g26.ch

30.9.06

Hotel Schweizerhof Bern

Die Schweizerhof Eigentümerin Rosebud will das Haus in Bern wieder als Luxushotel auferstehen lassen. Der Schweizerhof wird in ein Fünf-Sterne-Plus Hotel umgebaut.

Dies bestätigte der zuständige Projektleiter gegenüber Capital FM. Anfang des nächsten Jahres sollen die Bauarbeiten beginnen. Diese dauern rund 18 Monate. Die Eröffnung der 93 Zimmer ist für Ende 2008 geplant.

Die Umbaupläne sehen unter anderem vor, das Restaurant «Jack's» auszubauen und attraktiver zu gestalten. Damit sollen auch junge Bernerinnen und Berner in den Schweizerhof gelockt werden. Weiter soll das Hotel vermehrt als Konferenzort genutz werden. Dazu wird die «Bel Etage» ausgebaut, die Hotel-Adminstration wird neu im Dachgeschoss untergebracht.

Geräumt werden soll das alte Gebäude höchstwahrscheinlich im kommenden November und Dezember. Die alte Ausstattung wird voraussichtlich im Januar verkauft. Die jetzigen Mieter der Schweizerhof Räumlichkeiten können laut Rosebud auch nach der Neueröffnung im Hotelgebäude bleiben.

Laut der heutigen Ausgabe des Tages-Anzeiger startet die Schweizerhof-Eigentümerin gleichzeitig an weiteren Hotels Bauarbeiten. So im Zürcher Nobelhotel Atlantis und am renovationsbedürftigen Hotel Bürgenstock.

Capital FM 30.09.2006
www.schweizerhof-bern.ch
Hotels in Bern

29.9.06

Maskottchen für EURO 2008

Maskottchen EM 08
Rot-weisse Zwillinge sind die Symbolfiguren der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz.

619 Tage vor dem Anpfiff der Fussball-Europameisterschaft am 7. Juni in Basel wurde in Wien das Maskottchen-Duo präsentiert.

«Es ist nicht ein Maskottchen für die Schweiz und eines für Österreich. Wir haben zwei gemeinsame Maskottchen», sagte Friedrich Stickler, der Präsident des Österreichischen Fussball-Bundes (ÖFB). «Getauft» werden die Zwillinge am 10. Oktober.

Bis zum 8. Oktober können die Fans über die Namen abstimmen.

Drei Namenspaare stehen nach Angaben der Nachrichten-Agentur APA zur Auswahl: «Zagi und Zigi», «Flitz und Bitz» sowie «Trix und Flix».

magazine.web.de 27.09.2006
EM 08

28.9.06

Bolschoi Don Kosaken

Der weltberühmte Männerchor Bolschoi Don Kosaken kommt nach Bern. Am 16. November 2006 können Sie die Russisch-othodoxen Gesänge in der Französischen Kirche Bern geniessen.

Gesänge aus der othodoxen Liturgie und russische Volkslieder, begleitet von Akkordeon und Balalaika. Dies können Sie vom weltberühmten Männerchor Bolschoi Don Kosaken hören und geniessen.

Der weltberühmte Männerchor besticht durch Klangfülle und Ausgewogenheit der Stimmen. Balalaika und Akkordeon sind die Begleitinstrumente, welche absolut virtuos gespielt werden. Russisch-orthodoxe Gesänge und russische Volkslieder aus der Zlatousta Liturgia mit Gesängen von Bortnjansky, Tschaikowsky und Rachmaninow.

www.bolschoi.ch

27.9.06

Suisse Toy in Bern

Sehen, staunen, ausprobieren: Die einzige nationale Messe für Spiel und Hobby hat sich zum eigentlichen Familien-Event entwickelt.

Die Messe für Spiel und Hobby findet vom 4. bis 8. Oktober 2006 auf dem Geländer der BEA bern expo statt. Neben traditionellen Spielwaren finden die Besucher die aktuellsten Neuheiten aus Spiel und Hobby. Außerdem können die Besucher an der Suisse Toy das frisch gekürte 'Spiel des Jahres" kennen lernen.

Suisse Toy 2006

26.9.06

Ziegenparade in Bern

Der Schweizerische Ziegenzuchtverband feiert in diesem Jahr sein 100 jähriges Bestehen. Die Abschlussfeier des Jubiläumsjahres 2006 wird in Bern gefeiert.

Unter dem Motto «Brückenschlag zwischen Land und Stadt» findet am 28. Oktober 2006 die grosse Ziegenparade in Bern statt. Der Umzug wird mit einem attraktiven Programm wie musikalische Unterhaltung sowie einem Markt mit Ziegenprodukten umrahmt.

Route: Klösterlistutz via Bärengraben - Nydeggbrücke - Nydegggasse - Gerechtigkeitsgasse - Kramgasse - Kornhausplatz - Nägeligasse - Waisenhausplatz

www.szzv.ch

25.9.06

Ernst Kreidolf im Kunstmuseum Bern

Mehr als Bilderbücher

Mit der Ausstellung «Ernst Kreidolf und seine Malerfreunde» zeigt das Kunstmuseum Bern vom 27. September bis 7. Januar den weniger bekannten Ernst Kreidolf. Die Ausstellung will die Meinung korrigieren, er habe vor allem Bilderbücher geschaffen.

Ernst Kreidolf (1863-1956) verstand sich als Maler und Zeichner im umfassenden Sinn. Dies und seine zahlreichen wichtigen Kontakte mit Malerkollegen rückt die Ausstellung in den Mittelpunkt.

Der Berner verbrachte wichtige Jahre (1887-89 und 1895-1919) in München, das damals eine Kunstmetropole von internationalem Rang war. Zu Kreidolfs Freunden und Bekannten aus jenen Tagen zählen unter anderen Albert Welti, Cuno Amiet und Paul Klee.

Ein Lehrer Hermann Hesses

Auch Hermann Hesse, der nobelpreisgekrönte Dichter, gehört zu diesem Freundeskreis. Kreidolf wies ihn in die Kunst des Aquarellmalens ein. Hesse brachte es dabei zu beachtlicher, mehr und mehr Kunstfertigkeit.

Die Ausstellung will den Einfluss solch künstlerisch motivierter Verbindungen auf Kreidolf zeigen. Dazu gehört auch das grosse Vorbild Arnold Böcklin. Zudem werden die Parallelen im Oeuvre des Freundes Albert Welti hervorgehoben.

Wurzeln in der Welt der Märchen

Der enge Zusammenhang zu den Bilderbüchern («Die Wiesenzwerge», «Ein Wintermärchen») wird ebenfalls erhellt. Kreidolfs Werke haben starke Wurzeln in der Welt von Märchen und Traum und rühren damit an Urthemen der Menschheit.

http://tagesschau.sf.tv 25.09.2006

24.9.06

Schloss Thun

Das Schloss Thun wechselt für 3,4 Millionen Franken den Besitzer. Der Thuner Stadtrat hat am Donnerstag mit 25 zu 7 Stimmen den Kaufvertrag mit dem Kanton Bern gutgeheissen. Somit wird die Stadt Thun statt der Kanton Bern Besitzerin des Gebäudes.

Zu Kauf kam es, weil die Stadt und Kanton seit längerem Umnutzungspläne für das Schloss hegen. Um die Investorensuche zu erleichtern, hatte die Kantonsverwaltung den Verkauf vorgeschlagen.

Im Stadtrat bekämpften SP und Grüne das Geschäft. Zu viele Punkte seien unklar, unter anderem die Erschliessung, die Unterhaltskosten und die Frage nach möglichen späteren Investoren. Die bürgerliche Mehrheit hielt das Risiko jedoch für kalkulierbar und stellte sich hinter den Antrag der Regierung.

Allerdings ist bisher tatsächlich unklar, was mit den Schlossliegenschaften passieren wird. Im Vordergrund steht ein seit mehreren Jahren geplantes Projekt für eine touristische Nutzung durch ein Hotel. Als Hauptinteressent gilt eine Basler Personalvorsorgestiftung.

Sicher ist, dass der Kanton spätestens im Herbst 2011 mit dem Regierungsstatthalteramt und dem Kreisgericht aus dem Schloss ausziehen wird.

www.langenthalertagblatt.ch 22.09.2006
Schloss_Thun (Wikipedia)
Thun (Wikipedia)
Thunersee (Wikipedia)
Schloss Oberhofen
Campagnen

23.9.06

Berner Fachhochschule

Start der ersten Studiengänge Pflege und Physiotherapie

Am Montag nehmen 75 junge Frauen und Männer in Bern ihr Bachelorstudium in Pflege und Physiotherapie an der Berner Fachhochschule in Angriff. Der Bachelorabschluss ist die Grundlage für Nachdiplomstudien oder eine spätere Masterausbildung.

Dass Gesundheitsberufe neu an einer Fachhochschule studiert werden können, bedeutet für die traditionell überwiegenden Frauenberufe Anerkennung und Aufwertung zugleich, heisst es in einer Medienmitteilung der Berner Fachhochschule vom Montag.

Im Herbst 2007 startet in Bern der Bachelor-Studiengang Ernährungsberatung, 2008 folgt der Studiengang für Hebammen. Im Vollausbau werden am Fachbereich Gesundheit rund 700 Personen ein Bachelorstudium absolvieren.

Grundlage für diese bildungs- und gesellschaftspolitische Weiterentwicklung bildet der Beschluss der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren vom Mai 2004.

www.sda.ch 18.09.2006

22.9.06

Herbert Groenemeyer kommt nach Bern

Nach Robbie kommt Gröni: Superstar Herbert Grönemeyer spielt am 27. Juni 2007 im Berner Stade de Suisse. Das Konzert vom 28. Juni 2007 entfällt.

Die Fans von Herbert Grönemeyer dürfen sich freuen - und den 26. Juni 2007 dick in der Agenda anstreichen: Der Erfolgssänger («Mensch») kommt im Rahmen seiner Open-Air-Tour «Das Beste von Bochum bis Mensch» für ein einziges Konzert in die Schweiz. Für Fussballfan Grönemeyer dürfte der Auftritt im Berner Stade de Suisse zum Heimspiel werden.

Der 50-Jährige will 2007 erneut voll durchstarten, wie er gestern in Berlin den Medien sagte: Im Frühling erscheint ein neues Album, im Mai und Juni folgt die Tour durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Italien. Bei der Tour wird Grönemeyer seine grössten Hits vom Album «Bochum» (1984) bis zu «Mensch» sowie seine neuen Songs präsentieren.

Auf die Tour müsse er sich natürlich vorbereiten, sagte «Gröni» der Deutschen Presse-Agentur: «Mental gehe ich stark in mich, so vier bis fünf Kilometer pro Tag. Und ich treibe viel Sport: 150 Liegestütze, 250 Situps ...»

Tickets für Grönemeyer gibts laut Homepage des Konzertveranstalters bereits ab heute online zu bestellen.

www.mlk.com
www.eventim.de

21.9.06

Berufsberatung - BIZ Bern-Mittelland

Der bernische Erziehungsdirektor Bernhard Pulver hat am Donnerstag das neue Berufsberatungs- und Informationszentrum (BIZ) in Bern offiziell eröffnet. Die Region Bern-Mittelland verfügt damit künftig über eines der grössten BIZ der Schweiz.

Am neuen Standort an der Bremgartenstrasse 37 (im Von-Roll- Areal) wurden per 2. August sieben Standorte der allgemeinen Berufsberatung in der Region Bern-Mittelland sowie die Akademische Berufsberatung zusammengefasst, wie es in einer Mitteilung des kantonalen Amts für Information heisst.

Bessere Begleitung bei Berufswahl

Das neue Zentrum kann laut Angaben des Kantons auch bei komplexen Fragestellungen rasch und kompetent beraten. Die Bündelung von Ressourcen erlaube es, auch spezialisierte Dienstleistungen anzubieten.

So kann das zentralisierte BIZ etwa Jugendliche besser begleiten, die mit erschwerten Berufwahlbedingungen konfrontiert sind. Für erste Vorabklärungen rund um die Berufswahl bietet es allen Interessierten jeden Nachmittag Kurzgespräche mit einer Fachperson an. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

In der Infothek finden Ratsuchende auf 800 Quadratmetern ein umfassendes Informationsangebot zu allen Fragen rund um Beruf, Studium und Laufbahn. PCs ermöglichen den Zugang zu Informationen im Internet und zu Datenbanken und Fachpersonen bieten Unterstützung bei der Suche nach Informationen.

Neues Angebot in den Schulen

Die regionale Verankerung der Berufsberatung ist laut Angaben des Kantons auch künftig sichergestellt. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater werden künftig regelmässig direkt an den Oberstufenzentren Unterstützung bieten und in Kurzgesprächen vor Ort erste Abklärungen mit den Schülern in die Wege leiten. Diese Präsenz ermögliche auch einen bessere Unterstützung der Lehrkräfte bei Fragen rund um die Berufswahl.

www.sda.ch 21.09.2006

20.9.06

Die Stiftung GegenwART

Die Rahmenbedingungen zur Realisierung einer neuen Stiftung für die Errichtung einer eigenen Abteilung für Gegenwartskunst am Kunstmuseum sind geschaffen. Die Stiftung Gegenwart verfügt über ein Kapital von mindestens 20 Millionen Franken.

Die Mittel der Stiftung Gegenwart ermöglichen dem Kunstmuseum ein anspruchsvolles, vielseitiges Programm im Bereich des aktuellen Kunstschaffens.

Wettbewerb Erweiterungsbau

Eine Schenkung von Dr. h. c. Hansjörg Wyss im Jahr 2005 ermöglicht die Errichtung einer Abteilung für Kunst der Gegenwart und einen zweiten Anbau auf dem Grundstück des Kunstmuseums Bern. Dieses erhält die Gelegenheit, sich nach dem Wegzug der Klee-Stiftung an das von Renzo Piano kürzlich errichtete Zentrum Paul Klee über die Gegenwartskunst gesamthaft neu zu profilieren. Im Unterschied zur Kunsthalle Bern, die quasi im «luftleeren Raum» operiert, wird die Gegenwartskunst im Museum in den kunsthistorischen Kontext eingebettet und vorwiegend von den Sammlungsbeständen abgeleitet.

Neben monographischen Ausstellungen wird der Schwerpunkt auf grossen thematischen, ältere und neuere Kunst verbindenden und nichtwestliche Kulturkreise integrierenden Ausstellungen liegen. Die Gegenwartsabteilung soll damit die globalen Entwicklungen widerspiegeln. Ein Museum also als Schnittstelle zwischen gestern und heute, zwischen hier und dort – und somit ein Angebot, das keine weitere Institution in der Region Bern und in der Schweiz bietet; ein Modell, das weltweit einzigartig dasteht.

Neben dem Ehrfurcht gebietenden klassizistischen Stettler-Bau mit relativ wenig Wandfläche und dem Atelier 5-Anbau mit der grossen zentralen Treppenhalle und dem modularen System von eher niedrigen, durch flexible Wände unterteilbaren Räumen, soll der neue Baukörper für die Gegenwartskunst durch ein grosszügiges Raumangebot, polyvalente Nutzungsmöglichkeiten und radikale Einfachheit in der Gestaltung hervorstechen.

www.kunstmuseumbern.ch
Museen in Bern

19.9.06

Sonntagsverkauf im Dezember

Im Kanton Bern können heuer an drei Sonntagen im Advent Sonntagsverkäufe durchgeführt werden, nämlich am 3., 10. und 17. Dezember. Am 24. Dezember bleiben die Läden geschlossen.

Einzelne Geschäfte dürfen wahlweise nur an zwei der drei Sonntage geöffnet halten, wie das kantonale Amt für Information am Montag mitteilte. Gemäss den Weisungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco) des Bundes kann die Sonntagsarbeit im Advent nur an zwei Sonntagen bewilligt werden.

Im September verschickt das Amt für Wirtschaft des Kanton Bern (beco) die Unterlagen für die Bewilligungen für Sonntagsarbeit. Gemäss den Weisungen des Bundes kann ein Adventsverkauf im Zusammenhang mit einem Weihnachtsmarkt bewilligt werden sowie an Orten, wo dieser Weihnachtsverkauf eine lange Tradition besitzt.

Traditionsgemäss sind alle Geschäfte, Restaurants und Galerien an der Rathausgasse, Brunngasse und an der Postgasse am 1. Advent von 11:00 bis 17:Uhr geöffnet.

18.9.06

Friedliche Tanzparade von Globalisierungskritikern

Mit einer Tanzparade durch die Berner Innenstadt haben am Samstagabend zwischen 150 und 200 Personen gegen Auswirkungen der Globalisierung demonstriert. Die bewilligte Kundgebung verlief nach Angaben der Stadtpolizei Bern friedlich.

Der Umzug startete gegen 18.00 Uhr im Schwellenmätteli. Die Teilnehmer zogen mit rund einem halben Dutzend sogenannter Soundmobiles via Marzili und Bärengraben auf dem Bundesplatz, wo sie während guten halben Stunde Station machten. Danach zogen sie weiter zur Schützenmatte, wo für 23.00 das Ende der Kundgebung geplant war.

Die politischen Entscheidungsträger müssten endlich erkennen, dass mit simpler Kriegs- und Wirtschaftspolitik keines der globalen Probleme gelöst werden können, lautet eine der Hauptbotschaften der Tanzparade. Notwendig sei dazu eine Politik der Nachhaltigkeit, in der nicht die Wirtschaft einseitig dominiere, sondern Umwelt- und Soziales gleichwertig berücksichtigt würden.

Der Umzug sei im Rahmen der Bewilligung verlaufen, sagte ein Sprecher der Stadtpolizei Bern auf Anfrage. Allerdings seien bei der Einsatzleitzentrale der Polizei rund ein Dutzend telefonische Lärmklagen von Anwohnerinnen und Anwohnern der Umzugsroute eingegangen.

Zur Kundgebung aufgerufen hatte die Organisation Dance out WEF, die in Bern bereits vier Mal ähnliche Aktionen durchgeführt hat.

www.sda.ch 17.08.2006

17.9.06

Als die Welt nach Bern schaute

Vor 20 Jahren öffnete das Fixerstübli. Bern stand international in den Schlagzeilen. Hans Peter Wermuth, ein ehemaliger Gassenarbeiter, erzählt, wie die Schweizer Hauptstadt die Drogenpolitik auf den Kopf stellte.

Früher hatten die Drogenabhängigen weniger Platz, um sich in einem dafür eingerichteten Raum einen Schuss zu setzen. Seit drei Jahren ist die Kontakt- und Anlaufstelle für Drogenabhängige im versprayten Gebäude an der Hodlerstrasse 22 beheimatet, am Kopf der Lorrainebrücke, vis-a-vis der Reitschule.

Im neuen Fixerstübli hats grössere Räume als am ersten Standort vor zwanzig Jahren in der Berner Altstadt. Und es hat einen eingezäunten Vorplatz. Hier stören die Junkies weniger Passanten oder Ladenbesitzer als früher, als das Fixerstübli noch an der Münstergasse 12 lag - gleich neben dem Geschäft Ryffel Running.

An normalen Tagen habe das damals kaum zu Problemen geführt, sagt der heute 56-jährige Hans Peter Wermuth. Der ehemalige Sozialarbeiter war Mitbegründer des Fixerstüblis. «Als die Süchtigen eintrafen, hatte der Laden nebenan bereits zu.» Doch während des wöchentlichen Abendverkaufs am Donnerstag hätten sich die Kunden und die Verkäufer von den Drogenabhängigen gestört gefühlt. «Ein Fixerstübli ist halt keine Sonntagsschule», sagt Wermuth.

Fixen erlaubt

Im Juni 1986 eröffnete Contact-Netz in Bern das Fixerstübli - staatlich toleriert und von der öffentlichen Hand finanziert.

Bis zu diesem Tag hatte die Betreuung von heroinabhängigen Menschen unter dem Motto gestanden: Dir wird nur geholfen, wenn du bereit bist, mit dem Fixen aufzuhören. «Mit dem abstinenzorientierten Vorgehen haben wir jedoch viele Süchtige nicht erreicht.»

Deshalb kam die Idee eines Fixerstüblis auf. Die Contact-Stiftung wollte den Junkies helfen, ohne ihnen dabei vorzuschreiben, auf die Droge zu verzichten. Die «akzeptierende Drogenarbeit» war geboren.

Durch Mundpropaganda hatten die Süchtigen vom Fixerstübli erfahren. Die ersten von ihnen standen bei der Eröffnung pünktlich um 18 Uhr vor der Tür. Die Idee der Contact-Angestellten war es, das Fixen nur auf der Toilette zu tolerieren. «Doch nach einigen Tagen stellten die Junkies einen Tisch und fünf Stühle ins Hinterzimmer und sagten: «Hier machen wirs.» Sie verlangten vom Betreuungspersonal Löffel, Tupfer und Ascorbin, um das Heroin aufzukochen.

«Was wir taten, war Pionierarbeit», sagt Wermuth. «Für einmal waren die Berner die Schnellsten auf der Welt.» Die Stadt und der Kanton Bern haben mit ihrem Vorgehen die Drogenpolitik auf den Kopf gestellt. Das Fixerstübli in der Schweizer Hauptstadt sorgte für Aufsehen auf der ganzen Welt. Der amerikanische Fernsehsender CBS zum Beispiel wollte am Welt-Aidstag eine Liveschaltung ins Fixerstübli machen. «Das haben wir nicht erlaubt. Aus der Angst heraus, die anderen internationalen Medien könnten uns danach das Lokal einrennen.»

Schrauben und Lachen

Die Süchtigen selber hatten beim Umbau dieses Lokals mitgeholfen. «Zum ersten Mal musste ein Junkie nicht clean sein, um eine entlöhnte Arbeit zu erhalten», sagt Wermuth. Einige seien zwar nur während einer knappen Stunde pro Tag dazu fähig gewesen. «Doch sie haben den Job sehr gut gemacht.» Er erinnere sich an eine Person, die beim Montieren der Gipsplatten an der Decke sogar darauf geachtet habe, dass alle Schraubenschlitze in dieselbe Richtung schauen. «Perfekter kann mans nicht machen», sagt Wermuth und lacht. An solche Dinge denkt er gerne zurück.

Oder daran, wie die Betreuer einmal eine allzu zugedröhnte Frau nicht in den Fixerraum lassen wollten, worauf diese laut schreiend Einlass verlangte. Was sie jetzt tun wolle, habe ein anderer Junkie nüchtern gefragt. «Die Polizei rufen, etwa?»

Es waren solche Sprüche, die Hans Peter Wermuth aufgeheitert haben. «Ja, wir haben zusammen mit den Süchtigen auch gelacht.» Neben dem Elend, das er während seiner Arbeit sah, sei es auch fröhlich zu- und hergegangen im Fixerstübli.

Er erhielt eine Strafanzeige

Zu den weniger schönen Erlebnissen Hans Peter Wermuths dagegen gehörte die Anzeige wegen öffentlicher Bekanntgabe von Gelegenheit zum Drogenkonsum, die er nach einem Radiointerview mit DRS 3 erhielt. «Das war ein Schuss vor den Bug», sagt er heute. «Von da an wussten wir, dass uns die Bundesanwaltschaft auf die Finger schaut.» Doch das Verfahren wurde nach der Voruntersuchung eingestellt. «Damit waren wir einen grossen Schritt weiter.»

20 Jahre später steht der ehemalige Gassenarbeiter Hans Peter Wermuth erstmals im neuen Fixerstübli an der Hodlerstrasse. Es stellt ihn auf, dass es das immer noch gibt.

www.bielertagblatt.ch Tobias Habegger 15.09.2006

16.9.06

Urs Frauchiger wird siebzig

Kulturtäter und Fabulierer

Von Haus aus ist er Cellist, ausgebildet an der Musikhochschule Basel, und über Jahrzehnte wirkte er als Musiker, zum Beispiel im Berner Reis-Quartett. Doch dann kamen dieser Gang durch die Institutionen und eine Karriere von eigenem Glanz. So verbindet sich der Name von Urs Frauchiger, der am morgigen Sonntag seinen siebzigsten Geburtstag begeht, mit einer Reihe leitender Funktionen. Ab 1970 betreute er die Musik-Abteilung im Studio Bern des Deutschschweizer Rundfunks, 1977 wurde er zum Direktor von Konservatorium und Musikhochschule Bern gewählt, 1992 bis 1997 schliesslich leitete er die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia mit Sitz in Zürich.

Kulturpolitische Erfahrungen zuhauf also - von denen er am Ende genug hatte. An einer institutionellen Schaltstelle inhaltlich einwirken zu können, das hatte sich Frauchiger als Möglichkeit für den Posten bei der Pro Helvetia vorgestellt; in der Folge musste er sich allerdings eingestehen, dass politische Arbeit ganz anderen Parametern gehorcht, weshalb er das Mandat vorzeitig zurückgab.

Dass mit Urs Frauchiger nicht ein Manager, sondern ein Musiker in dieses Amt kam, mag erstaunen. Allerdings hat sich Frauchiger schon immer auch als kritischer Denker zu Wort gemeldet - mit Überlegungen zu ästhetischen wie gesellschaftlichen Fragen, aber auch mit Einspruch gegen die herrschenden Verhältnisse, wo er es für nötig hielt. Erstes Medium war ihm dabei stets das Buch. «Was zum Teufel ist mit der Musik los?» nannte sich ein Titel von 1982, der sich in unkonventioneller Weise mit der Branche beschäftigte und der ihn weitherum bekannt machte; 1995 kam «Entwurf Schweiz» heraus, die «Anstiftung zur kulturellen Rauflust» - die er selbst so animiert wie animierend beherrscht.

Ganz bei sich ist Frauchiger aber, wenn er über sein Eigenes schreibt. Wenn er sich mit Meistern des Fachs über das Musizieren auf Streichinstrumenten unterhält («Der eigene Ton», 2000) oder über Mozart nachdenkt («Mit Mozart reden», 1990, und «Mein Mozart», 2005, jeweils Beiträge zu den Jubiläumsjahren). Dabei lebt sein Schreiben von jenem Einfall, jenem Witz und jener ganz eigentümlichen Fabulierlust, die auch die Erzählungen «In Betrachtung des Mondes», sein jüngstes Buch, kennzeichnen.

www.nzz.ch Peter Hagmann 16.09.2006

Neue Publikationen von Urs Frauchiger:
Mein Mozart. Huber, Frauenfeld 2005. 160 S., Fr. 36.-.
In Betrachtung des Mondes. Erzählungen. Huber, Frauenfeld 2006. 148 S., Fr. 36.-.

15.9.06

Berne Electronic Music Festival

Ein abwechslungsreiches Line-up mit zwei fetten Headlinern: Das Berne Electronic Music Festival lässt sich zum Start nicht lumpen.

Das Flowers & Butterflies Festival findet jeweils an Ostern statt und hat sich als beliebter Fixpunkt im Berner Partykalender etabliert. Aber ein Jahr ist eine lange Zeit und das Kornhausforum einer der exklusivsten Dancefloors der Gegend. Um die Wartezeit zu verkürzen, lancieren die Veranstalter mit dem Berne Electronic Music Festival nun das herbstliche Pendant zum Frühlingsanlass.

Drei Tage lang erzittert der exklusive Saal des Kornhausforums dieses Wochenende unter elektronischen Sounds aller Couleur. Mit dabei sind die nicht mehr ganz taufrischen, aber umso besser abgehangenen Headliner Felix da Housecat und Kenny «Dope» Gonzalez.

Den Startschuss gibt die versammelte Berner Elektronik-Prominenz am Donnerstag unter dem Motto «Berne Allstars» ab. Netterweise ist dieser Abend kostenlos und damit eine gute Gelegenheit für Unschlüssige, mal schnell auf ein Bierchen vorbeizuschauen und sich von der schicken Atmosphäre des Kornhausforums süchtig machen zu lassen.

Der Freitag gehört Felix da Housecat und seinem Electronic Wildstyle. Der Mann aus Chicago hat kurz nach der Jahrtausendwende mit «Kittenz and Thee Glitz» eines der Alben des Electroclash-Hypes abgeliefert und Miss Kittin zu einem gefeierten Superstar gemacht. Die Punk-Garderobe vom Modediscounter hat Felix mittlerweile auf dem Dachboden entsorgt, dafür weiht er nun Diddy in die Geheimnisse des elektronischen Dancefloors ein. Zusammen mit Audioporno und Sonja Moonear ergibt sich somit ein absoluter Pflichttermin für Elektro-Freaks ohne Scheuklappen.

Am Schlusstag wird dann klassischer House zelebriert. Mit Kenny «Dope» Gonzalez ist ein DJ im Haus, der dieser Musik seinen Stempel aufgedrückt hat wie kaum ein Zweiter. Sei es in Zusammenarbeit mit Lil’ Louis Vega als Masters at Work und Nu Yorican Soul oder als Solo-Künstler: Der New Yorker gilt als lebende Legende und Stützpfeiler der Clubszene seiner Heimatstadt. Mit Mr. Mike und Aston Martinez stehen daneben zwei DJs an den Plattentellern, die zu den Wenigen gehören, die im Schatten des House-Giganten nicht bleich aussehen.

Donnerstag - Samstag, 14.–16.9., 22 Uhr, Kornhausforum, Bern.
www.kornhausforum.ch

14.9.06

Neue Leitung beim Stadttheater Bern

Der Franzose Marc Adam, der designierte Intendant des Stadttheater Bern, hat in Bern sein neues Leitungsteam vorgestellt.

Vier Frauen und drei Männer bilden zusammen mit Adam das neue künstlerische Leitungsteam der Berner Bühne. Adam löst in einem Jahr Eike Gramss ab, der nach 16 Jahren zurücktritt. Als Künstlerische Betriebsdirektorin kommt die Thunerin Esther Ferrier nach Bern. Sie hat in den letzten 15 Jahren an deutschen Bühnen gearbeitet, zuletzt als Produktionsdirektorin und stellvertretende Generalintendantin am Theater Erfurt. Von seiner gegenwärtigen Wirkungsstätte in Lübeck bringt Adam seinen Chefdramaturgen Matthias Heid und die Schauspieldramaturgin Karla Mäder mit, die in Bern die gleichen Funktionen innehaben werden. Neue Musikdramaturgin wird Regine Palmai.

Luzerner Regisseur

Leiter des Schauspiels wird der Luzerner Regisseur Erich Sidler, der am Mittwochabend zur Spielzeit-Eröffnung im Theater am Neumarkt in Zürich das Stück «Hotel Disparu» zur Uraufführung bringt. Das Ballett wird ab 2007/08 von der britischen Choreographin und Tänzerin Cathy Marston geleitet, die in den 90er Jahren im Zürcher Ballett, im Luzerner Ballett und während eines Jahres auch im Ballettensemble des Stadttheaters Bern tanzte.

In Bern bleiben wird Chefdirigent und Musikdirektor Srboljub Dinic, der seit 2001 zuerst als Kapellmeister und ab 2005 als Chefdirigent am Stadttheater Bern engagiert ist.

Ensembles stärken

Adam sprach an der Medienkonferenz in Bern von einem «Wunschteam». Er kündigte auch an, dass «etwa die Hälfte der Ensemblemitglieder» am Stadttheater verbleiben werden. Insgesamt sollen die Ensembles gestärkt werden. Adam wünscht sich, dass das Stadttheater zum «Zentrum der Gesprächsszene der Stadt» wird. Deshalb ist ihm eine «Vernetzung mit den anderen Kulturinstitutionen der Stadt» wichtig. Neu soll es am Stadttheater eine «Theaterpädagogik» geben. Junge Leute sollen etwa in einem Theater-Jugendclub erste eigene Erfahrungen mit dem Theater machen können.

www.nachrichten.ch 14.09.2006
www.stadttheaterbern.ch
Bern Events

13.9.06

Berner Beizen werden rauchfrei

Das Rauchen in Bars und Restaurants soll im Kanton Bern verboten werden. Dies hat das Kantonsparlament am Dienstag mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Geraucht werden soll künftig nur noch in speziellen Raucherräumen.

Der Grosse Rat überwies mit 83 zu 58 Stimmen eine Motion aus Kreisen von EVP und SVP zu Gunsten von Rauchverboten. Er verpflichtete die Regierung damit zu einer entsprechenden Änderung des kantonalen Gastgewerbegesetzes.

Wann das Verbot in Kraft tritt, hängt davon ab, wie rasch diese umgesetzt wird und ob das Referendum ergriffen wird. Die Motionäre rechnen frühestens für 2008 mit dem Inkrafttreten.

Linke und Grüne dafür

Klar für das Verbot sprachen sich neben der Regierung, Grüne, SP, EVP und EDU aus. Rauchen sei gleichermassen gesundheitsschädigend für Raucher wie für Nichtraucher, begründeten sie die Forderung. Rauchfreie Räume entsprächen zudem einem gesellschaftlichen Trend.

Eine Mehrheit von FDP und SVP bekämpfte die Vorlage. Sie stellten die Wahlfreiheit der Wirte und der Gäste ins Zentrum. Zudem sprachen die Gegner von einer Zwängerei, da erst 2005 eine ganz ähnliche Vorstoss mit Stichentscheid des Grossratspräsidenten abgelehnt worden war.

Tessin ging voran

Die Einführung von rauchfreien Beizen plant nicht nur der Kanton Bern: In der Mehrheit der Kantone seien Bestrebungen für Rauchverbote in öffentlich zugänglichen Gebäuden im Gang, sagte auf Anfrage Simon Küffer, Projektleiter Tabakpolitik der Schweizerischen Lungenliga.

Im Tessin hatte das Stimmvolk im März ein Rauchverbot in Restaurants gutgeheissen. Im Kanton Solothurn stimmt das Volk am 26. November über eine entsprechende Gesetzesvorlage ab. In den Kantonen Genf, Waadt, Freiburg und Zürich sind entsprechende Volksinitiativen lanciert oder bereits eingereicht.

Der Berner Entscheid sei zu begrüssen, sagte Küffer. Die 70 Prozent Nichtraucher hätten ein Recht auf rauchfreie Räume. Alle Erfahrungen mit Verboten im Ausland seien bisher positiv ausgefallen, auch für die Wirte.

Wirteverband für nationale Regelung

Entäuscht zeigte sich der Präsident des Verbands Gastrosuisse, Klaus Künzli. Als freisinniger Berner Grossrat hatte er das kantonale Verbot bekämpft.

Sein Verband wehre sich nicht grundsätzlich gegen ein Rauchverbot. Um einen kantonalen Wildwuchs zu vermeiden, müsse es aber auf nationaler Ebene eingeführt werden.

Gastrosuisse stellt sich allerdings auch gegen die von der zuständigen nationalrätlichen Subkommission vorgeschlagene Regelung via das Arbeitsgesetz. Diese schaffe eine Ungleichheit zwischen den dem Gesetz unterstellten Betrieben und Kleinbetrieben ohne Angestellte. Es brauche spezifischen Regelung für das Gastgewerbe mit ausreichenden Übergangsfristen.

www.baz.ch 13.09.2006

12.9.06

25 Jahre Galerie Margrit Haldemann

Infolge des 1. Burgdorfer Bildhauer Symposiums gründete die Mitorganisatorin Margrit Haldemann 1981 in Burgdorf die Galerie H. Voller Begeisterung und mit viel Idealismus wurde 5 Jahre später eine weitere Galerie in Bern eröffnet.

Die Ausstellungsräume oberhalb des Restaurants Falken an der Münstergasse wurden bereits 1988 zu den Haupträumen der Galerie H. Seit 1996 befindet sich nun die Galerie unter dem Namen «Margrit Haldemann» an der Brunngasse 14, seit 3 Jahren gemeinsam mit dem Partner Hans-Urs Haldemann.

Dieses Jubiläum will gefeiert werden und zwar eine ganze Saison lang.

Die geplanten Ausstellungen sollen einen repräsentativen Überblick über das Galerienprogramm geben, in der Gruppenausstellung am Anfang, dann in Einzel-, Doppel-, und in einer thematischen Ausstellung. Ein attraktives Rahmenprogramm wird die einzelnen Ausstellungen ergänzen. So werden im Laufe der kommenden Saison alle Künstlerinnen und Künstler in der Galerie gezeigt, die jetzt vertreten sind. Das Berner Einrichtungshaus Intraform an der Rathausgasse 76-80 stellt für die ganze Jubiläumssaison seine Räumlichkeiten zur Verfügung, damit die Ausstellung noch umfangreicher präsentiert werden kann.

Jubiläumsprogramm

26.08. – 23.09.06
Jubiläums- und Gruppenausstellung «Gegen den schnellen Blick» mit 20 Künstlerinnen und Künstlern

14.10. – 11.11.06
Bendicht Fivian

16.11. – 20.11.06
Kunst Zürich 06

02.12. – 28.01.07
«Garden View» mit Regula Dettwiler, Irma Ineichen, René Küng, Jörg Mollet, Rita Siegfried, Ivo Vonlanthen, Paul Wiedmer, Irène Wydler, u.a.

08.02. – 17.03.07
Uwe Wittwer und Heinz Egger

03.05. – 02.06.07
Peter Stein und Jean

Brunne Zytig 08.09.2006 Hpv
Galerie Margrit Haldemann
www.intraform.ch

11.9.06

70 Jahre «Bern in Blumen»

Apéro zur Erinnerung an die Geburtsstunde von «BERN IN BLUMEN» am 24. August 1936 in der Schmiedstube in Bern

Am 24. August 2006 lud die Zunftgesellschaft zu Schmieden zu einer kleinen Feier mit dem Zunftrat im ersten Stock des Zunfthauses zu Schmieden am Schmiedenplatz 5 in Bern zur Würdigung von «Bern in Blumen» ein. Nach der offiziellen Begrüssung durch den Obmann Andreas Lutstorf hielt Dr. Guido Schmezer, ehemaliger Archivar der Stadt Bern, und Erfinder der berühmten Serie «Ein Berner namens» ein informatives Referat über die Entstehung von «Bern in Blumen», das wir hier in einer Zusammenfassung gerne unseren Leserinnen und Lesern weiterleiten möchten:

«Versetzen wir uns ins Jahr 1936 zurück: ein sorgenvolles Jahr der Wirtschaftskrise, der Arbeitslosigkeit und der Kriegsgefahr, mit Hitler im Norden, Stalin im Osten und Mussolini im Süden. Dies wirkte sich auf die Stimmung in der Berner Bevölkerung aus, bei vielen kamen Mutlosigkeit und Zukunftsangst auf.

Zum Glück gab es aber auch Berner, die wussten, dass man mit Jammern kein Unheil abwenden kann, und ein Aktionskomitee von solchen positiven, zuversichtlichen Männern kam am 24. August 1936 in der Schmiedstube zusammen, um unter dem Motto «Bern in Blumen» den Kampf gegen die drohende Krisenstimmung aufzunehmen. An sie wollen wir uns heute, siebzig Jahre später, dankbar erinnern, denn aus diesem kleinen Ereignis in der Geschichte der Schmiedstube ist ein grosses Ereignis in der Geschichte der Stadt geworden.

Zusammengerufen hatte diese Versammlung der Präsident des Verbandes der Quartier- und Gassenleiste. Seine Mitkämpfer waren vor allem der Verschönerungsverein, der Verkehrsdirektor, der Stadtgärtner und der Wirt der Schmiedstube. Letzterer, Fritz Bourquin, spielte im Aktionskomitee «Bern in Blumen» eine hervorragende Rolle, und es ist nicht zuletzt seinem Geschick und Einfluss zu verdanken, dass die Aktion Erfolg hatte: ein Grund mehr, die Schmiedstube als Geburtsort von «Bern in Blumen» zu erklären.

Am Anfang von «Bern in Blumen» stand also kein Beschluss einer politischen Behörde, sondern eine Gruppe von privaten Bürgern, die sich um ihre Stadt sorgten und aus eigener Initiative berieten, wie man die Zukunft meistern könne. Erst als sie einen konkreten Plan vorweisen konnten, wandten sich diese an den Gemeinderat. Dort wusste man ihre Arbeit zu schätzen und versprach ihnen die Mitwirkung der Stadt.

Elf Wochen nach der Zusammenkunft des Aktionskomitees wurde die Genossenschaft «Für Bern» gegründet, deren Zweckartikel lautete: «Die Genossenschaft hat zum Zwecke die Verschönerung der Stadt Bern, die Belebung der Wirtschaft, die Arbeitsbeschaffung, die Förderung des Fremdenverkehrs und die Anordnung und Durchführung von besonderen Veranstaltungen.»

Das waren keine leeren Worte. Was man im Herbst 1936 in der Schmiedstube geplant hatte, war im Sommer 1937 bereits Wirklichkeit: eine Stadt im schönsten Blumenschmuck, von Fremden besucht und bewundert, ein zauberhafter Blumenumzug von Berner Schulkindern und Jugendmusikanten aus der ganzen Schweiz, die Eröffnung des Tierparks Dählhölzli, elf «Jedermann»-Aufführungen vor dem Münster, eine Gartenbau-Ausstellung in der Elfenau – und ein lebhaftes Echo in der Presse.

Weil die anfänglich nur für 1937 geplante Aktion so erfolgreich war, wurde sie Jahr für Jahr – auch während des Krieges – weitergeführt bis auf den heutigen Tag. 1957 führte man den ersten Graniummärit durch, 1969 gründete man den Verein Berner Graniummärit und 1972 wurde die Genossenschaft «Für Bern» in die noch leistungsfähigere Vereinigung «Für Bern» umgewandelt, die heute aus dem kulturellen, gesellschaftlichen und sportlichen Leben der Stadt kaum mehr wegzudenken ist.

Doch dies gehört nicht mehr zum kleinen Ereignis in der Schmiedstube, sondern zum grossen Ereignis in der Stadt, und die Vereinigung «Für Bern» ist sich bewusst, dass im Jahr 2012 ein grosses Fest fällig wird, weil dann seit der ersten Durchführung von «Bern in Blumen» fünfundsiebzig Jahre vergangen sein werden.

In den sechs Jahren bis dahin werden die Zunftgesellschaft zu Schmieden und die Vereinigung «Für Bern» ihre Verbindung weiter pflegen und sich gemeinsam bemühen, die Öffentlichkeit auf die Jubiläumsfeier 2012 vorzubereiten.»

Wir danken Guido Schmezer, übrigens der Vater des bekannten Moderators des «Kassensturzes» bestens für diese gekonnte Zusammenfassung. unterstützt doch die «Brunne Zytig» seit Jahren die Bemühungen «Bern in Blumen» wieder vermehrt zu beleben und unsere Gassen im einmaligen Blumenschmuck zu präsentieren.

Brunne Zytig 08.09.2006 Za

10.9.06

Europaeischer Tag des Denkmals

Ein Garten definiert sich als künstlicher Raum, der vom Menschen gestaltet wurde und sich von seiner Umgebung, der ungezähmten Natur, abgrenzt. Er ist ein Sinnbild für den Urtraum vom verlorenen Paradies, dem Garten Eden, von der idealen Welt, dem von Künstlerinnen und Künstlern beschworenen Arkadien. Ein Ort der Erquickung, der Stille, der Meditation, der Sehnsucht, der Naturbeobachtung.

Der reale Garten ist geprägt durch jahreszeitlichen Wandel, rasche Vergänglichkeit und starke Verletzlichkeit. Er benötigt naturgemäss eine kontinuierliche Pflege. Bei Pflege und Schutz dieses lebenden Kulturgutes, das aus dem faszinierenden Zusammenspiel von Natur und Kultur entsteht, ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Gärtnern, Botanikern, Landschaftsarchitekten, Historikern und Denkmalpflegern unverzichtbar.

Am Denkmaltag, der am 9. und 10. September 2006 stattfinden wird und das Motto «Gartenräume – Gartenträume» trägt, öffnen sich die Tore zu Privatgärten, Klostergärten, Schlosspärken, Friedhöfen, Bauerngärten, botanischen Gärten. Kulturhungrige, Gartenliebhaber und Fachleute sind eingeladen, sich vom Paradiesischen dieser lebenden Kulturdenkmäler bezaubern zu lassen.

Der Denkmaltag ist Teil der seit Januar 2006 laufenden Kampagne «Gartenjahr 2006».

www.nike-kultur.ch
www.gartenjahr.ch
Programm 2006

9.9.06

Musikpreis an Theo Hirsbrunner

Der 75-jährige Musikwissenschafter und Publizist Theo Hirsbrunner erhält den mit 20'000 Franken dotierten Musikpreis 2006 des Kantons Bern. Er hat sich, unter anderem mit Arbeiten zur französischen Musik, auch international einen Namen gemacht.

Dies trug ihm 1998 die Ernennung zum Chevalier dans l'ordre des Arts et des Lettres des französischen Kultusministeriums ein, wie das Amt für Information mitteilte. Hirsbrunner ist Ehrendoktor der Universität Bern. Am Konservatorium Bern hat er während Jahren Musiktheorie, Werkanalyse und neuere Musikgeschichte unterrichtet.

Der Kanton hat auch drei Anerkennungspreise von je 5000 Franken vergeben. Sie gehen an die 39-jährige Flötistin und Musikvermittlerin Barbara Balba Weber aus Bern, den 30-jährigen Musikveranstalter Reto Grossen aus Gwatt und den 38-jährigen Jazzmusiker und Kulturhistoriker Daniel Schläppi aus Bern.

Die Preisverleihung findet am 25. Oktober in der Berner Dampfzentrale statt.

www.sda.ch 07.09.2006

8.9.06

Asylgesetz: AI prangert Fehlinformationen an

Die Schweizer Sektion von Amnesty International (AI) hat am Donnerstag in Bern Fehlinformationen vor der Abstimmung über das verschärfte Asylgesetz angeprangert. Die behaupteten 80 bis 90 Prozent missbräuchlich eingerichten Gesuche stimmten nicht.

Diese Behauptung der Befürworter lasse sich leicht durch offizielle Zahlen widerlegen, sagte Daniel Bolomey, der Generalsektretär von Amnesty Schweiz. Zwischen Januar und Ende Juli 2006 wurden 14,4 Prozent der Personen, die ein Asylgesuch gestellt hatten, als politische Flüchtlinge anerkannt, sagte er.

56 Prozent hätten als Gewaltflüchtlinge oder aus anderen Gründen die vorläufige Aufnahme erhalten. Selbst ohne die von der Asylrekurskommission gutgeheissenen Beschwerden ergebe das einen Anteil von über 70 Prozent der Personen, die rechtlich anerkannte Gründe hatten, ein Asylgesuch zu stellen.

Mindestens neun Verhaftungen nach Ausschaffungen

Auch nicht gelten lässt Amnesty die Behauptung, Fehlurteile gebe es äusserst selten. Bundesrat und Justizminister Christoph Blocher etwa behaupte, in den 24 Jahren seit Einführung des Asylgesetzes sei nur eine einzige Person wegen eines Fehlentscheids verhaftet worden, Stanley Van Tha in Burma.

Das stimme nicht, hiess es bei AI. Die Menschenrechtsorganisation habe Kenntnis von mindestens neun Fällen, in denen die Menschen gleich nach der Ausschaffung verhaftet worden seien. Neben dem Fall in Burma dokumentiert Amnesty zwei Fälle in Kosovo, vier in der Türkei sowie je einen in Jemen und Syrien.

In den vergangenen Jahren intervenierte AI jeweils bei gut 50 im Jahr. Bei 80 Prozent hob die Asylrekurskommission daraufhin den Entscheid des Bundesamts für Migration auf.

Durch das neue Asylgesetz würde das Verfahren derart beschleunigt, dass eine Intervention nicht mehr möglich wäre. Fehlentscheide würden zunehmen und sich kaum mehr korrigieren lassen, warnt Amnesty.

7.9.06

Fortschritt für «Kunststandort» Bern

Die Zusammenarbeit zwischen dem Kunstmuseum Bern und dem Zentrum Paul Klee (ZPK) macht Fortschritte. Die beiden Institutionen streben einen sehr engen Verbund an mit dem Ziel, «den Kunststandort Kanton Bern zu stärken».

Konkret haben sich die Institute auf eine zeitliche und inhaltliche Abstimmung der Programme geeinigt. Geplant sind zudem gemeinsam konzipierte Veranstaltungen, die beide Standorte umfassen. Schon nächstes Jahr wird mit «Oscar Wiggli, Körper-Raum-Klang» die erste gemeinsame Ausstellung an beiden Standorten zu sehen sein. Weitere Projekte zu Adolf Wölfli, zum Bauhaus, zu Doppeltalent Maler-Dichter, Maler-Musiker (neben Klee zum Beispiel Otto Nebel oder Hermann Hesse) stehen an.

Mit je eigenem Profil

Das ZPK vertieft dabei sein Image als spartenübergreifendes, interdisziplinäres Haus mit Theater-, Musik- und Kunstveranstaltungen, ohne Exklusivitätsanspruch auf Paul Klee. Das Kunstmuseum Bern entwickelt sein Profil aus den Sammlungen vom Mittelalter bis in die Gegenwart und baut die Gegenwartskunst als Schwerpunkt auf.

Vor allem in der Kommunikation und Kunstvermittlung wollen ZPK und Kunstmuseum Synergien nutzen. Die Kommunikationsmittel beider Häuser werden harmonisiert und mit wechselseitigen «Fenstern» und Programmhinweisen versehen.

Ausdehnung möglich

Laut Medienbericht kann die Zusammenarbeit auf weitere Institutionen im Kunstraum Bern wie das Centre Pasqu'Art Biel, die Kunsthalle Bern, das Kunsthaus Langenthal, das Kunstmuseum Thun, das Museum Franz Gertsch in Burgdorf und die Stadtgalerie Bern ausgedehnt werden.

Vorerst ist für alle ein gemeinsamer Fortbildungstag geplant, an welchem es unter anderem um «Die Kunst riskanter Kommunikation» geht. Geplant ist zudem auf Ende Jahr eine gemeinsame Veranstaltungsagenda von ZPK und Kunstmuseum, die auf weitere Institutionen ausgedehnt werden kann.

Der dem Kulturverbund zugrunde liegende Sparauftrag kommt vom Subventionsgeber, das heisst von Stadt und Kanton Bern. Er soll jedoch unter Wahrung des eigenständigen Profils beider Häuser umgesetzt werden, vorerst auch ohne personelle Konsequenzen.

www.sda.ch 06.09.2006

6.9.06

Flughafen Bern-Belp - Pistenverlängerung

Die rot-grüne Berner Kantonsregierung steht hinter dem Kantonsbeitrag von 3 Mio. Franken an die geplante Pistenverlängerung auf dem Flughafen Bern-Belp. Die Abstimmung zum erfolgreich ergriffenen Referendum findet am 26. November statt.

Der Regierungsrat stehe klar hinter dem geplanten Infrastrukturbeitrag, heisst es in einer Mitteilung des kantonalen Amts für Information vom Dienstag.

Die Piste müsse um 220 auf 1730 Meter verlängert werden, um den neuen Sicherheitsbestimmungen im europäischen Luftverkehr zu genügen. Es handle sich also nicht um ein Ausbauprojekt, sondern um eine Anpassung an neue Sicherheitsbestimmungen.

Zudem sei ohne die Pistenverlängerung der volkswirtschaftlich wichtige Charter- und Linienverkehr ab Bern-Belp gefährdet. Mit diesen Flugverbindungen sichere der Flughafen die Anbindung des Kantons an den internationalen Linienverkehr und an die europäischen Zentren, die Anbindung sei ein zentraler wirtschaftlicher und touristischer Standortfaktor.

«Beachtliche Wertschöpfung»

Die Regierung argumentiert zudem mit dem Erhalt der über 400 Arbeitsplätze am Flughafen und mit der dort generierten «beachtlichen Wertschöpfung». Die kantonale Investition liege auch daher im öffentlichen Interesse und lasse sich angesichts des volkswirtschaftlichen Nutzens rechtfertigen.

Auch die Flughäfen von Zürich, Basel, Genf und insbesondere Lugano und Sion erhielten öffentliche Gelder.

Die neue Kantonsregierung habe letzte Woche das Thema Pistenverlängerung erstmals behandelt, und dabei die Haltung der alten Regierung bekräftigt, sagte Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher (SP) auf Anfrage.

Der Präsident der SVP Kanton Bern, Rudolf Joder, hatte an der Delegiertenversammlung vom 23. August behauptet, die neu zusammengesetzte Regierung bekämpfe die Kantonsbeteiligung. Rickenbacher wollte dies nicht weiter kommentieren.

Deutliches Votum im Parlament

Der Grosse Rat hatte in der März-Session 2006 mit 124 Ja gegen 46 Nein bei 5 Enthaltungen einen Kantonsbeitrag von 3 Mio. Franken an den 5,2 Mio. Franken teueren Ausbau bewilligt. Gegen den Ausbau votiert hatten die Grünen und eine Mehrheit der SP.

In der Folge hatte ein rot-grünes Komitee gegen den Kantonsbeitrag das Referendum ergriffen und erfolgreich 11 753 gültige Unterschriften gesammelt. Die Kantonsregierung hat den Abstimmungstermin auf den 26. November festgelegt.

www.grenchner-tagblatt.ch 05.09.2006

5.9.06

Unesco-Kandidatur der RhB in Bern deponiert

Gestern ist in Bern das Dossier für die Unesco-Kandidatur der RhB übergeben worden. Läuft alles rund, soll die RhB-Linie von Thusis bis Tirano und die dazugehörige Kulturlandschaft 2008 zum Welterbe gehören.

«Das ist ein Meilenstein für Graubünden, das Bundesamt für Kultur und die Rhätische Bahn», sagte RhB-Direktor Erwin Rutishauser gestern in Bern. In Begleitung des Bündner Volkswirtschaftsministers Hansjörg Trachsel überreichte er Jean-Frédéric Jauslin, dem Direktor des Bundesamts für Kultur (BAK), das Kandidaturdossier «Rhätische Bahn in der Kulturlandschaft Albula/Bernina».

Erhaltung des Tourismuskapitals

Rutishauser, der vorletzte Woche den Abbau von 145 Arbeitsplätzen vermelden musste, nannte die Unesco-Kandidatur einen «wichtigen Beitrag zur Erhaltung des touristischen Kapitals Graubündens». Das Unesco-Label sei international sehr erfolgreich vermarktbar. Gemäss ihrem Direktor wird sich die RhB auch als Unesco-Welterbe weiterentwickeln können.

Der Entscheid fällt in Paris

Das 600-seitige Dossier wurde von international anerkannten Experten sowie Vertretern der RhB, Graubündens und des BAK erarbeitet. Der Bund wird die Kandidatur nun zur Vorprüfung an das Welterbezentrum in Paris weiterleiten. Mit einem Entscheid der Unesco ist im Juli 2008 zu rechnen.

www.suedostschweiz.ch Von Daniel Foppa 05.09.2006
Unesco Weltkulturerbe in der Schweiz

4.9.06

Berner Synagoge 100 Jahre alt

Die Jüdische Gemeinde Bern (JGB) hat am Wochenende das hundertjährige Bestehen ihrer Synagoge an der Kapellenstrasse gefeiert.

Die ersten jüdischen Spuren in Bern gehen auf das 13. Jahrhundert zurück.

Erst die Kantonsverfassung von 1846 schuf allerdings die Grundlage für die Gründung einer jüdischen Gemeinde, die dann 1848 erfolgte. Nach verschiedenen Vorgängerbauten konnte 1906 die heutige Synagoge an der Kapellenstrasse eingeweiht werden.

Am Festakt vom Sonntag zum 100-Jahr-Jubiläum überbrachten Regierungsrat Bernhard Pulver und Stadtpräsident Alexander Tschäppät die Grüsse von Kanton und Stadt Bern, wie die JGB mitteilte.

Erziehungsdirektor Pulver hob die vor zehn Jahren erfolgte öffentlich-rechtliche Anerkennung der jüdischen Gemeinden im Kanton Bern hervor, die «ein Zeichen der Anerkennung und Ausdruck einer geregelten und verständnisvollen Zusammenarbeit» sei. «Ich bin stolz darauf, dass wir hier in Bern eine Synagoge haben», sagte Pulver.

Dies sei «ein Symbol einer Vielfalt und eines kulturellen Erbes». Er wünsche sich, «dass wir die kleinen Unterschiede unserer Herkunft, Religion oder Weltanschauung nicht wegwischen, sondern wertschätzen und nutzen», und dass die unterschiedlichen Religionen «sich gegenseitig respektieren und sich aus unterschiedlichen Standpunkten und Blickwinkeln bereichern».

Auch Stadtpräsident Alexander Tschäppät erklärte, es sei für ihn «sehr wichtig, dass Bern eine Synagoge hat». Es sei wichtig, «dem Nächsten das Recht zu geben, anders zu sein - und ihn trotzdem oder gerade deswegen zu lieben». Am Festakt vom Sonntag nahmen zahlreiche Vertreter der Landeskirchen, anderer Religionsgemeinschaften und der Universität Bern teil.

www.20min.ch 04.09.2006

3.9.06

Zum Schutz der Schwächsten aufgerufen

Rund 60 Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft rufen die Stimmberechtigten dazu auf, auch die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft zu schützen.

Die Bürger müssten dafür sorgen, dass die Menschenrechte eingehalten würden. Der Aufruf «Unsere Schweiz» wurde an einem so genannten Banquet républicain in Bern veröffentlicht. Rund 40 Personen trafen sich zu dem Bankett auf Einladung des ehemaligen Swisscom- Verwaltungsratspräsidenten Markus Rauh und des Historikers Georg Kreis. Anlass war - im Vorfeld der Abstimmungen über das Asyl- und Ausländergesetz - ein Unbehagen darüber, dass sich eine Gleichgültigkeit gegenüber Grund- und Menschenrechten ausbreite, wie die Organisatoren mitteilten. Die Teilnehmer rufen die Stimmberechtigten dazu auf, selber jedes Gesetz darauf zu prüfen, ob diese Rechte eingehalten werden.

«Moralischer Selbstmord»

Denn in der Schweiz, wo kein Verfassungsgericht die Gesetze überprüft, seien die Stimmberechtigten die Hüter der Verfassung. Wer Menschenrechtsverletzungen zulasse, begehe «moralischen Selbstmord», heisst es im Communiqué. Der Staatsrechtler Jörg Paul Müller sagte zur Revision des Asyl- und Ausländergesetzes, über die am 24. September abgestimmt wird: «Wenn man die Macht hat, kann man Ausländer ein bisschen knebeln, und für Schweizer andere Gesetze gelten lassen.» Aber er warne: Wenn man jemandem Rechte wegnehme, werde man diese später selber verlieren. Den Aufruf unterzeichneten neben diversen Politikern aus verschiedenen Parteien sowie Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Sport auch der Präsident des Bundesgerichts, Giusep Nay, und andere Rechtswissenschaftler.

www.nachrichten.ch 03.09.2006
Kulturschaffende gegen Asylgesetz

2.9.06

Euro08-Slogan

Vielleicht brechen in Bern mit der Euro08 «Goaldene Zeiten» an und viele Fans lassen ihr Herz von der Bundesstadt «euroBern».

Fest steht schon jetzt: Die Bernerinnen und Berner sind fleissige Ideensammler für einen Euro08-Slogan. Zur Halbzeit des Sloganwettbewerbs sind bei den Berner Projektverantwortlichen bereits 1474 Ideen eingegangen, wie die Stadt mitteilte.

«Bern it like Beckham», wurde in Anlehnung an den Kinofilm «Bend it like Beckham» etwa vorgeschlagen. «RememBern», «Bern - Fest am Ball», «Berntertainment» oder «Bern - auf alle Bälle» sind weitere Ideen.

Die phantasievolle Mitarbeit der Bevölkerung werten die Verantwortlichen als Zeichen dafür, dass die Euro08 in Bern vom Volk mitgetragen wird, wie es in der Mitteilung weiter heisst. «Bern geschehen!», sagen dazu wohl die Fans.

Sie können dereinst aus vier Vorschlägen den Berner Euro08-Slogan wählen.

www.offside.at 30.08.2006
Noch bis kommenden Samstag kann jedermann unter www.euro08.bern.ch Vorschläge einreichen.
EM 08

1.9.06

Tierpark mit neuer Leopardenanlage

Die Persischen Leoparden im Berner Tierpark Dählhölzli haben ein neues Zuhause: Die vom Aussterben bedrohten Tiere haben die neue 800 Qudratmeter grosse und damit schweizweit grösste Leopardenanlage bezogen.

Getreu nach dem Dählhölzli-Motto: «Mehr Platz für weniger Tiere» bietet die auf das über Fünfache gewachsene Felsenlandschaft eine bessere Anlehnung an den natürlichen Lebensraum der Leoparden.

Den Besuchern ins Auge sticht aber auch die einzigartige Zeltkonstruktion. Über die Kronen naturgewachsener Bäumen spannt sich ein filigran ausssehendes, robustes Gitternetz, das stellenweise bis zu neun Meter in die Höhe strebt.

Für die Besucherinnen und Besucher stehen grosszügige Wege zum Flanieren mit guten Einblick zu den Leoparden zur Verfügung, wie es in den Unterlagen des Tierparks zu einer Medienkonferenz im Bern heisst. Während der siebenmonatigen Umbauphase waren die Leoparden «Saida» und «Rigo» im Zürcher Zoo untergebracht.

Der Persische Leopard ist vom Aussterben bedroht. Vermutlich leben in Freiheit nicht einmal mehr 200 dieser Grosskatzen. Heute findet man die ursprünglich in der westlichen Sahara angesiedelten Tiere vor allem noch in Georgien, Armenien, Iran und Afghanistan. Leoparden sind standorttreue Einzelgänger, die vor allem nachts jagen.

www.sda.ch 01.09.2006
Tierpark Homepage
Tierpark Geschichte
http://de.wikipedia.org/wiki/Leopard Leopard (Wikipedia)

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