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19.7.09

Wakkerpreis

Wakkerpreis an Yverdon-les-Bains.

Der Schweizer Heimatschutz (SHS) zeichnet Yverdon-les-Bains mit dem Wakkerpreis 2009 aus. Die Stadt am Neuenburgersee erhält die diesjährige Auszeichnung für ihren Umgang mit dem öffentlichen Raum, die vorbildliche gemeindeübergreifende Zusammenarbeit und den spürbaren Gestaltungswillen der Gemeindebehörden. Die offizielle Preisübergabe findet am 27. Juni 2009 im Rahmen einer öffentlichen Feier statt.

Yverdon-les-Bains machte bereits zur Expo 02 mit der Erneuerung des Bahnhofplatzes auf sich aufmerksam. In der Folge begann die Stadt mit der Aufwertung der Verbindung zwischen der Stadt und dem – während der Expo in seiner Qualität neu entdeckten – Seeufer. Schritt für Schritt findet seither der Altstadtkern, der durch eine Industriezone vom See abgetrennt ist, einen Bezug zum Wasser. Das Projekt zur Stärkung der Achse entlang des Canal Oriental, das auf einen städtebaulichen Studienauftrag zurückgeht, überzeugt. Erstes gelungenes Resultat ist der 2008 eingeweihte Parc des Rives am See (Local­architecture + Paysagestion).

Mit einzelnen Neu- und Umbauten gewann Yverdon-les-Bains in den vergangenen Jahren bereits in Fachkreisen zunehmend an Anerkennung, so zum Beispiel mit dem Centre Psychiatrique du Nord Vaudois (2003, Devanthéry & Lamunière), der Berufsschule (2000, Brauen + Wälchli) und dem Umbau der ehemaligen Kaserne in ein Gerichtsgebäude (2000, Bauart Architekten).

Der Umgang mit der Altstadt ist sorgfältig. Diese ist nicht museifiziert, sondern lebhaft und authentisch. Kleinere Eingriffe, wie die Aufwertung der Place de l’Ancienne-Poste und ambitionierte Projekte, wie die kürzlich eingeweihte Salle Jules Verne in der Maison d’Ailleurs – ein «Museum für Science-Fiction, Utopien und aussergewöhnliche Reisen» in zwei durch eine neue Passerelle verbundenen historischen Gebäuden – zeugen vom behutsamen Umgang mit dem gebauten Erbe.

In grösserem Massstab widmet sich das Agglomerationsprogramm «aggloY» (zusammen mit dem Bundesamt für Raumentwicklung ARE) den Bereichen Urbanisierung und Mobilität auf einem Gebiet von insgesamt neun Gemeinden. Hier zeigt sich die aktive Planung und der Gestaltungswille der Gemeindebehörden, mit dem Ziel, die Identität von Yverdon-les-Bains als zweite Stadt im Kanton zu stärken. Die Ausgangslage dazu ist ideal, die bereits umgesetzten und die angestrebten Projekte zielen in die richtige Richtung.

Die Auszeichnung mit dem Wakkerpreis würdigt einerseits das bisher Erreichte, will andererseits das Bewusstsein für das vorhandene Potential und die Wichtigkeit der unternommenen Schritte stärken. Nach St. Prex (1973) und Montreux (1990) ist Yverdon-les-Bains die dritte Gemeinde im Kanton Waadt, die mit dem Wakkerpreis ausgezeichnet wird.

www.heimatschutz.ch
Wakker-Preis Stadt Bern

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