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6.2.07

Wellness statt Militär

Hotel, Wellness und zwei Wohntürme? Der Regierungsrat prüft eine neue Nutzung der alten Zeughäuser in der Stadt Bern.

Das kantonale Zeughausareal im Stadtberner Breitenrainquartier soll zu neuem Leben erwachen. Kaum hat der Kanton Bern einige Kasernenbauten für 85 Millionen Franken (der Bund beteiligte sich mit 47 Millionen) renoviert, plant er bereits den nächsten Schritt. Das frühere Zeughaus könnte zu einem Erstklasshotel mit Gesundheits- und Wellness-bereich umgebaut werden, daneben würden zwei Wohntürme in den
Stadtberner Himmel ragen.

Ist der Kanton Bern auf der Suche nach Investoren, oder hat er solche für sein Projekt bereits an der Angel? «Nein», betont die bernische Baudirektorin Barbara Egger. Es handle sich nicht um ein Projekt, sondern erst um eine Studie. Fest stehe einzig, dass der Kanton Bern das Zeughaus-areal in der Stadt Bern neu und für alle sinnvoll nutzen wolle. Im März wird der Gesamtregierungsrat entscheiden, in welche Richtung die Planung weitergeführt wird.

Für Berns Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät ist die von Egger anvisierte Stossrichtung «interessant». Eine verdichtete und attraktive Nutzung des alten Zeughauses würde Tschäppät befürworten. Als städtebaulich problematisch beurteilt er aber den Bau der beiden Wohntürme.

Selbst wenn Egger nur von einer Studie spricht, beschreibt Kantonsbaumeister Giorgio Macchi bereits, wie er die Neunutzung der alten Militärbauten sieht. Das Projekt «Quan Terra» würde ein Quantensprung für den Standort Bern darstellen. Ein veritables City-Resort mit Hotel, Restaurant und Lounges. Das Restaurant «ist ultramodern, wie man es von London, New York oder Barcelona kennt».
«Quan Terra» sorgt bereits für politischen Wirbel. Heinz Siegenthaler, Chef der SVP-Grossratsfraktion, attackiert Baudirektorin Barbara Egger.

www.espace.ch 07.02.2007 ue

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