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15.7.09

Wald

Die Kantone kümmern sich zu wenig um den Naturschutz im Wald. Dies zeigt eine neue WWF-Studie zur Waldbewirtschaftung.

Der Kantonsvergleich bringt es an den Tag: Aargau, Basel-Land und -Stadt gehören bei der Waldbewirtschaftung zur Spitzengruppe. In den anderen Kantonen dagegen wird zu wenig Rücksicht auf die Natur genommen. Besonders gross ist der Handlungsbedarf in den Kantonen Jura, Luzern, Uri, Genf, Glarus und Tessin. Keine Daten zur Umfrage lieferten die Kantone Nidwalden, Wallis, die beiden Appenzell und Freiburg. Dies zeigt die Studie des WWF Schweiz, die das Büro Infras erstellte.

Die globale Nachfrage nach Holz steigt, was auch den Druck auf den Schweizer Wald erhöht. Holz wird meist dort geschlagen, wo es am einfachsten geht, im Mittelland, in den Voralpen und im Jura. «Ohne Gegensteuer riskieren wir, dass die einfach zu bewirtschaftenden Wälder in den kommenden Jahren komplett ausgeräumt werden, was verheerende Folgen für die Artenvielfalt haben würde», sagt Thomas Wirth, Waldexperte beim WWF Schweiz.

Damit es nicht soweit kommt, sind griffige Massnahmen nötig. Der WWF fordert die Kantone auf, bei den Waldreservaten vorwärts zu machen. Zwar haben zwei Drittel der Kantone bereits entsprechende Konzepte verabschiedet. «Doch bei der Realisierung der Waldreservate hapert es gewaltig: In fast allen Kantonen besteht Handlungsbedarf», betont Wirth. Weiter verlangt der WWF, dass die Kantone ihre Wälder mit dem FSC-Label zertifizieren lassen. Nur so sei eine nachhaltige Bewirtschaftung gewährleistet.

www.wwf.ch
Wald (Wikipedia)
Universität Bern zeigt Spuren des Klimawandels im Wald
Forstbetrieb - Burgergemeinde Bern

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