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27.7.09

ETD

12.│13. 9. 2009 Europäischer Tag des Denkmals ETD │ Am Wasser

Tradition verpflichtet – der Europäische Tag des Denkmals ETD findet am zweiten Wochenende im September statt und lädt dazu ein, Denkmäler am Wasser zu erkunden. Dank der engen Zusammenarbeit mit den Koordinationsstellen auf eidgenössischer, kantonaler und kommunaler Ebene stehen den Besucherinnen und Besuchern mehr als 250 Stätten offen, und passend zum Thema werden zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt.

Am Wasser leben.

Diesen Wunsch hegten bereits unsere Vorfahren in früheren Zeiten, wie sich beim Besuch der archäologischen Ausgrabungen am Hallwyler-, Boden- und Neuenburgersee unschwer feststellen lässt. Warum die Pfahlbauer als Wohnort die Uferregionen bestimmter Seen wählten und wie sie dort lebten, wird vor Ort von Archäologen anschaulich gemacht. Im Laufe der Jahrhunderte veränderten sich die Gründe, welche die Menschen ans Wasser zogen: Die Wassergräben der Schlösser von Bottmingen BL oder Hallwyl AG sollten die Bewohner und ihren Besitz schützen; später wurden diese Anlagen in romantische Orte der Erholung oder Landschaftsgärten umgewandelt. Wie attraktiv die Wohnlage an Uferböschungen sein kann, lässt sich auch an vielen Patrizier- und Bürgerhäusern ablesen, die am Wasser gebaut wurden: das Schloss Reichenbach in Zollikofen BE, die Villa Adlerberg in Basel, das Gut Rive-Belle in Pregny-Chambésy GE oder das Schloss Isle in der Waadt sind Zeugen, dass die Nähe des Wassers ein Privileg der Privilegierten war. Am 16. Europäischen Tag des Denkmals sind sie für jedermann zugänglich.

Verkehr und Energie.

Seen und Flüsse sind wichtige Verkehrswege, auf denen Güter und Passagiere transportiert werden. Die Flussschifffahrt lernt man in Koblenz AG und in Schaffhausen auf der 1925 erbauten MS Konstanz näher kennen, in Neuenburg mit dem Restaurationsprojekt des 1912 gebauten Schiffs Neuchâtel sowie auf Vierwaldstätter- und Genfersee. Wasser ist aber auch eine wichtige Energiequelle für den Menschen. Dank der Wasserkraft kam es in vielen Regionen zu einer wirtschaftlichen Entwicklung, was sich allein an den vielen restaurierten Mühlen, Schmieden und Sägereien erkennen lässt, etwa in Ramiswil SO, Lavizzara TI, Reckingen VS oder in Col-des-Roches NE, einer ganz besonders eindrücklichen Anlage, bei der sich die Maschinerie in einer Grotte befindet; aber auch unser Industrieerbe zeugt davon, sei es in der Umgebung von Glarus, in Herisau AR, im St. Immer-Tal BE oder entlang der Schüss. In Rheinfelden AG, Freiburg und Bramois VS machen verschiedene Veranstaltungen die Elektrizitätsgewinnung zum Thema, und in Genf haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, der Inbetriebnahme des berühmten Jet d’eau beizuwohnen, des Wahrzeichens der Stadt.

Diskussionspodien und junges Publikum.

Diskussionspodien widmen sich aktuellen Fragen im Bereich der Kulturgüter-Erhaltung, so etwa das Architekturforum in Bern, das die Thematik von Brückenbau und Landschaftsschutz aufgreift oder in St. Gallen, wo über energetische Sanierungen diskutiert wird. Auch an Familien und Kinder wird gedacht und einige Veranstaltungen richten speziell an ein junges Publikum. Insbesondere können Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre an der Expérience Photographique Internationale des Monuments EPIM teilnehmen; in Winterthur und in Uster werden zudem spezielle Workshops zum Wettbewerb durchgeführt. Dieser Fotowettbewerb wird vom Europarat jedes Jahr in mehr als 40 Ländern organisiert. Die Bilder der schweizerischen und europäischen Preisträgerinnen und Preisträger des vergangenen Jahres werden während der Bieler Fototage vom 4. bis 27. September 2009 gezeigt.

Die Partner.

Die 16. Ausgabe des ETD kann auf die wertvolle Unterstützung durch die Sektion Heimatschutz und Denkmalpflege des Bundesamts für Kultur BAK, der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW, des Kurszentrums Ballenberg, des Bundes Schweizer Architekten BSA sowie der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL zählen. 2009 wird zudem intensiver mit der Vereinigung Schweizer Mühlenfreunde VSM, der Fédération Suisse des Véhicules Anciens FSVA sowie mit «Palafittes – Verein zur Unterstützung der UNESCO-Welterbekandidatur Pfahlbauten in Seen und Mooren rund um die Alpen» zusammen gearbeitet.

www.nike-kultur.ch

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