Reifendruck
Reifendruck wird zu selten kontrolliert.Rund zwei Drittel der Fahrzeuge sind mit zu tiefem Reifendruck unterwegs. Diese Ergebnisse einer Aktion des Amts beco Berner Wirtschaft decken sich mit den Erfahrungen des Autogewerbeverbands Schweiz AGVS. Ein optimaler Reifendruck erhöht die Sicherheit, spart Treibstoff und schont damit die Luft. Das beco Berner Wirtschaft empfiehlt, den Reifendruck regelmässig und nicht nur beim Reifenwechsel zu kontrollieren. Es ist wieder Zeit für Winterreifen. Das beco Berner Wirtschaft empfiehlt, den Druck der Winterreifen monatlich zu kontrollieren. Pro Monat verliert ein Reifen ca. 0,1 bar Druck. Ein zu tiefer Reifendruck ist ein Sicherheitsrisiko, der Treibstoffverbrauch ist höher und damit gelangen auch unnötig viele Schadstoffe in die Luft. Gerade im Winter bei hoher Luftbelastung und Inversionslagen ist dies besonders schädlich. Viele Autofahrende sind sich dessen nicht bewusst. Das beco Berner Wirtschaft hat im Frühjahr - nach dem Wechsel auf Sommerreifen - eine Reifendruckaktion durchgeführt. An 14 Tankstellen im Kanton Bern kontrollierte das Amt im Rahmen seiner monatlichen Lufttipps jeweils drei Tage lang gratis den Reifendruck. Die vom Autogewerbeverband der Schweiz AGVS unterstützte Aktion sollte Autofahrerinnen und Autofahrer darauf hinweisen, wie sinnvoll ein optimaler Reifendruck ist. Von den gegen 2'500 kontrollierten Fahrzeugen waren 66 Prozent mit einem zu tiefen Reifendruck unterwegs, teilweise lag er massiv unter den empfohlenen Angaben. Diese Erkenntnis deckt sich mit den Erfahrungen des AGVS. Offenbar wird die Reifendruckkontrolle stark vernachlässigt. Indem sie den Reifendruck regelmässig kontrollieren, übernehmen Autofahrerinnen und Autofahrer mehr Verantwortung für ihre eigene Sicherheit, sparen Treibstoff und belasten somit auch die Umwelt nicht unnötig. Unter www.be.ch/luft können Sie den monatlichen Lufttipp abonnieren. Weitere Informationen rund um Reifen gibt Ihnen auch der AGVS unter garageundumwelt@agvs.ch oder www.agvs.ch. Reifendruck (Wikipedia)
Giovanni Giacometti
Giovanni Giacometti: Farbe im Licht Kunstmuseum Bern 30. Oktober 2009 - 21. Februar 2010Das Kunstmuseum Bern zeigt in Zusammenarbeit mit dem Bündner Kunstmuseum Chur eine Retrospektive des malerischen Schaffens von Giovanni Giacometti. Von seinen Gemälden geht eine grosse koloristische Kraft aus. Sein besonderer künstlerischer Rang wird durch eine präzise Auswahl von rund hundert Werken höchster Qualität vermittelt. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Giovanni Giacomettis (1868–1933) Lichtführung. Das Licht – ob leuchtendes Tageslicht, dämmriges Zwielicht oder Nachtdunkel, das vom Mond oder künstlichen Lichtquellen wie Laternen und Lampen aufgehellt wird – ist im Schaffen dieses Künstlers stets ein bildkonstituierendes Element. In manchen Briefen hat er die zentrale Bedeutung des Lichtes für seine Malerei angesprochen: Er beabsichtige, «in das Wesen des farbigen Lichtes einzudringen» und er meinte, «der Kampf um das Licht» sei schlicht «die Triebfeder» seiner ganzen Arbeit. Giacometti bemühte sich um die Wiedergabe von sich verändernden Lichtverhältnissen und um die Intensivierung der Licht- und Farbwirkung, die er durch das Nebeneinandersetzen von Pinselstrichen oder Punkten mit ungemischten, oft komplementär gesetzten Farben erreichte. Sein ganzes Streben galt der Überzeugung, dass «für den Maler alles durch das Licht existiert». In gleissendes Licht getaucht Giacometti hat mit seiner Malerei immer wieder grossartige Stimmungen in der Bergwelt eingefangen und schaffte ein Werk von grosser koloristischer Kraft. Faszinierend sind seine in gleissendes Licht getauchten Berg- und Landschaftspanoramen vom Bergell und von Maloja, dem Sitz seines Sommerateliers. Neben Landschaftsmalerei sind aber auch Porträts seiner Familie, die von einem glücklichen Familienleben im Bergell zeugen, und von ihm nahestehenden Persönlichkeiten zu bewundern. Maler von internationalem Rang Giovanni Giacometti leistete einen wesentlichen Beitrag zur Erneuerung der Schweizer Malerei im 20. Jahrhundert. Nach Studienaufenthalten in München und in Paris kehrte Giovanni Giacometti 1891 nach Stampa im Bergell zurück, wo er zu seinem herausragenden Stil fand. Eine langjährige Freundschaft verband ihn mit Cuno Amiet, den er in München kennenlernte, und seine Bewunderung galt seinem frühen Mentor Giovanni Segantini, dem Landschaftsmaler der Bergwelt. Unverdienterweise stand der Künstler im Schatten seines genialen Bildhauer- Sohnes Alberto. Die Ausstellung belegt, dass Giovanni Giacometti unbestritten zu den führenden Schweizer Künstlern gehört, die zwischen Impressionismus, Postimpressionismus und Fauvismus die wesentlichen Neuerungen der Moderne aufgenommen und weiterentwickelt haben. Reihe der grossen Schweizer Maler Nach Amiet (Cuno Amiet – von Pont Aven bis Brücke, 2000), Anker (Albert Anker und Paris, 2003), Felix Valloton (Sonnenuntergänge, 2004/2005) und Ferdinand Hodler (Eine symbolistische Vision, 2008) setzt die Ausstellung die Reihe der grossen Schweizer Maler im Kunstmuseum Bern fort. www.kunstmuseumbern.chGiovanni Giacometti (Wikipedia)
Lischetti
Kunst Carlo Lischettis «Balancierender Bär» ziert neu den Bärenpark. Die Stadt Bern hat einen neuen Platz für die Skulptur «Balancierender Bär» gefunden, welche jahrelang über dem Bahnhofplatz schwebte. Am Freitag wurde Carlo E. Lischettis Werk über dem Eingang zum neuen Berner Bärenpark platziert. Die Kosten für die Restauration und Montage des Bären übernimmt die neue Stiftung Bärenpark Bern. Initiiert wurde die Stiftung von der Burgergemeinde Bern, die auch das Startkapital von 50'000 Franken einbrachte. Carlo E. Lischetti (CES)Bärengraben (seit 2009 Bärenpark)
Klee
Ein Telegramm aus Weimar.Frohe Nachricht aus Weimar: Klee wird Lehrer am Bauhaus. | Foto: zentrum paul klee «Diesseitig bin ich gar nicht fassbar.» Das Berner Kleezentrum setzt ein Fragezeichen hinter den bekannten Satz. Mit dem hier erstmals ausgebreiteten Archivbestand erklärt eine Ausstellung Paul Klee von der Geschichte seines Lebens her. Neben den Bildern stehen für diesmal in Schauvitrinen die Requisiten und Dokumente der Vita. Wo überall war er, was nahm er wahr, wem begegnete er? Klee der Leser, der Briefschreiber und Arbeiter im Atelier, der Reisende, der Katzenfreund, der Kollege, Vater, Ehemann, Musiker ... «Diesseitig bin ich gar nicht fassbar.» Wenn einer das so sagt, sagt das viel über ihn. Doch die Ausstellung sucht Erklärung von einer andern Seite. Am Anfang stehen Container mit Büchern aus der Bibliothek des Künstlers. 1200 Bände lagern im Kleezentrum. Ein knapper Einblick: Literatur (vom Nibelungenlied bis Flaubert), musikhistorische Schriften, Kunstbände: Bredius’ Verzeichnis der Rembrandt-Gemälde, Meier-Graefes «van Gogh», Carl Einsteins «Negerkunst»... Dann diverses Arbeitsgerät: ein Set Bürsten und Siebe, Pigment in Gläsern und Tüten, Zeichenfedern, Pinsel. Ein Episkop, das er sich bauen liess. Der junge Klee, der ein Kunststudium in München abbricht, sucht die Nähe zur Natur und doch auch die Distanz des Satirikers. Lange schwankt er zwischen Kunst und Musik. Aus München zurück bei den Eltern in Bern, verdient er sich ein Zubrot als Geiger. Die liebe Geige – Mailand, 18. Jahrhundert – liegt da hinter Glas. Lily Klees Flügel hat einen schönen Platz im Saal. «Musizierender Weise» habe man sich kennengelernt, erklärt der Ehemann. Mit Lily ist Klee dann wieder in München (1906). München bringt ein paar Jahre später die grosse Wende. Stichwort Blauer Reiter. Im Kopfhörer ist Felix Klees Stimme zu hören. Der Klee-Sohn (geboren 1907) erinnert sich. Gern ging er zu Wassily Kandinsky nach nebenan zum Malen. Und wie die Familie Klee die Farben des Russen bewunderte! Später, nach dem Krieg, als man sich in Weimar wiedersah, da waren die Klees ein wenig enttäuscht, was aus den Farben geworden war. Sagt Felix. Die Zeit am Bauhaus dann also. Am 29. Oktober 1920 erreicht Klee das Telegramm aus Weimar. «Lieber verehrter Paul Klee ...» Klee war Meister in der Kaderschmiede der Moderne geworden. An seiner eigenen Arbeit geht das pädagogische Denken nicht spurlos vorbei. Das ist in Bern dokumentiert, wie auch Klees Spuren, die sich in Schülerarbeiten einzeichnen. Und schliesslich auch Klees Affinität zu einer anderen Kunst, abseits aller Lehre – einer ganz unwillkürlichen Kunst-ohne-Kunst. Sorgsam, als wären es die eigenen, archiviert er die farbigen Blätter des kleinen Felix, die allerdings auch verraten, dass der schon weiss, was der Vater so macht. Zwei Gedankenstränge – rationaler Bildverstand und reiner Impuls – suchen Formen der Verknüpfung. Erste Bücher über Klee erscheinen. 1921 Wilhelm Hausensteins «Kairuan oder die Geschichte vom Maler Klee». Jene Tunisreise von 1914 war unlängst Gegenstand der grossen Themenschau «Auf der Suche nach dem Orient». Die Ausstellung jetzt lässt den Maler überhaupt als passionierten Reisenden sehen. Reisen beflügeln seine Bildfantasie, Reiseerfahrungen beeinflussen sein Sehen nachhaltig. Wie 1902 der Besuch im Aquarium in Neapel, mit seinen bizarren Unterwasserwelten. Und, wie man sieht, auch sehr direkt – in Bildern wie «Bei Taormina» oder «Meer hinter Dünen». Als der Maler einmal nicht zurückkam Der Malerei und Zeichnung ordnen die Vitrinen Postkarten und Mitbringsel zu: Muscheln, getrocknete Pflanzen. 1927 will der Meister dann aus dem Urlaub gar nicht mehr ans Bauhaus zurück. Ein Brief wird von da an ihn abgeschickt. Seit drei Wochen sei man bei der Arbeit. Säumigkeit ein schlechtes Vorbild. Der Mahnung, sich unverzüglich einzufinden, fügt sich ein gewichtiger Block von Unterschriften bei. Kandinsky, Moholy-Nagy, Albers und so weiter. Eine Ausstellung vor einigen Jahren machte deutlich, wie direkt Klee 1933 auf Zeitgeschichte und Schickalsschläge reagiert. Klee – jetzt Professor in Düsseldorf – ist Angriffen der Nazis ausgesetzt und wird im April fristlos «beurlaubt». Für Verunsicherung und Wut sucht er sich zeichnend ein Ventil. Wie anders, innerlich distanziert, hatte er noch auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs reagiert. Die grafischen Notate des Jahres ’33 sind von einer ungewohnten nervösen Flüchtigkeit und Rauheit. Seine Bildmetaphern sehr lesbar. Ein «Gelehrter» trägt einen nur noch ganz blass schimmernden Kopf. Satire des Schreckens ist das «Lumpengespenst». Und mit der Emigration Ende 1933 in die Schweiz, ins Land seiner Herkunft, ist die Krise nicht bewältigt. Der Ausbruch seiner Krankheit (Sklerodermie) bringt 1936 die Arbeit fast zum Erliegen – bevor sie sich, im Blick auf das Ende, zu beispielloser Dynamik steigert. Angst bleibt Thema. Die Krankheit ist eins. Und das Deutschland, das hinter ihm liegt. Düsternis ist selbst im Licht der «Insula dulcamara». Doch im winterlichen «Park bei Lu.» spriesst ein Pflänzchen Hoffnung. Drohende Verzweiflung kontert Klee mit dem Florett seines Witzes. Aus den widrigen Lebensumständen zieht er den grössten Profit für seine Arbeit. Ganz begriffen hat man die freilich nicht, nur wenn man die Umstände erläutert. Das behauptet auch keiner in Bern. Und hat ihn die Nachwelt begriffen, die ihn vergöttert? Die Verwendung für Nippes und Design-Produkte – subsumiert unter der Überschrift «Nachleben» – degradiert den Schöpfer nun jedenfalls selbst zum Designer seiner Bildideen. Der «Paukenspieler» aus dem Todesjahr 1940 als nettes Teppichmuster, Kleefische auf Kissenbezügen, Klee auf Tapeten, Vasen, T-Shirts. Was das Kleezentrum alles sammelt. www.badische-zeitung.de 28.10.2009 Zentrum Paul Klee, Bern Paul Klee. Leben und Nachleben 19.9.2009 – 24.5.2010 Di bis So 10–17 Uhr Ausstellungsraum EG www.paulkleezentrum.ch
Palmoel
Palmöl: Gute Noten für Schweizer Detailhändler.Welche Fette und Öle in der Kosmetik- oder Nahrungsmittelindustrie zum Einsatz kommen, wirkt sich direkt auf die Tropenwälder aus. Denn für den boomenden Palmöl-Markt muss immer mehr Wald weichen. Ein erstmaliges WWF-Rating von 59 europäischen Firmen zeigt, welche Unternehmen nachhaltiges Palmöl einkaufen: Coop und Migros sind vorne dabei. Es steckt in Seife, Kosmetika und Waschmitteln, aber auch in Schokoladen, Eiscreme und Margarine – die Rede ist vom Palmöl. Zudem wird es immer häufiger auch als Biodiesel eingesetzt. Die Konsequenz: Bereits ein Drittel der im Jahr 2008 weltweit produzierten 130 Millionen Tonnen pflanzlicher Öle ist Palmöl. Dafür wird vor allem in Südostasien im grossen Stil Tropenwald abgeholzt und zu Plantagen umgewandelt. Seit April 2008 gibt es dank dem «Roundtable on Sustainable Palm Oil» (RSPO) nachhaltig produziertes Palmöl. Wie stark setzen europäische Nahrungsmittel- und Kosmetikkonzerne darauf? Das untersuchte der WWF: 10 von gesamthaft 59 Firmen bekommen gute Noten. Sie schlossen sich dem RSPO an, überwachen und steigern den Einkauf von zertifiziertem Palmöl kontinuierlich. Dazu gehören auch die Detailhändler Coop und Migros. Abgeschlagen im hinteren Mittelfeld landete Nestle. Allerdings hat der Lebensmittelkonzern diese Woche angekündigt, dem RSPO beitreten zu wollen. Weitere in der Schweiz bekannte Unternehmen wie Lidl oder Danone landeten ebenfalls im hinteren Mittelfeld. Sie sind entweder nicht Mitglied des RSPO, kaufen kein zertifiziertes Palmöl ein oder haben keine Richtlinien definiert. Keine Angaben machten die Discounter Aldi und Spar und landeten damit ganz am Ende der Rangliste. Fazit von WWF-Experte Felix Meier: «Der Grossteil der Branche kümmert sich nach wie vor kaum um zertifiziertes Palmöl.» Der RSPO wurde im Jahr 2004 vom WWF iniziiert. In ihm sind die wichtigsten Palmöl-Verbraucher aus Europa und China vertreten. Der RSPO hat zum Ziel, den Anbau und Absatz von gemäss RSPO-Richtlinien angepflanztem Palmöl und daraus hergestellten Produkten zu fördern, damit wertvolle Wälder bestehen bleiben. www.wwf.chPalmöl (Wokipedia)
Queersicht
Queersicht – Lesbisch-schwules Filmfestival Bern.Eine junge lesbische Polizistin liebt eine Türkin, ein begnadeter Koch lebt offen schwul, ein schwules Ehepaar adoptiert einen 15-jährigen Jungen, ein Porträt über Transvestiten und vieles mehr. Das Lesbisch-schwule Filmfestival Bern zeigt vom 12.-18. November queere Spielfilme, Dokumentarfilme und Kurzfilme. Wer nach einer langen Filmnacht das Tanzbein schwingen will, kann dies zu Electro-Sound an der Queersicht-Party tun. Ruhiger geht es in der Queersicht-Lounge zu: Sie bietet eine Chillout-Zone zum Verweilen und Über-Filme-Diskutieren. Ein blinder Fleck. Auf Flyern, dem Programmheft und sogar auf der Webseite www.queersicht.ch beansprucht ein grosser weisser Fleck viel Platz. Obwohl sich seit der Wende vor 20 Jahren viel zu Gunsten der Homosexuellen geändert hat, bleiben blinde Flecken zurück. Heute spazieren Lesben und Schwule Hand in Hand durch die Strassen, küssen sich in der Öffentlichkeit und können die meisten Freiheiten der Hetero-Paare genauso geniessen. Queer sorgt nicht mehr für Sprachlosigkeit, rote Köpfe oder Blicke, die töten könnten. Queer ist normal geworden. Ist die Szene gestorben? Diese Frage ist das Thema der diesjährigen Podiumsdiskussion: «Mosca muerta — die Szene ist tot!» Am Samstag 14. November um 15:00 Uhr auf der kleinen Bühne im PROGR. Queersicht ist jedenfalls lebendig. Schwul und lesbisch allein reichen nicht als Kriterium für einen guten Film. Man kann sich auf ein vielfältiges Programm freuen. Die bisherigen Queersicht-Festivals zeigten deutlich einen roten Faden. Diese Jahr wird eine bunte Palette an Filmen gezeigt. Ein Thema sticht dennoch deutlich heraus: Schwule und Lesben im Fussball. Die Dokumentarfilme «Das grosse Tabu» und «Tabubruch» decken auf subtile Weise auf, wie weit Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit im Fussball noch verbreitet ist. Die Reportagen des Deutschen Sportfernsehens laufen am Freitag 13.11. um 18:00 Uhr und am Samstag 14.11. um 15:30 Uhr im Kino der Reitschule. Der Themen-Block im Kino Kunstmuseum geht auf die Wende vor 20 Jahren ein. Beispielsweise mit dem Film «Ein Traum in Erdbeerfolie». Marco Wilms fühlt sich wie ein irrer Paradiesvogel. Er liebt es, sich zu verkleiden und zu posieren. Und das in Ostberlin, Mitte der Achtzigerjahre, wo jeder Auffällige verfolgt wurde.Am Sonntag 15.11. um 15:30 Uhr im Kino Kunstmuseum in Anwesenheit des einen Protagonisten, Frank Schäfer. Ein weiterer besonderer Gast ist Sumeya Kokten, die Regisseurin des Eröffnungsfilms «Sens Interdits» am Donnerstag 12.11 um 21:00 Uhr im Kino ABC. Kokten erzählt die Geschichte eines lesbischen Liebespaars. Die Polizistin Jennifer will ihre Beziehung zur jungen Türkin Selin konkretisieren und mit ihr zusammenziehen. Doch Selins Vater besteht darauf, dass seine Tochter das Elternhaus erst dann verlässt, wenn sie verheiratet ist. Der Ansatz der Geschichte liegt nicht fern. Die Regisseurin Kokten ist Polizistin und stammt selber aus der türkischen Gemeinde in Belgien. Ihr Erstlingsfilm zeigt die Spannungen zwischen religiöser Tradition und einer liberalen Gesellschaft. Der beste Kurzfilm wird auch dieses Jahr mit der «Rosa Brille» und einem Preis von Fr. 1‘500.– geehrt. Die «Rosa Brille» wird erstmals an einem Galaabend verliehen: Verbunden mit einem Konzert von Evelinn Trouble. Am Sonntag 15.11. ab 19:30 Uhr in der Turnhalle im PROGR. QUEERSICHT 12.-18. November 2009 Programm: www.queersicht.chVorverkauf: www.starticket.ch
Priesterin
Zum ersten Mal predigt eine Priesterin in Bern.Dr. Angela Berlis, Professorin und Priesterin predigt am 1. November in St. Peter und Paul. Dr. Angela Berlis gehört seit ihrer Weihe 1996 zu den ersten Priesterinnen und christkatholischen Kirchen in Europa. Sie ist seit August 2009 an der Theologischen Fakultät der Universität Bern Vize-Dekanin und Professorin für Geschichte des Altkatholizismus und Allgemeine Kirchengeschichte. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören ausserdem Frauen- und Geschlechterforschung. Neuerdings vertritt sie die Christkatholische Kirche in der internationalen Kommission für Glauben und Kirchenverfassung. Berlis predigt am 01. November 2009 um 9.30 Uhr in der Kirche St. Peter und Paul der Berner Altstadt (neben dem Rathaus). Der Gottesdienst wird vom neuen Bischof der christkatholischen Kirche der Schweiz, Dr. Harald Rein, geleitet. Die Christkatholische Kirche ist eine der drei Landeskirchen der Schweiz. www.christkath.ch
Kulturvermittlungspreis 2009
Roman Brotbeck erhält Kulturvermittlungspreis 2009.Der Berner Musikwissenschafter, Publizist und Dozent Roman Brotbeck erhält den mit 10'000 Franken dotierten Kulturvermittlungspreis 2009 des Kantons Bern. Die kantonalen kulturellen Kommissionen würdigen damit einen herausragenden Berner Kulturakteur und Musikvermittler für sein facettenreiches und unermüdliches Engagement im Dienst von bedeutenden Musik- und Kunstschaffenden. Die Preisverleihung findet am Mittwoch, 2. Dezember 2009 in der Dampfzentrale Bern statt. Die kantonalen kulturellen Kommissionen verleihen den mit 10'000 Franken dotierten Kulturvermittlungspreis 2009 des Kantons Bern an den 1954 in Biel geborenen Musikwissenschafter, Publizisten und Dozenten Roman Brotbeck. Sie ehren damit einen herausragenden und unermüdlichen «Kulturtäter», der seit vielen Jahren profilierte und publikumswirksame Plattformen für Musik- und Kunstschaffende initiiert, ermöglicht und vermittelt. Mit grossem Engagement nahm und nimmt Roman Brotbeck die Vermittlung von Musik aus verschiedensten Funktionen heraus wahr; sei es als Präsident des Schweizerischen Tonkünstlervereins (1996 bis 2002), als Musikredaktor von Radio DRS 2, als Direktor der Hochschule für Musik und Theater Bern (1999 bis 2003) oder als Leiter des Fachbereichs Musik der Hochschule der Künste Bern (seit 2003). Konsequent steht er dabei selber im Hintergrund und öffnet Türen, schafft Bekanntheit und vermittelt Netzwerke für bedeutende Musik- und Kunstschaffende. Eine grosse Stärke von Roman Brotbeck ist das Lancieren unorthodoxer Projektideen und das Vernetzen vieler Akteure für eine erfolgreiche Umsetzung dieser Projekte. Die Holliger-Walser-Woche in Biel 1996 oder das Musikfestival in Bern zu Sándor Veress 2007 sind zwei wichtige Beispiele dafür. Unter der Leitung von Roman Brotbeck ist der Fachbereich Musik der Hochschule der Künste Bern in den letzten Jahren zu einem zentralen Musikakteur im Kanton Bern geworden. Auch die Idee der Biennale Bern geht auf Roman Brotbeck zurück. Heute ist die Biennale eines der wichtigsten Berner Kulturprojekte, das die grossen Berner Kulturinstitutionen spartenübergreifend für ein publikumsträchtiges Festival zusammenbringt. Dank Roman Brotbeck ist Berns Kultur um viele Facetten reicher geworden. Sein stetiger und stiller Einsatz für wichtige Aussenseiter des Musik- und Kunstlebens und für eine lebendige Musik der verschiedenen Jahrhunderte ist im Kanton Bern beispiellos. Die öffentliche Preisverleihung mit einer Feier zur Ehrung von Roman Brotbeck und einem anschliessenden Konzert findet am Mittwoch, 2. Dezember 2009 abends in der Dampfzentrale Bern statt. An der Feier um 19 Uhr sorgt der renommierte Komponist, Oboist und Dirigent Heinz Holliger für die Würdigung von Roman Brotbeck. Musikalisch bereichert wird die Feier vom Cellisten Thomas Demenga und von der Sopranistin Sylvia Nopper mit Kompositionen von Heinz Holliger und Roland Moser. Um 20 Uhr spielen der Cellist Thomas Demenga und der Akkordeonist Teodoro Anzellotti im Rahmen der Carte Blanche der Dampfzentrale ein Konzertprogramm unter dem Titel «In die Tiefe der Zeiten» mit Werken von Johann Sebastian Bach, Luciano Berio, Toshio Hosokawa und Sofia Gubaidulina. Der Eintritt zur Feier ist frei. Für das anschliessende Konzert sind Tickets im Vorverkauf oder an der Abendkasse erhältlich. www.be.chwww.dampfzentrale.chVeranstaltungen in Bern
Ballett
Berner Stadttheater-Ballett bleibt.Das Stadttheater Bern hat mit Erleichterung vom Entscheid des Vorstands der Regionalen Kulturkonferenz RKK von gestern Donnerstag Kenntnis genommen. Ballett-Leiterin Cathy Marston zeigte sich ausserordentlich erfreut über den Entscheid zur Erhaltung des Ballett-Ensembles. «Ich bin sehr stolz, dass damit nicht nur unsere Arbeit auf der Bühne, sondern auch unsere offene Art der Kommunikation mit dem Publikum gewürdigt wird», so Marston. «Der offene Dialog ist uns ein grosses Anliegen, und wir sind erfreut und erleichtert, dass dieser Dialog auch in Zukunft weitergeführt werden kann.» Stadttheater-Intendant Marc Adam würdigt den positiven Entscheid zum Ballett als eine Motivation, auf dem eingeschlagenen Weg weiter zu machen. «Nun können wir in die Zukunft blicken und uns – neben unser künstlerischen Arbeit – auf die wichtige Aufgabe der engeren Zusammenarbeit mit dem Berner Symphonieorchester konzentrieren», so Adam. Die Stadttheater-Leitung sieht der Arbeit des Leitungsgremiums des Umsetzungsprojekts mit Jürg Keller an der Spitze mit Zuversicht entgegen. Die Delegation des Stadttheaters bestehend aus Henri Huber (Verwaltungsratspräsident), Herbert Binggeli (Verwaltungsrat) und Anton Stocker (Kaufmännischer Direktor) will sich für eine für beide Seiten vorteilhafte Lösung einsetzen. «Insbesondere ist es mein Ziel, dahingehend zu wirken, dass das Orchester als wichtigster Partner des Stadttheaters ohne künstlerische Einschränkungen in das Modell ‚Musik – Theater Bern’ integriert werden kann», so Adam. www.stadttheaterbern.chBern Events
Schwingungen
Wegen Schwingungsmessungen Schönausteg gesperrt.Ab kommendem Montag, 26. Oktober 2009, führt das Tiefbauamt der Stadt Bern am Schönausteg Schwingungsmessungen durch. Der Schönausteg wird deshalb bis und mit Mittwoch, 28. Oktober 2009, jeweils tagsüber gesperrt. Ein privater Seismologe, der die seismographische Messstation Bern betreibt, hat das Tiefbauamt darauf aufmerksam gemacht, dass der Schönausteg bei dynamischen Schwingungen (ausgelöst zum Beispiel durch Joggerinnen und Jogger) in verstärktem Mass zu schaukeln beginnt. Aufgrund der ungewöhnlichen Messergebnisse hat das Tiefbauamt beschlossen, das Verhalten des Schönaustegs sowohl bei statischen wie auch bei dynamischen Schwingungen zu untersuchen. Zu diesem Zweck ist in Zusammenarbeit mit externen Brückenbau-Spezialisten ein Messverfahren erarbeitet worden, mit dem sich das Schwingungsverhalten der Brücke simulieren lässt. Konkret soll so ermittelt werden, wie sich der Schönausteg im Fall von statischen Belastungen (Personen stehen auf der Brücke) bzw. bei dynamischen Beanspruchungen (Jogger überqueren die Brücke) verhält. Aufgrund der Messresultate lassen sich Aussagen über die Gebrauchstauglichkeit und die Tragsicherheit des Schönaustegs machen. Insbesondere lässt sich beurteilen, ob für den im Jahr 1906 erbauten Aare-Übergang Verstärkungsmassnahmen erforderlich sind. Um ein vollständiges Bild vom Zustand des Stegs zu erhalten, wird gleichzeitig auch dessen Stahlkonstruktion überprüft. Arbeiten auf drei Tage verteilt Für die Untersuchungen und Messungen werden voraussichtlich drei Arbeitstage benötigt. Von Montag, 26. Oktober 2009, bis Mittwoch, 28. Oktober 2009, muss der Schönausteg daher jeweils von 08.00 bis 17.00 Uhr gesperrt werden. Er ist folglich tagsüber für Fussgängerinnen und Fussgänger nicht passierbar. Im Übrigen ist geplant, zu einem späteren Zeitpunkt auch am Altenbergsteg Schwingungsmessungen durchzuführen. Der Termin für diese Arbeiten ist noch nicht festgelegt. Berner Brücken
Deimantas Narkevicius
Deimantas Narkevicius - The Unanimous Life Kunsthalle Bern 24.10. - 06.12.2009Im Zentrum von Deimantas Narkevičius Werk steht die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit der kommunistischen Staaten, die er mit Hilfe von gefundenem Filmmaterial und autobiografischen Erzählungen untersucht. Seine Filme sind Reflexionen über spezifische Tatsachen und historische Seltsamkeiten, meist mit indirekten Bezügen zu der Erfahrung des real existierenden Sozialismus in Litauen und anderen Ländern im sowjetischen Nachkriegseuropa. Für sein Interesse an Geschichte führt Narkevičius biografische Gründe an. Die Umstürze, die mit dem Fall der Mauer Litauen prägten, hinterliessen ein Vakuum an Visionen. Der kommunistische Staat existierte für Narkevičius ausserhalb der westlichen Geschichtsvorstellung, da es sein erklärtes Ziel war, die neue Gesellschaft zu erschaffen, die - wenn dies einmal erreicht ist - ewig wäre. Mit dem Ende des kalten Krieges wurden die Bürger Litauens in das Geschichtsbewusstsein zurückgegeben, aber die Vision fehlte. Narkevičius sieht seine Suche nach einer Vision als typisches Bestreben einer postkommunistischen Gesellschaft. Auf unbekanntem Gebiet muss eine Zukunft zusammengebastelt werden, indem man unter den Trümmern der Vergangenheit Phänomene erforscht, die hinter der Ideologie versteckt geblieben waren. Deimantas Narkevičius wurde 1964 in Utena, Litauen geboren und lebt und arbeitet in Vilnius, Litauen. Internationale Anerkennung erfuhr er 2001 als er sein Heimatland an der 49. Biennale von Venedig vertrat. Trotz seiner Ausbildung im klassischen Medium der Bildhauerei arbeitet Narkevičius mit Film und Video oder Installationen. Skulptur und Architektur blieben aber vor allem in ihrer Konnotation als Monument ein Interessensgebiet des Künstlers. Ausgangspunkt der Arbeit The Head (2007) war Narkevičius’ Interesse an der Formsprache einer ideologisch verpflichteten Kunst. Frei von ihrer politischen Signifikanz untersucht Narkevičius den Einfluss des Denkens und Glaubens einer Gesellschaft auf ihre Formentwicklung und Umgebungsgestaltung. Entsprechend zeigt der Film Energy Lithuania (2000) die Architektur eines Elektrizitätswerks als Installation und Manifestation industriellen Denkens und setzt sich mit der positivistischen Romantik dieser Ideologie auseinander. Der Film Scena (2003), der durch die modernistische Architektur des Contemporary Art Center inspiriert wurde, macht wiederum die Diskrepanz von Form und Funktion deutlich: zwar wurde das Gebäude auch als Ausstellungspavillon entworfen, aber die ambitionierte Programmierung der heutigen Mitarbeiter des CAC entfremdete die Institution von ihrem Anspruch, ein Haus ‚für jedermann’ zu sein. Eine verlassene Raketenbasis in Litauen ist die Kulisse des Films The Dud Effect (2008), in dem Narkevičius den potenziellen Abschuss einer R-14 Rakete nachstellt. Auch wenn diese Waffe während des Kalten Krieges nur eine Drohung von beiden Seiten blieben, sieht der Künstler Aufklärungsbedarf. Inspirierte hatte ihn der Film The War Game (1965) des britischen Filmemachers Peter Watkins, der die kollektive Besorgnis der westlichen Welt angesichts der Möglichkeit eines atomaren Angriffs zu Thema hatte. Im früheren Ostblock war Narkevičius zufolge wenig von dieser Angst zu spüren und er sieht darin das fehlende Interesse an der Aufarbeitung begründet, das er mit dem Film aufzuholen versucht. Peter Watkins, der einige Zeit in Litauen lebte, wurde von Narkevičius für den Film A Role of A Lifetime (2007) interviewt. Entgegengesetzt zu Watkins’ Aussagen über den Dokumentarfilm kombiniert Narkevičius das Interview mit Bildern aus einem Vergnügungspark und einem Amateurfilm der englischen Seestadt Brighton. Die Montage fragt nach dem Verhältnis von Repräsentation und Dokumentation, Subjektivität und künstlerischer Verantwortung. Auch Legend coming true, der Film, der 2001 auf der Biennale gezeigt wurde, bedient sich dreier Erzählebenen. Die Geschichte einer Holocaust-Überlebenden des Jüdischen Ghettos von Vilnius wird mit einer romantischen Geschichte über die Stadt Vilnius und einem jiddischen Lied kombiniert. Aber Narkevičius verwendet Found-Footage-Material nicht einfach nur, um den Repräsentationsgehalt des dokumentarischen Arbeitens per se zu befragen. Zugleich erinnern die Bilder an die Schöpfungen eines inspirierten Malers. Dabei scheut sich Narkevičius nicht, auch eine ‚nostalgische’ Atmosphäre zu erzeugen und seinen Filmen Subtexte zu unterlegen, welche in unserer auf kulturelle Selbstvergewisserung bedachten Zeit die ‚was-wäre-wenn’-Frage zu stellen wagen. Er zeigt die Traditionslinien möglicher Narrative auf, die tatsächliche Fragmente in unserer Wahrnehmung der Geschichte strukturieren. Der 16mm-Film Europa 54°54'-25°19" (1997) zeigt eine Kamerafahrt, die im ehemaligen Haus des Künstlers beginnt und durch die Stadt zum geografischen Zentrum Europas führt. Dass sich die Mitte Europas in Litauen befindet, gehört zur Allgemeinbildung eines jeden litauischen Staatsbürgers und stellt ein kurioses Phänomen in der Ideologie des jungen Litauens dar. Deimantas Narkevičius - The Unanimous Life ist das Resultat einer Zusammenarbeit zwischen dem Museo Reina Sofia in Madrid, dem Van Abbemuseum Eindhoven, der Kunsthalle Bern, dem Hessel Museum des Bard College, New York und der National Gallery of Art, Vilnius. Die Ausstellung wurde von Chus Martinez kuratiert und für Bern von Philippe Pirotte adaptiert. Ein umfangreiches Buch zeigt Hintergründe zu Deimantas Narkevičius’ bemerkenswertem Filmschaffen auf und enthält Texte von Manuel J. Borja-Villel, Philippe Pirotte, Chus Martinez, Christa Blümlinger, Boris Buden, Gerald Raunig und Dieter Roelstraete. www.kunsthalle-bern.ch
Klitschko
Vitali Klitschko kämpft gegen Johnson in Bern.Am Samstag, 12. Dezember 2009, wird in der PostFinance-Arena geboxt: Der amtierende WBC-Weltmeister im Schwergewicht Vitali Klitschko (38) fordert in Bern den noch ungeschlagenen Amerikaner Kevin Johnson (30) heraus. Der exzellente WM-Boxspektakel wird in über 100 Länder übertragen - in der Schweiz, Deutschland und in Österreich live und exklusiv bei RTL. Der Kartenvorverkauf startet am 24. Oktober 2009. Vitali Klitschko (Wikipedia)Kevin Johnson (Wikipedia)
Polizeizentrum
Neues Polizeizentrum auf dem Schermenareal geplant.Auf dem Areal «Hinterer Schermen» im Norden von Bern soll in einigen Jahren ein neues Zentrum der Kantonspolizei gebaut werden. Die bernische Kantonsregierung hat einen entsprechenden Grundsatzentscheid gefällt. Im neuen Polizeizentrum soll ein Grossteil der Kantonspolizei im Raum Bern konzentriert werden. Die Kantonspolizei in der Region Bern braucht mehr Raum. Wegen der Übernahme neuer Aufgaben und der damit verbundenen Erhöhung des Personalbestands sowie neuen technischen Anforderungen benötigt sie in den nächsten Jahren zusätzliche Flächen. Zudem ist sie heute an fünfzehn verschiedenen Standorten in der Region Bern untergebracht, was die betrieblichen Abläufe erschwert. Mit einem Neubau auf dem Areal «Hinterer Schermen» am nördlichen Stadtrand von Bern sollen die Raumbedürfnisse der Kantonspolizei auf längere Sicht abgedeckt und die betrieblichen Abläufe optimiert werden. Mit dem Neubau kann die Anzahl der Standorte von fünfzehn auf sieben reduziert werden. Das heutige Polizeigebäude auf dem Nordring und verschiedene Mietobjekte werden aufgegeben; die Kantonspolizei zieht sich auch aus dem Zeughausareal zurück. Die Planungsarbeiten auf dem kantonalen Zeughausareal werden vorläufig nicht weiterverfolgt. Das Areal wird bis auf Weiteres für militärische und kantonale Bedürfnisse genutzt, grössere Investitionen sind dort nicht vorgesehen. Der Regierungsrat hat die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion beauftragt, die Planung des Projekts in Angriff zu nehmen. In einem ersten Schritt will der Kanton einen Vorvertrag mit der Landbesitzerin, der Burgergemeinde Bern, abschliessen und die baurechtlichen Fragen abklären. Anschliessend soll dem Grossen Rat ein Projektierungskredit vorgelegt werden.
Botanischer Garten
Regierungsrat unterstützt Übergangslösung für den Betrieb bis Ende 2013.Der Regierungsrat des Kantons Bern hat dem Botanischen Garten Bern für die Jahre 2010 bis 2013 einen jährlichen Beitrag von 550'000 Franken zugesichert. Zusammen mit den Beiträgen von Stadt und Burgergemeinde Bern, der Stiftung Boga und der Universität ist damit der Betrieb des Gartens bis auf Weiteres für vier Jahre gesichert. Im vergangenen Jahr hatte der Grosse Rat mit grossem Mehr eine Motion überwiesen, die den Erhalt des Botanischen Gartens Bern (Boga) verlangt. In einem ersten Schritt genehmigte der Regierungsrat im Februar 2009 einen Kredit von 950'000 Franken zur Sicherstellung des Betriebs im laufenden Jahr. Die Erziehungsdirektion wurde beauftragt, mit der Einwohnergemeinde Bern, der Burgergemeinde Bern, der Stiftung Boga und der Universität nach einer Lösung vorerst für die nächsten vier Jahre zu suchen. Diese Lösung liegt nun vor und der Regierungsrat hat den entsprechenden Beitrag des Kantons genehmigt. Der Boga wird weiterhin von der Universität Bern geführt. Die Sanierung der Schauhäuser wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Der Kanton Bern leistet bis Ende 2013 einen jährlichen Beitrag von 550'000 Franken an die Betriebskosten von rund 1,33 Millionen Franken. Die Stiftung Boga beteiligt sich mit 300'000 Franken an den jährlichen Kosten, Stadt und Burgergemeinde Bern tragen je 100'000 Franken dazu bei. Die Aufwendungen des Gartens für Lehre und Forschung werden im Rahmen des Budgets der Universität finanziert. Zurzeit sind hierfür pro Jahr 140'000 Franken vorgesehen. Die noch fehlenden Mittel wird der Boga durch eigene Aktivitäten über Drittmittel finanzieren müssen. Spätestens im Sommer 2012 wird die Erziehungsdirektion dem Regierungsrat einen Vorschlag unterbreiten, wie der Botanische Garten nach Auslaufen dieser Übergangsregelung weitergeführt werden kann. Botanischer Garten Bern
Festplakette
Festplakette im Bärendesign erhältlich.Die Eröffnung des Bärenparks rückt immer näher: am 25. Oktober wird das neue Bärengehege mit einem grossen Volksfest seinen pelzigen Bewohnern übergeben. Ab sofort ist nun die Festplakette für das Eröffnungsfest erhältlich. Für fünf Franken ist sie in diversen Geschäften, Kiosken sowie bei Bern Tourismus erhältlich. Mit einem grossen Volksfest wird am 25. Oktober 2009 die offizielle Übergabe des BärenParks an die Bevölkerung gefeiert. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. Ein erster Vorbote des Fests ist bereits ab heute erhältlich: eine silberfarbene Festplakette aus Metall, versehen mit einem Bärensujet und dem Vermerk «BärenPark Bern 2009». Die Festplakette wird in einer limitierten Auflage von 25 000 Stück während der kommenden Monate für fünf Franken verkauft, der Erlös fliesst in den BärenPark. Erhältlich ist die Festplakette in rund 50 Verkaufsstellen in der ganzen Stadt Bern. Finanziert und vertrieben wird sie von der Mobiliar, Presenting Partner BärenPark, und den Partnern BKW und ewb. Die drei Unternehmen zeichnen zusammen mit Losinger auch für das Eröffnungsfest verantwortlich. Ein Bärenfest für Bern Das Eröffnungsfest für den BärenPark findet am 25. Oktober 2009 von 9.30 bis 18 Uhr statt. Auf dem Festgelände rund um Bärengraben / Muristalden / Nydeggbrücke / Klösterlistutz dreht sich alles um Meister Petz – von Konzerten über Theater bis zu Ausstellungen. Nebst einem kunterbunten Bärenmarkt dokumentiert ein Bärenmuseum die traditionsreiche Geschichte der Bären in Bern. Bärengraben
Robert Walser
Buchvernissage «Robert Walser in Bern» Die Kornhausbibliotheken Bern und das Robert Walser Zentrum Bern laden am 30. Oktober 2009 zur Buchvernissage ein. Der Autor Werner Morlang stellt das neu aufgelegte Buch «Robert Walser in Bern» vor. Walser verbrachte in Bern von 1921 bis 1929 seine produktivsten Jahre. «In Bern kommt man nie in Verlegenheit wegen neuen Eindrücken, es ist eine Stadt voller qualitätreicher Vitalitäten», schrieb Robert Walser 1926 an den Prager Zeitungsredaktor Otto Pick. Tatsächlich erlebte Walser während seiner Berner Jahre von 1921 bis 1929 seine produktivste Schaffenszeit. Ab Mitte 1925 verfasste er über 1600 Prosastücke, Gedichte und dramatische Szenen, die weitgehend Anregungen dieser Stadt verpflichtet sind. Mit seinen insgesamt 15 Adressen stellte der möblierte Herr einmal mehr seine nomadische Tüchtigkeit unter Beweis, aber auch in seinem Alltag ging es ungemein beweglich zu. Neben dem Schreiben und Lesen frönte Walser ausgiebig dem Wandern. Kneipen und Varietés wurden frequentiert. Dem Kino, Theater und der Oper galten gelegentliche Besuche. Saaltöchter und sogar eine Zirkusartistin wurden von ihm angeliebelt, und im Sommer animierte ihn die Aare zum Schwimmen. Zudem pflegte er einen lockeren Umgang mit einer Handvoll Kollegen. Die lange vergriffene und jetzt in erweiterter Form neu vorgelegte Dokumentation von Werner Morlang sucht allen diesen Facetten Rechnung zu tragen. Nach einer Einführung in den Walser’schen Lebens- und Schaffenskosmos belegen Zitate und rund hundert Bilder von Örtlichkeiten, Menschen und kulturellen Gegenständen das Berner Dasein dieses einzigartigen Sonderlings. Erinnerungen von Frieda Mermet, Ernst Morgenthaler, Alfred Fankhauser, Alfred Schaer-Ris, Emil Stumpp, Hermann Hubacher, Anna Hubacher sowie Margrit Kistler ergänzen das biografische Mosaik, und ein Aufsatz über den Berner Walser-Entdecker Josef Viktor Widmann schliessen den vom Zytglogge-Verlag publizierten Band ab. Werner Morlang, 1949 in Olten geboren, lebt als freischaffender Germanist, Buchautor und Literaturkritiker in Zürich. Er war acht Jahre lang Leiter des Zürcher Robert-Walser-Archivs in Zürich und ist seit 1981 Mitherausgeber von Walsers mikrografischem Nachlass. «Robert Walser in Bern. Auf den Spuren eines Stadtnomaden», von Werner Morlang, ISBN-10: 3-7296-0787-1, Zytglogge-Verlag. Buchvernissage «Robert Walser in Bern». 30. Oktober 2009, 20 Uhr, im 3. Stock der Kornhausbibliothek, Kornhausplatz 18, 3011 Bern. Christine Eggenberg, Direktorin Kornhausbibliotheken, Bern: 031 327 10 22, www.kornhausbibliotheken.chReto Sorg, Direktor Robert Walser Zentrum, Bern: 031 310 17 70, www.robertwalser.ch
Tanz International
TANZ IN. BERN - Tanz International Bern Dampfzentrale 15. - 31. Oktober 2009Seit 2008 findet das Tanzfestival jeweils im Oktober statt. Während drei Wochen sind herausragende internationale Tanzgruppen in Bern zu Gast. Somit hat Bern ein zeitgenössisches Tanzfestival, das zu den renommierten Festivals in Europa gezählt wird. Die Verleihung des Schweizerischen Tanz- und Choreografiepreis findet während TANZ IN. BERN statt und wird mit einer Gala gefeiert. Die Dampfzentrale wird zum Treffpunkt für Tanzliebhaber, Künstler, Fachleute aber auch für ein Publikum das den zeitgenössischen Tanz entdecken will. Mit Restaurant und Bar wird die Dampfzentrale zu einem Ort, an dem sich Künstler und Publikum auf Augenhöhe begegnen. www.dampfzentrale.ch
«Spiel mit uns ...»
Die Veranstaltungsreihe «Spiel mit uns ...» in den Vidmarhallen geht in die 2. Saison.Wiederum werden in Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Bern themenbezogene Partyveranstaltungen organisiert. Insgesamt werden während der laufenden Spielzeit 4 Anlässe produziert, welche zusammen ein vollständiges Quartett ergeben.
Recyclingpapier
WWF fordert mehr Natur in der LiteraturRund 44‘000 Tonnen Bücher gehen jährlich in der Schweiz über den Ladentisch. Sie verschlingen in der Produktion natürliche Ressourcen wie Wälder, Wasser und Energie. Im aktuellen Rating vergleicht der WWF Schweiz erstmals die ökologische Performance von Taschenbuchverlagen. Siegerin ist die Reclams Universal-Bibliothek, die ausschliesslich Recyclingpapier einsetzt. In jedem Schweizer Haushalt werden jährlich rund acht Bücher gelesen und dafür im Schnitt 249 Franken ausgegeben. Am beliebtesten ist das preisgünstige Taschenbuch. Wie es mit der ökologischen Leistung der deutschsprachigen Taschenbuchverlage aussieht, untersuchte die unabhängige Rating-Agentur INrate im Auftrag des WWF Schweiz. Neben der ökologischen Qualität der verwendeten Druckpapiere nahm INrate auch die Umwelt-Gesamtstrategie und die Transparenz bezüglich des Umweltmanagements der Lieferanten unter die Lupe. Siegerin des Ratings ist die Reclams Universal-Bibliothek (gelbe Taschenbüchlein). Sie erreichte 558 von möglichen 800 Punkten, da sie ausschliesslich auf Recyclingpapier druckt. Gute 470 Punkte erzielten die Taschenbuchbrands der Verlagsgruppe Random House: btb, Goldmann, Heyne und Mosaik. Diese Marken verwenden nur Papier mit dem FSC-Label (Forest Stewardship Council), das für eine umwelt- und sozialverträgliche Waldbewirtschaftung steht. Bereits Anstrengungen bezüglich ökologischer Papierwahl haben Piper Taschenbuch, List und Reclam Taschenbuch unternommen. Knapp über dem Rating-Durchschnitt - und daher mit Nachholbedarf - liegen BvT, dtv und Diogenes. Noch etwas mehr Spielraum für Verbesserungen gibt es bei Ullstein und Bastei Lübbe, welche die Durchschnittsnote verpassten. Acht weitere Verlage gaben auf Anfrage keine Auskunft über ihren ökologischen Beitrag: Fischer, Insel, KIWI, Knaur, rororo, Suhrkamp Taschenbuch, Suhrkamp Wissenschaft und Unionsverlag. Die Ergebnisse bei der Umwelt-Gesamtstrategie und bei der Transparenz sind insgesamt ernüchternd. Hier besteht für alle Verlage ein Verbesserungspotenzial. «Um Wälder und das Klima zu schützen, sollten Taschenbuchverlage in erster Linie Recyclingpapier einsetzen», fordert Simone Stammbach, WWF-Projektleiterin. «Mit jeder Tonne Recyclingpapier anstelle von Frischfaserpapier lassen sich eine Tonne klimaschädlicher Treibhausgase, 17 Bäume und 46’000 Liter Wasser einsparen. Falls Frischfasern zum Einsatz kommen, müssen diese FSC-zertifiziert sein.»
Mendelssohn
Während Mendelssohns 200. Jubiläum überall in Europa gefeiert wird, ist er ausgerechnet in Bern bis jetzt nur relativ bescheiden gewürdigt worden. Die folgende Veranstaltung setzt Mendelssohns Aquarelle, Kompositionen und poetische Briefe aus dem Berner Oberland zueinander in Beziehung. Dabei tritt eine grosse Faszination für die Berner Alpen zu Tage, ohne die manches musikalische Werk Mendelssohns undenkbar wäre. Eine Neuentdeckung eines bekannten Komponisten. Johanneskirche Bern Sonntag, 18. Oktober 2009 17.00 Uhr «Felix Mendelssohn und die Berner Alpen» Teil II Aquarelle – Briefe – Musik Karin Stübi, Sopran Ursula Krummen, Mezzosopran Sibylle Leutenegger, Alt Marek Wieczorek, Sprecher Marc Fitze, Orgel «Das ist es, was ich mir bei einer Kunst denke und von ihr fordern möchte: sie nimmt jeden in ihr Reich mit sich fort, und zeigt dem einen Menschen des andern innerste Gedanken und Empfindungen, und macht ihm klar, wie es in seiner Seele aussieht. Worte können das nicht so schlagend, wie Farben oder Musik.» Felix Mendelssohn-Bartholdy: Brief an den Vater, 12. Oktober 1830 Vertonte, gemalte und literarische Landschaften zeugen von Mendelssohns Faszination für die Berner Alpen: Durch das Zusammenfügen der verschiedenen künstlerischen Mittel, in denen er seine Erlebnisse und naturphilosophischen Gedanken auszudrücken pflegte, wird Mendelssohns Persönlichkeit und sein künstlerisches Anliegen intensiv nachvollziehbar. Nebst Kompositionen, poetischen Briefen und Aquarellen von Felix Mendelssohn kommt auch Musik aus seinem engsten Umfeld zur Aufführung: Werke seiner Schwester Fanny Hensel-Mendelssohn sowie seiner Freunde Clara und Robert Schumann. „Die Musik will gar nicht rutschen ohne Dich“ schreibt Felix an Fanny. Das Programm kreist um Mendelssohns letzten Aufenthalt in Interlaken und das tragische Schicksal einer menschlich und musikalisch innigen Freundschaft. Eintritt frei, Kollekte
Musikpreis 2009
Daniel Glaus erhält den Musikpreis 2009 des Kantons Bern.Die kantonale Musikkommission verleiht den Musikpreis 2009 des Kantons Bern von 20'000 Franken an den Berner Organisten, Komponisten und Orgelforscher Daniel Glaus. Sie würdigt damit sein musikalisches Gesamtwerk. Mit drei Anerkennungspreisen von je 10'000 Franken ausgezeichnet werden die Bratschistin und Performerin Anna Spina, die Berner Musikgruppe Kummerbuben sowie der Saxophonist, Klarinettist und Komponist Jan Galega Brönnimann. Der Coup de coeur 2009 von 2'000 Franken geht an den jungen Perkussionisten Julian Sartorius. Die Preisverleihung findet am 10. November 2009 statt. Der mit 20'000 Franken dotierte Musikpreis 2009 des Kantons Bern geht an den herausragenden Berner Organisten, Komponisten, Musikdozenten und Orgelforscher Daniel Glaus (Jg. 1957) für sein musikalisches Gesamtwerk. Die kantonale Musikkommission ehrt damit einen bedeutenden Berner Klangschöpfer und Klangforscher für sein langjähriges engagiertes Schaffen und Wirken. Als Kirchenmusiker an der Stadtkirche Biel und seit 2006 als Titularorganist am Berner Münster hat sich Daniel Glaus einen Namen gemacht als wichtiger Interpret von Alter Musik, innovativer Improvisator und versierter Vermittler von zeitgenössischen Werken. Daneben ist Daniel Glaus einer der produktivsten Berner Komponisten, dessen Werke sich durch ihre grosse musikalische Qualität und Vielseitigkeit auszeichnen. Daniel Glaus befasst sich intensiv mit Fragen rund um den Orgelbau. Ebenso aktiv und engagiert ist er als Musikprofessor in Zürich, Biel und seit 2006 an der Hochschule der Künste Bern oder in seiner internationalen Konzerttätigkeit als Organist. Mit drei Anerkennungspreisen von je 10'000 Franken zeichnet die kantonale Musikkommission zwei weitere wichtige Berner Musikschaffende und eine Berner Musikgruppe für ihr innovatives musikalisches Wirken in den letzten Jahren aus. Diese Anerkennungspreise sind gleichzeitig Förderstipendien für das weitere Schaffen dieser Berner Musikakteure mit grossem Potenzial. Ausgezeichnet werden die Bratschistin und Performerin Anna Spina (Jg. 1971), die Musikgruppe Kummerbuben (mit Simon Jäggi, Mario Batkovic, Urs Gilgen, Daniel Durrer, Higi Bigler und Tobi Heim) sowie der Saxophonist, Klarinettist und Komponist Jan Galega Brönnimann (Jg. 1969). Als Coup de coeur 2009 der Musikkommission mit einer Gage von 2'000 Franken wird der junge Thuner Perkussionist Julian Sartorius (Jg. 1981) an der Preisverleihung eine Solo-Improvisation am Schlagzeug darbieten. Vom Hauptpreisträger Daniel Glaus werden zudem drei arabische Liebeslieder uraufgeführt, mit der Sängerin Ulrike Andersen und Jonathan Rubin an der Laute als Interpreten. Der Musikpreis 2009 des Kantons Bern wird gemeinsam mit dem Filmpreis 2009 der Berner Filmförderung verliehen. Die Preisverleihung findet am Dienstag, 10. November 2009 um 19.30 Uhr in der Dampfzentrale Bern statt. Der Anlass ist öffentlich und der Eintritt ist frei. Daniel Glaus (Wikipedia)
130000 Einwohner
Bern mit über 130'000 Einwohnerinnen und Einwohner.Stadtpräsident Alexander Tschäppät äussert sich erfreut darüber, dass die Bevölkerung in der Stadt Bern weiter wächst und Ende September die 130’000-Marke überschritten wurde. Die positive Entwicklung sei unter anderem auf die Wohnbauförderungspolitik der vergangenen Jahre zurückzuführen. Der Wohnungsbau hat für die Stadtregierung auch in den kommenden Jahren oberste Priorität. Wie die städtischen Statistikdienste heute mitteilen, wohnen seit September rund 130'200 Menschen in der Stadt Bern. Damit bestätigt sich der Trend der letzten Jahre: Die Abwanderung ist gestoppt, die Menschen ziehen wieder in die Stadt. So erhöhte sich die Bevölkerung seit 2005 um insgesamt rund 2600 Personen. Zuzug trotz steigendem Pro-Kopf-Bedarf an Wohnraum Positiv ist diese Entwicklung für Alexander Tschäppät insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Pro-Kopf-Bedarf an Wohnraum seit Jahren kontinuierlich steigt und immer weniger Menschen in grossen bzw. in einstige Familienwohnungen leben. Dass es trotzdem gelingt, die Einwohnerzahl zu erhöhen, ist für den Stadtpräsidenten eine Bestätigung der aktuellen städtischen Wohnbauförderungspolitik. «Sie beginnt nun, Früchte zu tragen.» Dank zahlreichen Neubausiedlungen wie Weissenstein und Brünnen sei es gelungen, sowohl mehr Wohnraum pro Kopf als auch insgesamt mehr Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Erfreulich sei zudem, dass in den Neubauten überdurchschnittlich viele Familien mit Kindern einziehen würden. 900 Neubau-Wohnungen in vier Jahren Von 2005 bis 2008 wurden in Bern laut Angaben der städtischen Statistikdienste rund 900 neue Wohnungen erstellt. Gleichwohl erhöhte sich der Wohnungsbestand in der gleichen Zeitspanne lediglich um rund 530 Einheiten auf insgesamt rund 74'170 Wohnungen. Grund dafür ist vielfach die Zusammenlegung kleinerer Wohnungen zu grösseren Wohneinheiten. Dies vermindert den Reinzuwachs an Wohnungen. Somit bleibt das Angebot an Wohnungen in der Stadt Bern nach wie vor knapp. Für den Stadtpräsidenten ist es daher klar, dass der Wohnungsbau auch in den kommenden Jahren weiter forciert werden muss. «Die Wohnbaupolitik hat für den Gemeinderat oberste Priorität», bekräftigt er. Mehrere hundert Wohnungen in den nächsten Jahren Absehbar ist, dass in den kommenden Jahren mehrere hundert neue Wohnung auf den Markt kommen. So entstehen allein in der Neubausiedlung Schönberg-Ost rund 400 Wohnungen, weitere Neubauwohnungen werden in Brünnen realisiert. Hinzu kommen neue Projekte, so die Wohnbausiedlung Stöckacker-Süd, das neue Migros-Gebäude am Breitenrainplatz und die Umnutzung der Schönburg nach dem Auszug der Post. Neuen Wohnraum schaffen will die Stadt zudem mit Einzonungen und Verdichtungen. Empfang im Erlacherhof Da die 130'000ste Einwohnerin bzw. der 130'000ste Einwohner wegen der Zu- und Abwanderungsbewegungen sowie der Geburten und Todesfälle nicht exakt zu eruieren ist und somit nicht persönlich begrüsst werden kann, organisiert die Präsidialdirektion im November einen kleinen Empfang für all jene Zuzügerinnen und Zuzüger, die sich in der zweiten Septemberhälfte beim Einwohnerdienst in Bern angemeldet haben. Sie sollen stellvertretend für den 130’000sten Einwohner vom Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät in ihren neuen Wohnort willkommen geheissen werden.
Ausschreibungen
SAC-Kulturpreis 2010Bern — Neben dem Alpinismus im engeren Sinn - naturgemäss sein Schwerpunkt - war der SAC immer wieder auch Pate von kulturellen Werken. Seit 1992 übergibt er etwa alle drei Jahre einen mit CHF 10'000 dotierten Kulturpreis als «Auszeichnung für bedeutende wissenschaftliche oder kulturelle Leistungen, welche die Bergwelt ganz allgemein zum Thema haben oder von ihr inspiriert sind». Eingabeschluss: 30.4.10 jacqueline.sahli@sac-cas.chEidgenössischer Preis für KunstBern — Bewerben können sich Schweizer Künstler/innen und Architekt/innen sowie Kunst- und Architekturvermittler/innen bis zum 40. Lebensjahr. Der Wettbewerb wird in zwei Runden durchgeführt. In einer ersten Runde geben die Teilnehmer/innen online ein Dossier ein, das von der Jury begutachtet wird. Die ausgewählten Bewerber/innen werden zu einer zweiten Runde eingeladen und stellen im Rahmen der Ausstellung parallel zur ART in Basel ihre Arbeiten vor. An diesem Anlass bestimmt die Jury die Preisträger/innen. Die Preissumme beträgt zwischen CHF 20'000 und CHF 28'000. Pro Jahr werden 20 bis 40 Preise zugesprochen.
Eingabezeitraum: 1.12.-15.1.10 www.bak.admin.ch
Projekt Aarewasser
Bern/Münsingen — Kunstschaffende sind eingeladen, für das Aareufer zwischen Münsingen und der Stadt Bern künstlerische Arbeiten zu entwickeln, die sich mit der Koexistenz von Naturlandschaft und vom Menschen geformter Kulturlandschaft auseinandersetzen. An den Aareufern begegnen, bedrängen oder verbinden sich natürlich Gewachsenes und künstlich Geschaffenes. Für das Projekt können Objekte, Interventionen, Installationen und Performances eingereicht werden. Eine Jury entscheidet über die Auswahl der Beiträge.
Einsendeschluss 15.1.2010 www.kunstamwasser.ch
Klee
Paul Klee. Leben und Nachleben Zentrum Paul Klee 19.9.2009 – 24.5.2010Paul Klees Werk ist eine gemalte und gezeichnete Biografie – auch wenn viele seiner Mitteilungen verschlüsselt sind und dem Betrachter Rätsel aufgeben. Bei genauerer Betrachtung aber offenbart sich, wie sehr es von Klees Charakter, seinen Lebensumständen und seiner Umgebung geprägt ist. Seine Werke zeigen seine Vorliebe für Satire und Groteske, aber auch sein Bedürfnis nach Erfolg und Anerkennung. Sie berichten von seiner Familie, seinen Reisen und seiner zwiespältigen Haltung gegenüber Politik und Weltgeschehen. Und nicht zuletzt erzählen sie von seinen künstlerischen Experimenten zwischen Expressionismus und Konstruktivismus, Bauhaus und Picasso. Immer versuchte Klee sich als Individualist zu behaupten und gegenüber dem Zeitgeist seine persönliche Kunstform zu bewahren. Klee war ein widerständiger Künstler, der sich mit Ironie und scharfer Beobachtungsgabe gegen seine Umwelt wappnete und bissige Kommentare in seinen Bildern formulierte. Er war Philosoph, aber auch Buchhalter und Stratege und hatte bei aller Spiritualität seine öffentliche Laufbahn präzise im Blick. Die neue Klee-Ausstellung des Zentrum Paul Klee, die von September 2009 bis Mai 2010 zu sehen sein wird, stellt die Biografie Klees in den Mittelpunkt. Vierzehn neue Themenräume beschäftigen sich mit den Stationen von Klees Lebens- und Werkgeschichte von seinen Anfängen um 1900 bis zu seinen letzten Werken im Jahr 1940. Frühe Bildnisse seiner Familie werden dabei zu sehen sein, wie auch seine späten Erinnerungen an Personen und Episoden seines Lebens. Man sieht Klee im Kreis von Werken seiner Künstlerfreunde Marc, Kandinsky oder Kubin und kann seine Reaktionen auf den Ersten Weltkrieg und den Nationalsozialismus verfolgen. Die Auswahl von ca. 150 Werken Klees wird begleitet von einer umfangreichen Präsentation seiner Biografie in ca. 30 «Schaufenstern». Mit Fotografien und persönlichen Requisiten, Briefen, Büchern und Zitaten werden wichtige Lebensstationen in einzelnen, kleinen Vitrinen-Ausstellungen inszeniert: «Klee als Schüler», «Der 50. Geburtstag», «Krankheit und Tod» sind Beispiele aus dieser Folge. Die Dokumentation geht aber über Klees Lebenszeit weit hinaus. Sie macht deutlich, wie Klees Persönlichkeit und Werk bis heute weiter wirken und nicht nur zahllose Besucherinnen und Besucher anziehen, sondern Künstler, Musiker, Schriftsteller und Entwerfer verschiedenster Art inspirieren. In drei Lounges – einer «Audiothek», einer «Videothek» und einer «Bibliothek» kann man sich niederlassen und Musik hören, Filme sehen und über Paul Klee nachlesen. Mit dieser dokumentarischen Präsentation gibt das Zentrum Paul Klee erstmals Einblick in die umfangreichen Bestände seines Archivs, in dem jede Art von Dokumenten über Paul Klee gesammelt werden – seien es historische Dokumente aus Klees Lebzeiten, aktuelle musikalische Kompositionen oder Kreationen für Museumsshops. Das Archiv des Zentrum Paul Klee ist das Ergebnis einer längjährigen Sammeltätigkeit. Der weitaus gewichtigste Teil ist der Familie Klee zu verdanken. Felix Klee, der Sohn von Paul und Lily Klee-Stumpf, hat die von seinen Eltern übernommenen Erinnerungsstücke während Jahrzehnten gehütet und daraus wichtige Teile der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach seinem Tode im Jahre 1990 haben die Erben, Livia Klee-Meyer, die zweite Frau von Felix Klee, und Alexander Klee, der Sohn von Felix Klee aus erster Ehe, beschlossen, die Dokumente zu Paul und Lily Klee-Stumpf aus dem Familienarchiv dem Zentrum Paul Klee zu schenken. Das Zentrum Paul Klee kann nun in Zukunft noch umfassender als bisher die Lebensgeschichte des Jahrhundertkünstlers anschaulich vermitteln. Weitere Schenkungen, wie das Archiv der Familie Bürgi sind uns versprochen. Felix Klee wird in einigen der Ton- und Filmdokumente zu hören und zu sehen sein. Ihm ist die Ausstellung Paul Klee – Leben und Nachleben gewidmet. www.zpk.orgPaul Klee
«Goldener Besen»
«Goldener Besen» für Jugendliche aus dem Holenacker.Im Rahmen der Kampagne «Subers Bärn – zäme geits!» hat Gemeinderätin Regula Rytz sieben Jugendliche aus dem Holenacker-Quartier mit dem «Goldenen Besen» ausgezeichnet. Die Mitglieder der Jugendgruppe future kids organisierten am 29. August einen «cleany Holi-day», an welchem sich 70 Kinder und Erwachsene einen Tag lang intensiv mit dem Thema Abfall beschäftigten. Mit der im Frühling 2008 lancierten Kampagne «Subers Bärn – zäme geits!» soll unter anderem die Selbstverantwortung beim Umgang mit Abfällen gefördert werden. «Gerade weil Jugendliche häufig als Hauptverursacher von Littering bezeichnet werden, freut mich deren Initiative sehr», sagte Regula Rytz anlässlich der Preisverleihung. Die future kids hätten mit ihrem freiwilligen Engagement offenkundig viele Erwachsene und Kinder zu einem sorgsamen Umgang mit Abfällen motivieren können. Damit sei ein wertvolles Zeichen gesetzt worden, welches hoffentlich Nachahmerinnen und Nachahmer finden werden. Aktionstag mit 70 Erwachsenen und Kindern Am 29. August fand im Holenacker erstmals ein «cleany Holi-day» statt. Dazu fanden sich rund 70 Erwachsene und Kinder ein, um verschiedene Aktionen zum Thema Abfall zu gestalten oder daran teilzunehmen. Quartierbewohner organisierten einen gut besuchten Rundgang durch das Quartier, an welchem problematische Abfall-Orte aufgezeigt wurden. Parallel dazu sammelten Kinder Abfälle und stapelten diese gut sichtbar auf. «Damit haben die Kids eindrücklich gezeigt, was mit vereinten Kräften in kurzer Zeit erreicht werden kann: die Reinigung eines Quartiers», meinte dazu Christian Jordi von der städtischen Abfallentsorgung. Abgerundet wurde der «cleany Holi-day» mit einem von den Jugendlichen selbstgedichteten Abfall-Rap sowie mit einer gemeinsamen Luftballon-Aktion. Der «Goldene Besen» Mit dem symbolischen Preis «der goldene Besen» wird im Rahmen der Aktion «Subers Bärn – zäme geits!» umweltbewusstes Handeln und Eigeninitiative der Bevölkerung ausgezeichnet. Den ersten «Goldenen Besen» haben sich die Berner Bring- und Holtage und Hausmeister Arturo Pereira geteilt. Der zweite «Goldene Besen» ging an die Primarschule Kirchenfeld für ihre Aktivitäten im Rahmen des Abfallunterrichts. Die dritte Auszeichnung hat das Buskers-Festival erhalten und als Viertes wurde die Freiwilligenorganisation Benevol für Ihr Angebot an Jugendliche ausgezeichnet, sich im Rahmen einer «Stadtputzete» zu engagieren. Aktion «Subers Bärn – zäme geits!» Die im Frühling 2008 lancierte Aktion «Subers Bärn – zäme geits!» will der zunehmenden Abfallproblematik begegnen und die Attraktivität der Stadt Bern erhalten. Neben gezielten Zusatzreinigungen und repressiven Massnahmen übernimmt insbesondere die Prävention eine wichtige Funktion: Der verantwortungsvolle Umgang mit Abfällen und Littering soll gestärkt werden, weil ansonsten die Reinigungsleistungen der städtischen Stellen zunehmend zu verpuffen drohen. Zur Prävention gehören beispielsweise gezielte Plakataktionen, die Verleihung der Preises «Goldener Besen», ein Strassentheater oder der Abfallunterricht an den Schulen. future kids Die Jugendgruppe «future kids» engagiert sich seit 2000 mit verschiedensten Projekten im und um das Quartier Holenacker. Dazu gehören beispielsweise das Durchführen eines Detektivtages, der Bau einer Brätlistelle, die Organisation von Spielabenden oder -nachmittagen, das Ausholzen von Sträuchern, die Durchführung verschiedene Sammelaktionen im Quartier (zB. für die Tsunami-Opfer) und viele andere Aktionen. Die Jugendgruppe ist im Jahr 2000 als Idee aus einer Zukunftswerkstatt der Quartierarbeit Gäbelbach/Holenacker entstanden und in der Aufbauphase vom Quartierverein Holenacker und der damaligen Leitung der Tagesstätte Holenacker begleitet worden. Unterstützt werden die Arbeiten der «future kids» zudem immer wieder von der Quartierarbeit Gäbelbach/Holenacker. Die Jugendgruppe ist heute als informelle Institution im Quartier verankert. Der aktuelle Kern der «future kids» umfasst sieben Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren, die sich regelmässig alle 14 Tage treffen. Es sind dies: Abdallah Abobaker, Jon Gashi, Nojan Kader Hussein, Pavi Subramaniam, Ragavi Subramaniam, Pirintha Subramaniam und Nhu-y Le. Diese Jugendlichen haben den «cleany Holi-day» 2009 organisiert und sind dafür mit dem «Goldenen Besen» ausgezeichnet worden.
Stadtarchiv
Wiedereröffnung des Stadtarchivs im KUBUS/Titan.Bis September dieses Jahres war das Stadtarchiv im Erlacherhof und in Aussendepots untergebracht. Nun sind die neuen Räume im Erweiterungsbau des Historischen Museums an der Helvetiastrasse 6 in Bern bezogen. Die Aktenbestände sind in zweckmässigen Rollgestellanlagen in den Kulturgüterschutzräumen des Untergeschosses zusammengeführt. Ab 2. November 2009 bietet das Stadtarchiv wieder seine gewohnten Dienstleistungen an. Empfang und Lesesaal befinden sich im 2. Stock. Das Stadtarchiv ist jeweils von Montag bis Freitag zwischen 13.30 und 17.00 Uhr geöffnet. Das Stadtarchiv Bern ist das Archiv der Einwohnergemeinde der Stadt Bern. Es dient der Sicherstellung, Aufbewahrung, Erschliessung und Auswertung von Akten der Stadtverwaltung, die für die Stadt Bern von rechtlicher oder historischer Bedeutung sind. Ferner sammelt es Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren, Karten, Pläne, Fotos und weitere Dokumente zur Geschichte der Stadt Bern. www.bern.ch
Filmpreis 2009
Berner Filmpreise 2009 für zwei herausragende Berner Kinofilme.Die Berner Filmförderung verleiht zwei Berner Filmpreise 2009 von je 20'000 Franken an den Dokumentarfilm «Sounds and silence» von Peter Guyer und Norbert Wiedmer und an den Spielfilm «Tag am Meer» von Moritz Gerber. Der Tontechniker Balthasar Jucker erhält einen Anerkennungspreis von 10'000 Franken. Drei Nachwuchsförderpreise von je 3'000 Franken gehen an den Kurzfilm «Emozioniere» von Simon Baumann und Andreas Pfiffner, den Animationsfilm «MacGuffin» von Mojgan Ghanaatgar sowie den Kurzfilm «Vandalen» von Simon Steuri. Die Preisverleihung findet am 10. November 2009 statt. Eine unabhängige Fachjury der Berner Filmförderung zeichnet den Dokumentarfilm «Sounds and silence» der beiden Berner Filmschaffenden Peter Guyer und Norbert Wiedmer mit dem Berner Filmpreis 2009 von 20'000 Franken aus. Verdichtet und einfallsreich verfolgt der Film als musikalisches Roadmovie die leidenschaftliche Arbeit des Musikproduzenten und Gründers des Musiklabels ECM, Manfred Eicher. Konsequent und mutig sprechen dabei starke Bilder und hypnotische Klänge anstelle von Worten. Der Kinostart des Films ist am 19. November 2009. Der zweite Berner Filmpreis 2009 von 20'000 Franken geht an den Spielfilm «Tag am Meer» des jungen Berner Regisseurs Moritz Gerber. Dieser Film porträtiert vier junge Erwachsene im Spannungsfeld ihrer Generation zwischen vielen Wahlmöglichkeiten und der dadurch drohenden Unverbindlichkeit. Der starke erste Kinospielfilm von Moritz Gerber besticht durch seinen feinfühligen und präzisen Umgang mit Stoff, Schauspielern, Kamera und Ausstattung. Eine authentische und sehr atmosphärische Geschichte wird überzeugend entwickelt und sensibel, stringent und erfrischend umgesetzt. Der Berner Tontechniker Balthasar Jucker erhält einen Anerkennungspreis von 10'000 Franken für seine langjährige bedeutende Mitarbeit bei vielen Berner und Schweizer Filmproduktionen. Unter oft schwierigen Bedingungen hat Balthasar Jucker in der ganzen Welt Klänge, Geräusche und Stimmen aufgenommen und die bewegten Bilder mit seiner klaren, feinfühligen Tonspur veredelt. Auch im Film «Sounds and silence» ist er für den herausragenden Ton verantwortlich. Drei Nachwuchsförderpreise der Berner Filmförderung von je 3'000 Franken gehen zudem an drei viel versprechende Filme von jungen Berner Filmschaffenden. Ausgezeichnet werden der Kurzfilm «Emozioniere» von Simon Baumann und Andreas Pfiffner, der Diplom-Animationsfilm «MacGuffin» von Mojgan Ghanaatgar und der Diplom-Kurzfilm «Vandalen» von Simon Steuri. Die Verleihung des Berner Filmpreises 2009 findet gemeinsam mit der Verleihung des Berner Musikpreises 2009 am Dienstag, 10. November 2009 um 19.30 Uhr in der Dampfzentrale Bern statt. Die Preisverleihung ist öffentlich und der Eintritt ist frei. An der Preisverleihung werden auch Ausschnitte aus den beiden Filmen «Sounds and silence» und «Tag am Meer» gezeigt.
Juden
Informationstafel zur jüdischen Geschichte in der Stadt Bern.Beim Bundeshaus Ost erinnert seit wenigen Tagen eine Informationstafel an die Geschichte der jüdischen Bevölkerung im mittelalterlichen Bern. Dort hatte sich vermutlich im 13. Jahrhundert der jüdische Friedhof befunden. Die Tafel enthält gesicherte historische Fakten über die jüdische Präsenz in Bern im Mittelalter und informiert damit über einen weitgehend unbekannten Teil der bernischen Stadtgeschichte. Die vom Archäologischen Dienst des Kantons Bern gestaltete Informationstafel beim Bundeshaus Ost informiert in Deutsch und Ivrit über das Wenige, was man heute über jüdisches Leben im mittelalterlichen Bern weiss. Verfasst wurde sie vom Historiker und Mittelalterarchäologen Armand Baeriswyl. Die neu-hebräische Übersetzung stammt von Jacob Guzman. Wegen der Bauarbeiten am Bundeshaus im vergangenen Jahr konnte die seit längerem geplante Tafel erst jetzt montiert werden. Das Projekt für die Infotafel geht auf einen parlamentarischen Vorstoss im Berner Stadtrat zurück. Die Initianten forderten, die Stadt solle ein Mahnmal gegen Antisemitismus und Rassismus errichten. Die Abteilung Kulturelles der Stadt Bern stellte das Anliegen in einem Forum zur Diskussion, in dem die Jüdische Gemeinde Bern, das Haus der Religionen, der Archäologische Dienst des Kantons Bern und Berner Kulturschaffende jüdischer Herkunft vertreten waren. Die eingesetzte Arbeitsgruppe kam zur Überzeugung, dass an Stelle eines Mahnmals eine historische Informationstafel die geeignetere Lösung sei. Die erste jüdische Gemeinde Berns wurde 1293 durch ein Pogrom vernichtet. Auch die zweite Ansiedlung der Juden wurde gewaltsam zerstört, durch das Massaker von 1348. Anschliessend lebten nur noch einzelne Juden in Bern, bis auch diese 1427 endgültig vertrieben wurden. Erst nach 1798 durften sich die Juden wieder ansiedeln. Die Lokalisierung jüdischer Präsenz in Bern ist schwierig, sind doch fast alle Spuren seit dem Mittelalter verschwunden. Immerhin ist die Lage des Friedhofs ungefähr bekannt. Er befand sich in der Südwestecke der Stadtbefestigung von 1256, zwischen Stadtmauer und Judengasse, also an der heutigen Kochergasse, vermutlich am Ort des Bundeshauses Ost. Bei seiner Errichtung 1888-1892 fanden sich denn auch die bisher einzigen materiellen Zeugnisse jüdischer Präsenz im mittelalterlichen Bern, nämlich drei Fragmente jüdischer Grabsteine. Jüdische Präsenz im mittelalterlichen BernBern Bundesplatz
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