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24.8.08

Schosshaldenfriedhof

Schosshaldenfriedhof - Die Oase der Ruhe.

Auf 17 Hektaren verteilt stehen 8000 Gräber. Der Kunstmaler Ernst Kreidolf liegt auch hier, der Schriftsteller Rudolf von Tavel, die Bundesräte Johannes Baumann, Adolf von Steiger und Markus Feldmann, der Berner Gemeinderat Kurt Wasserfallen und YB-Legende Eugen Meier. Literarisch begraben wurde auf dem Schosshaldenfriedhof auch der Polizeileutnant Ulrich Schmied, die ermordete Romanfigur aus Friedrich Dürrenmatts «Der Richter und sein Henker».

Michael Gerber, der stellvertretende Friedhofleiter, ist einer von 20 Angestellten der Berner Stadtgärtnerei, die auf diesem ruhevollen Flecken Erde arbeiten. «Es ist eine faszinierende Anlage», sagt er. «Hier leben über 40 Vogelarten, die sonst kaum anderswo in Bern vorkommen: Trauerschnäpper, Mönchsgrasmücken und Buntspechte.» Auch eine Fuchsfamilie habe sich im Friedhof eingenistet. «Auf den Trockenwiesen, die von uns extensiv gepflegt werden, gedeihen viele geschützte Orchideen.» Zahlreiche Insekten, Schmetterlinge und Fledermäuse besiedeln den Friedhof.

Und da! Was für ein Baum, dessen weitverzweigte Wurzeln den Asphalt des Gehweges wie Wellblech verformt haben. Der grösste und älteste in der ganzen Anlage, das sei ein Mammutbaum, der 1877 bei der Eröffnung des Friedhofes – als Ersatz für denjenigen im Rosengarten – gepflanzt worden sei.

«Regelmässig verbringen zahlreiche Angestellte aus den umliegenden Firmen ihre Mittagszeit hier», erzählt Michael Gerber. Vom Lärm der nahen Autobahn ist in der Begräbnisstätte nichts zu hören.

Text: Urs Wüthrich (Auszug aus Sporttempel und 8000 Gräber)
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