g26.ch

8.8.09

Nachbilder

Filmreihe «Nachbilder» im Kino Kunstmuseum -
Dialog zwischen der Sammlung FFV und dem aktuellen Kunstschaffen


Schon seit rund 28 Jahren betreibt die Bernische Stiftung für Fotografie, Film und Video wertvolle Aufbauarbeit im Bereich des Sammelns, Konservierens und Ausstellens von Neuen Medien. Während in letzter Zeit vermehrt Projekte mit Fotografie (Ausstellung «Paul Senn Fotoreporter», 2007) verfolgt wurden, soll nun die eigene Videokunstsammlung wieder vermehrt in den Blick genommen werden. In Kooperation mit dem Kino Kunstmuseum, dem Kunstmuseum Bern und Marks Blond Project wurde die Videokunstreihe Nachbilder ins Leben gerufen, die neu ab 4. Februar 2009 rund zehnmal im Jahr, jeweils mittwochs ab 19 Uhr, im Kino Kunstmuseum Video- und Filmwerke aus der Sammlung der Stiftung FFV der Öffentlichkeit präsentiert.

Der Titel ist dabei Programm: Denn ein Nachbild – im Unterschied zum Vorbild – ist das, was von einem optischen Eindruck auf der Netzhaut als Nachwirkung des Reizmusters übrig bleibt. Bei «positiven» Nachbildern – wenn man in eine Lichtquelle blickt – entsprechen die Helligkeits- und Farbwerte denen des ursprünglichen Reizmusters. Beim «negativen» Nachbild kehren sie sich um. Dieser wahrnehmungsphysiologische Befund lässt sich symbolisch auch auf den Umgang mit künst­lerischen Vorbildern übertragen. In diesem Sinne lädt der Vorstand der Stiftung FFV zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen ein, auf mögliche Vorbilder in der Sammlung zu reagieren.

Die Nachbilder-Abende sollen in entspanntem Rahmen den Dialog zwischen Klassikern der Videokunst und aktuellem Kunstschaffen ermöglichen, in denen erstere auf ihre Aktualität geprüft werden. Durch die Gegenüberstellung mit jüngerem Kunstschaffen werden diese möglicherweise in Frage gestellt, parodiert, variiert oder es wird ihnen Referenz erwiesen. Erwünscht sind Diskussionen über verborgene oder offensichtliche Verwandtschaften, nicht zuletzt, damit das flüchtige Erbe bewegter Bilder wieder grössere Präsenz erhält. Moderiert werden diese Begegnungen von den Mitgliedern des Vorstandes der Stiftung FFV (Daniel Suter, Esther Maria Jungo, Rosa Maino und Kathleen Bühler). Vorgesehen ist jedoch, dass auch weitere interessierte und berufene Personen diese Begegnungen initiieren können.

Die nächsten Daten:

Manon - Elodie Pong
Mittwoch, 9.9.2009, 19h

Robert Breer - Ingo Giezendanner
Mittwoch, 7.10.2009, 19h

http://www.kinokunstmuseum.ch
http://www.kunstmuseumbern.ch

Bernische Stiftung für Fotografie, Film und Video FFV

Zum einhundertjährigen Jubiläum der Bernischen Kunstgesellschaft beschloss deren Vorstand im Jahre 1979, eine Stiftung einzurichten, die sich der (neuen) Medien Fotografie, Film und Video annimmt. 1981 erfolgte die Gründung. Erster Präsident war der Berner Fotograf Kurt Blum. 1982 konnte das Archiv des Reportage-Fotografen Paul Senn (1901 - 1953) erworben werden, das von 2004 - 2007 erschlossen und konserviert wurde.

Im Besitz der Stiftung befinden sich Fotografien von bernischen, schweizerischen und internationalen Fotografen und Künstlern, sowie ein kleines Künstler-Film-Archiv. Bedeutend ist die Video-Sammlung, die seit 1982 angelegt wird.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Links zum Thema:

Link erstellen

<< Home

Powered by Blogger