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29.6.09

Kallnach

Kallnach-Hinterfeld: Weitere Ausgrabungen in der römischen Villa.

Seit anfangs März setzt der Archäologische Dienst des Kantons Bern die Rettungsgrabungen auf dem Areal der ehemaligen römischen Villa in Kallnach-Hinterfeld fort. Die Befunde erweitern die Erkenntnisse über die Villa und schliessen Lücken zwischen den früheren Grabungen.

Bereits 1967 wurden im Garten eines Hauses am Gässli in Kallnach Mosaiksteinchen gefunden, die auf die Existenz eines römischen Gutshofes hindeuteten. Diese Vermutung bestätigte sich 1999, als der Archäologische Dienst im Vorfeld eines Neubauprojekts erste Teile einer herrschaftlichen Villa freilegen konnte: den Teil eines Gebäudeflügels, in dem ein Raum mit Fussbodenheizung und ein zweiter mit Mosaikboden ausgestattet war. Im Rahmen von Rettungsgrabungen stiess der Archäologische Dienst in den Jahren 2007/2008 auf den Badetrakt des Gutshofes.

Seit anfangs März 2009 setzt der Archäologische Dienst die Rettungsgrabungen auf einer anderen Parzelle fort. Die aufgedeckten Strukturen sind zwar nicht so spektakulär wie letztes Jahr. Dennoch erweitern die Befunde die Erkenntnisse über die Villa und schliessen teilweise die Lücke zwischen der Grabung von 1999 und den Aufschlüssen 2007/08. Als älteste Strukturen konnten ein Entwässerungsgraben mit einer Holzeinfassung freigelegt werden. Diese Anlagenreste werden von einer neueren Kanalisation durchschnitten, in der mehrere Erneuerungsphasen sichtbar sind. Über der Kanalisation stiess der Archäologische Dienst auf eine Pergola mit einer Unterlage aus Ziegelmörtel als Rest eines Plattenbodens. Eine gemauerte Garteneinteilung schliesst die Befundabfolge ab. In der Nordwestecke der Grabung haben sich schliesslich auch noch Reste einer Mörtelmischgrube erhalten.

Archäologischer Dienst des Kantons Bern
Kallnach (HLS)

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