebst diesem «Pflichtprogramm» sind Aktivitäten zugunsten der Berner Bevölkerung und der Gäste vorgesehen. «Wie an der EURO 2008 liegt uns die Berner Bevölkerung ganz besonders am Herzen», sagte Alexander Tschäppät. Diese Aktivitäten werden durch den Verein Eishockey WM 2009 Bern finanziert, der aus dem Verein EURO 2008 Bern hervorgegangen ist ( www.bernwirktwunder.ch). 13 grosse Berner Unternehmen sowie Stadt und Kanton Bern sind Mitglieder des Vereins. Es ist aus der Sicht von Stadt und Kanton sehr erfreulich, dass die gute Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Staat auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten so eine Fortsetzung findet. Bereits am 4. April 2009 sollen Bernerinnen und Berner mit dem Ländermärit auf das Turnier und die teilnehmenden Teams eingestimmt werden. Zwischen 10 und 18 Uhr zeigen sieben Nationen auf dem Waisenhausplatz kulinarische und künstlerische Attraktionen. Mit dabei sind Schweden, Russland, Lettland, Deutschland, Frankreich, Schweiz und Österreich. Herzstück des Rahmenprogramms ist das Eröffnungsfest auf dem Bundesplatz am 25. und 26. April 2009. Das Programm verspricht verschiedene Höhepunkte: Am Samstag ist ab 15 Uhr ein reichhaltiges Pop/Rock-Programm angesagt. Auftreten werden unter anderen Stephan Eicher, Bligg und die Gruppe Pegasus. «Wiederum ist es gelungen, der Bevölkerung ein attraktives Rahmenprogramm bieten zu können. Als langjähriger Fan von Stephan Eicher freue ich mich ausserordentlich auf dieses Highlight auf dem Bundesplatz», erklärte Regierungsrat Andreas Rickenbacher. Am Sonntag gehört der Bundesplatz den Fans der volkstümlichen Musik. Sie dürfen sich unter anderen auf Francine Jordi und Oesch’s die Dritten freuen. Zum Abschluss des Eröffnungsfestes wird am Sonntag ab 16 Uhr das Spiel Schweiz-Deutschland live auf der Grossleinwand auf dem Bundesplatz übertragen. Eishockey-WM 2009www.bernwirktwunder.ch
InfoSocietyDays
InfoSocietyDays 2009 Bern 2. - 6. März. ICT-Anwendungen in Bildung, Verwaltung und Gesundheitswesen.Wirtschaftlich turbulente Zeiten verlangen nach innovativer Bildung zur Bewältigung aktueller Herausforderungen. Gesetzliche Grundlagen und ein genereller Kostendruck veranlassen Bund, Kantone und Gemeinden dazu, ihre Tätigkeit besser nachvollziehbar zu machen und effizienter zu gestalten. Entwicklungen, wie die Versichertenkarte, das elektronische Patientendossier, die Swiss DRGs und die notwendige Vernetzung von Leistungserbringern, Kostenträgern und Behörden verlangen nach klaren Entscheidungen im Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien. So kommen die InfoSocietyDays am 2. - 6. März goldrichtig auf die Tagesordnung. Sie sind die konsequente und zudem verstärkte Fortsetzung der bisherigen Telematiktage Bern. Veranstaltet von der BEA bern expo AG haben sich diese während 11 Jahren zu einem sicheren Wert im Frühjahr entpuppt. Die Konzentration auf drei Foren mit hochwertigen Referenten und praxisnahen Workshops machten den Besuch zu einer Wissensinvestition, die sich lohnt. «Diesem Konzept bleiben wir auch mit der neuen Namensgebung treu», betont denn auch Jürg Lehni von der organisierenden MKR Consulting AG «im Jahre 2009 allerdings mit einem zweiten eHealth-Tag. Dies aufgrund der äusserst zahlreichen Facetten, die es wert sind, näher betrachtet zu werden, und auch aufgrund des Besucherechos, das einen vertieften Gedankenaustausch wünschte.» Auf solider Basis Aufbruch in die Zukunft Aufbruchstimmung herrscht. Die Schweiz befindet sich – Finanzkrise hin oder her – in einem eindeutigen Wandel hin zu einer Informationsgesellschaft, die den Einsatz erstklassiger, den Bediener ernst nehmender ICT mit qualitativen Aspekten und klarem Nutzen verbindet. Dieser vielschichtige Mehrwert soll in Beruf, Freizeit und insbesondere im Informationsaustausch mit andern Menschen spürbar zum Ausdruck kommen: ICT wird bedienerfreundlicher, menschlicher, hilft Effizienz zu steigern und schafft qualifizierte Mehrwerte. Sie ist nicht mehr reine Technik und bloss geduldet, weil für das Erbringen von Dienstleistungen oder für den Ablauf von verarbeitenden Prozessen notwendig. «Wir wollen eindeutig mehr», so Jürg Lehni, «wir wollen an den InfoSocietyDays Mensch und Technik näher zueinander bringen, zeigen wie ICT neue, wertvollere Prozesse begünstigt, wie der Austausch umfassend aufbereiteter Informationen das Vernetzen von Menschen und Institutionen fördert sowie ihrer Zusammenarbeit neue Dimensionen verleiht.» Umfassende Plattform Bern dürfte im März 2009 eine Reise wert sein. Mit den drei Foren «eEducation», «eGovernment» und «eHealth» behandeln die InfoSocietyDays als einzige Plattform drei wichtige Kernthemen für die Informationsgesellschaft Schweiz. Damit fokussiert sich die Veranstaltung, die schon bisher über 1000 TeilnehmerInnen verzeichnete klar auf den Einsatz und Nutzen der Informations- und Kommunikationstechnologien für Bildung, Staat, Gesundheitswesen, Wirtschaft und Gesellschaft. Mit dem Namenswechsel auf InfoSocietyDays soll sich die Veranstaltung künftig klar als führende Plattform für ICT-Anwendungen im öffentlichen Bereich positionieren. Weiter soll mit dem neuen Branding die starke Betonung der anwender- und nutzenorientierten Behandlung der Thematik zum Ausdruck gebracht werden. www.infosocietydays.chwww.beaexpo.chEvent in Bern
Schwedisch
Schwedische Literatur in der Kornhausbibliothek.Seit Februar 2009 bietet die Kornhausbibliothek Bücher in schwedischer Sprache an. Am Mittwoch, 25. Februar 2009, wird der neue Bestand im Beisein des schwedischen Botschafters Per Thöresson eingeweiht. Nebst französischen, englischen, italienischen und spanischen Büchern gibt es in der Fremdsprachenabteilung der Kornhausbibliothek neu schwedische Belletristik in Originalsprache. Zusammen mit der schwedischen Botschaft in Bern baut die Bibliothek einen kleinen Bestand an Krimis, Romanen und Kinderbüchern aus Schweden auf. Dabei wird ein Bibliotheksaustausch mit der Stadtbibliothek Malmö angestrebt. Am Mittwoch, 25. Februar 2009, um 18 Uhr wird der neue Bestand präsentiert und mit einer kleinen Feier eröffnet. In der Schweiz leben und arbeiten heute rund 15'000 Schweden und Schwedinnen mit ihren Familien. Das Festival «Schwedische Nächte» im ISC-Club und der Cinématte mit Konzerten von neuen schwedischen Bands und Filmen gehört seit sechs Jahren zur Berner Kultur. 170 Taschenbücher stehen nun im 2. Stock der Kornhausbibliothek, bald sollen es rund 400 sein. Die Titel sind zeitgenössisch und aktuell, etwa «Låt den rätte komma in» – «So finster die Nacht» – von John Ajvide Lindqvist, dessen Verfilmung im letzten Dezember in den Kinos gezeigt worden ist. Schwedische Klassiker wie Lagerlöf, Lindgren und Strindberg gehören ebenso zum Schwedischbestand der Bibliothek. www.kornhausbibliotheken.chSchweden (Wikipedia)Bern Events
Hochwasser
Bern will Hochwassergefahr eindämmen - Kosten von rund 93 Millionen Franken.Die Stadt Bern will mit einem Objektschutz für die Quartiere an der Aare die Hochwassergefahr reduzieren. Sie entfaltet nach Einschätzung von Fachleuten und dem Gemeinderat eine grössere Wirkung und ist mit 93 Millionen Franken billiger als eine Stollenlösung, die rund 128 Millionen Franken kosten würde. Das Funktionsprinzip der Objektschutz-Variante basiert auf Ufererhöhungen und Ufermauern, welche die Abflusskapazität der Aare erhöhen und Schutz vor Überflutung bieten. Unterirdische Dichtwände und Drainagen schützen vor eindringendem Grundwasser. Das Gestaltungskonzept wurde auf Grund einer Analyse der Stadtgeschichte entwickelt. In Anlehnung an die alte Stadtmauer werden die Ufererhöhungen grundsätzlich als Ufermauer realisiert, wobei alle sichtbaren Mauerelemente aus Sandstein gebaut werden. Anpassungen an das Quartier Die Gestaltung der Mauer wird dem jeweiligen Charakter des Quartiers angepasst. Im Bereich des Marzilibads zum Beispiel wird sie in der Pritschenanlage verschwinden. Im Mattequartier dagegen soll eine begehbare Quaianlage erstellt werden, so dass ein Zusatznutzen auch ausserhalb von Hochwasserereignissen entsteht. Von der Stadtseite aus betrachtet wird die Mauer an keiner Stelle höher sein als ein Meter. Die grossen Verwüstungen durch die beiden «Jahrhundert-Hochwasser» von 1999 und 2005 hätten die Stadt Bern über die Grenzen hinaus erschüttert, sagte Stadtpräsident Alexander Tschäppät an einer Pressekonferenz. Und auch in diesem Jahr sei zu befürchten, dass es entlang der Aare kritisch werde, nachdem in diesem Winter so viel Schnee gefallen sei. Wenn die Quartiere an der Aare und insbesondere die Matte auch künftig als Siedlungsgebiete erhalten werden sollen, brauche es einen wirksamen Hochwasserschutz, sagte Tschäppät. Volk entscheidet Die vom Gemeinderat nun ausgewählte Variante befindet sich auf dem Stand eines Vorprojektes. Im nächsten Schritt muss nun ein konkreter Wasserbauplan erarbeitet werden. Der dafür nötige Projektierungskredit soll noch vor den Sommerferien dem Stadtrat und im Herbst 2009 dem Volk zum Entscheid unterbreitet werden. tagesschau.sf.tvDie Aarehänge in der Stadt BernDer Mattenbürger - der Ureinwohner BernsSchifffahrt in Bern
Steuern
Experten der Steuerverwaltung geben Tipps.Der Abgabetermin für die Steuererklärung kommt näher. Wer beim Ausfüllen Unterstützung braucht, kann sich diese und nächste Woche fachliche Ratschläge holen: vom 23. bis 27. Februar und vom 2. bis 6. März sind Expertinnen und Experten der Steuerverwaltung des Kantons Bern jeweils in der Zeit von 08.30 - 13 Uhr an einem Stand in der Schalterhalle der BEKB am Bundesplatz 8 in Bern zu Gast. Sie erklären, helfen, geben Tipps und stehen für Fragen zur Verfügung. Zudem demonstrieren und zeigen sie sowohl TaxMe-Online als auch die TaxMe-CD. Abgabetermin für die Steuererklärung ist der 15. März - die Gelegenheit also, sich zum richtigen Zeitpunkt noch fachmännischen Rat zu holen. www.be.chGrössere Kartenansicht
E-Voting
Grosser Rat: Kommission gibt grünes Licht für E-Voting.Die vorberatende Kommission des Grossen Rates unterstützt die Einführung von E-Voting im Kanton Bern. In einem ersten Schritt soll möglichst rasch das E-Voting für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer eingeführt werden. Im Rahmen einer interkantonalen Zusammenarbeit soll angestrebt werden, dass später alle Stimmberechtigten im Kanton Bern elektronisch abstimmen können. Sicherheitsaspekten ist eine hohe Priorität einzuräumen. Die Kommission hat entsprechende Planungserklärungen zum E-Voting-Bericht verabschiedet. Unter dem Vorsitz von Kommissionspräsident Samuel Leuenberger (BDP) hat sich die vorberatende Kommission des Grossen Rates mit den Vorlagen zu E-Voting befasst. Sie unterstützt die vom Regierungsrat vorgeschlagene Änderung des Gesetzes über die politischen Rechte. Die Gesetzesänderung schafft die Rechtsgrundlagen für die Harmonisierung des Stimmregisters für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, welches elektronisch geführt wird. Die Harmonisierung des Stimmregisters ist die Grundlage, damit Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer per Internet an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen können. Schliesslich schafft die Gesetzesrevision auch die rechtliche Grundlage dafür, dass die Stimmberechtigten ihre Stimme auf elektronischem Weg abgeben können, wenn die technischen und organisatorischen Voraussetzungen dazu erfüllt sind. Weiter hat die Kommission den Bericht des Regierungsrats zu E-Voting im Kanton Bern zur Kenntnis genommen. Sie unterstützt dessen Stossrichtung und ist sich einig, dass der Kanton Bern die Einführung von E-Voting schrittweise vorantreiben soll. Sie hat zum Bericht mehrere unterstützende Planungserklärungen zum weiteren Vorgehen verabschiedet. So soll der Kanton Bern möglichst rasch die erforderlichen Massnahmen treffen, damit die rund 12'000 bernischen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer aus dem Kanton Bern elektronisch abstimmen können. Mittelfristig soll das elektronische Abstimmen für alle Stimmberechtigten im Kanton Bern möglich sein. Die Kommission verlangt jedoch, dass der Kanton Bern dafür eine kostengünstige Lösung anstrebt. Deshalb soll er auf eine eigene Neuentwicklung eines E-Voting-Systems verzichten und die Zusammenarbeit mit anderen Kantonen suchen. Zudem müssen Sicherheitsaspekte hohe Priorität haben und die Erfahrungen mit dem E-Voting für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer berücksichtigt werden. Schliesslich soll die Regierung auch das Unterschreiben von Initiativen und Referenden auf einer elektronischen Plattform prüfen. Der Grosse Rat wird sich voraussichtlich in der Aprilsession 2009 mit den beiden E-Voting-Vorlagen befassen. www.be.chAuslandschweizer (Wikipedia)
Lyrik
6. Lyrikwettbewerb der Weder Stiftung Bern.Die Heinz und Hannelise Weder Stiftung in Bern führt bereits zum 6. Mal einen Lyrikwettbewerb durch. Dieser richtet sich wiederum an Autorinnen und Autoren, die noch nie oder erst einmal einen Gedichtband publiziert haben. Die Stiftung wurde von dem in den 90er Jahren verstorbenen Ehepaar Heinz Weder, Schriftsteller und Lyriker, und Hannelise Weder-Hinderberger, Übersetzerin namhafter Werke von Baudelaire, Verlaine, Elsa Morante und vielen anderen Autoren, errichtet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, nicht nur die Werke der Stifter, sondern auch die Schweizer Literatur, namentlich die Lyrik, zu fördern. Sie führt zu diesem Zweck seit 1999 im Abstand von jeweils zwei Jahren einen Lyrikwettbewerb durch. Er soll begabte, aber noch nicht bekannte Autorinnen und Autoren ermutigen, mit ihren Werken in die Öffentlichkeit zu treten. Der Wettbewerb der Weder Stiftung hat sich im Kulturbetrieb etabliert. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Peter Lanz, Tal Cohen, Franz Dodel, Thilo Krause, Fredy Peter, Lisa Elsässer und Armin Senser. Beurteilt werden die anonym eingereichten zwölf Gedichte von einer fünfköpfigen Jury, welcher auch der Schriftsteller Klaus Merz angehört. Der laufende, 6. Lyrikwettbewerb ist mit einem Hauptpreis von CHF 10'000.- und einem bis drei Anerkennungspreisen von jeweils Fr. 2'500.- dotiert. Einsendeschluss ist der 10. März 2009. Die Wettbewerbsbedingungen können auf dem Sekretariat oder im Internet (www.wederstiftung.ch) bezogen werden. www.wederstiftung.chHeinz-Weder-Preis für Lyrik (Wikipedia)
jazzwerkstatt
jazzwerkstatt bern: das festival 2009.nach ihrem sagenumwobenen debut im berner kino cinematte lädt die jazzwerkstatt bern auch in diesem jahr alles was ohren hat zu einem festival für musik ein. dieses jahr annektieren andreas schaerer, marc stucki und benedikt reising mit ihrem rund 100köpfigen kollektiv vom 19. bis zum 22. februar den berner progr. aus der ganzen schweiz, frankreich, deutschland und österreich werden über 100 künstler nach bern pilgern um in bunt blubbernden reagenzen zu experimentieren, zu mischen, zu destillieren und zu rocken. eine tageszeitung der schweizer hauptstadt bezeichnete die jazzwerkstatt bern einmal als sich mauserndes epizentrum des europäischen jazz. ob das kollektiv als epizentrum bezeichnet werden kann, sei dahingestellt, aber gewiss ist: die mauser ist vorbei! in 19 konzerten gehen die musikerinnen ihrer vision von jazz auf den grund und laden herzlich ein zum mit-tauchen. jeden tag werden komponistinnen ihre werke in öffentlichen proben erarbeiten und abends präsentieren. allein das jazzwerkstatt ballbreaker ensemble, die nach einem acdc klassiker benannte interschweizer working band der werkstatt, wird werke von fünf komponistinnen uraufführen. bestehende bands wechseln sich ab mit eigens für die jazzwerkstatt zusammengestellten ensembles. junge bands, die kein mensch kennt aber jeder kennen sollte, wie das steilwand inspirierte trio schnellertollermeier, geben sich die hand mit (allerdings ganz woanders) etablierten gruppen, wie push the triangle aus frankreich. unternährer und lauterburg werden den schnecken im film biotop ihre stimmen leihen, tobias friedlis neue band flugschau wird ihre ersten kreise übers firmament ziehen, die first lady des eidgenössischen hammerklaviers, vera kappeler, wird ein solokonzert geben, die jazzwerkstatt graz ein mosaik legen und die jazzwerkstatt wien wird komponierend vertreten sein, um nur einige beispiele zu nennen. nach vier konzerten am abend laden djs in der turnhalle zum tanz. und in der jazzwerkstatt off-bar, die auch während der konzerte für müde ohren offen ist, werden künstler wie mani porno und sarbach jeweils um 00.30 Uhr late-night shows geben, derweil das superkägi trio mit seiner hardcore-eurotunnel-music den toiletten charme verleiht. die jazzwerkstatt bern ist nicht nur ein festival. sie ist ein schmelz- und backofen für musikerinnen und musikhörerinnen verschiedener herkunft, ein ort sich auszutauschen und zu experimentieren, und eine spielwiese für alle, die noch nicht schlafen gehen wollen. www.jazzwerkstatt.chJazz in BernEvents in Bern
Prix Walo 2009
«And the winner is…», heisst es am 19. April im Casino Kursaal Interlaken.Dann wird zum 35. Mal der Prix Walo der Show Szene Schweiz verliehen. Zum dritten Mal auf dem Bödeli. In neun Kategorien wird der Preis vergeben, nominiert sind 33 Künstler oder Gruppen (siehe unten). Die Nomination wurde von einer Fachjury vorgenommen. Leider sind heuer keine Vertreter des Mikrokosmos Jungfrau in der Ausmarchung um die von Rolf Knie kreierte Trophäe. Doch in der Sparte «TV-Produktionen» ist mit «SF bi de Lüüt» eine Sendung nominiert, die von der Region geprägt wurde. «Spezielles Augenmerk galt von Oktober bis Dezember 2008 der Landfrauenküche», schreiben die Verantwortlichen bei der Vorstellung der Nominationen. Das Finale fand im Freilichtmuseum Ballenberg statt. Aber auch in Grindelwald und Beatenberg war Moderator Nik Hartmann mit seinem Team zu Besuch. Dabei machte er eine gute Figur, so dass er auch für den Publikumspreis vorgeschlagen ist. Die Gala im Casino Kursaal beginnt um 18.00 Uhr. Ab 20.00 Uhr überträgt Star TV. Für die Publikumswahl kann die Stimme schon abgegeben werden. Quelle: www.jungfrauzeitung.chwww.prixwalo.chPrix Walo (Wikipedia)Die Nominierten «Prix Walo» 2009Pop/Rock: Bligg, Gölä, Sina
Traditionelle Volksmusik: Streichmusik Adler, Kapelle Oberalp, Oesch's die Dritten
Country, Blues, Roots: Coal, Philipp Fankhauser, Suzanne Klee
Newcomer: Sophie Hunger, Marc Sway, Claudio Zuccolini
TV-Produktionen: «Bauer ledig sucht» (3+), «bi de Lüüt» (SF), «Giacobbo/Müller» (SF)
Kabarett/Comedy: Simon Enzler, Rolf Schmid, Sutter+Pfändler
Filmproduktion: «Auf der Strecke» (Reto Caffi), «Happy New Year» (Christoph Schaub), «Marcello Marcello» (Denis Rabaglia)
Schauspieler: Joel Basman («Happy New Year»), Bruno Cathomas («Happy New Year»), Sabina Schneebeli («Tag & Nacht», «Das Geheimnis von Murk»)
Publikumspreis: Nicole Berchtold, Moderatorin; Marco Fritsche, Moderator; Giacobbo/Müller, Comedy; Gölä, Musiker; Nik Hartmann, Moderator; Fabienne Louves, Musikerin; Oesch's die Dritten, Musiker; Christa Rigozzi, Moderatorin und Miss Schweiz 2006, und Sina, Musikerin.
Aeschlimann-Corti
Louise Aeschlimann und Margareta Corti Stipendium 2009.Die Bernische Kunstgesellschaft schreibt das Louise Aeschlimann und Margareta Corti Stipendium für das Jahr 2009 aus, eines der wichtigsten Stipendien für bildende Künstlerinnen und Künstler im Kanton Bern, das seit 1942 vergeben wird. Wie im letzten Jahr steht eine Preissumme von insgesamt CHF 70’000.– zur Verfügung. Künstlerinnen und Künstler, die in vorigen Jahren bereits mit einem Förderstipendium ausgezeichnet wurden, können sich für ein Aeschlimann Corti Stipendium bewerben. Das Louise Aeschlimann und Margareta Corti Stipendium findet in einem zweistufigen Verfahren statt und wird dieses Jahr im Kunstmuseum Bern durchgeführt, wo auch die Ausstellung stattfinden wird. Teilnahmeberechtigt sind Kunstschaffende, die seit mindestens einem Jahr im Kanton Bern Wohnsitz haben oder im Kanton Bern heimatberechtigt sind (unbedingt entsprechend Niederlassung oder Passkopie als Beleg beilegen). Die Altersgrenze ist auf 40 Jahre festgelegt (ab Jahrgang 1969). Ohne entsprechende Kopie der Niederlassung, ID oder des Passes ist die Anmeldung nicht gültig. Beim ersten Durchgang ist eine Dokumentation mit Lebenslauf einzureichen. Aufgrund dieser Unterlagen lädt die Jury Künstlerinnen und Künstler für den zweiten Durchgang ein. Aus dem Kreis der Eingeladenen werden die GewinnerInnen der Stipendien und der Förderpreise ausgewählt. Bitte beachten: Nicht alle Eingeladenen des zweiten Durchgangs können ihre Werke an der Stipendiumsausstellung zeigen und müssen diese eventuell wieder abholen. Anmeldeschluss Samstag, 28. Februar 2009 (Poststempel) Bernische Kunstgesellschaft Stichwort: Aeschlimann Corti Hodlerstrasse 8 -12 3000 Bern 7 www.kunstgesellschaft.beLouise Aeschlimann Margareta Corti
Atheistbus
Wahrscheinlich gibt es keinen Gott. Kein Grund zur Sorge - Geniess das Leben.Mit dem Slogan «Wahrscheinlich gibt es keinen Gott» haben die Briten Schweizer Atheisten inspiriert, ebenfalls eine Kampagne «für religiöse Abrüstung» in Angriff zu nehmen. «Es gibt wahrscheinlich keinen Gott. Also hör auf, dir Sorgen zu machen, und geniess dein Leben!» Diese Botschaft prangt in England von den roten Bussen und an den Wänden der U-Bahn und löste bei der britischen Bevölkerung viel Wirbel rund um Religion und Glauben aus. Auch in der Schweiz sorgte die Freidenker-Aktion für Schlagzeilen. Es ist also keine Überraschung, dass die Initiative jetzt auch die Atheisten hierzulande ansteckt: Am Samstag beschloss die Freidenker-Vereinigung der Schweiz (FVS), die Kampagne zu übernehmen. «Wir wollen damit zeigen, wie absurd religiös gefärbte Botschaften sind, beispielsweise die omnipräsenten Bibelzitate der Agentur C», sagte Reta Caspar, Leiterin der Geschäftsstelle der FVS gegenüber «20 Minuten» «Im Moment suchen wir aber noch Spender», erklärte Caspar weiter. Auf der Freidenker-Homepage wurde bereits die Spendenaktion zur Lancierung der Kampagne für religiöse Abrüstung gestartet. Das Spendenziel beträgt 50'000 Franken. Die Aktion soll dazu verhelfen, den Einfluss von religiös begründeten und motivierten Gruppen auf die Politik zu minimieren. Denn das Prinzip der FVS ist es, das freie, nicht von Dogmen, Tabus und anderen Hindernissen beschränkte Denken in Politik, Gesellschaft und Religion zu fördern. Dass die FVS auch jenen Leuten eine Stimme geben will, die sich von den blau-gelb gefärbten Religionsbotschaften bedrängt fühlen, provoziert jedoch die gläubigen Christen: Gemäss «20 Minuten» hat der Sprecher der Evangelischen Volkspartei (EVP) Niklaus Hari bereits angekündigt, dass Überlegungen zu einer Gegenkampagne im Gange sind. Die Sprecher der Landeskirchen wollten angeblich gar nicht erst einen Kommentar zur geplanten Kampagne abgeben. Lediglich die christliche Volkspartei (CVP) nimmt es gelassen. Die lockere Haltung begründete CVP-Sprecherin Marianne Binder damit, dass die Partei schliesslich keine religiösen, sondern nur politische Empfehlungen gebe. geniess-das-leben.chwww.atheistbus.org.uk
Filmschaffende
Weiterbildungsstipendium 2009 für professionelle Berner Filmschaffende.Die Berner Filmförderung schreibt das Weiterbildungsstipendium 2009 für professionelle Berner Filmschaffende mit überzeugendem Leistungsausweis aus. Angesprochen sind sowohl jüngere wie etablierte ältere Berner Filmschaffende aus allen künstlerischen, technischen und organisatorischen Filmberufen. Das Weiterbildungsstipendium soll die gezielte Vertiefung und Erweiterung der eigenen Kompetenzen und Kontakte im Filmbetrieb sowie Wissenstransfer in einem professionellen internationalen Umfeld ermöglichen. Das konkrete mehrmonatige Weiterbildungsvorhaben kann von den Filmschaffenden nach individuellen Bedürfnissen selber recherchiert, konzipiert und überzeugend dargestellt werden. Die Bewerbungsrichtlinien zum Stipendium sind auf der Website der Berner Filmförderung verfügbar unter www.bernerfilmfoerderung.ch. Bewerbungen müssen schriftlich bis spätestens Montag, 27. April 2009 bei der Berner Filmförderung, c/o Amt für Kultur des Kantons Bern, eingereicht werden. www.be.chwww.bernerfilmfoerderung.ch
AKW
Die Zukunft ist erneuerbar – Nein zu neuen AKW!Schon heute könnte mit den energieeffizientesten Geräten der Stromverbrauch in der Schweiz bis zu einem Drittel gesenkt werden. Bis ins Jahr 2035 könnte mit erneuerbaren Energien so sogar ein jährlicher Stromüberschuss erzeugt werden, ohne neue Atomkraftwerke. Die Technologien sind vorhanden – was fehlt, sind der politische Wille und die Rahmenbedingungen, die ihnen zum Durchbruch verhelfen. Neue Atomkraftwerke verhindern diesen Durchbruch und blockieren eine zukunftsfähige und nachhaltige Stromversorgung in der Schweiz. Das zeigte die Allianz «Nein zu neuen AKW» heute an einer Medienkonferenz auf. In einigen Jahren müssen die Atomkraftwerke Mühleberg, Beznau I und II altersbedingt vom Netz genommen werden. Die Stromkonzerne Axpo, BKW und Alpiq (vorher «Atel») wollen die alten AKW ersetzen und haben 2008 beim Bund drei Rahmenbewilligungsgesuche für den Bau neuer AKW eingereicht. Nur so könne die Zukunft der Schweizer Stromversorgung gesichert werden, behaupten sie. Das Gegenteil trifft zu: Auch ohne neue Atomkraftwerke kann der Strombedarf der Schweiz bei weitem gedeckt werden und dies erst noch langfristig und nachhaltig. Sichere Stromversorgung ohne neue Atomkraftwerke Sabine von Stockar von der Schweizerischen Energie-Stiftung SES stellte anhand des Stromszenarios IV E des Bundesamtes für Energie (BFE) klar: «Ohne neue Atomkraftwerke kann die Schweiz bis im Jahr 2035 einen Stromüberschuss von mindestens 13'000 GWh pro Jahr produzieren. Eine so genannte Stromlücke ist also nicht in Sicht. Dabei rechnet das BFE konservativ. Möglich ist noch viel mehr!» Enormes Potenzial ungenutzt: Wirtschaft und Politik müssen handeln Dass Energieeffizienz die günstigste, umweltverträglichste und effizienteste Strategie zur sicheren Stromversorgung ist, machte Hans-Peter Fricker, CEO WWF Schweiz, deutlich. Jede dritte Kilowattstunde wird heute verschwendet. Fricker präsentierte einen Katalog von Massnahmen, die das ändern helfen und die alle heute umgesetzt werden könnten, so etwa im Rahmen der laufenden Revision der Energieverordnung. Mit zielführenden Verbrauchsvorschriften bei Stromfresser-Geräten und -Anlagen liesse sich zehnmal mehr Strom sparen als der Bund vorschlägt. Sophie Michaud Gigon, Geschäftsleitungsmitglied von Pro Natura, betonte das enorme Potenzial von erneuerbaren Energien in der Schweiz, die umweltverträglich genutzt werden könnten. Durch die Optimierung der Leistung des Wasserkraftwerkes Laufenburg/AG z. B. können dort 128 GWh mehr Strom pro Jahr erzeugt werden. SP-Nationalrat und Co-Präsident der Organisation NWA, Ruedi Rechsteiner, und der Grüne Regierungs- und Ständerat Robert Cramer aus Genf zeigten die Vorteile von Energiesuffizienz und neuen erneuerbaren Energien für den Wirtschaftsstandort Schweiz auf. In Deutschland wird der Sektor erneuerbare Energien schon 2015 mehr Arbeitsplätze bieten als die Autoindustrie. Ähnliches ist mit den nötigen Rahmenbedingungen für die Schweiz zu erwarten. Zudem werden Investitionen in Millionenhöhe ausgelöst, so zum Beispiel in Genf. nein-zu-neuen-akw.chKernenergie (Wikipedia)
QUARTZ 2009
Verleihung Schweizer Filmpreis QUARTZ 2009: Sinfonischer Glanz für Filmpreis-Gala.Der Schweizer Filmpreis QUARTZ wird dieses Jahr erstmals anlässlich eines Galaabends in Luzern verliehen. Am 7. März 2009 wird Susanne Kunz im KKL Luzern 1'300 Gäste durch die von der SRG SSR idée suisse sowie dem Bundesamt für Kultur und SWISS FILMS organisierte Preisverleihung führen. Im Mittelpunkt stehen dann die Schweizer Filmstars, welche in zehn Kategorien ihre Jahresbesten feiern werden. Den festlichen Rahmen der Gala bildet das Luzerner Sinfonieorchester. Roter Teppich für die Schweizer Filmbranche am Samstag, 7. März 2009: Ab 17 Uhr werden die Besten der Branche auf dem Roten Teppich das KKL Luzern betreten, um ab 19 Uhr der Verleihungszeremonie «Schweizer Filmpreis QUARTZ 2009» beizuwohnen. In zehn Kategorien werden die von der Jury erkorenen Gewinner ausgezeichnet: «Bester Spielfilm», «Bester Dokumentarfilm», «Bester Kurzfilm», «Bester Trickfilm», «Bestes Drehbuch», «Beste Darstellerin», «Bester Darsteller», «Bestes schauspielerisches Nachwuchstalent», «Beste Filmmusik» und «Spezialpreis der Jury». Musik spielt an der Gala eine zentrale Rolle: Das 100-Jahr-Jubiläum der Filmmusik wird gewürdigt, erstmals wird der QUARTZ «Beste Filmmusik» vergeben, und für den feierlichen Rahmen der Feier im Konzertsaal KKL Luzern sorgt das Luzerner Sinfonieorchester unter der Leitung von Matthias Bamert (ehemaliger Direktor «Lucerne Festival» und früherer Chefdirigent des Radio Sinfonieorchesters). Bekannte Persönlichkeiten aus der schweizerischen und internationalen Film- und Kulturszene werden den Schweizer Filmschaffenden ihre Ehre erweisen und persönlich die Auszeichnungen überreichen. Durch den Abend wird SF-Moderatorin Susanne Kunz die 1'300 geladenen Gäste aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Sport führen. Die Preisverleihung findet unter dem Patronat der SRG SSR in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kultur und SWISS FILMS sowie der Schweizer Filmakademie, Solothurner Filmtage, Stadt Luzern und KKL Luzern statt. Die Nominationen in den verschiedenen Kategorien wurden am 23. Januar 2009 im Rahmen der Solothurner Filmtage durch das Bundesamt für Kultur bekanntgegeben ( www.schweizerfilmpreis.ch). Schweizer Filmnacht auf SF zwei, TSR 1 und TSI 1 Den einheimischen Film als verlässlichen Partner zu fördern und zu präsentieren, ist eine vornehme, kontinuierliche Aufgabe der SRG SSR. Aus Anlass der Gala «Verleihung Schweizer Filmpreis QUARTZ 2009» widmen deshalb die Fernsehprogramme der SRG SSR auf SF zwei, TSR 1 und TSI 1 den Samstagabend, 7. März 2009 dem Schweizer Filmschaffen: • «Die lange Nacht des Schweizer Films» live moderiert von Monika Schärer aus dem KKL Luzern auf SF zwei, ab 18:30 Uhr - www.langenacht.sf.tv• «Nuit du Cinéma suisse» avec la remise de Prix du Cinéma Suisse QUARTZ 2009, présentée par Laurence Mermoud et Michel Zendali, sur TSR 1, dès 20h10 - www.tsrfiction.ch/quartz09• «Notte bianca del Cinema svizzero» e la cerimonia di consegna Premio del Cinema Svizzero QUARTZ 2009 su TSI 1, presentata da Cristina Trezzini, dalle 19:30 - www.rtsi.ch/nottedeiquarzi
Volksglauben
Der Freitag der 13. gilt im Volksglauben als ein Tag, an dem besonders viele Unglücke passieren.Ob Glück oder Unglück, eines steht fest: Der 13. fällt häufiger auf einen Freitag als auf einen anderen Wochentag - in diesem Jahr gleich dreimal, doppelt so oft wie im Durchschnitt. Die Angst vor dem vermeintlichen Unglückstag zählt zu dem am weitesten verbreiteten Aberglauben. Die Wurzeln sind teils christlich: Der Freitag gilt als Todestag Jesu. Und als 13. soll Verräter Judas am letzten Abendmahl teilgenommen haben. Die Angst vor Malheuren, Fehltritten oder gar Katastrophen ist aber unbegründet. Am sprichwörtlichen Unglückstag passiert nicht mehr und nicht weniger als an jedem anderen Datum. Es verhält sich wie die krankhaften Vorstellungen religiöser Fundamentalisten und Gotteskrieger zur Evolutionstheorie von Charles Darwin. Freitag der 13. (Wikipedia)
Schloss Thun
Schloss Thun: Wichtige Zeugnisse der bernischen Bildhauerkunst sind zurück.Die historischen Wappensteine vom Scherzligtor und vom alten Schloss Schadau sind zurück im Thuner Schlosshof. Die beiden beträchtlich beschädigten Reliefs aus dem 16. und 17. Jahrhundert wurden in den vergangenen Jahren vom Schlossmuseum und der kantonalen Denkmalpflege sorgfältig restauriert. Die beiden Wappensteine waren jahrzehntelang auf ungünstige Weise im Schlosshof Thun aufgestellt. Dadurch wurden sie beschädigt. 1997 schritten Museum und Denkmalpflege ein und brachten die Kunstwerke ins Restaurierungsatelier. Der Steinrestaurator und Bildhauer Urs Bridevaux verfestigte den Sandstein, klebte Risse und ergänzte abgewitterte Teile. Restaurator Michael Fischer legte die ursprüngliche farbige Fassung frei und retouchierte sie zurückhaltend. Dank diesen Massnahmen sind die bedeutenden Zeugnisse der Thuner Geschichte nun wieder in sehr gutem Zustand und zurück im Thuner Schlosshof. Der Wappenstein vom Scherzligtor Das Scherzligtor, das Stadttor Thuns gegen die äussere Aare, wurde 1537 durch die Stadt Thun vollständig erneuert. Wie damals üblich stiftete Bern seiner Untertanenstadt zum Neubau ein bernisches Staatswappen in Form eines Sandsteinreliefs. 1851 wurde das Stadttor beim Bau einer neuen Brücke abgebrochen. Der Wappenstein vom Scherzligtor geriet zuerst in Privatbesitz ehe er 1888 ins Thuner Museum gelangte. Auf dem Relief sind zwei Bernerwappen über dem Thunerwappen zu erkennen. Diese stellen klar, dass Bern die Oberherrschaft über die Stadt ausübte. Der Doppeladler darüber ist das Wappen des deutschen Reiches, dem Bern formell bis 1648 angehörte. Dank einem Eintrag in den Stadtrechnungen von Bern weiss man, dass der damalige Münsterwerkmeister Peter Kleinmann das Wappen geschaffen hat. Es ist damit ein Zeugnis der spätgotischen Bildhauerei aus der Münsterbauhütte. Der Wappenstein vom alten Schloss Schadau Das heute bestehende Schloss Schadau stammt aus dem mittleren 19. Jahrhundert. Es ersetzte ein Herrschaftsschloss des 17. Jahrhunderts, von dem nur die jetzt restaurierte Wappentafel erhalten geblieben ist. Diese stammt von Anthoni Thierstein, der sie als knapp 30-Jähriger schuf und ab 1643 Münsterarchitekt war. Die Wappentafel kam beim Abbruch um 1852 ins neue Schloss und wurde 1928 von der Gemeinde Thun dem Schlossmuseum übergeben. Auf dem Relief sind die Wappen des Schlossherrs der Schadau, Franz Ludwig von Erlach und seiner zweite Gattin Johanna von Graffenried abgebildet. Die Jahrzahl 1638 steht nicht nur für die Entstehungszeit des Reliefs, sondern auch für den Abschluss des Schlossbaus. Franz Ludwig von Erlach (1575 - 1651) stammte aus einem alten Stadtberner Geschlecht. Von 1629 bis zu seinem Tode 1651 war er Schultheiss von Bern. Er war aber auch ein begeisterter Bauherr. So gestaltete er das Schloss Spiez zu einer repräsentativen Residenz um, stattete sie 1614 mit dem damals modernsten Saal aus, baute das Schloss Bümpliz um und schuf das erste Schloss Schadau. Mit 19 Jahren heiratete er die 14-jährige Salome Steiger. Nach deren Tod ehelichte er 1613 die Johanna von Graffenried, die ihn um 20 Jahre überlebte. Mit Salome hatte er neun, mit Johanna 26 Kinder. www.be.chBerner LandsitzeSchloss ThunSchloss Schadau
Parkprojekt
Spatenstich zum Parkprojekt Brünnengut.In den nächsten eineinhalb Jahren wird in Brünnen auf fünf Hektaren eine Parkanlage für 12'000 Anwohnerinnen und Anwohner realisiert. Heute hat der symbolische Spatenstich stattgefunden. Neben einer grossen Rasenfläche, der für Spiel und Sport zur Verfügung steht, werden verschiedenen Obstbäume und 200 Linden den Park prägen. Der Park soll die bestehenden Quartiere Gäbelbach, Holenacker, Tscharnergut und Stapfenacker mit dem neuen Freizeit- und Einkaufszentrum Westside verbinden. Realisiert wird das Projekt «Rose de Berne» der beiden Landschaftsarchitekten David Bosshard und Andreas Tremp, die damit in einem Architekturwettbewerb den ersten Platz belegten. Im neuen Park sind verschiedene Kernelemente vorgesehen. Eine U-förmige Lindenpromenade mit 200 Bäumen dient als räumlicher Abschluss zu den angerenzenden Wohnbauten. Für sportliche und spierlerische Aktivitäten sind ein Fussballfeld mit Traningsplatz, ein Spielplatz und ein Eventbereich für Feste vorgesehen. Weitere Kernelemente bilden ein Primelgarten, eine Obstwiese mit alten Obstsorten und ein Pflanzengarten. Rose de Berne (*.pdf)www.bruennen.chFreizeit, Erholung und Natur als Berner Attraktion
Kelten
Kunst der Kelten im Historischen Museum.Premiere im deutschsprachigen Raum: Mit der Ausstellung «Kunst der Kelten – 700 vor bis 700 nach Chr. » wird im Historischen Museum zum ersten Mal das einzigartige Kunstschaffen der antiken Kelten in den Mittelpunkt gestellt. Die ausgesuchten Stücke stammen aus ganz Europa. Die Ausstellung ist vom vom 18. Juni bis zum 18. Oktober 2009 zu Gast in Bern. Sie ist eine Produktion des Historischen Museums Bern in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Württemberg in Stuttgart. Gezeigt werden prachtvoller Schmuck und reich verzierte Gebrauchsgegenstände aus Bronze, Eisen, Silber und Gold, aber auch kultische Objekte mit raffinierten Mustern und Darstellungen fantastischer Fabelwesen. Einen Schwerpunkt der Schau bildet die hochentwickelte und oft rätselhafte Ornamentik der Kelten. Mittels Objekten, Grafiken und Computeranimationen wird sie verständlich und für die Besucher erfahrbar gemacht. Im Dialog mit Zeugnissen der klassischen Antike zeigt die Ausstellung, wie sich der typische unststil der Kelten entwickelt hat. So bilden griechische, etruskische und römische Kunstwerke in der Ausstellung nicht nur Kontraste, sondern veranschaulichen auch, wie die mannigfaltigen Beziehungen zu den antiken Hochkulturen das Kunstschaffen der Kelten angeregt und gefördert haben. Rund um die Ausstellung Zur Berner Ausstellung wird als besondere Attraktion im Museumspark eine Keltenschmiede aufgebaut. Unter Leitung des Fachmanns Markus Binggeli entsteht hier in Zusammenarbeit mit der pädagogischen Hochschule PHBern die Rekonstruktion der berühmten bronzenen Prunkliege aus dem Fürstengrab von Hochdorf bei Stuttgart. www.bhm.chMuseen in BernKelten (Wikipedia)
Bruce Springsteen
Bruce Springsteen Ende Juni im Berner Stade de Suisse. Bern - 60 Jahre und kein bisschen heiser: «The Boss» Bruce Springsteen tritt am 30. Juni im Berner Stade de Suisse auf. Das teilte der Konzertveranstalter Good News mit. Vorverkaufsstart ist der 13. Februar. Allein in den USA hat der 1949 geborene Springsteen mehr als 60 Millionen Tonträger verkauft. Soeben ist sein mittlerweile 24. Album mit dem Titel «Working On A Dream» erschienen. Bruce Springsteen (Wikipedia)
Nazis
Blocher bezeichnet Abstimmungssieger als Nazis.Nach dem Ja zur Personenfreizügigkeit spricht SVP-Vizepräsident Christoph Blocher von «Manipulation» und bezeichnet die Befürworter als «Totengräber der Demokratie». «So etwas habe ich bislang nur Simbabwe zugetraut», sagte Blocher – und zieht einen Vergleich zu den Nazis im Dritten Reich. Das Ja zur Weiterführung und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit mit der EU hat Christoph Blocher nicht überrascht; auch nicht das klare Resultat. «Die Frage war gar nicht zu beantworten», sagte Blocher auf «teleblocher.ch». Man wisse auch jetzt nicht, ob das Volk die Personenfreizügigkeit weiterführen oder ausdehnen wolle. Man hätte die zwei Fragen einzeln stellen sollen, wiederholt Blocher seine frühere Kritik an der Abstimmung, «aber das wollten sie nicht». Für Blocher ist deshalb klar: Eine solche «Manipulationsfrage» hätte man dem Volk gar nicht erst vorlegen dürfen. «Hier waren Totengräber der Demokratie am Werk», sagte Blocher im Gespräch mit Matthias Ackeret weiter. «Es ging darum, die Frage so zu stellen, dass es ein Ja gibt. So etwas habe ich bislang nur Simbabwe zugetraut. Dem Schweizer Parlament nicht.» Der Manipulationsvorwurf und die Kritik an der breit abgestützten Befürworterseite gipfelt im Vergleich mit dem Dritten Reich: «Nehmen Sie diktatorische Strömungen wie das Dritte Reich. Natürlich, wenn alle hinstehen und dem Hitler zujubeln, dann gehören sie immer zu den Gewinnern», sagte Blocher weiter. Dies sei insofern mit der Abstimmung zur Personenfreizügigkeit vergleichbar, «als man meint, man müsse zur Mehrheit gehören und ja nicht zur Minderheit.» tagesschau.sf.tv
Anne-Marie Blanc
Die Schweizer Theater- und Filmschauspielerin Anne-Marie Blanc ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Der Durchbruch gelang ihr 1941 mit der Titelrolle im Film «Gilberte de Courgenay».Anne-Marie Blanc, eine der «Grandes Dames» der Schweizer Theaterwelt, starb am Donnerstag umgeben von ihren Angehörigen an ihrem Wohnort im Alterswohnheim Zürich-Enge, wie ihre Familie am Freitag mitteilte. Bis ins hohe Alter wirkte Blanc in zahlreichen Theater- und Filmproduktionen mit. Ihren Bühnenabschied gab sie rund zwei Monate nach ihrem 85. Geburtstag in Zürich, Schaffhausen und Basel im Stück «Savannah Bay» von Marguerite Duras. Im Zwei-Personen-Stück stand sie zusammen mit ihrer Enkelin Mona Petri Fueter auf der Bühne. Am Zürcher Schauspielhaus, wo Anne-Marie Blanc 66 Jahre zuvor als Elevin engagiert worden war, übergab ihr Stadtpräsident Elmar Ledergerber nach ihrem letzten Auftritt die Anerkennungsmedaille der Stadt für kulturelle Verdienste. Keine Theaterausbildung Geboren wurde Anne-Marie Blanc am 2. September 1919 in Vevey als Tochter eines Grundbuchverwalters. Sie wuchs in Bern auf. Als Kind liebäugelte sie mit einem Medizinstudium. Irgendwann einmal habe sie sich dies aus dem Kopf geschlagen, sagte sie kurz vor ihrem 80. Geburtstag. Nach der Matura sprach sie am Schauspielhaus Zürich vor - und wurde auf Anhieb engagiert - eine Theaterschule besuchte sie nie. 1938 bis 1952 gehörte sie zum Ensemble des Schauspielhauses. Sie trat aber auch auf anderen wichtigen Bühnen der Schweiz, Deutschlands und Österreich auf. Die Schauspielerin war mit Heinrich Fueter, dem Gründer der Filmfirma Condor, verheiratet, der 1979 starb. Blanc hatte drei Söhne. Diese übernahmen nach dem Tod des Vaters 1979 die Produktionsfirma. Viele Mitgleider der weit verzweigten Familie sind heute im Kulturbereich tätig. Vertritt die «andere Seite der Medaille» Anne-Marie Blanc war Theaterschauspielerin mit Leib und Seele. Als 80-Jährige mimte sie im Berner Theater an der Effingerstrasse den alternden Stummfilmstar Norma Desmond im erstmals fürs Theater adaptierten Filmklassiker «Sunset Boulevard». «Wenn gute Angebote kommen, spiele ich weiter», pflegte sie, nach dem Karrierenende befragt, zu sagen. Sie könne nichts anderes als die Schauspielerei. Diese beherrschte sie dafür brillant. 1986 erhielt sie für ihre Darstellungskunst die begehrte Schweizer Bühnenauszeichung, den Hans-Reinhart-Ring, sowie die Goldene Nadel des Zürcher Schaupielhauses. In der Laudatio zur Ehrung hiess es, ihr Schaffen zeichne sich durch «bezaubernde Leichtigkeit, Humor und Noblesse» aus. «Ich habe die Komödie repräsentiert, das Leichte und Elegante. Hier war ich favorisiert gegenüber deutschen Kolleginnen, die in Munitionsfabriken gearbeitet und keine glanzvolle Theater-Jugend erlebt hatten», sagte Blanc vor zwei Jahren der NZZ am Sonntag auf die Frage, in welcher Sparte sie zuhause gewesen sei. Die grosse Geste sei sie allerdings nicht gewesen. «Im Vergleich mit Maria Becker, einer klassischen Heldin, vertrete ich die andere Seite der Medaille», sagte sie. Blanc spielte über 200 Theater- und mehr als 30 Filmrollen. Auf der Theaterbühne verkörperte sie von Shakespeare zu Lessing, von Goethe zu Schiller und Kleist, von Ibsen und Tschechow zu Zuckmayer und Brecht so ziemlich alle grossen klassischen Rollen. Absage an Hollywood Blanc, die in verschiedenen Fernsehfilmen mitgewirkt hatte, stand bis ins hohe Alter auf der Bühne. Sie war sich auch für TV-Serien nicht zu schade. So spielte sie etwa von 1999 bis 2001 in der populären Serie «Lüthi und Blanc» mit. Zum Film kam sie 1940: Damals hatte sie in der Produktion «Wachtmeister Studer» des Regisseurs Leopold Lindtberg ihre erste Filmrolle. Der Kinoerfolg «Gilberte de Courgenay» verhalf ihr zum Durchbruch und machte sie zum nationalen Idol und zum ersten weiblichen Filmstar der Schweiz, wie das Historische Lexikon schreibt. Sie spielte auch in den Kinofilmen «Die missbrauchten Liebesbriefe», «Landammann Stauffacher» oder in der Komödie «Matura-Reise», die Sigfrit Steiner inszenierte. Daneben hatte Blanc zahlreiche Filmrollen in deutschen Heimat- oder Boulevardfilmen. In Paris drehte sie 1946 zusammen mit Erich von Stroheim «On ne meurt pas comme ça». Ein Jahr später lehnte sie einen Siebenjahresvertrag mit einem Hollywood-Studio aus Rücksicht auf ihre Familie ab. «Wunderbare Schauspielerin» Stephanie Glaser hat die verstorbene Anne-Marie Blanc als «wunderbare Schauspielerin» gewürdigt. Sie habe sich durch ihre Natürlichkeit ausgezeichnet und man habe ihr geglaubt, was sie gesagt habe, sagte Glaser. Die beiden Schauspielerinnen hatten im Film «Klassezämekunft» im Jahr 1988 zusammen vor der Kamera gestanden. Auch Mathias Gnädinger, der unter anderem in der Fernsehserie «Lüthi und Blanc» mit Anne-Marie Blanc spielte, hat diese als eine der tollsten Schauspielerinnen gewürdigt, die es in der Schweiz je gegeben habe. Eine Schauspielerin, die eine ganz spezielle Aura um sich gehabt habe. Als er sie zuletzt auf der Bühne gesehen habe, habe sie gesagt, man müsse einfach weiter machen, das Gedächtnis müsse frisch bleiben. Das gebe auch ihm Mut weiter zu machen. www.swissinfo.chAnne-Marie Blanc (HLS)Anne-Marie Blanc (Wikipedia)
Klaus Huber
Der Berner Komponist Klaus Huber erhält in diesem Jahr den internationalen Ernst von Siemens Musikpreis.Der mit 200'000 Euro (fast 300'000 Franken) dotierte Preis ist eine der begehrtesten Auszeichnungen der Musikwelt. Der 84-jährige Huber ist einer der international renommierten Repräsentanten der zeitgenössischen Musik. Sein umfangreiches Werk umfasst Kammermusik, Oratorien und Opern. In Hubers Werk verbinde sich neueste Musik-Sprache mit den Kontrapunkt-Techniken der Alten Musik, erklärte die Jury. Es gehe ihm um geistliche Musik, aber auch um aktuelles soziales und politisches Engagement. Huber hatte - nach einer Ausbildung zum Lehrer - von 1947 bis 1955 in Zürich Komposition studiert. Als Schlüsselwerk gelten die «Cantiones de Circulo Gyrante» (1985), in denen Texte der mittelalterlichen Benediktinerin Hildegard von Bingen neben einem Gedicht Heinrich Bölls über die im Krieg zerstörten Kirchen Kölns stehen. Huber wurde vor einigen Monaten bereits der mit 80 000 Euro (120 000 Franken) dotierte, alle drei Jahre vergebene Musikpreis Salzburg 2009 zugesprochen. Es war bis dahin die grösste Auszeichung in der jahrzehntelangen Laufbahn des Berners. «Vielleicht liegt das daran, das 'Huber' kein Name ist, mit dem man Karriere machen kann», sagte er damals. Der Siemens-Musikpreis wird ihm am 15. Mai bei einem Festakt in München überreicht. Die Laudatio hält der Aargauer Musikpublizist Max Nyffeler. Die Siemens-Musikstiftung vergibt ausserdem Förderpreise in Höhe von insgesamt 2,1 Millionen Euro. Die drei Komponistenpreise gehen an die in Deutschland lebende Chinesin Lin Yang, an den Tschechen Miroslav Srnka und an den Italiener Francesco Filidei. Klaus Huber (HLS)Klaus Huber (Wikipedia)
Orient
Zentrum Paul Klee Auf der Suche nach dem Orient. Von Bellini bis Klee. 7. Februar bis 24. Mai 2009Die Ausstellung bildet den ersten Akt einer dreiteiligen Ausstellungsreihe zum Thema Orient. «Auf der Suche nach dem Orient» wirft einen historischen Blick zurück und lädt geografisch ein auf eine Reise von Bern nach Tunesien und Ägypten, Marokko und Jerusalem. Paul Klees Reisen nach Tunesien und Ägypten werden in einer geschichtlichen Perspektive dargestellt und thematisieren den europäischen Blick auf den Orient vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Venedig als Handels- und Kunstzentrum dient dabei als Brücke zwischen den östlichen und westlichen Kulturen. Ein Ausstellungshighlight aus dieser Zeit ist das Porträt vom «Sultan Mehmet II», das Gentile Bellini 1480 gemalt hat und das sich heute in der Sammlung der National Gallery in London befindet. Zu sehen sind weitere Werke unter anderem von Giovanni Antonio Guardi, Jean-Etienne Liotard, Eugène Delacroix, Eugène Fromentin, Gustave Bauernfeind, Lord Leigthon, John Frederick Lewis, aber auch von Charles Camoin, Henri Matisse und Wassily Kandinsky. Die Faszination und Attraktion, die der Orient auf die Maler Europas ausübte, bereitet das Terrain vor für den Klee-spezifischen Teil der Ausstellung, mit den berühmten Reisen Klees nach Tunesien im Frühling 1914 und nach Ägypten in Winter 1928/1929 als Höhepunkten. Ergänzt werden Klees Werke durch hochkarätige Bilder seiner Reisegefährten August Macke und Louis Moilliet, sowie durch Fotografien, Postkarten und schriftliche Dokumente, die einen spannenden Einblick in die Auseinandersetzung der drei Künstler mit der arabischen und muslimischen Kultur ermöglichen. Eine Sonderschau islamischer Kunst mit historischen Exponaten und Kunstwerken aus der Blütezeit der islamischen Kultur und Wissenschaft wirft einen zusätzlichen Blick auf den Orientalismus: Schatzkammer in sich – mit wichtigen Leihgaben aus der Schweiz, aus Berlin, Budapest, Paris, Venedig und Wien, Venedig – stellt sie gleichzeitig das Bild des Orients wieder her, wie es im 19. Jahrhundert vorherrschte, und veranschaulicht Klees Auseinandersetzung mit diesem Thema. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Westfälischen Landsmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster konzipiert. www.paulkleezentrum.chPaul KleeAugust MackeLouis MoillietMuseen in Bern
WM 2009
Nati will WM-Euphorie entfachen.Zweieinhalb Monate vor der Heim-WM in Bern und Kloten bestreitet die Schweizer Nati in Genf gegen Weissrussland sowie in Sierre und Gstaad gegen die Slowakei drei weitere Testländerspiele. Mit starken Leistungen und Siegen gegen die Nummern 8 und 9 der Weltrangliste will das Team von Ralph Krueger die WM-Euphorie definitiv entfachen. Ein besonderer Leckerbissen verspricht das Spiel am Samstag in Gstaad zu werden, das unter freiem Himmel stattfindet. Letztmals hat die Schweizer Nati vor 33 Jahren am Davoser Spenglercup «open air» gespielt. Die Partie (ab 15.45 Uhr live auf «SF zwei») ist mit 3000 Zuschauern bereits ausverkauft. Im Berner Oberland werden in den nächsten Tagen noch die entsprechenden Tribünen aufgestellt. Lions-Helden werden geschont Vom Aufgebot her sind die Voraussetzungen für Ralph Krueger jedoch nicht perfekt. Der Nati-Coach gibt den vom CHL-Sieg erschöpften Spielern der ZSC Lions eine Ruhepause. Am Samstag dürften auch die Berner Spieler geschont werden, die am Sonntag das mehrmals verschobene Spiel der 37. NLA-Runde gegen die ZSC Lions bestreiten. Krueger hat ein Team nominiert, in dem in der Abwehr nur der Genfer Goran Bezina über grosse WM-Erfahrung verfügt. Im Sturm dagegen sind Emanuel Peter vom EHC Biel und der nachträglich nominierte Matthias Bieber von den SCL Tigers die einzigen Akteure ohne WM-Erfahrung. Mit dem Langnauer Verteidiger Eric Blum hat Krueger zudem einen weiteren Nati-Neuling nominiert. «Werbetrommel für die WM rühren» Auch wenn der eine oder andere Top-Akteur in dieser Woche fehlt, Ralph Krueger fordert trotzdem konzentrierte Leistungen und positive Resultate: «Die Verantwortung für die Mannschaft und die Spieler steigt natürlich so kurz vor der WM. Wir müssen Leistungen zeigen und für die WM die Werbetrommel rühren», so der Deutsch-Kanadier. Auf dem richtigen Weg Zusätzlichen Optimismus hat sich Krueger in den letzten Wochen durch die Erfolge der ZSC Lions in der Champions Hockey League geholt: «Der tolle Erfolg der Lions zeigt aber auch, dass der Weg, den das Nationalteam vor Jahren eingeschlagen hat, der richtige ist. Der ZSC holte die Champions League mit Tugenden, die auch bei uns im Vordergrund stehen.» WM-Kandidaten in Nordamerika Krueger hat den Fokus neben der CHL aber auch auf die NHL gerichtet. Mit Martin Gerber, Mark Streit sowie Luca Sbisa gibt es in Übersee drei Schweizer Spieler, die in den Playoffs kaum zum Zuge werden kommen und somit zu WM-Kandidaten werden. Auch mit AHL-Allstar Yannick Weber, der bei den Montreal Canadiens seine NHL-Feuertaufe hinter sich hat, wird Krueger bei einem Nordamerika-Trip in den kommenden Wochen reden. tagesschau.sf.tvEishockey WM 2009
SCAPA Memories
SCAPA Memories. Eine Sammlung Museum Tinguely Basel: 4. Februar bis 19. April 2009Die Ausstellung im Museum Tinguely ermöglicht einen Einblick in die exzentrische Sammlung von Ted Scapa. Der bekannte Schweizer Cartoonist, der 1931 in Holland geboren wurde, zeichnete für die internationale Presse, bevor er über dreissig Jahre lang den Benteli Verlag in Bern leitete. Durch die Kindersendung Das Spielhaus im Schweizer Fernsehen DRS wurde Scapa in den 1960er und 1970er Jahren zur bekannten öffentlichen Persönlichkeit. Heute lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler und veranstaltet Creativity Workshops. Die Ausstellung SCAPA Memories ist Scapas Verhältnis zur Kunst gewidmet. Er führt durch seine Sammlung, die einen sehr persönlichen Dialog zwischen Tradition und Moderne darstellt. Für ihn ist das Leben mit Kunst ein vitales Bedürfnis. Was er im Laufe seines Lebens zusammengetragen hat, folgt keiner bewussten Strategie, sondern eher der Intuition. Dieses kulturelle Biotop, in dem Ted Scapa und seine Frau Meret seit einem halben Jahrhundert leben und arbeiten, spiegelt die Sicht- und Erlebnisweise wie Scapa die Welt und die Kunst wahrnimmt. Scapas Lieblingswort «Kreativität» ist gleichzeitig seine Message, die auch als Auswahlkriterium für die Zusammensetzung seiner Sammlung Gültigkeit hat. Eine weitere wichtige Antriebskraft seiner überbordenden Sammelleidenschaft sind Memories, seine Erinnerungen an zahlreiche Begegnungen mit Künstlern aus aller Welt, seien sie persönlicher Art über längere Zeiträume hinweg oder rein zufällig aus einer spontanen Begeisterung entwachsen. Mit den Jahren entstand daraus ein inspirierendes Sammelsurium, das ganz der ungebändigten Kreativität des Künstlers und Menschen Scapa entspricht, der selbst auch Lampen und Teppiche entworfen hat. Durch seine immense verlegerische Tätigkeit (circa 1500 Titel) konnte er eine Vielzahl von Künstlern, Galeristen, Sammlern und Museumsleuten kennenlernen, ein Elixier, das ihn immer beflügelte. Er war nicht nur mit Cracks wie Joan Miró oder Aimé Maeght vertraut, sondern pflegte auch enge und herzliche Beziehungen zu einer riesigen Gemeinde, die auch an seiner legendären Gastfreundschaft teilhatten. Über die Katalogproduktionen lernte er die Meister der monumentalen Druckgrafik kennen, wie beispielsweise die deutschen «Neuen Wilden» Georg Baselitz, Markus Lüpertz, A. R. Penck, Jörg Immendorff, die Schweizer Martin Disler, Peter Stämpfli oder Alfred Hofkunst. In Scapas Sammlung, die wie eine Wunderkammer anmutet, stehen farbenfrohe Briefzeichnungen und eine Maschinenskulptur seines Freundes Jean Tinguely wie selbstverständlich neben Ritualobjekten und Gebrauchsgegenständen unterschiedlichster Kulturen und Epochen. Zu ihnen gesellen sich monumentale Druckgrafiken bekannter Künstler des 20. Jahrhunderts, wie zum Beispiel von Antoni Tàpies oder Frank Stella, ebenso wie chinesische Tonskulpturen oder Holzskulpturen, Masken und Reliefs aus Afrika. In seinem Schloss-Eldorado am Murtensee bevölkern die Skulpturen, Objekte und Grafiken sein Wohn- und Esszimmer, die Fensternischen und sämtliche Gesimse, die Tische und Schränke, Türstürze und Treppenabsätze, sie quellen von der Küche bis ins WC. Die Grafik an die Wände geschichtet, platziert er die kleinen wie die übergrossen, meist nackten afrikanischen Frauen und Männer, die Masken und Trommeln akkurat vor den Bildern, manchmal farbig und formal abgestimmt, dann wieder krud, wohl aus Platzmangel. Immer wieder kommt eine Neuerwerbung hinzu und das Gesamtkunstwerk verschiebt sich, ohne Einbussen. Diese «Wunderkammer» dient Ted Scapa auch als Inspirationsquelle und Antriebskraft für seine eigene künstlerische Arbeit. Ihn faszinieren die ausdrucksstarken und oft skurrilen Gesichter der aussereuropäischen Kunstobjekte gleichermassen wie die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten, die die Vervielfältigungstechnik der Druckgrafik den Künstlern der Moderne bietet. Seiner grandiosen Unbekümmertheit ist es dabei ziemlich egal, ob die afrikanischen Figuren original oder nach alten Vorbildern gefertigt sind. Es zählt nicht der Entstehungszusammenhang, geschweige denn irgendeine wissenschaftsgeprüfte Herkunft. Für ihn ist der Umstand ebenso wichtig, dass sich eine handwerkliche Kunstfertigkeit erhalten hat, die Überleben garantiert, ohne Ausdruckskraft verloren zu haben. So hat der Künstler Ted seinen ureigenen Zugang zur Kunst und dem Kunstvermittler Ted, der mit seinem Spielhaus mit den Kindern einer ganzen Nation ursprüngliche Kreativität wiederbelebt hat, ist eine gelungene Reproduktion soviel wert wie ihre optimale Vermittlung. Als Verleger, als Büchermensch und Druckexeget ist ihm die vervielfältigte Kunst seit je die nächste. In der Ausstellung im Museum Tinguely werden rund 120 Exponate aus Scapas Sammlung gezeigt wie auch ein Film von Roy Oppenheim, der Scapas Leben und sein besonderes Verhältnis zur Kunst dokumentiert. Künstlerliste: Georg Baselitz / Stefan Berger-Teichmann / François Burland / Alexander Calder / Luciano Castelli / Eduardo Chillida / Christo und Jeanne-Claude / Jan Cremer / Martin Disler / Rainer Fetting / Sam Francis / Keith Haring / Alfred Hofkunst / Karl Horst Hödicke / Jörg Immendorff / Paul Klee / Bernhard Luginbühl / Markus Lüpertz / Felix Müller / Claes Oldenburg / A. R. Penck / Arnulf Rainer / James Rosenquist / Niki de Saint Phalle / Ted Scapa / Meret Schaap / Richard Serra / Peter Stämpfli / Saul Steinberg / Frank Stella / Bert Stern / Antoni Tàpies / Jean Tinguely / Bernar Venet Zur Ausstellung erscheint die Publikation Scapa Memories. Eine Sammlung, beim Kehrer Verlag, Heidelberg. Vorwort von G. Magnaguagno und Texte von T. Scapa und R. Oppenheim (ca. 96 Seiten, ca. 70 Abbildungen) Scapa Memories, DVD, von Roy Oppenheim (ca. 25 Min.) Jean Tinguely – im Spielhaus, Zusammenschnitt von drei Sendungen «Das Spielhaus» (SF DRS) mit Ted Scapa und Jean Tinguely, DVD (ca. 45 Min.) Sonderveranstaltungen Sonntag, 8. März 2009, 14 Uhr: Scapa erzählt und zeichnet aus seinem Leben. Mit Filmvorführung. Keine Anmeldung erforderlich. Mittwoch, 18. März 2009, 14 Uhr: Spass mit Scapa. Workshop für Kinder ab 8 Jahren, Anmeldung erforderlich unter ( +41 (0)61 681 93 20 Sonntag, 5. April 2009, 14 Uhr: Scapa erzählt und zeichnet aus seinem Leben. Mit Filmvorführung. Keine Anmeldung erforderlich. www.tinguely.chTed Scapa (g26.ch)Ted Scapa (Wikipedia)
Lisa Della Casa
Lisa Della Casa feiert heute den 90. Geburtstag.Sie galt als die «schönste Frau der Opernbühne»: Lisa Della Casa, eine der führenden Mozart- und Strauss-Sängerinnen ihrer Zeit: Die ausserordentliche Karriere der vor 90 Jahren geborenen Sängerin begann in den 1940er Jahren in ihrer schweizerischen Heimat und führte sie schnell an die grössten Opernbühnen der Welt und zu bedeutenden Festivals: An der New Yorker Met wurde sie ebenso gefeiert wie in London, Mailand, Zürich, München, Paris, Chicago, Bayreuth und Salzburg und natürlich an der Wiener Staatsoper, wo sie mehr als 25 Jahre lang regelmässig aufgetreten ist. Singendes Mannequin Fotos und Filmdokumente belegen, dass das Wort vom «singenden Mannequin» nicht zu weit hergeholt war: Lisa Della Casa beeindruckte durch die Schönheit ihrer Erscheinung, durch ihre Attitüde und Haltung. Dass gerade diese Eigenschaften ihrer Karriere anfänglich abträglich waren, dass man abwertend bemerkte «an sich müsste sie ja nicht singen», verwundert aus dem Blickwinkel des frühen 21. Jahrhunderts, in dem die optische Komponente zuweilen von grösserer Bedeutung zu sein scheint als die künstlerische Qualität. Doch Lisa Della Casa verfügte über beides in reichem Mass, über optische Attraktivität und eine aussergewöhnliche Stimme von bemerkenswerter Ebenmässigkeit und Strahlkraft, technischer Souveränität und individueller Klangfarbe: Wenige Töne genügen, um Lisa Della Casas singulären Sopran sofort zu erkennen. Allerdings war sie keine sich ganz in ihren Rollen verausgabende Ausdruckskünstlerin, vielmehr waren ihre Auftritte immer von einem «gewissen Geheimnis» umweht - was einer Partie in besonderem Mass zu Gute kam: der Titelrolle in «Arabella» von Richard Strauss. Arabellissima Mehr als zwei Jahrzehnte lang galt die Della Casa als konkurrenzloser Inbegriff dieser «schwierigen» Frauengestalt, als «Arabellissima» - und noch viele Jahre nach ihrem plötzlichen und sehr abrupten Rückzug von der Opernbühne in den frühen 1970er Jahren galt ihre Interpretation der Arabella als Massstab, an dem Rollennachfolgerinnen gemessen wurden. «Lisa Della Casa ist ein kaum wiederholbarer Glücksfall; eine Sängerin von Gottes Gnaden», hiess es 1952 in der «Neuen Wiener Zeitung» anlässlich der «Arabella»-Neuproduktion im Theater an der Wien, dem Ausweichquartier der kriegszerstörten Staatsoper. «Diese satte, glockenreine Stimme, die, in wundervoll einheitlicher Linie geführt, bis in die höchste Höhe ihren ruhigen Glanz bewahrt, kommt direkt aus dem Herzen oder aus dem Himmel.» Vier Partien des «Rosenkavalier» In den Opern von Richard Strauss hat Lisa Della Casa aber nicht nur die Arabella gesungen, Gräfin in «Capriccio», Ariadne auf Naxos, Chrysothemis in «Elektra» und sogar die Salome zählten zu ihrem Repertoire - und die Marschallin im «Rosenkavalier», eine ihrer grossen Erfolgsrollen in Wien, New York und Salzburg (Eröffnungsvorstellung des Grossen Festspielhauses unter Herbert von Karajan!). Im «Rosenkavalier» war sie zu Beginn ihrer Laufbahn auch die Sophie, eine von ihr heissgeliebte Partie, nach der sie überraschender Weise nicht unmittelbar zur Feldmarschallin gewechselt hat: zuerst hat sie auch noch den Octavian, eigentlich eine Rolle des Mezzofaches, übernommen. Zählt man noch die Partie der Annina hinzu, eine der frühen Rollen der Della Casa an der Züricher Oper, so hat sie gleich vier Partien in diesem Stück gesungen und gespielt! Führende Mozart-Interpretin Weltweit wurde Lisa Della Casa in den Opern von Richard Strauss in den 1950er, 60er und frühen 70er Jahren gefeiert, daneben galt sie aber auch als eine der führenden Mozart-Interpretinnen ihrer Zeit: Ihre Studio-Einspielungen der Contessa in «Le nozze di Figaro» (unter Erich Kleiber und Erich Leinsdorf), der Fiordiligi in «Cosi fan tutte» (unter Karl Böhm) und der Donna Elvira in «Don Giovanni» (unter Josef Krips) gelten bis heute als «Klassiker» der Aufnahmegeschichte. In «Don Giovanni» hat die Della Casa aber nicht nur die Rolle der Elvira gesungen, sondern auch - unter anderem 1955 beim Opernfest zur Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper - die Donna Anna; in der «Zauberflöte» war sie nicht nur Pamina, in ihren frühen Karrierejahren hat sie sich sogar an die extremen Höhenanforderungen der Königin der Nacht gewagt. Und auch dreissig Jahre nach ihrem Debüt und 24 Jahre nach ihrem ersten Auftritt in Wien vermochte die Della Casa mit ihrer letzten neuen Rolle, der Ilia in «Idomeneo», ihrer 26. Partie an der Wiener Staatsoper, noch immer ihre bemerkenswerte Stimmkultur und ihr feinsinniges Ausdrucksvermögen zu demonstrieren. Italienische Rollen Neben Mozart und Strauss hat Lisa Della Casa auch italienische Rollen gesungen, ebenso wie Operettenpartien, Barockopern, Werke von Richard Wagner und zu ihrer Zeit zeitgenössische Musik. Auf den Opernbühnen der Welt war sie ein ebenso gern gesehener Gast wie in den Konzertsälen. Doch wer glaubt, Lisa Della Casa habe einzig für ihre Kunst und die Musik gelebt, der irrt: Singen war für sie in allererster Linie Beruf, der von äusserster Disziplin und Konzertration geprägt war - nach absolvierter Arbeit hat sie stets versucht, sich so schnell wie möglich ins Privatleben zurückzuziehen. Medienvertreter nannten sie «schwierig» oder «arrogant» - und hätten doch so gerne über das Privatleben der «singenden Opernschönheit» und Schlossbesitzerin am Bodensee (Schloss Gottlieben ist ihr Eigentum), natürlich auch über die schwere Erkrankung der Tochter berichtet. Aus der Öffentlichkeit verschwunden Lisa Della Casa hat jedoch nie ein Hehl daraus gemacht, dass ihr das «Drumherum» ihres Berufes zuwider war. Anfang 1974 beendete sie ganz plötzlich ihre Karriere - und verschwand vollständig aus der Öffentlichkeit; jegliche Form von Auftritten und Interviews wurden von ihr abgelehnt. Umso erstaunlicher, dass sie nach mehr als drei Jahrzehnten doch im vergangenen Jahr bereit war, für ein Filmporträt zu ihrem 90. Geburtstag vor die Kamera zu treten; zu ihrem Sängerberuf äusserst sie sich darin - fast erwartungsgemäss - kritisch. Staatsopern-Mitschnitte auf CD Rechtzeitig zum 90. Geburtstag von Lisa Della Casa ist in der Reihe «Wiener Staatsoper Live» bei Orfeo eine Solo-CD der Sängerin mit Mitschnitten aus der Wiener Staatsoper aus den Jahren 1955 bis 1971 erschienen - neben ihrer Donna Anna in «Don Giovanni» und der Gräfin in «Capriccio» ist Lisa Della Casa auf dieser CD in bisher unveröffentlichten Staatsopern-Aufnahmen von Wagners «Meistersingern von Nürnberg», von Einems «Dantons Tod», Mozarts «Idomeneo» und in «Arabella» von Richard Strauss zu hören. Text: Michael Blees http://oe1.orf.atLisa della Casa (Wikipedia)Lisa della Casa (HLS)Zu Gast im Restaurant Della Casa in Bern
ZSC Lions
ZSC Lions Gewinn der Champions Hockey League: Die Weltpresse zur ZSC-Sensation.Sensation, Siegesrausch, europäischer Hockeythron, Könige, Hockeymärchen, Europas Nummer eins, phänomenal, historisch, unglaublich, Gänsehautstimmung, ein gedemütigter und demolierter russischer Bär als letztes Opfer der Zürcher Pokaljagd. Das sind nur einige Stichworte aus der Schweizer Presse landauf, landab, in den drei Landessprachen. Die ZSC Lions haben ein Riesending geschafft, als erster Schweizer Club in der über 40-jährigen Geschichte des europäischen Club-Eishockeys einen erstklassigen Wettbewerb gewonnen, der sonst zumeist nach Russland ging - in alten wie auch neuen Zeiten. Und auch in der internationalen Presse gibt es viel Lob. Selbst aus Russland, wo die Selbstverständlichkeit des Siegens in europäischen Clubwettbewerben einen jähen Abbruch erlebte. «Auf dem Eisfeld verlor Magnitka alles, vor allem die Ehre. Nach dem 3:0 im dritten Drittel gaben die Russen auf und kassierten zwei weitere Tore», zeigt sich die Agentur Interfax kritisch. Auch die andere Agentur RIA Nowosti übt sich in Kritik: «Wie im ersten Spiel waren die ZSC Lions taktisch besser vorbereitet. Das Spiel wurde von der ersten bis zur letzten Minute von den Schweizern diktiert. Die Metallurg-Spieler konnten den Schlüssel zu Ari Sulanders Tor nicht aufheben.» Als einzige Zeitung schaffte es das Sportblatt Sowjetsij Sport, trotz der Zeitverschiebung über das CHL-Spiel zu drucken. Der Titel «Magnitkas Anomalie» zierte mit jubelnden ZSC-Spielern die Titelseite der Zeitung. Weiter innen folgten zwei weitere Seiten zum Spiel. «Bravo Zürich!» heisst es, und «Zürich wollte gewinnen - Zürich gewann.» Der Sport-Express lobte die Spielweise der Zürcher. «Nach der ersten Pause übernahmen die Gastgeber die Initiative und trafen. Alle Versuchen in Richtung ihres Tor blockten sie bereits in der neutralen Zone ab.» «Krutov gewann die Champions League», titelt gazeta.ru und erklärt auch, wie es zur Sensation kommen konnte: «Die Schweizer zeigten ein typisch kanadisches Hockey. Viele KHL-Teams sind es sich nicht gewohnt, gegen eine solche Mannschaft zu spielen.» Auch in unbeteiligten Ländern nahm man die Sensation war. Die amerikanische Agentur AP hob im Titel schon den nächsten Schritt hervor: «Zürich erreicht Spiel gegen NHL-Team» Gemeint ist der mit einer Million Dollar dotierte Victoria Cup, der im Herbst stattfindet zwischen den ZSC Lions und ein NHL-Team, möglicherweise sogar in Zürich. «Zürichs Löwen Europas stärkstes Eishockeyteam» titelt die Deutsche Presse-Agentur. Die ZSC Lions knüpfen an den Überraschungen des Schweizer Nationalteams mit den Siegen über Kanada und Tschechien an den Olympischen Spielen 2006 in Turin an und würden drei Monate vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land die Begeisterung kräftig anheizen, schreibt die Agentur weiter. «Suloista!» titelt die finnische Zeitung Ilta-Sanomat - ein Wortspiel mit süss(er Erfolg) und ZSC-Goalie Ari «Sulo» Sulander. «Sulanders Zürich gewinn die CHL», so das Blatt weiter. «Die ZSC Lions gewinnen die Champions League», titelt die schwedische Zeitung Aftonbladet. «Die Zürcher Löwen überfuhren Russlands Metallurg Magnitogorsk im zweiten Final der Champions Hockey League und wartet nun auf einen NHL-Herausforderer im nächsten Herbst.» Weil der erste Metallurg-Sturm aus lauter Tschechen besteht, war das Spiel natürlich auch in deren Heimat ein Thema. Deniksport erreichte nach dem Spiel Jan Marek: «Natürlich wird jetzt ganz Russland enttäuscht sein, wir wussten, wie wichtig das Spiel war, aber jeder sah, dass die bessere Mannschaft gewonnen hat.» Update 30. Januar: In «Schweiz auf Eis» berichtet auch die Süddeutsche Zeitung über den Erfolg. «Schon das 2:2 im Hinspiel war eine Überraschung gewesen, das Rückspiel wurde zur Demütigung: 5:0 stand es, als um 21.57 Uhr die Schlusssirene ertönte - der grösste Erfolg einer Schweizer Eishockey-Vereinsmannschaft seit Erfindung des Eishockeys (um 1850) und der Schweiz (1293) war perfekt. www.zsc-lions.chEishockey-WM 2009
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