g26.ch

3.11.06

Strafregisterauszug nur noch per Post

Bis auf weiteres können Privatpersonen einen Strafregisterauszug nicht mehr mehr direkt am Schalter des Bundesamtes für Justiz (BJ) in Bern beziehen. Im Gegenzug soll die schriftliche Zustellung auf zwei bis drei Tage beschleunigt werden.

Das Schweizerische Strafregister fertigt heute als Sektion des BJ pro Tag über 1000 Auszüge für Privatpersonen aus. Die starke Zunahme der Gesuche um rund 30 Prozent in den letzten zwei Jahren hat zu einem Engpass bei der Verarbeitung und zu Zustellfristen von acht bis zehn Arbeitstagen geführt.

Das BJ hat deshalb entschieden, dass der Auszug nur noch schriftlich bestellt und nicht mehr am Schalter bezogen werden kann. Davon sind laut Mitteilung des Bundesamtes täglich 40 bis 60 Gesuchsteller betroffen. Auch telefonische Anfragen nach dem Stand der Bearbeitung werden nicht mehr beantwortet.

Diese Sofortmassnahmen und die befristete Anstellung von Hilfspersonal sollen es erlauben, im Interesse des Grossteils der Kunden eine grössere Zahl von Gesuchen abzufertigen und die Zustellfristen wieder auf zwei bis drei Tage zu verkürzen. Per Express abgeschickte Gesuche werden noch gleichentags bearbeitet.

Um die Jahreswende will das BJ prüfen, ob die Schalterschliessung wieder aufgehoben werden kann.

www.baz.ch 03.11.2006
Bundesamt für Justiz

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