g26.ch

31.1.09

Public Eye

Public Eye Awards 2009: Bernische Kraftwerke und Newmont Mining am Davoser Pranger.

In Sichtweite des Weltwirtschaftsforums (WEF) haben die Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace Schweiz heute besonders krasse Verstösse gegen ethische und nachhaltige Unternehmensführung gebrandmarkt. Die Public Eye Awards 2009 gehen an den US-Goldminenkonzern Newmont Mining und die Bernischen Kraftwerke (BKW). In einer Internet-Abstimmung ist Newmont zudem mit dem Publikumsschmähpreis «ausgezeichnet» worden. Den «Public Eye Positive Award» erhalten zwei couragierte kolumbianische Gewerkschafter.

Am zehnten Public Eye haben die EvB und ihre neue Davos-Partnerin Greenpeace zwei Konzerne prämiert, die exemplarisch für all jene WEF-Mitglieder und Grossunternehmen stehen, deren soziale und/oder ökologische Vergehen die Kehrseite einer rein Profit orientierten Globalisierung zeigen. «Eine wirkliche Wirtschaftsordnung braucht starke politische Regeln», stellte der deutsche CDU-Politiker Heiner Geissler in seiner Eröffnungsrede klar. Und SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer kritisierte das WEF als «ebenso wichtigen wie windigen Lobbyverein für das konkursite Geschäftsmodell Neoliberalismus».

Newmont Mining gewinnt gleich zwei Anti-Oscars: Den Global Award und den Publikumspreis (People’s Award). Diese Doppelauszeichnung zeigt, dass Fachjury und Internet-Gemeinde Newmonts «Goldrausch» gleichermassen verurteilen. Am Pranger steht der US-Bergbaukonzern wegen seines skandalösen Goldminenprojekts in Ost-Ghana. In seiner Laudatio berichtete Daniel Owusu-Koranteng, Präsident der Betroffenenorganisation WACAM, von der «zynischen Zerstörung einzigartiger Lebensräume», «brutalen Zwangsumsiedlungen» sowie «vergifteten Böden und Flüssen».

Siegerin der Kategorie «Swiss Award» ist BKW. Die Bernischen Kraftwerke planen im niedersächsischen Dörpen für rund 1,6 Mrd. Franken ein Kohlekraftwerk. Dagegen wehrt sich u.a. Inge Stemmer von der lokalen Bürgerinitiative Saubere Energie, für die BKW längst für «Beschleunigten Klimawandel» steht. In Davos wies sie auf den «riesigen Widerspruch zwischen der grünen Schweizer Werbung und der schwarzen Dörpener Realität» hin und forderte BKW-CEO Kurt Rohrbach zum «Verzicht auf diesen gigantischen CO2-Export ins benachbarte Ausland» auf.

An der vom aktuellen Bond-Widersacher Anatole Taubman moderierten Jubiläumsveranstaltung wurde aber erstmals auch der mutigste Mitarbeitende geehrt. Diesen «Positive Award» teilen sich zwei kolumbianische Gewerkschaftsführer: Jairo Quiroz Delgado und Freddy Lozano. Ihre Gewerkschaft Sìntracarbon engagiert sich hartnäckig und erfolgreich für die von der Kohlemine El Cerrejon betroffenen Gemeinschaften. Sie wünschten sich in Davos «ein schnelles Ende der rücksichtslosen Ausbeutung von Ressourcen in Entwicklungsländern durch transnationale Konzerne».

Mit den Public Eye Awards schaffen die Erklärung von Bern und Greenpeace Schweiz vor Ort eine Gegenöffentlichkeit zum WEF. Die beiden Nichtregierungsorganisationen fordern – heute eindringlicher denn je – rechtlich verbindliche internationale Regeln zur Unternehmensverantwortung.

www.evb.ch/publiceye
BKW FMB Energie (Wikipedia)
Newmont Mining (Wikipedia)

30.1.09

Dirk Bach

Dirk Bach als Opernstar am Stadttheater Bern.

Der deutsche Schauspieler, Moderator und Entertainer Dirk Bach wird im Stadttheater Bern die Partie des Puck in der Oper «A Midsummer Night’s Dream» von Benjamin Britten übernehmen. Die Sprechrolle wird er auf der Stadttheaterbühne in Bern in englischer Originalsprache verkörpern. Die Proben in Bern beginnen Mitte März, die Premiere ist am 25. April.

Neben Bach stehen im «Sommernachtstraum» aus dem Opernensemble des Stadttheaters Hélène Le Corre als Titania, Claude Eichenberger als Hippolyta, Anne-Florence Marbot als Helena und Qin Du als Hermia sowie Robin Adams als Demetrius, Andries Cloete als Lysander, Carlos Esquivel als Bottom und Richard Ackermann als Quince auf der Bühne.

Regie führt, erstmals in Bern, Anthony Pilavachi, für Bühne und Kostüme zeichnet Tatjana Ivschina verantwortlich, und die musikalische Leitung übernimmt Dorian Keilhack, der Erste Kapellmeister am Stadttheater.

Dirk Bach (Wikipedia)
Handlung
www.stadttheaterbern.ch
Events in Bern

Dirk Bach. Bild: Wikipedia

29.1.09

«Tour de Berne»

Oscarnominierter Kurzfilm «Auf der Strecke» in Berner Kinos.

In den kommenden Wochen präsentiert die «Tour de Berne» aktuelle Kino- und Festivalfilme von Berner Filmschaffenden, die mit dem Berner Filmpreis ausgezeichnet wurden. Darunter ist auch der für den Oscar nominierte Kurzfilm «Auf der Strecke» des Berners Reto Caffi. Die Tour de Berne macht Halt in neun Etappenorten in allen Regionen des Kantons Bern.

Am 26. Januar 2009 startete in der Kinogenossenschaft Langnau die «Tour de Berne». In den kommenden Wochen präsentiert sie in neun über das ganze Kantonsgebiet verteilten Kinos eine Auswahl von herausragenden Filmen, die mit dem Berner Filmpreis ausgezeichnet wurden. Darunter ist auch der Kurzfilm «Auf der Strecke» von Reto Caffi, der in der Sparte «Bester Kurzfilm» für den Oscar 2009 nominiert wurde. Die Berner Filmförderung unterstützte «Auf der Strecke» neben der Auszeichnung mit dem Berner Filmpreis auch mit einem Produktionsbeitrag von 10'000 Franken.

Der 1971 geborene und in Bern aufgewachsene Drehbuchautor und Regisseur Reto Caffi lebt und arbeitet in Muri bei Bern und in Köln. Er drehte «Auf der Strecke» als Diplomabschlussfilm seines Studiums an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Der Film erzählt die Geschichte eines Kaufhausdetektivs, der in eine Verkäuferin im hauseigenen Buchladen verliebt ist. Hinter seinen Monitoren findet er jedoch nicht den Mut, sie anzusprechen. Reto Caffi gelingt es, in 30 Minuten eine atmosphärisch dichte, facettenreiche und stimmige Geschichte von totaler Überwachung, fehlender Zivilcourage und grosser Einsamkeit zu erzählen.

«Auf der Strecke» ist der erfolgreichste Schweizer Kurzfilm aller Zeiten. Er wurde bereits mit über 50 Preisen ausgezeichnet. Die prestigeträchtige Oscar-Nomination ist der bisherige Höhepunkt der Karriere von Reto Caffi, der an der Oscar-Verleihung am 22. Februar 2009 in Los Angeles teilnehmen wird. «Auf der Strecke» wird von Mitte Februar bis Anfang April 2009 in sieben Kinos in Bern, Thun, Langnau, Langenthal, Burgdorf, Meiringen und Biel gezeigt.

Im Rahmen der «Tour de Berne» stehen neben verschiedenen Kurzfilmen auch die Spielfilme «Tausend Ozeane» von Luki Frieden und «März» von Händl Klaus sowie der Dokumentarfilm «Chrigu» von Jan Gassmann und Christian Ziörjen auf dem Programm.

Die «Tour de Berne» wird vom Verein film:BE organisiert, mit massgeblicher Unterstützung vom Amt für Kultur des Kantons Bern.

Das komplette Programm der «Tour de Berne» ist abrufbar unter www.tour-de-berne.be
Informationen zum Schaffen von Reto Caffi: www.retocaffi.com

28.1.09

BMK

Das Berner Musikkollegium feiert sein hundertjähriges Bestehen. Eine kurzweilige Festschrift dokumentiert die Entwicklung vom kleinen Eisenbahnerorchester zum heute 70 Mitglieder zählenden Sinfonieorchester – und die Zäsuren und Umbrüche des 20. Jahrhunderts.

«Vielleicht ist das Berner Musikkollegium eine jener berühmten Ausnahmen, die die Regel bestätigen», sagt Vereinspräsident Kurt Hess über einen Kaffee gebeugt.

«Nachwuchsprobleme kennen wir jedenfalls nicht – im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen.» Das Musikkollegium müsse sogar schauen, dass gewisse Register nicht mehr wachsen. «Wir haben eher zu viele als zu wenige Aspiranten, ausser bei den Kontrabässen.»

Kontrabässe statt Mandolinen

Der Kontrabassisten-Mangel ist so alt wie das Orchester selbst. Dies zeigt die Festschrift «100 Jahre Berner Musikkollegium – aus Freude an der Musik», die dieses Wochenende veröffentlicht wird. Schon als das damalige Eisenbahnerorchester am 18. Januar 1909 erstmals zur Probe zusammentrat, fehlte ein Kontrabass. Dafür hatten sich nicht weniger als drei Mandolinisten im Probenlokal eingefunden. Kurzerhand wurde der erste Mandolinist zum Kontrabassisten umfunktioniert. Dem Zweiten gab man eine Bratsche mit. Der Dritte wurde kurzerhand nach Hause geschickt.

Nur einen Monat später debütierten die Musiker an der Jahresfeier des Vereins Schweizerischer Eisenbahn- und Dampfschiff-Angestellter. «Der Beifall», schrieb ein Gründungsmitglied später, «galt mehr der Aufmunterung als der künstlerischen Leistung.» Die Musiker liessen sich darob nicht entmutigen und stiessen mit ihrer Salon- und Unterhaltungsmusik bald schon auf positivere Resonanz.

«Auch diese Jubiläumsschrift ist ein Orchesterwerk», sagt Eva Surbeck, «und ich war quasi die Dirigentin.» Die Journalistin und Cellistin ist dem Berner Musikkollegium vor drei Jahren beigetreten und hat die Festschrift redaktionell betreut. «Alle Arbeiten, von der Recherche bis zur Illustration, wurden durch Orchesterangehörige erledigt», erklärt Surbeck. Dabei hätten Neulinge gleichermassen zum Gelingen beigetragen wie langjährige Ehrenmitglieder.

Umbrüche im Vereinsleben

Entstanden ist eine Chronik, die nicht bloss einen Überblick über das Innenleben des Berner Eisenbahnerorchesters gibt, das 1951 in Berner Musikkollegium umbenannt wurde. Im Spiegel des Vereinslebens enthüllen die Autorinnen auch die ökonomischen und sozialen Umbrüche des 20. Jahrhunderts. So etwa bei der Geschlechterfrage: Während heute fast zwei Drittel der Orchestermitglieder weiblich sind, war das Musizieren in den 1930er-Jahren noch reine Männersache. Um die Gattinnen beschäftigt zu wissen, führten die Männer 1936 aber ein Damenprogramm ein, das zeitgleich mit den Proben stattfand. Zweck: Gemeinsames Stricken, erst für den Nachwuchs der Orchestermitglieder, ab 1939 dann für die Diensttuenden und auf Beschluss der Frauen «nur noch in Feldgrau».

«Damals war ein Verein eine soziale Institution», erzählt Eva Surbeck. «Es gab Ausflüge, Feste, viele Konzerte, ein Vereinsorgan, das vierzehn Mal im Jahr erschien.» Heute sei das anders. Zwar reisten viele Orchestermitglieder alle zwei Jahre für eine Musikwoche ins Piemont. Auch fänden vor den Konzerten Probenwochenenden statt, doch dabei stehe immer das Musizieren im Vordergrund. Wer heute einem Verein beitrete, tue das nicht, weil er ein soziales Umfeld suche. «Unsere Leute sind alle gut aufgehoben und in Beruf und Familie stark beansprucht. Sie kommen ins Orchester, weil sie etwas lernen wollen.»

Dem Probenlokal entwachsen

«Manchmal sind es nur gerade zehn von siebzig Mitgliedern, die nach der Probe noch zusammen in die Beiz gehen», sagt auch Vereinspräsident Kurt Hess. Das sei schon schade.

«Andererseits», sagt Hess dann, «wollen immer mehr Leute bei uns mitspielen.» Er habe sich sogar auf die Suche nach einem neuen Probenlokal machen müssen, weil das Musikkollegium aus dem aktuellen Raum herausgewachsen sei. «Das ist insgesamt doch sehr erfreulich», findet Hess. Und sicher eine Ausnahme, wenn man mit anderen Vereinen vergleicht.»

«Der Bund» vom Samstag, 10. Januar 2009
www.bernermusikkollegium.ch

27.1.09

Besuch

Offizieller Arbeitsbesuch des chinesischen Premierministers WEN Jiabao in Bern.

Bundespräsident Hans-Rudolf Merz empfängt heute den chinesischen Premierminister WEN Jiabao zu einem offiziellen Arbeitsbesuch in Bern. Er wird dabei von Vizepräsidentin Doris Leuthard, Vorsteherin des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements, Bundesrat Pascal Couchepin, Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern, sowie Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten begleitet.

Gesprächsthemen sind neben den bilateralen Beziehungen vor allem die wirtschaftliche Situation im Lichte der aktuellen Finanzkrise, der politische Dialog sowie die chinesisch-schweizerische Kooperation im Bereich der Wissenschaft und Technologie. Im Rahmen dieses Besuchs ist die Unterzeichnung eines neuen Investitionsschutzabkommens durch den chinesischen Handelsminister CHEN Deming und Bundesrätin Doris Leuthard vorgesehen.

Die chinesische Delegation, der auch der Aussenminister, der Minister der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform - das wirtschaftliche Lenkungsorgan Chinas - und der Handelsminister angehören, wird im Anschluss an die Gespräche in Bern ans Weltwirtschaftsforum WEF in Davos weiterreisen.

Wen Jiabao (Wikipedia)
Volksrepublik China (Wikipedia)
Weltwirtschaftsforum WEF (Wikipedia)

26.1.09

Neujahrsfest

Am 26. Januar empfangen die Menschen in China das Jahr des Büffels mit traditionellem Feuerwerk und lösen damit das Jahr der Ratte ab.

Das Neujahrsfest ist das wichtigste traditionelle Fest in China. Es wird auch Frühlingsfest (Chinesisch «Chunjie») genannt. Sein Beginn richtet sich nach dem Mondkalender und fällt in diesem Jahr auf den 26. Januar. Das Fest beginnt am Abend des Vortages und endet mit dem 15. Tag des neuen Jahres, der ersten Vollmondnacht.

Dem traditionellen Zwölfjahreszyklus ist jeweils ein Tier zugeordnet. Das Jahr 2009 steht im Zeichen des Büffels oder Ochsen (Chinesisch «Niu»). Gemäss den Charaktereigenschaften des Tieres gilt 2009 als Jahr ohne grössere Neuerungen, in dem harte Arbeit ansteht.

Der Ursprung des Neujahrsfestes ist mit dem Kampf gegen ein mystisches Ungeheuer namens Nian («Jahr» auf Chinesisch) verbunden.
Zum neuen Jahr zerstörte es Felder und Häuser und frass Menschen, besonders Kinder. Die Bevölkerung floh und fand heraus, dass das Ungeheuer vor der Farbe Rot Angst hatte. Deshalb hängen viele Chinesen bis heute rote Spruchbänder mit guten Wünschen an die Haustür und zünden rote Laternen an.

Den chinesischen Silvesterabend und den Neujahrstag begehen die meisten Chinesen im Kreis der Familie. Üppiges Essen und Trinken, das gemeinsame Anschauen der «Frühlingsfestgala» im Staatsfernsehen und das Zünden von Feuerwerkskörpern prägen oft den letzten Abend im alten Jahr. Die Knallerei diente ursprünglich auch dazu, Ungeheuer zu vertreiben. Im Zentrum Pekings ist privates Feuerwerk wegen vieler Unfälle aber verboten worden.

In der Regel haben Chinesen in der Volksrepublik zum Neujahrsfest eine Woche frei. Drei Tage sind offizielle Feiertage. Wer das Frühlingsfest nicht mit der Familie, besonders den Eltern, feiert, vernachlässigt den traditionellen Respekt gegenüber der älteren Generation.

Volksrepublik China (Wikipedia)
Chinesisches Neujahrsfest (Wikipedia)
Peking 2008

25.1.09

Rathaus

Rathausführungen

Im Berner Rathaus gibt es viel zu sehen. Zum Beispiel während der Sessionen des Grossen Rates auf der Publikumstribüne. Aber auch hinter den Kulissen des politischen und historischen Zentrums von Stadt und Kanton Bern gibt es einiges zu entdecken. Deshalb öffnet das Berner Rathaus einmal monatlich seine Tore für öffentliche Führungen.

Die Führungen sind kostenlos. Sie stehen gegen Voranmeldung allen interessierten Einzelpersonen und Gruppen offen.

Die Führungen finden statt, wenn sich mindestens fünf Personen angemeldet haben. Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist beschränkt.

Anmeldungen bis am Freitag vor der Führung (16.00 Uhr) unter Telefon 031 633 75 50 oder E-Mail bernerrathaus@sta.be.ch.

Führungen für Gruppen sind gegen eine Gebühr von 100 Franken nach Absprache auch an anderen Daten möglich.

Daten
10. Februar 09, 3. März 09, 14. April 09
5. Mai 09, 15. Juni 09, 7. Juli 09
11. August 09, 15. September 09, 6. Oktober 09
10. November 09, 8. Dezember 09.

Staatskanzlei Bern
Berner Rathaus

24.1.09

Pflastersteine

Noch 1700 Pflastersteine stehen zum Verkauf.

Der Schlussverkauf der letzten Pflastersteine für den BärenPark ist eröffnet: Rund 9500 Steine sind bereits weg. Dazu beigetragen hat auch die Aktion im Loeb-Schaufenster vergangene Woche. Damit sind bis heute gut 950'000 Franken zu Gunsten des BärenParks zusammengekommen.

Die Aktion, die am 11. November 2008 gestartet wurde, nähert sich ihrem Ende: Am 31. Januar 2009 ist Schluss. Wer sich noch einen Stein mit persönlicher Gravur sichern will, muss sich deshalb sputen: Es het, so lang’s het!

www.baerenpark-bern.ch
Bärengraben

23.1.09

SWISSVOTES

Alles zu den eidgenössischen Volksabstimmungen auf einen Klick.

Wie lauteten die Parteiparolen bei der Abstimmung über die Erweiterung der Personenfreizügigkeit 2005? Wer lancierte das Referendum? Welche Kantone, Bezirke und Gemeinden haben ihr zugestimmt, welche abgelehnt? Wie verlief die Abstimmungskampagne? Wie gingen andere Abstimmungen über die Europafrage aus? Auf solche Fragen weiss SWISSVOTES, die neue Online-Datenbank zu den eidgenössischen Volksabstimmungen, die Antwort. Die Plattform wurde am Institut für Politikwissenschaft der Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Bundeskanzlei (BK) und dem Bundesamt für Statistik (BFS) entwickelt.

SWISSVOTES enthält als regelmässig aktualisiertes Nachschlagewerk Angaben über die Entstehungsgeschichte, über das Thema, über die Resultate auf nationaler, kantonaler und kommunaler Ebene sowie über die Parteiparolen und Kampagnenverläufe der bisher mehr als 500 Abstimmungen seit 1848. Die Nutzerinnen und Nutzer dieser unverschlüsselt und kostenlos zugänglichen Online-Datenbank können aus einer Listenübersicht direkt oder über eine Vielzahl von Suchkriterien zu Detailansichten jeder der über 500 Volksabstimmungen gelangen. Dort finden sich die wesentlichen Informationen über die Entstehungsgeschichte, über das Thema, über die Resultate auf den drei Staatsebenen sowie über die Partei- und Verbandsparolen.

Für sämtliche Abstimmungen seit 1966 besteht zudem ein direkter Link zur Beschreibung der Kampagne und des Stimmverhaltens im Jahrbuch Schweizerische Politik. Weitere Links verweisen auf amtliche Publikationen im Bundesblatt, für die meisten Abstimmungen seit den 1990er Jahren auch auf das Abstimmungsbüchlein des Bundesrats und auf die Beratungen in den eidgenössischen Räten, die von den Parlamentsdiensten im Internet aufbereitet werden. Statistische Übersichten, ein Datensatz für eigene Auswertungen und Grundlageninformationen zur Geschichte der Volksrechte sowie zur historischen Entwicklung der Parteien und der Verbände ergänzen das Angebot. Medienmitteilung BFS

SWISSVOTES ist nicht nur ein in historischer Perspektive interessantes Werkzeug, sondern wird künftig von den beteiligten Institutionen regelmässig auf den neuesten Stand gebracht werden. Dank der Fülle an einfach zugänglichen Daten wird die Plattform für Medienschaffende, für die Politik und die Verwaltung, für die Wissenschaft und für weitere interessierte Kreise zum unentbehrlichen Hilfsmittel. SWISSVOTES erleichtert und bereichert die publizistische, politische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der schweizerischen direkten Demokratie.

www.swissvotes.ch
Institut für Politikwissenschaft der Universität Bern
Année Politique Suisse
Schweizerische Bundeskanzlei
Bundesamt für Statistik
Historisches Lexikon der Schweiz
Universität Bern

22.1.09

Raben

Von schwarzen Raben, Übertreibungen und Populismus.

Eine Fabel der anderen Art erzählt uns das neueste – nennen wir es euphemistisch – Abstimmungsplakat. Schwarze Raben umzingeln unsere schöne und unschuldige neutrale Schweiz. Im Gegensatz zu einer Fabel haben die Raben aber keine Stimme. Natürlich ist dies gewollt; schliesslich könnten die Raben ihre Geschichte selber erzählen und die würde definitiv von der überzeichneten und völlig verfehlten SVP Geschichte abweichen.

Nennen wir die Raben doch beim Namen, es sind Roma. Hierzulande werden Mitglieder dieser Bevölkerungsgruppe gemeinhin und teilweise sehr herablassend als Zigeuner bezeichnet. Sinti und Roma sind im Laufe ihrer Geschichte, in den Ländern, in denen sie ansässig waren und sind, teilweise bis zum Völkermord eskalierender Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt. Eine Geschichte voller Missverständnisse weil die Roma nicht unbedingt dem Normalbild – welches wir hierzulande pflegen – entsprechen. Also die schwarzen Raben, die unserem kleinen Land ans Leder wollen, so ist es zumindest dem SVP-Plakat zu entnehmen, sind eben diese Roma.

Würden wir am 08. Februar den erfolgreichen und aktuell ohne Alternativen besetzten Bilateralen Weg weiterführen und die Personenfreizügigkeit auf die beiden EU Staaten Bulgarien und Rumänien ausweiten, so droht uns also die Rabeninvasion. Dass die Roma in Ungarn und der Slowakei, also zwei Ländern mit denen wir die Personenfreizügigkeit bereits pflegen - ebenfalls beheimatet sind und wir noch keine Masseneinwanderung erlebt haben, mag nicht so ganz ins Bild passen.

Der kritische Geist schaut spätestens jetzt ungläubig auf das immer noch euphemistisch benannte SVP Abstimmungsplakat. Ich wünschte mir nun eine Tierfabel, in der die schwarzen Raben ihre Geschichte erzählen, die Geschichte wäre sehr interessant und würde das SVP Abstimmungsplakat als das entlarven, was es ist, populistisch, rassistisch und unwahr.

Pascal Merz

Intelligent, lernfähig und treu: Rabe

21.1.09

KulturLegi

Kulturgenuss dank der KulturLegi.

Noch sind die Tage kurz und die Abende lang und dunkel – es ist ideale Jahreszeit für einen Besuch im Theater, Konzert oder Kino.

Damit solche Erlebnisse auch für Bernerinnen und Berner mit kleinem Einkommen möglich sind, bietet die KulturLegi der Stadt Bern einen vergünstigten Zugang zu Anlässen in Sport, Bildung und Kultur. Rund 2000 Personen nutzen derzeit die gut hundert attraktiven Angebote.

www.kulturlegi.ch
Events in Bern

20.1.09

Volksabstimmung

Berner Regierung empfiehlt ein Ja zur Personenfreizügigkeit.

Für den Regierungsrat des Kantons Bern ist das Weiterführen und Ausdehnen der Personenfreizügigkeit zentrale Voraussetzung für die Sicherung von Wohlstand und Arbeitsplätzen. Auch der Kanton Bern konnte in den letzten sechs Jahren von den bilateralen Verträgen mit der EU profitieren. Die Regierung empfiehlt den Berner Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern die Annahme dieser Vorlage in der Volksabstimmung vom 8. Februar 2009.

Die Bilateralen Abkommen I bilden neben dem Freihandelsabkommen von 1972 das Fundament der erfolgreichen Beziehungen der Schweiz zur EU als ihre wichtigste Wirtschaftspartnerin. In Zeiten unsicherer Wirtschaftsentwicklung sind stabile Rahmenbedingungen für die Unternehmen äusserst wichtig. Zuverlässige Wirtschaftsbeziehungen sichern Arbeitsplätze im Kanton Bern. Ein Nein des Schweizer Volkes am 8. Februar 2009 gefährdet nach Ansicht des Regierungsrates den erfolgreichen bilateralen Weg und hätte auch für den Kanton Bern spürbare Konsequenzen.

Die Analyse aus sechs Jahren Erfahrung mit der Personenfreizügigkeit hat gezeigt, dass die Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften aus der EU unsere Wirtschaft stärkt. Das wirtschaftliche Wachstum, das die Schweiz und der Kanton Bern in den vergangenen Jahren erlebt haben, ist auch diesen Fachkräften zu verdanken, denn heute leben rund 70'000 EU-Bürger im Kanton Bern. Dank griffigen flankierenden Massnahmen und einer gerade im Kanton Bern gut ausgebauten Arbeitsmarktaufsicht kam es in dieser Zeit nicht zu einem systematischen Lohndumping oder zu einer Aushöhlung des Arbeitnehmerschutzes.

Berner Unternehmen erwirtschaften über zehn Milliarden Franken jährlich im Export. Rund 60 Prozent der Exporte von Berner Unternehmen gehen in den EU-Raum. Deshalb erachtet der Regierungsrat den freien Marktzugang als entscheidend für die weitere Entwicklung der Exportbranche und die Sicherung der Arbeitsplätze. Ein Nein zur Weiterführung der Personenfreizügigkeit und deren Ausdehnung auf Bulgarien und Rumänien hätte gravierende Auswirkungen für die exportorientierten Unternehmen.

Für den Regierungsrat erleichtert die Personenfreizügigkeit zudem die Mobilität der Arbeitskräfte zwischen der Schweiz und der gesamten EU und verbessert die Chancen für Schweizer Unternehmen, geeignetes Personal zu rekrutieren. Vor allem im Gesundheitswesen, aber auch in den exportorientierten technischen Branchen ist es wichtig, dass die Firmen Fachkräfte auch aus den EU-Staaten einstellen können. Gleichzeitig erleichtert die Personenfreizügigkeit den Bernerinnen und Bernern den Zugang zum europäischen Arbeitsmarkt. Dies eröffnet vor allem der jüngeren Generation Chancen und Perspektiven.

www.be.ch
Personenfreizügigkeit Schweiz – EU. Weiterführung des Abkommens nach 2009 und Ausdehnung auf Bulgarien und Rumänien

19.1.09

Eisbahn

Eine Woche länger Eislaufen auf dem Bundesplatz in Bern.

Seit der Eröffnung am 31. Dezember 2008 hat sich die Gratis-Eisbahn auf dem Bundesplatz wieder zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt entwickelt. Bislang wurden rund 12 000 Besucherinnen und Besucher gezählt und rund 5 000 Paar Schlittschuhe vermietet. Wegen der grossen Nachfrage wird der Betrieb der Eisbahn um eine Woche bis zum Sonntag, 15. Februar 2009 verlängert. Dies gaben die Organisatoren anlässlich eines Mediengesprächs zur Zwischenbilanz bekannt. Möglich wurde die Eis-Attraktion durch die Zusammenarbeit der Stadt Bern als Organisatorin, der BEA bern expo AG als Betreiberin sowie der Sponsoren COOP, Corny (Hero), HRS und PostFinance.

Aufbau und Eröffnung

Bei winterlichen Temperaturen und Schneefall konnte an Silvester die Eisbahn an die Eislauffans übergeben werden. In einer intensiven Aufbauphase erstellten Mitarbeitende der BEA bern expo AG während sieben Arbeitstagen das Eisfeld sowie die Infrastrukturgebäude. Zum Einsatz kamen vorwiegend wieder verwendbare Materialien und der Betrieb wurde energieoptimiert gestaltet. Dass die Eisbahn sich wiederum grosser Beliebtheit erfreut, kann auch an der Zahl der ausgeliehenen Schlittschuhe abgelesen werden: Bisher wurden rund 5 000 Paar Schlittschuhe vermietet.

Veranstaltungen bisher

Nach dem erfolgreichen Eröffnungstag konnten auf der Eisbahn diverse Veranstaltungen durchgeführt werden. Die Mobiliar nutzte die Gelegenheit am 8. und 15. Januar 2009, um Tickets für die Eishockey-WM 2009 zu verlosen. Eine letzte Chance zum Gewinn der begehrten Eintrittskarten bietet sich noch am Donnerstag, 22. Januar 2009. PostFinance veranstaltete am 14. Januar 2009 wie bereits im letzten Jahr die PostFinance Trophy Bambinis. Mehrere Unternehmungen mieteten die Eisbahn zudem für Mitarbeiter- oder Firmenanlässe, für die es noch freie Termine gibt: An drei Abenden kann die Eisbahn noch exklusiv gemietet werden. Interessierte Firmen können sich auf der Homepage der Wirtschaftsförderung www.promotion.bern.ch über die Konditionen informieren.

Geplante Veranstaltungen auf der Eisbahn

Der Verein Eishockey-WM hat sich bereits heute mit Gästen auf die Eishockey Weltmeisterschaft in Bern eingestimmt. Die Wirtschaftsförderung Region Bern wird mit der BEA bern expo AG am Montag, 26. Januar 2009 einen Wirtschaftsapéro auf der Eisfläche veranstalten. Zum Kreis der rund 200 angemeldeten Gäste zählen auch die Ex-Eiskunstlaufweltmeisterin Denise Biellmann und der aktuelle Schweizer Meister im Eislaufen, Jamal Othman. Wer einen Kurzauftritt der beiden Stars miterleben möchte, kann ihre Show in der Zeit von ca. 18.30 bis 18.45 Uhr vom Rand der Eisbahn aus mitverfolgen. Abgerundet wird das Veranstaltungsangebot mit dem JaMaDo-Kindernachmittag von Coop am Mittwoch, 28. Januar 2009.

Fondueplausch auf dem Bundesplatz

Das gemütliche Beizli zur Kunsteisbahn auf dem Bundesplatz erfreut sich grosser Beliebtheit. Auf Grund der regen und gegenüber dem Vorjahr noch gesteigerten Nachfrage sind bereits zum heutigen Zeitpunkt viele Abende ausgebucht. Wer noch einen Platz für den legendären Fondueplausch ergattern will, ist gut beraten, frühzeitig zu buchen. Reservationen werden unter Telefon 079 539 59 43 entgegen genommen.

Ausblick

Während der Berner Sportwoche wird bis zum 8. Februar 2009 noch mit grossem Andrang gerechnet. Weil die Nachfrage gross ist und bereits erste Anfragen für die Nutzung der Eisbahn und des Restaurants nicht mehr berücksichtigt werden konnten, haben die Organisatoren entschieden, den Betrieb der Eisbahn um eine Woche zu verlängern. Damit kann die Berner Bevölkerung noch bis zum 15. Februar 2009 gratis auf der Eisbahn des Bundesplatzes schlöflen.

Ob die Eisbahn auf dem Bundesplatz der Berner Bevölkerung auch im nächsten Winter 2009/2010 wieder angeboten werden kann, wird noch geprüft. Einen Entscheid wird der Gemeinderat erst nach der detaillierten Auswertung des diesjährigen Betriebs und Besprechungen mit den beteiligten Partnern fällen.

www.bern.ch
Bundesplatz
Sport in Bern

18.1.09

Verbote

7. Berner Jugend-Grossrats-Tag: «Lassen sich Probleme mit Verboten lösen»?

Im Mittelpunkt des diesjährigen Jugend-Grossrats-Tags steht das Thema «Verbote». Am kommenden 21. Januar 2009 treffen sich rund hundert Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren im Berner Rathaus, um über dieses aktuelle Thema zu diskutieren, den Grossmitgliedern aus ihrer eigenen Region zu begegnen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Die Frage, ob sich Probleme mit Verboten lösen lassen, steht im Zentrum des Jugend-Grossrats-Tags 2009. Die Jugendlichen werden im Rathaus von der Grossratspräsidentin Dorothea Loosli-Amstutz empfangen und begrüsst. Danach steigen sie mit Gruppengesprächen in die Thematik ein. Zur Diskussion stehen aktuelle Fragen wie Ausgangssperre für Jugendliche, Off-Roader-Verbot, Bettelverbot, Konsum illegaler Drogen und Überwachung des öffentlichen Raums. Die Ergebnisse der Diskussionen werden im Plenum präsentiert. Abschliessen wird die Veranstaltung Regierungsrat Christoph Neuhaus, Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektor.

Diese aktuellen Fragen betreffen sowohl die Jugendlichen als auch die Mitglieder des Kantonsparlaments. Die Vorbereitungsgruppe legt deshalb Wert darauf, dass am Anlass auch mögliche Schritte zur Lösung dieser Probleme thematisiert werden.

Der Jugend-Grossrats-Tag wird von der Kantonalen Jugendkommission in Zusammenarbeit mit den Jugendorganisationen und den Jugendverantwortlichen der Gemeinden organisiert. Der Anlass soll Begegnungen und Gespräche zwischen Jugendlichen und Parlamentsmitgliedern ermöglichen. Er soll den Jugendlichen die Möglichkeiten geben, die Grossrätinnen und Grossräte aus ihrer Region kennenzulernen. Die Grossratsmitglieder sollen das Potenzial der Jugendlichen aus ihrer Region entdecken können. Sie sollen motiviert werden, sich für die Anliegen der Jugend aus ihrer Region einzusetzen.

www.be.ch
Berner Rathaus

17.1.09

Geheimtipp

Grossstadtgeheimtipps (24): Bern

Lasst Euch diesen Artikel nicht entgehen: Ein Bernkenner gibt uns liebevoll zusammengestellte Tipps für den perfekten Aufenthalt in dieser oft unterschätzten Stadt. Nicht mal zwei Zugstunden von Freiburg (D) entfernt, kann man in Bern Shoppen, Bummeln, Party machen und Museen besuchen, dass es eine reine Freude ist.

Auf gehts an die Aare!

Artikel (fudder.de Freiburg im Breisgau)
Freiburg im Breisgau (Wikipedia)

Bern im Winter

Bern Zeitglocken von der Martkgasse aus gesehen mit Schützenbrunnen.

Bern Bundeshaus und Bundesplatz mit Springbrunnen.

16.1.09

Ferien

Vom 15. bis 18. Januar 2009 findet in den Hallen der BEA bern expo AG die 24. Ferien- und Gesundheitsmesse statt.

Auch für die diesjährige Austragung werden viele Ferienhungrige erwartet, die wissen wollen, wo die Welt am schönsten ist. Die Türkei, das Gastland der Ferienmesse 2009, ist sicher ein Highlight. Das Land präsentiert sich mit all seinen Facetten: Tradition und Moderne, Gebirge und Meer, Grossstädte und Dorfleben. Alle Sinne werden am Stand der Türkei angesprochen.

Die Gesundheitsmesse ist zum 17. Mal eine professionelle Plattform für Fragen rund um die Dauerthemen «Ernährung – Bewegung – Körper, Geist und Seele». Dem Schlaf wird in einer Sonderschau gebührend Beachtung geschenkt.

Patrick Loertscher stellt aus

Der fotografische Höhepunkt der Ferienmesse ist mit Bestimmtheit die Ausstellung des Naturfotografen Patrick Loertscher. Ob ein Regenbogen über der Wüste Namibias, eine atemberaubende Luftansicht vom Great Barrier Reef, ein wildromantischer Regenwald in Australien oder eine spektakuläre Spiegelung der Aiguilles de Chamonix: Loertscher hat ein feines Gespür für den magischen Moment in magischer Umgebung.

Der gebürtige Berner fotografiert klassisch sprich analog undmarbeitet ausschliesslich mit Mittelformatkameras.

«Dadurch wird bei der Landschaftsfotografie eine Spitzenqualität erreicht, die mit digitaler Technik nicht zu erreichen ist», sagt Loertscher. So bilden seine Originaldias im Format 7 x 6 cm eine hervorragende Grundlage für Vergrösserungen von bis zu 5 Metern.

Aber nicht nur die Art der Fotografie ist speziell. Patrick Loertscher betreibt als einziger Fotograf Europas eine eigene Galerie, die Wilderness Gallery im appenzellischen Heiden. Für die Zeit der Ferienmesse richtet er sie kurzerhand in der Bern BEA Expo ein. Für die Besucher eine gute Gelegenheit, einmalige Naturbilder zu sehen.

www.ferienmesse.ch
www.beaexpo.ch
Events in Bern
Türkei (Wikipedia)


Grössere Kartenansicht

15.1.09

HIPFIT

Primarschulen Kanton Bern - Projekt HIPFIT: Bewegungsangebot für übergewichtige und adipöse Kinder.

Die Zahl übergewichtiger Kinder und Jugendlicher wird in der Schweiz gegenwärtig auf 200'000 geschätzt. Sie weisen ein erhöhtes Risiko für Adipositas starkes Übergewicht, das durch eine über das normale Mass hinausgehende Vermehrung des Körperfettes mit krankhaften Auswirkungen gekennzeichnet ist oder Überge-wichtsfolgekrankheiten auf.

Für diese Kinder gilt es Angebote zu entwickeln, die ihnen Bewegungsfreude ver-mitteln, zu einer aktiveren Gestaltung der Freizeit beitragen und ihnen eine ausge-wogene Ernährung näher bringen.

Die Abteilung Sport des Amts für Bevölkerungsschutz, Sport und Militär bietet ab Anfangs Mai 2009 ein bewegungsorientiertes Modul für übergewichtige und adipöse Kinder im Primarschulalter an. In 10 kantonalen Traininingszentren findet ein wöchentlicher Unterricht (75 Minuten) durch spezifisch geschulte SportlehrerInnen statt. Das Bewegungsangebot wird ergänzt durch Schulungsmodule zur Ernährung, bei welchen auch die Eltern der Kinder miteinbezogen werden. Im Bewegungsangebot selbst wird punktuell spielerisch Wissen zur gesunden Ernährung vermittelt.

www.be.chAdipositas (Wikipedia)

14.1.09

Fasnacht

28. Bärner Fasnacht, 26. bis 28. Februar 2009
Neues und Wichtiges rund um die Fasnacht


  • Die Gassen werden neu dekoriert! Eine Ueberraschung, die am Donnerstag, 26.02.09 vorgestellt wird.

  • Vorfreuen im Web: Auf www.fasnacht.be macht sich Fasnachtsstimmung breit. Der Auftritt der Bärner Fasnacht präsentiert sich seit dem 12. Januar mit einer besseren Benutzerführung und vielen schönen Fasnachtsimpressionen.

  • Umzug und Guggekonzert: 57 Gruppen und Guggen nehmen am Umzug teil. Dröhnender Abschluss ist das traditionelle Monsterkonzert auf dem Bundesplatz mit über 1'000 musizierenden Fasnächtlern. Neu wird als
    «Monstergugge auf Bewährung» nicht nach Gruppen, sondern nach Registern, d. h. nach Musikinstrumenten eingestanden. Besseres Zusammenspiel, mehr Harmonie – ein Vorbild für den Bundesrat?

  • «Knie» am Kragen ist Ehrensache! Der Verein Bärner Fasnacht profitiert voraussichtlich auch dieses Jahr von einem Kostenerlass der Stadt Bern (Ausnahmeliste Gebührenreglement). Damit aber die Kosten der Fasnacht gedeckt werden können, gilt wie immer: Die Plakette ist das Eintrittsbillett für die Fasnacht. Auch originelle Ausreden werden nicht akzeptiert.

  • Behindertenheime im Einsatz: Bereits zum siebten Mal kostümieren Behinderte und Helfer die Rathausgasse, dieses Jahr zum Thema «Ein Muss – Kunschtwärk mit Härz». Die Vernissage mit Guggenmusik findet am 26. Februar um 20.34 Uhr vor dem alten Schlachthaus statt.

  • Zum Wohl der Jugend: Verschiedene Präventionsmassnahmen sollen auch dieses Jahr helfen, Jugendliche vor übermässigem Alkoholkonsum zu schützen. An den Verpflegungsständen im Fasnachtsraum werden keine alkoholhaltigen Mischgetränke verkauft. Den Standbetreiberinnen und Standbetreibern stehen «Bändeli» zur Verfügung, die den Jungen nach einer Alterskontrolle abgegeben werden. Die Verantwortlichen kämpfen gegen den hohen Alkoholkonsum mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.

  • Weniger Abfall: Der Gebrauch von Mehrweggeschirr ist für alle Standbetreibenden obligatorisch. Einwegartikel dürfen nicht verwendet werden und auch Getränke in Glasflaschen haben im Fasnachtsraum nichts zu suchen.
    Dies gilt auch für Gläser und Flaschen aus Restaurants und Lokalen.

    Programm

    Die Bärner Fasnacht ist eine Gassen- und Beizenfasnacht. Nach der Bärebefreiig beim Käfigturm findet die Fasnacht in der unteren Altstadt statt.

    Nach der Kinderfasnacht am Freitagnachmittag folgen die zwei langen «Fas-Nächte» mit Schwerpunkt in der Kram- und Gerechtigkeitsgasse, auf dem Kornhausplatz, in der Zeughaus- sowie in der Rathaus- und der Postgasse. In der Postgasse wollen wir wiederum poetische Akzente setzen.

    Die Fasnacht klingt in den Morgenstunden des Sonntags aus.

    Besondere, durch den Verein organisierte Programmpunkte:

    Donnerstag, 26. Februar
    20.00 Uhr: Bärebefreiig beim Käfigturm
    20.34 Uhr: Vernissage in der dekorierten Rathausgasse, Thema «Ein Muss – Kunschtwärk mit Härz»

    Freitag, 27. Februar
    14.00 Uhr: Grosser Kinderumzug ab unterer Zeughausgasse via Rathaus- und Kreuzgasse zum Münster. Anschliessend Kinderfasnacht rund ums Münster, zum zweiten Mal zum Thema «10tuusig Büecher», organisiert von einem Team um Babu Wälti
    9 vor 00 Uhr: W 11 (WELF)-Symposium mit dem legendären Häxesuppenschlürfen uf em Ratzhäxplatz

    Samstag, 24. Februar
    Ab 10.00 Uhr: Strassentheater und Musik in der Kramgasse
    11.30 Uhr: Schnitzelbänke in der oberen Kramgasse (Zähringerbrunnen)
    14.30 Uhr: Start des Fasnachtsumzugs beim Nydeggstalden mit anschliessendem Monsterguggekonzert auf dem Bundesplatz

    Das Plakat, die Fasnachtszeitung und die Webseite www.fasnacht.be geben über das detaillierte Fasnachtsprogramm Auskunft.

    www.fasnacht.be
    Bärner Fasnacht

    Berner Fasnachtsplakat 2009. Design: Rolf Knie

  • 13.1.09

    Galerienwochenende

    Berner Galerienwochenende
    Samstag 17. & Sonntag 18. Januar 2009
    11 bis 17 Uhr


    Seit beinahe 20 Jahren heisst es im Januar: Auf nach Bern ans Galerien-Wochenende! Die Mitglieder des Vereins Berner Galerien (VBG) öffnen die Türen und empfangen Kunstinteressierte aus der ganzen Schweiz und dem angrenzenden Ausland in ihren Ausstellungsräumen. Seit dem letzten Jahr haben sich vier Galerien entschieden, neu im VBG mitzumachen. Mit annex14, Madonna#Fust, Duflon & Racz und dem Kunstraum Oktogon tragen vier profilierte Galerien mehr dazu bei, für Sie ein spannendes Kunsterlebnis in Berns Gassen zu schaffen.

    Wenn wir die Ausstellungsflächen aller im Verein zusammengefasster Galerien zusammenzählen, kommen wir auf die stattliche Zahl von über 3500m2. Zusammen veranstalten wir 17 Galerien über 120 Ausstellungen pro Jahr und präsentieren dabei über 300 KünstlerInnen. Wir bieten somit wichtige Ausstellungsorte für KünstlerInnen, ein unentbehrliches Basisangebot an Kunstvermittlung und zeigen neu zu entdeckende, «frisch» aus dem Atelier stammende Kunst – das ganze Jahr über und erst noch ohne dafür Eintritt zu verlangen.

    Oft wird wegen der medienwirksamen Vermeldung von Rekordumsätzen vergessen, dass die Rekordumsätze meistens von Auktionshäusern und wenigen internationalen Kunsthändlern erzielt werden. Dies ergibt ein falsches Bild von uns Galerien. Wir sind nicht die gierigen «Abzocker» oder Markttreiber, wie oft kolportiert wird. Die meisten GaleristInnen arbeiten mit sehr viel Herzblut und Engagement im «Low Budget-Bereich» sowie fast unentgeltlich, weil Kunst für sie ein wichtiger, nicht wegzudenkender Bestandteil ihres Lebens und unserer ganzen Gesellschaft ist. Ich wünsche mir, dass wir GaleristInnen als wichtige, vermittelnde Partner des Kunstbetriebs wahrgenommen werden und endlich wegkommen vom rein kommerziellen Image.

    Die 17 Galerien im VBG bieten Ihnen mit ihren unterschiedlichen Programmen, von lokal bis international, allen möglichen ausgestellten Techniken, Medien und künstlerischen Konzepten viele Möglichkeiten zu einem anregenden Ausstellungsbesuch. Ich wünsche Ihnen interessante Begegnungen mit «Kunst» und freue mich, Sie am Galerien-Wochenende 2009 persönlich begrüssen zu dürfen. Natürlich lade ich Sie ein, die Galerien das ganze Jahr über zu besuchen; wir haben während der Öffnungszeiten immer offene Türen – und sind auch «nach Absprache» für Sie da!

    Zum Schluss noch ein paar Worte des Dankes: Zuerst gebührt mein Dank wie immer den KünstlerInnen; denn ohne sie gäbe es keine Kunst, und ohne Kunst gäbe es auch kein Galerien-Wochenende. Dann gilt der Dank unserem Publikum, also Ihnen, denn ohne Sie bräuchten wir kein Galerienwochenende zu organisieren. Und natürlich gilt mein Dank all unseren SponsorInnen und GönnerInnen, denn ohne sie könnten wir das Galerienwochenende gar nicht erst durchführen.

    Bernhard Bischoff, Präsident VBG

    www.vereinbernergalerien.ch
    Galerie annex14 | Galerie Art+Vision | Galerie Béatrice Brunner | bk Galerie Bernhard Bischoff & Partner | Galerie Christine Brügger | Galerie Duflon & Racz | Galerie Margrit Haldemann | Galerie Henze & Ketterer | Galerie Kornfeld | Galerie Martin Krebs | Galerie Krethlow | Kunstkeller Bern | Kunstmuseum Bern | Kunstreich | Galerie Madonna#Fust | Galerie Rigassi | c/o suti galerie & edition | Kunsthalle Bern | Zentrum Paul Klee

    Berner Galerien
    Galerie g26.ch

    12.1.09

    Latsis-Preis

    Franz Pfeiffer erhält den Nationalen Latsis-Preis 2008.

    Der Nationale Latsis-Preis 2008 geht an Franz Pfeiffer. Der Physiker hat einen Weg gefunden, die in der Spitzenforschung angewandten Verfahren der Röntgentechnik auch für gewöhnliche Röntgengeräte nutzbar zu machen. Der mit 100'000 Franken dotierte Preis wird jährlich vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) im Auftrag der Latsis-Stiftung vergeben.

    Es ist eine Weile her, dass sich mit der Röntgentechnologie grosse wissenschaftliche Stricke zerreissen liessen. Über hundert Jahre sind vergangen, seit Wilhelm Röntgen den Nobelpreis für die Entdeckung einer neuen Art von Strahlung bekam, mit der man gewissermassen in den Körper hineinsehen konnte. Unterdessen gehört die Technik zu den unspektakulären Alltagswerkzeugen der Medizinerinnen und Mediziner – die Effizienz der Methode schien ausgereizt zu sein.

    Doch der 35-jährige Franz Pfeiffer, Forschungsleiter am Paul-Scherrer-Insitut (PSI) in Villigen, hat einen Weg gefunden, ganz normale Röntgengeräte so «aufzutunen», dass die vertraute weichgezeichnete Bildästhetik der Röntgenaufnahme bald der Vergangenheit angehören könnte. Die frisierten Apparate liefern gestochen scharfe und ausserordentlich kontrastreiche Aufnahmen, auf denen sich nicht nur Knochen, sondern auch Weichteile abzeichnen.

    Weichteilkrebse im Frühstadium erkennen

    Damit macht die Röntgentechnik eine Schwäche wett, die ihren Anwendungsbereich seit den Anfängen beschränkt. Weil Röntgenstrahlen von dichten Materialien stark absorbiert werden, zeichnen sich die Knochen auf der Röntgenfotografie deutlich vom umliegenden Gewebe ab. Der Rest des Körpers hingegen – Muskeln, Fettgewebe, Organe – ist auf dem Röntgenschirm oft nur als verschwommene Wolke zu sehen.

    Die von Pfeiffer entwickelte Methode arbeitet prinzipiell anders. Der Physiker vergleicht das klassische Röntgen mit einem Schattenriss – man strahlt das abzubildende Objekt an und zeichnet den Schatten nach. Bei der Phasenkontrastbildgebung hingegen interessiert weniger die Intensität der austretenden Strahlung als die Art, wie ihre Frequenz im Körperinnern verschoben wird. Aus dieser Phasenverschiebung lässt sich eine Menge zusätzlicher Informationen gewinnen. Auch Weichteile mit unterschiedlicher Zusammensetzung zeichnen sich deutlich ab. Das nährt die Hoffnung, dass bei Röntgenuntersuchungen künftig auch Weichteilkrebse schon im Frühstadium erkannt werden können.

    Perfektionierung der Phasenkontrastbildung

    Seit letztem Jahr hat Franz Pfeiffer, der seit 2003 am PSI arbeitet, eine Assistenzprofessur an der ETH Lausanne inne. Dort wird er ein Labor aufbauen, um die Phasenkontrastbildgebung zu perfektionieren, und sich dafür einsetzen, dass sie auch im bestehenden Zentrum für biomedizinische Bildverfahren einen gebührenden Platz erhält. Pfeiffer wird aber weiter auch am PSI forschen. Dort nutzt er dieselbe Methode normalerweise an der hochbrillanten Synchrotron-Röntgenquelle.

    Die Röntgenrevolution für den medizinischen Hausgebrauch hat Pfeiffer gewissermassen nebenbei entwickelt. Das Synchrotron liefert intensive und zudem sauberere Strahlung als ein Röntgengerät im Spital. Mit dieser Strahlenquelle hatten die Forscher die phasensensitive Röntgentechnik bereits seit einigen Jahren im Griff; man nutzt sie beispielsweise für Untersuchungen von Strukturen im Nanometerbereich im Innern von Halbleiterelementen oder Zellen. An der schlechteren Qualität der Röntgenquellen in der Radiologie haben sich Forschungsgruppen weltweit seit Jahren die Zähne ausgebissen. Franz Pfeiffer ist es nun gelungen, den röntgentechnischen Quantensprung auch in die Arztpraxen zu bringen.

    Der mit 100'000 Franken dotierte Nationale Latsis-Preis ist eine der wichtigsten wissenschaftlichen Auszeichnungen der Schweiz. Im Auftrag der Genfer Latsis-Stiftung unterstützt der Schweizerische Nationalfonds damit junge Forschende im Alter bis zu 40 Jahren für besondere wissenschaftliche Leistungen in der Schweiz.

    Die Preisverleihung findet am 15. Januar 2009 im Berner Rathaus statt.

    Nationaler Latsis-Preis
    Der Nationale Latsis-Preis ist eine der wichtigsten wissenschaftlichen Auszeichnungen der Schweiz. Er wird jedes Jahr vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) im Auftrag der Genfer Latsis-Stiftung verliehen. Die mit 100'000 Franken dotierte Auszeichnung honoriert besondere wissenschaftliche Leistungen von jeweils einem Forscher oder einer Forscherin bis 40 Jahren in der Schweiz.
    Die Latsis Foundation, eine privatrechtliche Stiftung, wurde 1975 von der griechischen Familie Latsis in Genf gegründet. Sie verleiht jährlich vier Universitätspreise von je 25'000 Schweizer Franken sowie einen nationalen und europäischen Latsis-Preis von je 100'000 Schweizer Franken.
    Die 25 Latsis-Preisträgerinnen und Latsis-Preisträger (*.pdf)

    11.1.09

    Wappentier

    Der Braunbär ist Tier des Jahres 2009

    Pro Natura feiert ihr 100-Jahre-Jubiläum und wählt ihr allererstes Wappentier zum Tier des Jahres: der Braunbär. Sie will mit dieser Wahl die Bevölkerung für ein konfliktarmes Zusammenleben von Mensch und Bär sensibilisieren. Das Europa weit geschützte Wildtier war Jahrhunderte lang Teil der einheimischen Tierwelt und findet allmählich den – noch beschwerlichen – Weg zurück in die Schweiz. Der Blick zurück und der Blick nach vorne, das Motto des 100-Jahre-Jubiläums von Pro Natura, finden in der Wahl des Bären zum Tier des Jahres 2009 ein Symbol. Der Bär war erstes Wappentier des Schweizerischen Bunds für Naturschutz – heute Pro Natura – und seine Rückkehr ist heute und in Zukunft eine der grössten artenschützerischen Herausforderungen der Schweiz.

    Zusammenleben mit dem Bären ist möglich

    Der Bär ist nach wie vor eine gefährdete Art und deswegen Europa weit geschützt. Für die natürliche Verbreitung des Bären in Europa trägt die Schweiz eine besondere Verantwortung. Der Alpenbogen ist für Bären die wichtigste Ausbreitungsachse von Ost nach West - und die Schweiz mitten drin. Bären gehörten Jahrhunderte lang zur hiesigen Kultur. Zahlreiche Flur- und Ortsnamen sowie Wappen zeugen von der langen Kulturgeschichte des Bären in der Schweiz. Ganz zu schweigen von den Hunderten Gasthäusern quer durch die Schweiz, die den «Bären» stolz als Namen tragen. Nur die Gesellschaft hat in den rund 100 «bärlosen» Jahren verlernt, mit wilden Tieren ihr Territorium zu teilen. Pro Natura macht mit der Wahl des Bären die Menschen darauf aufmerksam, dass Bären zu unserer einheimischen Artenvielfalt gehören. Mögliche Probleme, die damit verbunden sind, sind lösbar. Wir dürfen den Bären nicht an Menschen und seine Abfälle gewöhnen und müssen Schaf- und Ziegenherden schützen. Pro Natura will dafür den Weg ebnen.

    Gemeinsame 100-Jahre-Geschichte

    100 Jahre sind es her, seit Basler Wissenschafter zur Gründung eines Schweizer Nationalparks den Schweizerischen Bund für Naturschutz – heute Pro Natura – gegründet hatten. Unmittelbarer Zweck von Pro Natura war es, die Finanzierung des künftigen Nationalparks zu organisieren. 2005 waren ebenfalls fast genau 100 Jahre vergangen, seit der letzte Bär in der Schweiz geschossen wurde. Zwei Jäger erlegten ihn 1904 im Engadin. Fotografen und die Dorfbevölkerung waren zur Stelle, um den Triumph über die wilde Welt festzuhalten. 100 Jahre lang galt der Bär in der Schweiz danach als ausgerottet. Bis JJ2 – vom «Blick» liebevoll in «Lumpaz» umgetauft – 2005 wieder durch Bündner Wälder streifte. Nicht zufällig tappte der erste Bär nach fast 100 Jahren in den von Pro Natura gegründeten Schweizerischen Nationalpark. Er findet dort Nahrung und Ruhe. Und somit schliessen sich die Geschichts-Kreise von Pro Natura und des Bären wieder. Heute setzt sich Pro Natura politisch und mit Aufklärungsarbeit für eine konfliktarme Rückkehr des Bären in die Schweiz ein. Damit die Geschichte des Bären in der Schweiz und Europa weitergeht.

    www.pronatura.ch
    Zum Essen: Natürlich in den «Bären»
    Bärengraben

    10.1.09

    Figurentheater

    Vom 10. Januar bis 11. Februar findet im Berner Puppentheater das nationale Figurentheater-Festival statt.

    Zwei bunte Hunde, ein Wassermann vom Schwarzen Meer, eine strickende alte Frau aus der Glarner Sage, eine Schildkröte auf Traumreise und ein kleines namenloses Wesen: Sie alle geben sich einen Monat lang im Berner Puppen Theater die Türklinke in die Hand. Gespielt werden die Stücke von den Winterthurer Marionetten, vom Basler Marionetten Theater, vom Figuren Theater St. Gallen und vom Theater Stadelhofen Zürich. Das Berner Puppentheater nimmt mit «Die Traumreise der Schildkröte» des Lempen Puppentheaters aus England am Festival teil.

    www.berner-puppentheater.ch

    9.1.09

    Tscharnergut

    Pioniersiedlung Tscharnergut in Bern feiert 50-Jahr-Jubiläum.

    Vor 50 Jahren wurden im Berner Tscharnergut, einer der ersten Hochhaus- und Grosssiedlungen der Schweiz, die ersten Wohnungen bezogen. 5000 Menschen lebten dort zu Beginn, heute noch 2300. Sie feiern nun ein Jahr lang das Jubiläum.

    Das alte Gemeindegebiet (Bethlehem) von Bümpliz lag im Grenzraum zwischen Burgundern im Westen und Alemannen im Osten, wobei allerdings die Siedlungsbezirke nicht klar voneinander abzugrenzen sind. Davon zeugen zahlreiche frühmittelalterliche Gräber in Bethlehem. In der Kiesgrube Neuhaus (Messerli-Grube) wurde zwischen 1913-16 ein Gräberfeld mit 291 Bestattungen aus der Zeit zwischen 500 und 700 und 1927-31 ein weiteres mit 31 Bestattungen von Anfang des 7. Jahrhunderts entdeckt. Die Gräber waren mit Beigaben reich ausgestattet. Diese Fundgegenstände befinden sich heute im Bernischen Historischen Museum.

    Der Ursprung des Namens «Bethlehem» für eine Ortsbezeichnung bei Bern geht auf das Mittelalter zurück. Das nahe gelegene Kloster des Deutschritterordens hatte in dieser Gegend einen Prozessionsweg errichtet. An die Stationen dieses Weges erinnert neben «Bethlehem» die allerdings nur noch auf alten Karten zu findende Bezeichnung «Jerusalem» im Bremgartenwald. Der Name «Bethlehem» übertrug sich auf den dortigen Weiler und die daraus entwickelnde Dorfschaft in der Gemeinde Bümpliz.

    Vor der Jahrhundertwende bestand die Siedlung Bethlehem aus drei grossen Bauerngütern, einigen Einzelhäusern, zwei Wirtschaften, einer Schmiede und einer Sägerei.

    1918 stimmen die Bümplizer (Bethlehemer) mit 631 Ja gegen 17 Nein dem Eingemeindungsvertrag zu. 1919 entstehen die ersten Gemeindewohnungen im neuen Stadtteil.

    Bern Bümpliz

    8.1.09

    Watt d'Or

    Watt d'Or 2009: Sechs Projekte für nachhaltige Energienutzung ausgezeichnet.

    Sechs Projekte für eine nachhaltige Energienutzung werden dieses Jahr vom Bundesamt für Energie (BFE) mit einem Watt d'Or ausgezeichnet. Dazu gehört unter anderem die Rheintaler Energie-Initiative.

    Zwölf Gemeinden im St. Galler Rheintal haben sich zu einer Energie-Initiative zusammengeschlossen und ein Energieförderprogramm für Gebäude erarbeitet. Sie hätten geschafft, womit sich oft schon zwei Gemeinden schwer täten, teilte das BFE am Donnerstag mit. Die Energie-Initiative sei deshalb ein Modell für die ganze Schweiz.

    Dafür erhielt die Rheintaler Energie-Initiative den Watt d'Or 2009 in der Kategorie Gesellschaft. In der Kategorie Energietechnologien wurden das Paul Scherrer Institut in Villigen AG und die Technische Universität Wien ausgezeichnet. Sie hatten in Güssing (A) die weltweit erste Pilotanlage für die Umwandlung von Holz in synthetisches Erdgas gebaut.

    Die Rhônéole SA in Vernayaz VS erhielt den Watt d'Or in der Kategorie erneuerbare Energien. Sie hatte im Mai 2008 in Martigny VS das grösste Windkraftwerk der Schweiz in Betrieb genommen.

    In der Kategorie energieeffiziente Mobilität wurde die Biketec AG aus Kirchberg BE prämiert. Sie verleiht in Tourismusgebieten Elektrofahrräder. Ausgezeichnet wurde schliesslich auch die Allreal aus Zürich in der Kategorie Gebäude für ihre Null-Energie-Wohnüberbauung in Oberwinterthur ZH.

    Der Spezialpreis der Jury geht an die Ernst Schweizer AG Metallbau in Hedingen ZH. Sie engagiere sich seit Jahren erfolgreich für eine energieeffiziente und umweltschonende Produktion, lautet die Begründung.

    Die Watt d'Or wurden bereits zum dritten Mal vom BFE verliehen. Die Preise sind nicht dotiert; Ziel ist es vielmehr, die prämierten Projekte bekannt zu machen und so Wirtschaft, Politik und die breite Öffentlichkeit für innovative Energietechnologien zu sensibilisieren. Für die diesjährigen Watt d'Or wurden über 100 Projekte eingereicht.

    Details

    7.1.09

    Besuch

    Arbeitsbesuch des österreichischen Bundeskanzlers Werner Faymann in Bern.

    Bundespräsident Hans-Rudolf Merz empfängt heute den neuen österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann. Damit folgt der österreichische Kanzler der Tradition, seinen ersten Auslandsbesuch in die Schweiz zu machen.

    Die Gespräche werden neben bilateralen Themen auch Europa-Fragen und weitere aktuelle Themen wie die Finanzkrise und die weltwirtschaftlichen Aussichten umfassen. Bundeskanzler Werner Faymann wird vom Bundespräsidenten Hans-Rudolf Merz und den Bundesrätinnen Doris Leuthard und Micheline Calmy-Rey empfangen.

    Der traditionelle Erstbesuch des österreichischen Bundeskanzlers in der Schweiz ist ein Ausdruck der ausgezeichneten bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

    Österreich (Wikipedia)
    Werner Faymann (Wikipedia)
    Hans-Rudolf Merz (Wikipedia)
    Doris Leuthard (Wikipedia)
    Micheline Calmy-Rey (Wikipedia)

    6.1.09

    Dreikoenigskuchen

    Dreikönigskuchen - König für einen Tag.

    Schon seit 600 Jahren kennt man in der Schweiz den Brauch des Dreikönigskuchens.

    Am 6.Januar gibt’s praktisch in jeder Familie einen feinen Königskuchen zum Zmorge. Kinder mögen diesen Tag ganz besonders. Denn wer Glück hat, findet in seinem Stück den König, darf sich die Krone aufsetzen und für einen Tag regieren.

    Die Schweiz ist zwar ein demokratisches Land, aber trotzdem zählt man um den 6.Januar herum jeweils über eine halbe Million Könige und Königinnen. Denn so viele Dreikönigskuchen werden allein von den Jowa - Bäckereien der Migros gebacken. In jedem Dreikönigskuchen findet sich traditionsgemäss nur ein König oder eine Königin.

    Ein feines Hefegebäck:

    Bei den feinen Dreikönigskuchen handelt es sich um ein Hefegebäck, hergestellt aus Mehl, Zucker, Sultaninen, Butter, Eiern, Mandeln, Salz, Milch und etwas Zitronenschale. «Wir legen grossen Wert auf Frische», erklärt Jrene Benz, Leiterin Teilmarkt Backwaren bei der Jowa AG in Volketswil. Es werden mehrmals täglich Kuchen gebacken, sowohl in den Regionalbäckereien sowie auch in den vielen Hausbäckereien in den Migros-Filialen.

    Der Aufschwung des Königskuchenbrauches in der Schweiz war sagenhaft», schreibt Dr. h.c. Max Währen in der «Schweizerischen Bäckerzeitung». Als geistiger Vater setzte er sich 1945 für die Wiederbelebung dieser Tradition ein. Seine Nachforschungen ergaben, dass das Königsfest seit 1311 in den Zünften gefeiert wurde. Es war bald so beliebt, dass sogar Dörfer und kleinere Städte ihren König erkürten. Im Königskuchen war damals eine Bohne versteckt.

    Und wer diese fand war - wie heute - König für einen Tag.

    Die Schweizer Bäcker nahmen 1952 den alten Brauch des Dreikönigskuchens wieder auf. Seither gehört der süsse Kuchen am 6.Januar in den meisten Familien zur Tradition.

    Schweizer Brauchtum und Volksfeste
    Dreikönigskuchen (Wikipedia)
    Heilige Drei Könige (Wikipedia)
    Bohnenkönig (Wikipedia)

    5.1.09

    Nati-Tram

    Nati-Tram fährt durch Bern.

    Im neuen Jahr hat Bern ein neues Tram. Das Nati-Tram gibt den Schweizer Nationalspielern ein Gesicht und soll die Fans für die Weltmeisterschaft 2009 begeistern. Es fährt bis Ende Mai durch Berns Gassen.

    Das neue Nationalmannschafts-Tram dreht bis Ende Mai in Bern seine Runden. Es bringt die Fans an die Meisterschaftsspiele des SC Bern und an die WM-Spiele in der PostFinance-Arena. Das Berner Eisstadion ist Hauptaustragungsort dieses internationalen Grossanlasses. PostFinance, die starke Partnerin des Schweizer Eishockeys, unterstützt als nationale Partnerin auch die 2009 IIHF Weltmeisterschaft in Bern und Kloten.

    Den Nationalspielern ein Gesicht geben

    Auf den Aussenseiten des Nati-Trams sind Portraits von 18 Schweizer Nationalspielern abgebildet. Sie erhalten ein Gesicht, da die Bernerinnen und Berner sie für einmal ohne Helm sehen können. Zwei Wochen vor dem ersten WM-Spiel in Bern am 24. April 2009 wird PostFinance zudem Autogrammkarten der portraitierten Spieler im Nati-Tram verteilen.

    ...und die Fans für die WM begeistern

    Das Nati-Tram trägt die Schweizer Nationalfarben rot-weiss. Der Schriftzug «Fans, wir brauchen Euch. An der 2009 IIHF Weltmeisterschaft in der PostFinance-Arena» soll die Fans für den Grossanlass begeistern und sie zur Unterstützung der Schweizer Nationalmannschaft ermuntern. Eine Anzeigetafel im Tram zeigt den Countdown bis zum ersten Bully.

    Eishockey-WM 2009

    4.1.09

    Reisestipendien

    Vergabe von fünf Reisestipendien an Kunstschaffende aus dem Kanton Bern.

    Die kantonale Kunstkommission hat im Auftrag des Amtes für Kultur fünf Reisestipendien des Kantons Bern an ausgewiesene Berner Kunstschaffende vergeben. Ermöglicht werden die fünf Reisevorhaben «Kreuz den Raum» (von Spanien bis Island) von Nino Baumgartner aus Bern, «Rural Studio und Richard Greaves» (in den USA und Kanada) von Hanswalter Graf aus Thun, «Reise in die verbotene Zone» (in Kiew, Prypjat und Tschernobyl) von Pat Noser aus Nidau, «Vorwärts auf null» (in Amsterdam) von Rolf Siegenthaler aus Bern sowie «Scenic Backyards» (in den USA) von Rudolf Steiner aus Biel.

    Die fünf Reisestipendien sind mit insgesamt 89'150 Franken dotiert. Die ausgezeichneten fünf Berner Kunstschaffenden erhalten mit diesen individuell gestalteten Reisestipendien die Gelegenheit, bereichernde neue Impulse für ihre eigene künstlerische Arbeit zu erhalten. Auf die öffentliche Ausschreibung der Reisestipendien gingen insgesamt 70 Bewerbungen ein. Die Reisestipendien des Kantons Bern für professionelle Berner Kunstschaffende und Kunstvermittelnde werden 2010 zum nächsten Mal ausgeschrieben.

    www.be.ch
    Künstlerlexikon

    3.1.09

    Design

    «Berner Design Weekend 2009»

    Das «Berner Design Weekend 2009» gewährt am 24. und 25. Januar Einblicke der ganz besonderen Art: Acht Berner Einrichtungsfachgeschäfte präsentieren jeweils zwischen 10 und 17 Uhr ihre faszinierend vielfältige Welt rund ums Thema Wohnen und Einrichten. Mögen Sie es opulent oder schlicht, bunt oder dezent, modern oder klassisch? Lassen Sie sich von den verschiedenen Stilen, Materialien und Farben inspirieren! Zu sehen sind zeitgenössische Möbel und Objekte, aber auch grossartige, unvergessliche Klassiker. Das 9. «Berner Design Weekend» bietet auf kompaktem Raum diesbezüglich eine schweizweit einzigartige Fülle an Eindrücken.

    www.bdw.ch

    2.1.09

    Kehricht

    Neues Abfuhrsystem in der Innenstadt ab Anfang 2009.

    Ab dem 1. Januar 2009 wird der Hauskehricht jeweils am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag abgeführt. Die Aufräumarbeiten nach Ladenschluss am Samstag entfallen, da sie zu falscher Entsorgung und wilden Deponien verleitet haben. Die Papier- und Kartonabfuhr findet jeweils am Mittwoch statt. Hauskehricht sowie Papier und Karton müssen zwischen 6.00 Uhr und 9.00 Uhr bereitgestellt werden.

    Die Bereitstellung ausserhalb dieser Zeiten und an Wochenenden ist nicht gestattet. Nach einer einmonatigen Übergangsfrist, d.h. ab Februar 2009, werden Fehlbare bei falscher Bereitstellung und Nichteinhaltung der Bereitstellungszeiten gebüsst.

    www.abfall.bern.ch

    1.1.09

    Kulturwunder

    Das Kulturwunder von Bern.

    Die Progr-Künstler haben es geschafft: Innerhalb weniger Wochen haben sie 10,5 Millionen Franken für den Kauf des alten Progymnasiums am Waisenhausplatz Bern aufgetrieben. Jetzt prüft die Stadt das Angebot.

    www.progr.ch
    Events in Bern

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