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10.9.09

Zusammenarbeit

Bern und Freiburg wollen die Zusammenarbeit verstärken.

Der Regierungsrat des Kantons Bern und der Staatsrat des Kantons Freiburg haben beschlossen, ihre Zusammenarbeit zu verstärken. Sie haben eine Delegation der beiden Regerungen beauftragt, einen Aktionsplan mit dem Ziel zu erstellen, die gemeinsame Stellung als Brückenkantone zwischen französischer und deutscher Schweiz rund um die Hauptstadt der Schweiz zu festigen.

Die Herausforderungen unserer Gesellschaft und die grossen politischen Dossiers haben immer häufiger kantonsübergreifende Auswirkungen. Die heutige Lebensweise führt dazu, dass die politischen Grenzen immer häufiger überschritten werden. Von dieser Feststellung ausgehend, haben der Regierungsrat des Kantons Bern und der Staatsrat des Kantons Freiburg beschlossen, ihre Zusammenarbeit zu verstärken. Gemeinsames Ziel ist es, ihre Stellung als Brückenkantone zwischen französisch- und deutschsprachiger Kultur und als zentrale Region rund um die Hauptstadt der Schweiz zu stärken. Sie wollen damit ein langfristiges Vorgehen einleiten, von dem die Bevölkerung beider Kantone profitieren soll.

In einem ersten Schritt werden die vielen Gebiete der heutigen Zusammenarbeit untersucht: Bildung, Gesundheitswesen, Verkehr, Raumplanung, Landwirtschaft und Ernährung sowie die Bereiche Umwelt und die Energie. Es geht darum, die Zusammenarbeit dort auszudehnen, wo sie bessere Dienstleistungen für die Bevölkerung der Kantone Bern und Freiburg ermöglicht. Die beiden Regierungen haben sich ferner verpflichtet, zum Projekt «Raumkonzept Schweiz», von dem sie in der ersten Version in keiner Weise befriedigt sind, eine gemeinsame Stellungnahme auszuarbeiten.

Der Staatsrat des Kantons Freiburg ist daran interessiert, im Projekt «Hauptstadtregion Schweiz» mitzuwirken, das vom Kanton und von der Stadt Bern ins Leben gerufen wurde. Dieses Projekt, das mehrere Kantone umfasst, will Initiativen und die Formen der Zusammenarbeit innerhalb eines Raums, der die politischen Grenzen übersteigt, fördern und verstärken. Die Hauptstadtregion Schweiz ist dank einer engeren Zusammenarbeit zwischen den Kantonen Freiburg und Bern ein wichtiger wirtschaftlicher Motor. Sie übernimmt Aufgaben, die auf dem gleichen Niveau anzusiedeln sind, wie diejenigen der drei Metropolitanregionen der Schweiz. Der Regierungsrat des Kantons Berns prüft seinerseits, wie er gewisse Projekte, die für Freiburg von Bedeutung sind, unterstützen kann. Im Vordergrund stehen beispielsweise Verbesserungen beim S-Bahn-Angebot sowie bei Vorhaben im Rahmen der Dezentralisierung der Bundesverwaltung.

Die beiden Regierungen sind sich der Bedeutung der multilateralen Zusammenarbeit bewusst. Sie wollen daher über die Konferenz der Westschweizer Regierungen und die Fachkonferenzen dazu beitragen, dass die Romandie als einheitlicher Lebensraum wahrgenommen wird. Beide Kantone behalten angesichts ihrer Besonderheiten und Möglichkeiten ihre volle Autonomie, wenn es darum geht, mit anderen Partnern zusammenzuarbeiten.

Eine Delegation aus Mitgliedern der Freiburger und der Berner Regierung, die unter der Leitung der beiden Volkswirtschaftsdirektoren steht, wurde beauftragt, konkrete Vorschläge vorzulegen und zuhanden der beiden Regierungen einen Aktionsplan auszuarbeiten.

Kanton Bern (Wikipedia)
Kanton Freiburg (Wikipedia)

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