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24.2.09

Hochwasser

Bern will Hochwassergefahr eindämmen - Kosten von rund 93 Millionen Franken.

Die Stadt Bern will mit einem Objektschutz für die Quartiere an der Aare die Hochwassergefahr reduzieren. Sie entfaltet nach Einschätzung von Fachleuten und dem Gemeinderat eine grössere Wirkung und ist mit 93 Millionen Franken billiger als eine Stollenlösung, die rund 128 Millionen Franken kosten würde.

Das Funktionsprinzip der Objektschutz-Variante basiert auf Ufererhöhungen und Ufermauern, welche die Abflusskapazität der Aare erhöhen und Schutz vor Überflutung bieten. Unterirdische Dichtwände und Drainagen schützen vor eindringendem Grundwasser. Das Gestaltungskonzept wurde auf Grund einer Analyse der Stadtgeschichte entwickelt. In Anlehnung an die alte Stadtmauer werden die Ufererhöhungen grundsätzlich als Ufermauer realisiert, wobei alle sichtbaren Mauerelemente aus Sandstein gebaut werden.

Anpassungen an das Quartier

Die Gestaltung der Mauer wird dem jeweiligen Charakter des Quartiers angepasst. Im Bereich des Marzilibads zum Beispiel wird sie in der Pritschenanlage verschwinden. Im Mattequartier dagegen soll eine begehbare Quaianlage erstellt werden, so dass ein Zusatznutzen auch ausserhalb von Hochwasserereignissen entsteht. Von der Stadtseite aus betrachtet wird die Mauer an keiner Stelle höher sein als ein Meter.

Die grossen Verwüstungen durch die beiden «Jahrhundert-Hochwasser» von 1999 und 2005 hätten die Stadt Bern über die Grenzen hinaus erschüttert, sagte Stadtpräsident Alexander Tschäppät an einer Pressekonferenz. Und auch in diesem Jahr sei zu befürchten, dass es entlang der Aare kritisch werde, nachdem in diesem Winter so viel Schnee gefallen sei. Wenn die Quartiere an der Aare und insbesondere die Matte auch künftig als Siedlungsgebiete erhalten werden sollen, brauche es einen wirksamen Hochwasserschutz, sagte Tschäppät.

Volk entscheidet

Die vom Gemeinderat nun ausgewählte Variante befindet sich auf dem Stand eines Vorprojektes. Im nächsten Schritt muss nun ein konkreter Wasserbauplan erarbeitet werden. Der dafür nötige Projektierungskredit soll noch vor den Sommerferien dem Stadtrat und im Herbst 2009 dem Volk zum Entscheid unterbreitet werden.

tagesschau.sf.tv
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