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6.2.09

Klaus Huber

Der Berner Komponist Klaus Huber erhält in diesem Jahr den internationalen Ernst von Siemens Musikpreis.

Der mit 200'000 Euro (fast 300'000 Franken) dotierte Preis ist eine der begehrtesten Auszeichnungen der Musikwelt.

Der 84-jährige Huber ist einer der international renommierten Repräsentanten der zeitgenössischen Musik. Sein umfangreiches Werk umfasst Kammermusik, Oratorien und Opern.

In Hubers Werk verbinde sich neueste Musik-Sprache mit den Kontrapunkt-Techniken der Alten Musik, erklärte die Jury. Es gehe ihm um geistliche Musik, aber auch um aktuelles soziales und politisches Engagement. Huber hatte - nach einer Ausbildung zum Lehrer - von 1947 bis 1955 in Zürich Komposition studiert.

Als Schlüsselwerk gelten die «Cantiones de Circulo Gyrante» (1985), in denen Texte der mittelalterlichen Benediktinerin Hildegard von Bingen neben einem Gedicht Heinrich Bölls über die im Krieg zerstörten Kirchen Kölns stehen.

Huber wurde vor einigen Monaten bereits der mit 80 000 Euro (120 000 Franken) dotierte, alle drei Jahre vergebene Musikpreis Salzburg 2009 zugesprochen. Es war bis dahin die grösste Auszeichung in der jahrzehntelangen Laufbahn des Berners.

«Vielleicht liegt das daran, das 'Huber' kein Name ist, mit dem man Karriere machen kann», sagte er damals. Der Siemens-Musikpreis wird ihm am 15. Mai bei einem Festakt in München überreicht. Die Laudatio hält der Aargauer Musikpublizist Max Nyffeler.

Die Siemens-Musikstiftung vergibt ausserdem Förderpreise in Höhe von insgesamt 2,1 Millionen Euro. Die drei Komponistenpreise gehen an die in Deutschland lebende Chinesin Lin Yang, an den Tschechen Miroslav Srnka und an den Italiener Francesco Filidei.

Klaus Huber (HLS)
Klaus Huber (Wikipedia)

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